ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1146

Die 7 - Adobes neue Glückszahl? (2)

Teil 2/2 des Profi User Tests

Autor: wp - Datum: 16.09.2002

Vor einer Woche wurde bei MacReview aufgetischt, der erste Teil des Photoshop-Reviews von Gila Müller. Nach Antipasti und Primo Piatto nun Hauptgang und Dolce, frisch auf den Tisch: Teil 2.

Wenn's schön macht ...

Weiter geht's mit Teil 2 unseres kleinen, grünen Testberichts. Und gleich mit zwei weiteren neuen Werkzeugen, die der Werkzeugleiste in PS7 hinzugefügt wurden - der sogenannte Reparatur-Pinsel und das Ausbessern-Werkzeug, die in ihrer Funktionsweise dem allseits bekannten Stempel ähneln, aber noch deutlich elegantere Ergebnisse liefern. Witzigerweise sieht das Icon des Reparatur-Pinsels einem Heftpflaster-Strip sehr ähnlich und wird auch in "Hansaplast"-Farbe gehighlighted, wenn man mit der Maus darüberfährt.

Hansaplast

Mit dem Reparatur-Pinsel lassen sich beispielsweise blitzschnell unebene Stellen oder Kratzer in gescannten Bildern perfekt retuschieren. Sowohl Reparatur-Pinsel als auch das Ausbessern-Werkzeug passen die aufgenommenen Pixel in Beleuchtung (Farbgebung), Struktur und Schattierung an die Quellpixel an. Im Gegensatz zum bisherigen Einsatz des Stempels, der ja oft zu etwas unnatürlichen Ergebnissen führte, ist das ein echter Fortschritt. Das neue Ausbessern-Werkzeug kann ganz gezielt Bereiche retuschieren, die man zuvor mit einem beliebigen Auswahl-Werkzeug definiert hat.

Auf dem Weg zur eierlegenden Wollmilchsau?

Was die typografischen Fähigkeiten von PS7 betrifft, so muss man feststellen, dass es mittlerweile eine äußerst professionelle Performance bietet für eine Bildbearbeitungs-App, die es ja im Grunde noch immer ist. Wenn man bedenkt, dass vor wenigen Jahren die Fähigkeiten darauf beschränkt blieben, dass man Auswahlen erstellen konnte in Form von Buchstaben... Natürlich erreicht PS7 noch nicht die Fähigkeiten von Illustrator, InDesign oder Quark, aber für eine EBV-App kann es doch enorm viel. Wer also weniger im Printbereich sondern mehr im Webdesign sein Haupteinsatzgebiet hat, ist mit den typografischen Fähigkeiten (inkl. Rechtschreibfunktion alt und Reform) bestens bedient. Zumal die Kombination mit Image Ready da eh eine Menge Arbeit spart. Diese Features, mit kleinen Ausnahmen, hatte PS6 allerdings auch schon geboten. Aber immerhin: Über eine Software, die eigentlich mal als Programm zur Bildbearbeitung angelegt war, wächst PhotoShop so immer mehr hinaus.

Es darf gepinselt werden

Ein ganz entscheidender Fortschritt ist PS7 mit seinen neuen Pinselfunktionen gelungen. In der Werkzeug-Leiste nur noch auf ein Pinsel-Icon reduziert (schlichter Snobismus), ergeben sich aber so unendlich viele Möglichkeiten der Modifikation, dass es fast meinem Lieblings-Programm "Painter" Konkurrenz machen könnte.

Vorinstallierte Pinsel

Die vorinstallierten Pinselarten sind schon äußerst vielfältig, lassen sich aber alle noch unendlich variieren. Zudem kann jeder Pinsel in der Bibliothek unter Werkzeug-Voreinstellungen gesichert werden. Am besten lässt man diese Palette sowieso offen, um jederzeit darauf zugreifen zu können, was aber wiederum 1.) größeren Platzbedarf erfordert und 2.) ein Grafiktablett (mein geliebtes WACOM) mit drucksensitivem Stift. Denn eine ganze Menge der Modifikationen beziehen sich auf Anpressdruck, Winkel usw.

Vario-Strich

Eine Einschränkung muss ich dann aber doch machen: Im Vergleich zu Painter lassen sich Pinselstriche nicht ganz so flüssig und intuitiv auftragen, irgendwie werden Schwünge und Bögen immer ein klein wenig ungelenker und wirken ungeschickter. Dies ist jedoch mein ganz subjektiver Eindruck. Zumal PS7 ja auch nicht den Anspruch erhebt, eine App für intuitives Zeichnen und Illustrieren zu sein.

Mustergültige Möglichkeiten mit kleinen Einschränkungen

Neu hinzugekommen ist ebenfalls der "Muster-Generator", der sich in der Menüleiste unter "Filter" befindet. Damit lassen sich nahtlose Kacheln für Texturen, bzw. Hintergründe und Ähnliches auf ganz einfache Art erzeugen. Mit der Rechteck-Auswahl wird der Bereich definiert, der als Rapport dienen soll. Die so erzeugte Textur lässt sich noch beliebig variieren, kann jedoch nur in dem gerade aktiven Bild zur Anwendung kommen. Leider ist es nicht möglich, ein erzeugtes Muster in den Werkzeug-Voreinstellungen zu sichern. Um ein erzeugtes Muster zu speichern, damit man Flächen damit füllen kann, muss man noch auf die aus PS6 bekannte Vorgehensweise zurückgreifen, die halt noch wesentlich aufwändiger und umständlicher ist.

Mustergenerator

Soviel also dazu. Natürlich kann ich hier nicht alles erwähnen, was an Innovation stattgefunden hat, zumal einige Funktionen nur partiell verbessert oder erweitert worden sind.

Fazit: Ist PS7 der "Bringer"?

Ob der Sprung von 6 auf 7 gerechtfertigt ist oder ob eher eine Versionsnummer 6.5 den Neuerungen gerecht geworden wäre, darüber ist schon viel diskutiert worden. Oft ohne ins Detail der App einzusteigen. Da ich zur Zeit (noch!) sowohl in OS 9 als auch in OS X arbeite, wechsele ich häufig von PS6 (in OS 9) zu PS7 (in OS X), und dabei fällt mir doch sehr angenehm auf, welche Arbeitserleichterung (und vor allem: Eleganz) allein schon der neue Datei-Browser in PS7 bietet. Einen Benchmark-Test spare ich mir mal, da ich die Performance von PS7 in OS9 derzeit nicht checken kann, das gleiche gilt für PS6 in OSX. Rein subjektiv bemerke ich keine wesentliche Beschleunigung der Prozesse gegenüber vorher.

Für mich persönlich hat sich ein Update aber auf jeden Fall gelohnt. PS7, auf das wir nun alle sehr, sehr lange und sehr, sehr geduldig gewartet haben, ist eine stabile, ausgereifte Weiterentwicklung der Vorgängerversion, mit spannenden und vor allem praxisorientierten neuen Features, die durchaus den Zahlensprung von 6 auf 7 rechtfertigen. Ich würde mir wünschen, jede "erste" OS-X-Version einer unter OS 9 bewährten Software wäre auf Anhieb so gut gelungen! Oder anders gesagt: Ich möchte nicht unbedingt zurück zur Vorgängerversion (PS6), was mir bei anderen Software-Updates hingegen schon gelegentlich passiert ist. ;-) Ergo: Zumindest für mich ist PS7 der "Bringer" - und endgültig Anlass, ohne einen Blick zurück auf OS X umzusteigen!

Kommentare

Volle Zustimmung!

Von: Karlk Bihlmeier | Datum: 08.10.2002 | #1
Dem kann ich nur zustimmen. Für mich war die anfänglich fehlende Verfügbarkeit von PS7 auch DER Hinderungsgrund auf OS X umzusteigen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass noch ein großer Teil der komerziellen Filter auf eine aktualisierung für OS X wartet. Auch wenn ich immer behaupte, dass praktisch alles was mit Filtern machbar ist, auch (etwas umständlicher) in PS selbst erledigt werden kann.

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Von: Uq4e8pgEiR | Datum: 18.12.2005 | #2
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