ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1107

To Be Found or not to Be Found

Autor: wp - Datum: 23.05.2000

Fast jeder Seitenbastler kennt das Problem: da sitzt man nächtelang vor der Kiste, um eine ansprechende Seite herzustellen, die möglichst noch auf allen Browsern fehlerfrei dargestellt wird, und dann, nachdem einmal alle Freunde die Seite bestaunt haben, bleiben die Hits am Counter aus... Was also tun? Wer gefunden werden will im Netz, muß entweder Werbung schalten, Nacktbilder von Britney Spears zur Verfügung stellen oder sich geschickt in Search-Engines eintragen.

Problem: Es gibt verdammt viele Search-Engines. Da gibts die gewöhnlichen Suchmaschinen (Excite, Altavista, HotBot), Webkataloge (Yahoo), Meta-Search-Engines (Google etc.) - und dann gibts auch noch lokalisierte Fassungen von den meisten. Beim Abklappern all derer bekommt man bald einmal graue Haare. Die deutsche Softwareschmiede VSE schafft mit ihrem Produkt Be Found (nunmehr in v1.7) Abhilfe.

Die Bedienung ist kinderleicht. Der User muß nur per drag & drop seine zu indizierenden Seiten (meistens nur die Startseite) auf das Be-Found-Fenster ziehen, und kann dann direkt in Be Found Daten wie Keywords, Beschreibungen, Copyrightinfos, etc. eingeben. Hier wird die Möglichkeit geboten, die eigene Seite durchsuchen zu lassen und automatisch Keywords vorgeschlagen zu bekommen. Auch Anweisungen an die Suchmaschinen können eingestellt werden, z.B. die Aufforderung an den Search-Engine-Robot, die Seite täglich neu zu besuchen. Dann müssen nur noch ein paar persönliche Daten eingegeben werden (ohne die viele Suchmaschinen die Mitarbeit verweigern) und via "Submit"-Button erledigt Be Found den Rest der Arbeit.

Wahlweise kann Be Found auch direkt als FTP-Client zum Upload der Seite dienen. Die Ergebnisse der Registrierung findet man dann im "Search Engine Result Pages"-Folder. Zusätzlich zu den zahlreichen eingebauten Suchmaschinen stehen außerdem Search-Engine-Erweiterungskits zum Download bereit.

Fazit: Die tatsächliche Wirksamkeit konnten wir leider nicht überprüfen, da die meisten Search-Engines 4-6 Wochen zum Indizieren brauchen. Wir nehmen aber einmal an, daß das Programm soweit die ihm zugedachte Aufgabe erfüllt. Die Standard-Version kostet 19,95$, die Professional-Version, welche die Möglichkeit bietet, unendlich viele Einstellungen für mehrere Seiten zu speichern kostet 49,95$ (nur für vielbeschäftigte Webmaster oder sehr, sehr faule Leute interessant). Alles in allem ein großartiges und in der Bedienung einfach beispielhaftes Programm für alle, die beim Abklappern von Search-Engines nicht alt werden wollen.




Siehe hierzu auch das Interview mit Johannes Selbach, einem der Gründer von VSE.

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