ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1199

Computerspiele ein Kapitalverbrechen in Griechenland

Gehe direkt ins Gefängnis, ziehe keine Flasche Ouzo ein

Autor: kai - Datum: 05.09.2002

Was ist los im Staat von Ouzo und Olympiakos? Ein neu erlassenes Gesetz gegen Spiele allgemein macht auch Computerspielen illegal. Und wir sprechen hier nicht über Falschparken-illegal, nein, zwischen 5.000 und 75.000 Euro (!!) plus 1-12 Monate Gefängnis warten auf jemanden (ja, auch und v.a. Touristen!), der mit dem Gameboy oder dem Handy spielend in einem öffentlichen Platz erwischt wird! Natürlich sind auch die allseits beliebten Internetcafes, in denen u.a. ja auch gerne Games gezockt werden davon betroffen. Wie's aussieht wird nicht mal nur das Spielen allein bestraft, nein, der blosse Besitz eines Spiels reicht auch schon aus! Das führt dazu, dass Windows dort wohl zukünftig ohne Minesweeper und Solitaire ausgeliefert wird - die Selbstmordrate von Sekretärinnen und Sprechstundenhilfen wird sprunghaft ansteigen, ob das wohl so sinnvoll für den griechischen Staatshaushalt und die Zufriedenheit der Bevölkerung ist?
Hintergrund ist natürlich das Glücksspiel, und da die Herren vom Trachtenverein grün-weiss (in Griechenland sind die blau soweit ich mich erinnere) offensichtlich nicht in der Lage sind, zwischen "Tetris" und "$$$ Super-Zockomat $$$" zu unterscheiden, hat man halt radikal alles verboten!
Dieses Gesetz ist wohl das lächerlichste, radikalste, menschenfeindlichste Gesetz, von dem ich seit langem gehört habe. Schliesslich liegt es in der Natur des Menschen, zu spielen! Es liegt in der Verantwortung des Staates die zu bestrafen, die illegale Glücksspiele machen, aber wie ich bei einem Gameboy oder einem Handy den Jackpot zum Ausschütten bringe, das würde ich dann doch mal gerne sehen! Vielleicht per Micro-Payment oder elektronischem WAP-Geldtransfer?

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