ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1057

Macs in den Medien - harte Arbeit

Wie die PR-Agenturen den Mac ins rechte Licht rücken

Autor: bh - Datum: 20.04.2001

Seit "Brief an Steve" tritt Apple wieder deutlicher in Erscheinung, wenn man die Werbelandschaft betrachtet. Neben dem allgegenwärtigen Product Placement ist Apple ja endlich wieder mit eigenen TV-Spots vertreten, die iTunes und die CD-Brenner in den bunten iMacs ins rechte Licht rücken. Einfach ist dieser Job sicherlich nicht, auf so viel muß geachtet werden. Verleiht man ein Gerät für ein Fotoshooting, sollten ja alle wichtigen Merkmale eingefangen werden, also das tolle Design, das Logo und natürlich ein Mac-Screen. Leider paßt dann oft das Ergebnis nicht, denn einige Printmedien agieren reichlich frech: manche überblenden den Schirm eines PB Titanium mit einem Windows-Screen, andere verdecken das Logo. PowerBooks ohne leuchtenden Apfel hinten sehen aus wie weggelegte Kinder, und das österreichische Magazin "eMedia" überblendet den Apfel gar mit ihrem eigenen Logo. Bei solcher Unverfrorenheit muß die PR-Agentur dann genau festlegen, unter welchen Bedingungen die Geräte verborgt werden, wenn die Sichtbarkeit des Logos nicht mehr selbstverständlich ist. Bei unbekannteren Logos wird kaum verfremdet, aber was kann Apple denn dafür, eines der bekanntesten Logos der Welt zu haben? (Unter den teuersten Markennamen & Logos kommt die Firma unter die Top 10, die natürlich von Coca-Cola angeführt werden.) Das Product Placement funktioniert derzeit ausgezeichnet, beispielsweise in der Fernsehserie "Julia" mit Christiane Hörbiger. Dort kommt nicht nur ein iBook, sondern auch noch ein altes PowerBook gut sichtbar zum Einsatz. Oder das Kabarett-Programm mit Erwin Steinhauer, wo auch allabendlich ein iBook seinen Auftritt hat. Zu erwähnen wären auch noch die iMacs bei IKEA oder im Werbespot für Rauch-Fruchtsäfte. Ein Meilenstein war aber die April/Mai-Ausgabe des Nextra-Magazins i:Move, das fast ausschließlich von professionellen Anwendern gelesen wird und somit eine ausgezeichnete Zielgruppe vermittelt. Auf dem Cover bemühte sich ein Model redlich, den Sex des PowerBook G4 Titanium zu überstrahlen, was aber schon an der klavierspielerhaften Fingerhaltung auf der Tastatur scheitert...

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