ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1006

Schweizer Cash für Apples iMac

Wieder ein positives Beispiel für faire Berichterstattung

Autor: bh - Datum: 02.03.2002

Die Zeitschrift "Cash" aus der Schweiz hat sich mit Apples neuem iMac vulgo "Schneekönigin" befaßt - und wer das selbst tun will, wird genug Cash brauchen (und ein bißchen Geduld, Stichwort Lieferproblem). Insgesamt kommt der Tester Kurt Haupt auf sehr viele positive Eigenschaften des Mac zu sprechen, wie einfache Bedienung oder "plug & play", FireWire oder die mitgelieferte AppleWorks-Software. Seine wenigen Kritikpunkte sind jedoch fundiert: selbst in konservativen Macintosh-Kreisen wird die Maus mit nur einer Taste immer weniger geliebt. Wieso schafft Apple nicht einmal den Sprung zu einer Maus mit zwei Tasten und einem Rad? Zitat Haupt "Wer je mit einer Viertastenmaus mit Drehrädchen durch Windows-Programme und Webseiten geflitzt ist, fühlt sich mit der Mac-Maus amputiert." Da hat er wohl Recht, und auch drahtlose Tastaturen und Mäuse im LIEFERUMFANG wären schön, Apple! Die aktuelle Tastatur und Maus kostet ohnedies genug, auf dieses feature kann es nicht mehr ankommen - nicht bei 27% Marge, die Apple bei seinen Geräten hat. Bemängelt wird auch der laute Lüfter - dies konnte kein MacGuardians bisher bestätigen, weder die bei der MacWorld SF aufgebaute Armada tönte laut, noch das Gerät bei der ersten Präsentation in Wien. Rügen muß man das Magazin "Cash" lediglich für unscharfe Behauptungen wie "wer sich für einen Mac entscheidet, muß gewärtigen, dass die meiste Business-Software und die neuesten Spiele auf einem Mac nicht funktionieren". Windows-Programme laufen auf einem Mac unter Virtual PC, wenn es denn wirklich sein muss - und die neueste Business-Software und Spiele laufen sehr wohl, sofern sie für den Mac sind. Wer Apfelkuchen bestellt, soll sich nicht wundern, wenn dieser ohne Ketchup serviert wird. Läuft denn Mac-Software wie iMovie, iTunes, iDVD oder iPhoto auf einem PC? Nein, und ist das ein Argument - nur bedingt wohl. "Als Accessoire für Designer-Wohnungen und als Gefährte für Multimedia- und Internetanwendungen ist der neue Mac uneingeschränkt zu empfehlen." So sehen wir das auch und bedanken uns schon mal für die korrekte Preisangabe: zwischen 2449 und 3399 Franken. Wie oft muß man den Höchstpreis gepaart mit der kleinsten Ausstattung lesen! Doch daß ein Magazin mit dem Namen "Cash" diese Fakten auf die Reihe bekommt, ist wohl eine Selbstverständlichkeit. Dank an Leser Benjamin und Stephan für den Tip!

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