ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1091

HP 970Cxi, WACOM Graphire, Ariston/Macally USB-Karte - der Hardwaretest

Autor: wp - Datum: 29.02.2000

So, da liegt es nun vor mir... nein, nicht "ES", sondern "SIE" liegen vor mir: Ein HP 970 Cxi, ein WACOM Graphire Tablett und eine USB Karte von Ariston/Macally. WOW!

Also nix wie ausgepackt! Den Kaffe runterspülen (die Jungs von UPS kommen so gegen 9:00 Uhr) und ab die Post (obwohl die bei mir erst Mittags kommt).

Graphire Tablett

Das erste, was mir in die Hände fällt, ist das Graphire Tablett. Also, das Paket auseinanderpflücken und die neue Hardware anschließen. Am besten an meinen Tastatur-Hub - geht nicht. Ach ja, den Treiber muss ich noch installieren... Apropos Treiber, bei den Kollegen von MacGadget stand ein Artikel über ein Treiber-Update. Naja, dann lade ich das erst einmal runter. Der neue Treiber wird installiert (leider nur in Englisch, aber das sollte den Up-To-Date-Wannabe-Menschen ja bekannt sein), aber auch dann geht es nicht. Leider braucht man nämlich einen aktiven Port. Also ist man, wenn man einen Scanner, einen Drucker, seine Tastatur und jetzt das Tablett anschließen möchte, ohne Mehrfach-Port-Hub aufgeschmissen. Also muss sowas her - es sei denn, man hat eine Karte gekauft, wie z.B. die, die hier liegt (ich bin froh beides zu haben, warum, erzähle ich später). Ein wenig konfigurieren muss man die Maus und den Stift, aber das dauert nur ein paar Minuten und ist mit dem komfortablen Kontrollfeld ein Kinderspiel. Jetzt will ich meine Errungenschaft auch mal ausprobieren: auf zum Browser (Netscape 4.7). Unsere (MacGuardians) Homepage kann ich wunderhübsch mit dem Rädchen scrollen, einfach schön - die Rollschritte sind frei zu wählen bis hin zum Seitenwechsel.

Also hin zu MacGadget. Oh-oh, die Seite lässt sich nicht scrollen. Leider passiert gar nichts. Bei macnews hingegen wird ein Banner geklickt, wenn ich scrolle, obwohl ich meilenweit davon entfernt war... komisch, das Ganze. Aber auch auf vielen anderen Seiten funktioniert es nicht so gut. Im Messenger kann man in den Fenstern auch nicht scrollen, irgendwie scheint es, dass keine Frames unterstützt werden. Eigentlich schade, da man doch gerade im Netz diese kleine Scrollrad benutzen möchte (allerdings gäbe es hierfür ja viele günstigere Alternativen, wie z. B. von XLR8, deren Maus gerade mal DM 80,- kostet). Alles in allem also enttäuschend (in Word oder anderen Anwendungen funktioniert das Rad allerdings einwandfrei).

Aber ich habe ja jetzt eine 3-Tasten Maus. Links, rechts und das Rad ist auch eine Taste. Alle diese Tasten lassen sich wiederum individuell belegen. Das gleiche gilt für den Stift. Eine Spitze, ein Radiergummi, eine Wipp-Taste mit zwei Kontakten. Alles individuell belegbar. In Grafikanwendungen wie dem beigelegten Painter Classic reagiert der Stift auch drucksensitiv: wenn man fest aufdrückt, malt man dicke Striche, wenn man sanft aufdrückt dünne Striche. Beim Pinsel eine wunderschöne Variation gegenüber herkömmlichen Mäusen. Auch Photoshop unterstützt mit dem mitgelieferten Plug-in diese Funktion. Ich bin richtig hin und weg, auch wenn mir die Radierfunktion in Word manchmal das Programm killt. Vielleicht sollte ich auf Apple Works 6 umsteigen, das ja bald rauskommt und wunderschick ist. Ich habe mich einen Tag lang nur mit dem Stift in meinem System bewegt und mit der richtigen Tastenbelegung ist das sehr zeitsparend (vorausgesetzt man gewöhnt sich an das Stiftverhalten auf dem Schreibtisch...). Alles in allem also ein gelungenes Stück Technik für verhältnismäßig kleines Geld (ab DM 189,- zu haben). Leider liefert WACOM die Graphire Tabletts (noch) nicht farbig in Deutschland aus.

Ein guter Tip dennoch: Schmeißt eure alte Maus nicht weg! Wenn ihr mal ohne Systemerweiterungen starten müsst, was ja auch beim Mac hin und wieder vorkommen soll, braucht ihr sie, da die Erweiterung für das WACOM Tablett dann ja auch nicht geladen ist...

USB 2x Port Karte

Diese Karte ist eigentlich für einen Freund mit einem beigen G3. Ich stopfe sie kurzerhand in meinen G3 b/w und... der Treiber ist auf Diskette!!! Da bin ich echt aufgeschmissen, vielleicht wurde die CD ja vergessen?!

Macht nix, also Diskette bei dem Freund einlesen und per Intranet an mich schicken. Hat geklappt. So weit, so schön. Alles prima, alles läuft. Aber ein einziges Problem gibt es, dass sich auch nicht beim Umbau der Karte in den beigen Rechner beheben lässt: mein Cyborg 3D Joystick läuft daran nicht! Der Computer schmiert ab, bekommt keine Verbindung zum Internet, zum Intranet, zeigt den USB-Port nicht an! Als wir den Joystick wieder ziehen, klappt alles wie vorher einwandfrei. Wird der Joystick solo, also ohne den Drucker an die Karte gehängt, teilt uns der Mac mit, dass nicht genug Energie für das Eingabegerät vorhanden sei... Ein Joystick ist ein passives Eingabe-Medium - dachte ich zumindest. An meiner Tastatur des b/w funktioniert alles tadellos. Bloß an der Karte nicht. Da müsste man einen Mehrfach-Hub mit externer Stromversorgung anschließen (s.o.). Soviel also zu USB-Karten. Die kostet immerhin gute DM 110,- und besitzt zwei Ports. Wer also seinen schon mit USB ausgerüsteten Mac mit zusätzlichen Hubs versorgen will, sollte unbedingt einen Mehrfach-Hub kaufen (z.B. iHub 4-Port, ext. Stromversorgung für DM 150,-).

Drucker: HP 970 Cxi

Mein Prachtstück, mein Augapfel, mein ...

Ich habe mit Begeisterung die Artikel über den Streit, welcher Drucker der Bessere sei, verfolgt: EPSON oder HP?

Seit 3 Jahren besitze ich einen HP LaserJet 5L. Der läuft und läuft und läuft. Ohne Macken, ohne Murren. Letztes Jahr habe ich mir dann im März einen kleinen EPSON Stylus Color 440 geleistet. Manchmal ist es halt schön, Farbe auf seinen Ausdrucken zu sehen, sonst ist die Welt so schwarz/weiß - von diesen Scharz/Weißmalern haben wir schon genug herumlaufen. Also musste Farbe ins Haus.

Für wenig Geld hatte der kleine EPSON eine wirklich gute Qualität. Bloß, dass das Adapterkabel noch einmal mit knapp DM 100,- zu Buche schlägt, ist ärgerlich. Meine ersten Tage mit dem EPSON waren schön. Laut. Aber schön. Die s/w Ausdrucke gut, Farbe sehr gut. Nach neun Monaten kamen Seiten dann in Fetzen heraus, der Drucker fing an zu schmieren, ich hatte meinen dritten Satz Patronen drin (bei wirklich geringem Druckaufkommen). Stinksauer war ich. Die Düsen habe ich regelmäßig gereinigt und justiert, wenn es nötig wurde - das hatte ich nun wirklich nicht verdient. Die Wartungsarbeiten musste ich zum Schluss jeden Tag durchführen, was einen sehr entnervten Zustand zur Folge hatte. Der kleine Drucker ist dann bei EPSON gelandet, repariert zurückgekommen. Für mich gab es aber weiterhin sehr unbefriedigende Ergebnisse. Jetzt ließ sich der Drucker mit dem "Schief-einziehen" von Seiten Zeit, es wurde nur jede zehnte Seite zerfetzt. Also weg damit. Ein Freund wollte ihn für kleines Geld haben.

Jetzt muss was Neues her, dachte ich und habe mich schlau gemacht. Denn, was letztes Jahr noch gut war, muss dieses Jahr ja nicht mehr up-to-date sein. Ich entsann mich meines alten HP LaserJets und wollte einen HP. Mehr nicht. Ich habe mir alle Statistiken, Tests, ... usw. durchgelesen, die ich finden konnte. Und ich muss sagen, EPSON schneidet immer sehr gut ab. Trotzdem, ich wollte unbedingt einen HP haben. So habe ich mich auf Grund meines erhöhten Druckaufkommens für den HP 970 Cxi entschieden. Ich habe den Drucker in weniger als zehn Minuten aufgebaut und installiert, und war danach nicht schweißgebadet oder entnervt. Schön gemacht, HP. Dass der erste Testausdruck fertig war, habe ich nur an dem verhältnismäßig lauten Auswurf der Seite gehört, da der Drucker wahnsinnig leise ist. Wenn man nebenbei ein wenig Musik (leise) hört ist von ihm gar nichts mehr zu hören. Und schnell ist er, wahnsinnig schnell. Er druckt 12 s/w Seiten in der Minute im "Entwurf" Modus. Tatsache. Ein Laserdrucker braucht da ja schon fast länger (ok, ok, ein älterer und kleinerer Laserdrucker). Und das Ergebnis ist auch zufriedenstellend.

Die Kritik an dem Schönheitsfehler, nicht korrekt doppelseitig zu drucken, ist aber berechtigt. Die erste Seite wird noch übereinstimmend (Seite gegen das Licht halten und die Zeilen müssen übereinander gedruckt sein) gedruckt, aber auf den nachfolgenden kann es da schon mal zu Unstimmigkeiten kommen.

Wie dem auch sei, er ist schnell. Selbst im Farbmodus ist er beeindruckend. Ich habe einige Bilder ausgedruckt, die ich zuvor mit 600 dpi eingescannt habe, und diese kamen auf normalem Papier wunderbar heraus. Ich möchte gar nicht wissen, wie diese Seiten erst auf Photopapier aussehen.

Wenn der Drucker auch noch weit über die Garantie hinaus hält, bin ich zufrieden. Aber sollte es irgendwann doch gravierende Mängel geben, werde ich darüber berichten.

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