ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1284

14 Millionen Dollar pro Monat für Steve Jobs?

Zahlen, die hoffentlich nicht stimmen

Autor: bh - Datum: 27.09.2002

Üble Berichte bei Reuters: Apples Vorstand ist einer der miesesten, heißt es. Nach Kriterien wie "Unabhängigkeit des Vorstandes" oder "Finanzielle Dispositionen zugunsten von Vorstandsmitgliedern" hat die BusinessWeek in einer Umfrage getestet, welcher Vorstand wie beleumundet ist. Dummerweise führt Apple in der Rangliste, und gleich dahinter kommt die Kleidungskette GAP, auch dort sitzt Steve Jobs im Vorstand. Niemand hätte wohl Apples Vorstand für "unabhängig" gehalten, das war klar. Was finanziell so läuft, will der Normalanwender aber vielleicht garnicht wissen. Immerhin hielt sich ja lange das publicity-geniale Gerücht, daß Steve Jobs nur einen Dollar Gehalt beziehen würde, also sozusagen umsonst arbeite. Irgendwann bekam er dann vom Unternehmen seinen eigenen Learjet und nun sind horrende Zahlen publik geworden, die Jobs als "Bonus" bezieht. $14,503,944.67 - aber pro Monat, für das letzte Quartal waren das also 43 Millionen Dollar und ein bißchen Wechselgeld. Nennt es, wie ihr wollt - unterm Strich ist es Kohle aus Apples Kasse. Das Image von Steve Jobs ist angekratzt, in einer anderen Erhebung ist er mit diesem "Bonus" der bestbezahlte CEO der 45 größten Unternehmen. Wie witzig die Aktionäre das finden, bleibt abzuwarten. Für einen Ersatzjesus ist es sicher ein günstiger Preis - was meinen Sie? Testen Sie unsere superschnelle hammerharte Kommentarfunktion!

Kommentare

zahlen-jonglage

Von: jesfro | Datum: 27.09.2002 | #1
im computerbusiness sind solche auszahlungen schnee von gestern. niemand in der branche kann sich das herumwerfen von liquiden mitteln erlauben. denkbar wäre, wenn es überhaupt stimmt, dass jobs die angehäuften ihm theoretisch zustehenden gehälter der letzten jahre ausgezahlt bekommt.

43 mio geteilt durch 5 jahre = 8,6 mio pro jahr...
michael schumacher verdient ca 50 mio euro im jahr...

alles ist relativ...

und überhaupt, ich glaube nicht daran! der jobs ist apple-fan genau wie wir und wäre behämmert wenn er apple aufs spiel setzt...

naja...

Von: hotbot | Datum: 27.09.2002 | #2
bei dem Aktienkurs der seit September 2000 stetig bergab geht ist das Gehalt von Jobs eine absolute "Schweinerei".....

Diese Kackdebatte

Von: Matthias | Datum: 27.09.2002 | #3
Oh Bert,
jetzt bitte nicht diese deutsche Kack-Neid-Debatte. Ein Schumi verdient was weiß ich und jobs eben seine zig Millionen. Wenn Jobs geht können Sie den Laden sowieso zumachen. Insofern ist er jeden Cent Wert. Jobs hat übrigens nie gesagt das er nur einen Dollar bekommt sondern das war sein Gehalt für das erste Rettungsjahr. Nach seinem Einverständnis zum iCeo finde ich es normal das er Kohle bekommt. Meinetwegen können sie noch 5 Millionen drauflegen und einen Jumbo mit Pool dazu.

Ich verdiene mein Geld täglich mit "Jobs-Produkten" und bin ihm so dankbar das er irgendwann diese komische Idee hatte. Da kann er ruhig im Geld schwimmen. Hat er sich verdient - JEDEN CENT.

cu
matz

Solange Apple schwarze Zahlen schreibt...

Von: dieter | Datum: 27.09.2002 | #4
...darf sich der Chef ruhig bedienen. Ein Ärgernis werden hohe Vorstandsgehälter m.E. dann, wenn die Firma Verlust macht und/oder massenhaft Leute entläßt. Ich denke da z.B. an den ehemaligen Telekom-Boß.

nö matz

Von: bert | Datum: 27.09.2002 | #5
Also erstens will ich mal noch eine Bestätigung abseits dieser Website sehen, um es wirklich und ganz zu glauben. Wenn es aber denn stimmt: finde ich es nicht witzig, weil er gerne normal verdienen kann, aber nicht an der Spitze irgendwelcher Lohnpyramiden stehen soll - das bringt Apple schlechte Publicity, vor allem wenn Leute gekündigt wurden, und das hat nun mal leider vor Apple nicht Halt gemacht. Ja, er macht seine Sache gut und ohne ihn ist die Firma weg. Aber es gibt dort noch ein paar Knilche, die ihre Sache ebenfalls gut machen und die kriegen vermutlich ziemlich wenig: Jonathan Ive hat sich locker 50% von dem verdient, was Jobs zusteht. Aber bitte nicht in diesen Größenordungen, irgendwo wird es doch einfach nur mehr vulgär. Bei bestimmten Summen sollte man Skrupel haben, die einfach kommentarlos einzustecken. Zumal wenn man schon x-facher Milliardär ist. Das ist ja kein normales Gehalt mehr, mit 14 Millionen Dollar pro Monat in Rezessionszeiten! Gruß, Bert

Mumpitz Bert

Von: Matthias Lange | Datum: 27.09.2002 | #6
... es ist total egal was irgendjemand in irgendwo verdient sondern es geht darum was Jobs Wert ist. Da kann man dann streiten ob er 5 Mio oder 14 Mio Wert ist. Ich finde er ist 20 Mio. Wert und Du findest das er 2 Mio. Wert ist. Wir können verdammt Stolz sein, daß wir einen echten Cult-CEO an der Spitze haben der uns jährlich zwei gute Shows abliefert. Ich finde das ein Idiot wie Ron Sommer einfach gar nichts Wert ist weil eine keine zwei guten Shows im Jahr abliefert und weil er einfach den Konzern nur in die Pleite geführt hat. Du solltest Dich also um die Nieten kümmern die einfach nichts können und trotzdem 2 Mio verdienen und nicht um Kult-Ceos die einfach schon historisch diese Kohle verdient haben. Ein Jonathan Ive hätte ohne Jobs sich gar nicht austoben können sondern wäre ständig zurückgepfiffen worden.

Das sind kleinliche Debatten für Pseudomoralisten die wir nicht führen sollten.

cu matz

PS: Ich beschwere mich übrigens auch nicht darüber, dass Gates soviel Kohle verdient, sondern dass er so einen Scheiß abliefert und trotzdem soviel Kohle verdeint.

vergleich es mit .mac

Von: bert | Datum: 27.09.2002 | #7
Hm, also natürlich stimmt es, daß bei ALL DEN ANDEREN die Relationen noch viel weniger stimmen. Aber ich halte Jobs mit diesem Gehalt trotzdem für überbezahlt. Vielleicht kann sich ein Ive ohne Jobs nicht austoben, aber ein Jobs ohne Ive wird keine so tollen Produkte vorstellen. Es gibt da ein paar Spitzenleute, die aktuelle Kombination ist gut für Apple und durch die historische Verklärung wird alles noch viel schicker. Meiner Ansicht nach rechtfertigt das von mir aus ein Gehalt von 2 Millionen Dollar pro Monat, aber 14 ist einfach jenseits von gut und böse. Das ist Geld, das in der Firmenkasse FEHLT - mit dem .mac-Quatsch haben sie massiv Leute verärgert, und jetzt verdienen sie damit 5 (!!!) Millionen Dollar im JAHR. Stellen wir das in Relation zu 14 pro MONAT, dann ist das völlig aus der Balance geraten. Klar ist Jobs der beste den wir kriegen können, mit niemandem fährt das Unternehmen so gut, aber das rechtfertigt nicht diese Menge Geld. Hat die Menschheit keine Skrupel mehr?

Bottelneck

Von: zeno | Datum: 27.09.2002 | #8
wenn er schon soviel verdient, dann soll er wenigstens gute Produkte abliefern und das kann man bei Bottelneck/DDR und Heizlüfter mit Staubsaugergeräuschen ja wirklich nicht mehr behaupten. Was macht man eigentlich mit soviel Geld? :-) zeno

ein bisschen von allem stimmt . . .

Von: Don Ronaldo Del Aqua | Datum: 27.09.2002 | #9
wir hatten hier gestern die entwickler-diskussion und die dell'isiserungs-theorien etc. also ich finde, wenn der große steve was weiß der henker verdient, sollte es andere nix angehen. je mehr ich aber darüber nachdenke, komme ich zu dem schluß, daß man für die hälfte davon ein entwicklerteam einstellen könnte, welches motorolla beim CPU-design mal ein wenig auf die sprünge hilft. angenommen apple bezahlt denen hundert gute leute, dann ist das development mit einem mal nicht mehr ein teurer klotz sondern fängt auch für motorolla wieder an, so richtig spaß zu machen . . . und dann wäre ich mal gespannt, wie sich die technischen daten des bus-systems und der performance in 1 1/2 jahren so lesen . . . ???

und das hab' ich noch vergessen . . .

Von: Don Ronaldo Del Aqua | Datum: 27.09.2002 | #10
die "gesponsorten" developer wären allesamt um den faktor ZWEI überbezahlt . . . und das sollte sie motivieren, oder . . . dann macht der G5 . . . G6 . . . GX . . . auch fortschritte :-)

...

Von: Steffen | Datum: 27.09.2002 | #11
Ich erinner nur mal daran, dass 1. Steve Jobs vor einigen Jahren gesagt hat, daß der OS-Krieg an Microsoft verloren sei - und wenn er noch einmal CEO von Apple würde, würde er die Anwender und die Firma melken so gut es ginge und dann den Laden dicht machen. Quelle habe ich keine, aber Kai hat beispielsweise sicher entweder einen Bookmark drauf oder aber er ist gerne bereit zu googlen :p

2. könnte man noch anführen, daß das bisher einzige wirklich herausragend erfolgreiche Apple-Produkt (finanziell) der letzen Jahre der klassische iMac war - und der war fertig, bevor Jobs hinzu stoß (das Jobs Spielzeug Cube war dagegen ein kommerzieller Flop).

3. Jobs nutzt sein eigenes System offensichtlich nicht selber. In den ersten Jahren (!) seiner Zeit als reinkarnierter iCEO war es sprichwörtlich bei Apple, daß Jobs noch immer sein (veraltetes) IBM ThinkPad mit NextStep verwendete und wer sich die letzten Keynotes ansieht, der kann eindeutig erkennen, daß Jobs keine Praxis im Umgang mit Aqua hat. Das ist mittlerweile auch schon mehrfach in anderen Newsdiensten bemängelt worden.

4. Jobs mag eine Messias-ähnliche Figur für manche sein, aber er muß ein unglaublich unangenehmer Boss sein. Wer seine Bio gelesen hat (oder wie ich das Glück hat, Leute persönlich zu kennen, die schon mit ihm gearbeitet haben), der weiß, daß Jobs keine Witze macht, wenn er zugibt: "Meine Managementtechniken und Führungstechniken habe ich von deutschen SS Offizieren in amerikanischen (!) Kriegsfilmen abgekuckt."

5. Jobs ist ein Egomane und wahrschienlich der einzige Grund, warum z.B. Apple Mäuse noch immer nur eine Taste haben, und manch anderen Schwachsinn. Es gibt genug Beispiele dafür, daß er schlichtweg in der Vergangenheit oft nur Glück hatte (und sein Reality Distortion Field), und sich gute Dinge (ich sage nur Laserdrucker) glücklicherweise gegen seinen Willen durchgesetzt haben.

Soziale Gerechtigkeit?

Von: fontelster | Datum: 27.09.2002 | #12
Irgendwo stimmen die Verhältnisse schon lange nicht mehr. In Amerika müssen immer mehr Menschen 2 oder 3 Jobs gleichzeitig annehmen, weil sie von einem alleine ihre Familie nicht mehr durchkriegen. Gleichzeitig ist es inzwischen so, daß in Ami-Land ein durchschnittlicher Firmenboss bis zum 1000fachen (!) eines einzelen Angestellten verdient. Das heißt, dass wohl so manche Manager so viel, oder sogar noch mehr verdient als seine gesammte Belegschaft.

Aber nicht genug damit, dass die sich für ihre Leistung dumm und dämlich verdienen; wenn sie Scheiße bauen gibts noch eine schöne Abfindung von mehreren Jahresgehältern, während – um den Verlust wieder reinzuholen – gleich noch hunderte oder tausende entlassen werden. Oben werden Fehler gemacht, unten wird dafür bezahlt!

Wer eine Milliarde auf dem Konto hat, verdient allein durch die Zinsen schon Millionen, ohne einen Finger zu krumm zu machen. Was geht bloß in den Köpfen von Menschen vor, die mehr Geld haben, als sie jemals ausgeben können, aber trotzdem nicht den Hals vollkriegen können?

Das muss wohl die Sorte sein, die mit »Eure Armut kotzt mich an«-Aufklebern am Ferrari durch die Gegend fahren. Soziale Verantwortung oder Gerechtigkeit ist da Fehlanzeige.

Oh je! Wer hat denn den Steffen freigelassen?

Von: einszwo | Datum: 27.09.2002 | #13
Was ist das hier für ein Heise-Feeling? Ist ja widerlich.

Jobs nahm noch immer was er kriegen konnte

Von: Alexander G. Schilp | Datum: 27.09.2002 | #14
S.Jobs hat bisher noch immer an Kohle eingesackt was es zu einsacken gab. Meinetwegen soll er ne Menge Kohle verdienen.
Ich frage mich nur was als Begründung für diese hohen Prämien herhalten soll.
Der dahinsiechende Marktanteil?
der abgesoffene Aktienkurs?
Die verkauften Stückzahlen welche auf Niveau von 1995/96 kleben?

Pessimisten braucht das Land!

Von: einszwo | Datum: 27.09.2002 | #15
Und hier die zentrale Anlaufstelle für ebendiese.

Von: zweidrei | Datum: 27.09.2002 | #16
Wer davon spricht, dass dieses Geld, dass Steve nun angeblich (!) verdient haben sollte, in der Firmenkasse fehlt, der sollte mal kurz in sich gehen und darüber nachdenken, warum trotz Rezession und IT-Krise seit den letzten Jahren eine Cash-Rücklage von 4,3 Mrd. US $ da ist!!! Da muss doch jemand das Unternehmen gut führen, oder? ...und allein dafür hat er das Geld schon mal verdient. Motorola's Chipentwicklung wirst mit dem Geld auch nicht auf Trab bringen können, da es weniger an den Entwicklern sondern eher am firmeninternen Umfeld liegt - und wollte man das ändern, würde das bedeuten diese Sparten aus Motorola herauszulösen - mach das mal mit den 43 Mio... ich bin der Meinung, dafür dass er uns solch eine wunderbare Alternative zu IBM-compatibles und MS geschenkt hat und uns weiterhin die Möglichkeit gibt, in unserer kleinen Mac-Welt glücklich zu werden, sollten wir ihm das eigentlich gönnen...

Soll er doch verdienen was er will...

Von: Udo | Datum: 27.09.2002 | #17
...diese Kohle kann er doch sowieso nicht mehr ausgeben. Ein leben lang nicht.
Wenn ich sehe was ein Tennisspieler bei einem Spiel verdient. Dafür muss ich ein Leben lang schuften.
Aber um mal wieder alte Schoten rauszuholen:
Sind diese leute wirklich besser dran als wir?
Manchmal wünsche ich mir auch diese Menge Geld. Dann denke ich aber, daß es mich völlig versauen würde. Ich denke allen ernstes, das ich, wenn ich mir alles kaufen könnte, völlig unzufrieden wäre.
Wenn ich darüber nachdenke bin ich (für einen Moment) wieder zufrieden... :-))

bullshit

Von: Assimil8or | Datum: 28.09.2002 | #18
Auch wenn Steve Arbeit seinen Job gut macht - deswegen sollte er nicht gleich n'paar Mio mehr als der durchschnitts-Chef bekommen. Es gibt bestimmt hunderte von Arbeitern, die auch ihr bestes geben und mehr leisten - deswegen aber keine Mio. im Jahr verdienen.
N'paar gute Ideen und dann hat man für's Leben ausgesorgt VS. 40 Jahre hart arbeiten?.....

mfG Assimil8or

keynotes paris

Von: macvienna | Datum: 28.09.2002 | #19
ich denke da an die lustige isync demo in der ein mitarbeiter steve ein teures pariser nobelrestaurant vorschlägt und steve ablehnt mit den worten: " too rich for me... "

ich glaube sehr wohl dass er uns user melkt, allerdings schau ich mir trotzdem lieber seine shows an, als die steve ballmer tänze rund um sein sch...betriebssystem...

weniger positiv denke ich allerdings, wenn nicht bald ein sauschneller G5 vor der tür steht.

Ich geb gerne mein geld für macs aus, allerdings das doppelte bezahlen und trotzdem den intelkisten hinterherhängen is meines nicht....

Maus

Von: zeno | Datum: 28.09.2002 | #20
Dafür sollte man ihm auch einen Honorarabzug machen. Die Maus ist schlecht. Nicht weil nur eine Taste, aber weil glanzend glatte Oberfläche. Ergonomisch ein totaler Fehler. Jede Hand ist mehr oder weniger fettig und das Fett liegt dann auf der spiegelglatten Oberfläche der Maus und wird verschmiert. Das Anfassen wird von Mal zu Mal ekliger und unhygienisch ist es auch.

Flächen, die von Händen angefasst werden, müssen eine rauhe Oberfläche haben.

Da ist die Ästhetik mit ihm durchgegangen und die Gebrauchstauglichkeit wurde sträflich vernachlässigt. Ich hoffe er erfährt davon.Bisher benutze ich die Maus nur mit einem Tempotaschentuch oder mit Handschuhen. zeno

taschentuch?

Von: jesper | Datum: 28.09.2002 | #21
jetzt wird es peinlich... was hat die maus mit jobs gehalt zu tun? die maus und alles andere sind entwürfe von jonathen ive. im übrigen sehr gelungen. wer braucht schon eine zweite maustaste? reduktion ist alles. nur das nötigste, funktionale, das ist design! und: ich finde es eigentlich besser, wenn ich sehen kann wann meine maus verschmutzt ist. ist doch mist, wenn sich die mikroben und bakterien in einer scheinbar sauberen (grauen, unesthetischen) rauhen oberfläche verstecken, mich hinterrücks überfallen und fertigmachen. in welchem design-lehrbuch stand das denn? ;-)

fehler!!!

Von: jesper | Datum: 28.09.2002 | #22
es muss natürlich jonathan ive heissen...

Von: Steffen | Datum: 28.09.2002 | #23
> wer braucht schon eine zweite maustaste?

Jeder vernünftige Mensch, der nicht ideologisch verblendet ist wird auch am Mac eine Zweitastenmaus mit Scrollrad zum Arbeiten und Spielen einer Eintastenmaus vorziehen. Sprüche wie "wer braucht schon.." oder noch schlimmer: "...braucht kein Mensch" legen nur den Schluß nahe, dass der Sprecher vollkommen verblödet (und verblendet) ist - man kann es nicht freundlicher ausdrücken. Wer sich angesprochen fühlt, ist gemeint.

Von: Mike | Datum: 28.09.2002 | #24
Persönlich finde ich, dass es gar nicht darum geht, ob jemand diesen und jenen Cent wert ist. Ganz abgesehen davon, dass man gar nicht soviel arbeiten oder bieten kann, als man pro Tag mehrere Hundertausend Dollar verdienen könnte...

Insofern glaube ich nicht, dass dies stimmt. Natürlich werden die Herren im Apple Board fürstlich entlöhnt, daran haben ich keine Zweifel. Aber nicht in diesen Grössenordnungen, da verwettete ich meinen iPod, wenn ich denn einen hätte.

Allgemein finde ich aber nicht, dass man das einfach so lassen sollte, nur weil es Apple ist. Steve könnte nicht mal die cents ZÄHLEN, die er pro Stunde kriegt:

438'465 Dollar pro Tag (30 Tage)
48346 Dollar pro Stunde (10h/Tag)

Das ergibt ganz grob und mit induktivem 3Satz 800 Dollar pro Sekunde.

Nette Zahl.

PS: Vergleicht Steve doch bitte nicht mit Einkommen von Kinnladen wie Schumi - das hat nun wirklich nichts miteinander zu tun ausser dass beide "ausreichend" Geld haben.

Was ist das für eine Diskussionskultur hier...

Von: zeno | Datum: 28.09.2002 | #25
Mann, hab das Gafühl, in Deutschland ist die Diskussionskultur am abnippeln. Man muß doch nicht gleich "vollkommen verblödet" sein, wenn man ne andere Meinung als jemand anderes hat. Statt Beleidigungen sollten Argumente zählen und Aggressionen sollen woanders ausgelebt werden, bei Fussballspielen oder sonst wo.

Zu jesper:
Zitat:ich finde es eigentlich besser, wenn ich sehen kann wann meine maus verschmutzt ist. ist doch mist, wenn sich die mikroben und bakterien in einer scheinbar sauberen (grauen, unesthetischen) rauhen oberfläche verstecken, mich hinterrücks überfallen und fertigmachen. in welchem design-lehrbuch stand das denn?

zeno: da hast du recht, die Microben sind bei einer rauhen Oberfläche auch da, aber man tappst nicht so im Fett rum, wie bei einer glatten. Da hilft dann nur regelmäßiges Putzen. Eine rauhe Oberfläche ist nicht nur angenehmer anzufassen, sie ist auch griffsicherer. Grau braucht die Maus ja nicht zu sein. Sie könnte genauso aus Acryl sein, sie müßte an den entscheidenden Stellen eine edle, rauhe Oberfläche haben.

Ich habe Ergonomie bei Prof. Dr. Armbruster an der TU Berlin studiert. Das ist aber schon eine Weile her, sodass ich dir keine Fachbücher mehr nennen kann. Mußt du im Internet suchen. zeno

zu jesper

Von: zeno | Datum: 28.09.2002 | #26
Jonathan Ive hat Steve Jobs seine Ideen für den neuen iMac vorgetragen. Da ging Steve Jobs mit ihm in seinen Garten und zeigte ihm seine Sonnenblumen. So stelle er sich den neuen iMac vor. Die Idee von Jonathan Ive war offenbar nicht gut. Er ist sozusagen dafür verantwortlich, dass der neue iMac so spät erschien. Du kannst daraus ersehen, wer tatsächlich über Design bei Apple entscheidet. zeno

der steffen versteckt sich...

Von: jesfro | Datum: 28.09.2002 | #27
abgesehen davon, dass die diskussion hier etwas abgeglitten ist, sowohl vom thema als auch vom tonfall her, würde ich es mir wünschen, dass man zu seinem beitrag steht, indem man eine echte mailadresse hinterlässt. unter der anonymität von keine@lust.de lässt es sich gut "rumbeleidigen"...

zu zeno: stimmt, die geschichte mit dem gemüsegarten habe ich auch mitgekriegt. ist ja auch eine werbewirksame story. in der tat glaube ich, dass der steve einen sehr grossen einfluss auf das design hat, aber es besteht immernoch ein kleiner unterschied zwischen einer sonnenblume und dem daraus entstandenen imac...

der designer ive ist nicht ganz unschuldig an der designausrichtung von apple...

ich hoffe du hast auch die leichte ironie in meinem maus-beitrag bemerkt... und ich glaube du bist dadurch nicht von mir beleidigt worden, oder?

und nun los! weiter zum thema...

worum ging es noch gleich? achja, um das vermutete monatsgehalt von steve jobs... das hatte ich beinahe vergessen...

Mausdiskussion:

Von: kai | Datum: 28.09.2002 | #28
Hurra, Mausdiskussion! Jetzt auch schon auf Mac-Seiten!

Lieber Steffen:
Ich hab hier eine Logitech Wheelmaus dranhängen.. Weisst du, warum? Wegen dem Mausrad! Die rechte Maustaste interessiert mich sowas von überhaupt nicht! Meinetwegen, dann bin ich halt "völlig verblödet", aber ich scheiss echt drauf! Und ich komm sogar vom PC! Und nichtmal in Quake nehm ich die rechte Taste her, hier kann ich, wie im MacOS auch, zigmal effizienter sein mit der anderen Hand auf der Tastatur! Ich benutz die rechte Maustaste wenn's hochkommt vielleicht viermal pro Tag (und ich sitze seeehr lang am Computer! ;-), und wer dafür keinen ctrl-click machen kann der braucht sicher auch einen Knopf für Softwareaktualisierung - an der Maus!
Wie bei der MHz-Diskussion ist die Kritik an der falschen Stelle: Genauso, wie wir viel eher mehr FSB-MHz brauchen statt CPU-MHz brauchen wir viel eher ein Mausrad als eine rechte Maustaste!
Sowas braucht man echt nur für Krüppel-OSse, die sich anderweitig gar nicht bedienen lassen! ;-)

Von: Steffen | Datum: 28.09.2002 | #29
> Weisst du, warum? Wegen dem Mausrad! Die
> rechte Maustaste interessiert mich sowas von
> überhaupt nicht!

Interessant, daß Du meinem Vorwurf an Apple mit einem Feature widersprichst, das ebenfalls nicht von Apple erfüllt wird. Zudem habe ich das Scrollrad bereits selbst erwähnt. Worauf wolltest Du also hinaus? Oder ging es Dir nur um den üblichen Widerspruch, wenn jemand Apple kritisiert (eine Sache, die Du doch anscheinend auch so gerne und so oft berechtigt tust...)

Außerdem war meine Aussage recht allgemein gehalten und bezog sich darauf, daß polemische Sprüche wie "..braucht kein Mensch" größtenteils unüberlegt und aus Mangel an Argumenten kommen. Wer sich selber gerne solcher Sprüche bedient, wird es wohl schon gewohnt sein, daß ihn nicht allzu viele Menschen ernst nehmen - unabhängig davon, ob er nun verblödet ist oder nicht.

Dich, lieber Kai, halte ich auch nicht für verblödet, sondern statt dessen für borniert.

Wer allen ernstes einen Tastenkombination - welche beide Hände benötigt - als ergonomischer betrachtet, als einen schlichten Mausklick, der muß deswegen natürlich nicht gleich vollkommen schwachsinnig sein, denn es mag Gründe dafür geben, aber die Mehrheit der Menschen/Anwender würde wahrscheinlich den einfacheren und schnelleren Weg vorziehen. Und genau diese Gründe sprachen früher eigentlich immer für Macs. Man mag daraus schließen was man will...

verfolgungswahn!

Von: jesper | Datum: 29.09.2002 | #30
>>polemische Sprüche wie "..braucht kein Mensch">Dich, lieber Kai, halte ich auch nicht für verblödet, sondern statt dessen für borniert.

hatte eigentlich viel mehr geschrieben...

Von: jesper | Datum: 29.09.2002 | #31
irgendwie wurde beim letzten post mein halber text verschluckt. wahrscheinlich bin ich "vollkommen verblödet"...

nur soviel noch: ich stehe zu meinen "beleidigungen" steffen, hier meine e-mail: jesper@tradesign.de

melde dich, ich bin noch nicht fertig genug...

insidertip

Von: jesper | Datum: 29.09.2002 | #32
einen habe ich noch:

die applemaustaste etwas länger gedrückt halten und schon springen sie hervor die ganzen zauberhaften rechte-maus-taste-funktionen...

falls das noch nicht allgemein bekannt war...

das war sicher das polemischte was ich je gepostet habe, tut mir leid, ich konnte nicht anders...

Re: Maus

Von: Ned | Datum: 29.09.2002 | #33

Zeno - wegen der Maus: Deine Hand mag ja fettig u. vielleicht auch schmierig sein, meine ist es definitiv nicht!;)

hi ned

Von: zeno | Datum: 29.09.2002 | #34
toll, dann brauchst du die Waffe nach der Tat gar nicht abzuputzen… zeno

Von: Steffen | Datum: 29.09.2002 | #35
> nur soviel noch: ich stehe zu meinen
> "beleidigungen" steffen, hier meine e-mail:
> jesper@tradesign.de

Toll. Großer Junge. Hol Dir nen Keks.
Bist Du eigentlich identisch mit Jesfro? Oder sprecht Ihr im Büro nur noch per E-Mail miteinander?

> melde dich, ich bin noch nicht fertig genug.

Wieso sollte ich Dich anschreiben, nur um mir von Dir das anzuhören, was ich eh schon von Dir erwarte? Daß ich von Deiner Meinung nicht viel halte ist doch offensichtlich. (Nur um das nächste Mißverständnis zu vermeiden: Die Betonung liegt auf "Meinung" von der ich wenig halte, von Dir als Person habe ich überhaupt keine Meinung...)

> die applemaustaste etwas länger gedrückt halten
> und schon springen sie hervor die ganzen
> zauberhaften
> rechte-maus-taste-funktionen.

Du hast nicht verstanden, was ich sagen wollte, aber das war zu erwarten und wahrscheinlich kennst Du im Gegensatz zu mir die Apple Interface Guidelines überhaupt nicht, sondern bist bloß ein weiterer selbsternannter Apple-Design-Prophet. Schön für Apple, daß es noch eine Menge von Deiner Sorte gibt. Aber nochmals ganz langsam: Eindeutige Zuordnung von Ursache zu Wirkung = Ergonomisch, Mehrdeutige Zuordnung (insbesondere durch Modifier) = Nicht ergonomisch.

> reduktion ist alles. nur das nötigste,
> funktionale, das ist design!

Das solltest Du noch einmal überdenken; dafür wird Dich jeder ernst zu nehmende Interface-Designer auslachen und es widersprich im Übrigen vollkommen dem Konzept Macintosh. Klingt zwar irgendwie gut, ist aber Unsinn. Einer der größten Vorteile des Mac OS ist und war die Detailfreude im System und die Möglichkeit, das selbe Problem oft auf verschiedene Arte und Weise lösen zu können. Nichts von wegen "nur das nötigste" sondern statt dessen "das was am Besten individuell funktioniert". Und hier liegt die Betonung auf individuell. Daher gönne ich Dir gerne Deine Eintastenmaus ohne Rad und die Arbeit damit, wenn es für Dich funktioniert. Dennoch sind andere Optionen ergonomischer und wer diese Alternativen ideologisch abwertet muß es sich gefallen lassen, daß er dafür (hart) kritisiert wird.

> Diskussionskultur am abnippeln. Man muß doch
> nicht gleich "vollkommen verblödet" sein, wenn
> man ne andere Meinung als jemand anderes hat.

Richtig. Ich habe mich auch nicht mangels Argumenten schmollend in die Ecke gesetzt und geblökt: Du bist vollkommen verblödet - sondern ich habe - nachdem ich eine ganze Handvoll Argumente/Fakten gebracht habe - mich mit einem Argument auseinandergesetzt, welches ich ganz persönlich tatsächlich für vollkommen verblödet halte. Ungefähr auf einer Ebene mit "Die Erde ist eine Scheibe".

verblödet - verblendet

Von: jesper | Datum: 29.09.2002 | #36
>>Sprüche wie "wer braucht schon.." oder noch schlimmer: "...braucht kein Mensch" legen nur den Schluß nahe, dass der Sprecher vollkommen verblödet (und verblendet) ist - man kann es nicht freundlicher ausdrücken.>dafür wird Dich jeder ernst zu nehmende Interface-Designer auslachen

verblödet - verblendet

Von: jesper | Datum: 29.09.2002 | #37
>>Sprüche wie "wer braucht schon.." oder noch schlimmer: "...braucht kein Mensch" legen nur den Schluß nahe, dass der Sprecher vollkommen verblödet (und verblendet) ist - man kann es nicht freundlicher ausdrücken.>dafür wird Dich jeder ernst zu nehmende Interface-Designer auslachen

nachsatz---

Von: jesper | Datum: 29.09.2002 | #38
aus dem text kann ich nur lesen, dass jemand mich persönlich beleidigt und nicht einfach nur nichts von meiner meinung hält. das wiederum wäre mir natürlich total egal. ich habe nur sehr wenig lust hier anonym und vollkommen ungerechtfertigter weise als idiot abgestempelt zu werden.

und mit den genannten, ach so schlagenden "argumenten/fakten" (eine handvoll... wie geht das?) ist es auch nicht so weit her. ich kann nach deinem tip so argumentieren: für mich ergonomie-laien funktioniert es wunderbar mit der doppelbelegung. punkt aus.

auch wenn sich der ergonomie-pabst steffen (oder keine lust oder wie er sonst heissen mag) persönlich in die hand beissen muss um mich nicht nach wie vor als ideologisch verblendet zu bezeichnen.

>>dafür wird Dich jeder ernst zu nehmende Interface-Designer auslachen

2. nachsatz

Von: jesper | Datum: 29.09.2002 | #39
meinst du? ich habe da andere erfahrungen gemacht. ich habe 5 jahre produktdesign studiert, habe mich mit interfaces auseinandergesetzt, habe wettbewerbe gewonnen, computerterminals entworfen und gebaut, ein grundthema im design ist die reduktion. dabei ist und war mir vollkommen egal welche richtlinien apple vielleicht hat oder hatte. dem werde ich mich nicht unterwerfen. ich wurde durch ernst zu nehmende designer ausgebildet und die haben gelacht vor freude.

der spruch "braucht kein mensch" kann meines erachtens nur von notorisch schlecht gelaunten pessimisten derartig ernst genommen werden, dass daraus übelste beschimpfungen entstehen. was soll das eigentlich? bist du mit dem falschen bein zuerst aufgestanden, steffen? ideologisch verblendet? mann o mann, sowas kann man vielleicht zu faschisten oder rassisten sagen.

ich komme zu dem schluss, dass wahrscheinlich du derjenige bist, der hier durch die marke und firma apple gelenkt wird. und zwar dergestalt, dass du sauer bist, dass die sich nicht für dein ergo(ego?)-gedöns interessieren.

das leben ist grausam und ich habe jetzt keine zeit mehr für diese pubertäre diskussion.

Von: fritz | Datum: 29.09.2002 | #40
die sprache von steffen und kai klingt sehr ähnlich………………

...zur sache?!

Von: imaginetics | Datum: 03.10.2002 | #41
da capo!!!! mehr!!! ja! super! toll! ihr habt es ja mal wieder voll drauf einen "thread" zu verhunzen. was war wohl hier das eigentliche thema?! ach ja, 14 mio dollar für stevie im monat (heh, der mann muss schliesslich fuel für seinen jet bezahlen, oder ;-). könnt ihr eure "flame-wars" eigentlich nicht wo anders austragen. ihr seid doch alle ein paar...... (grummel, jetzt fange ich auch schon damit an, also lassen wir das).

zurück zum "eigentlichen" thema:

JA! es ist zu viel!!!! und es kommt überhaupt nicht darauf an, wie der empfänger dieses gehalts auch heisst, niemand hat solche beträge zu gute. ob bei apple, worldcom, telekom, abb, enron, ms und wie sie auch immer heissen... und das ist meine, ganz persönliche "MEINUNG" (und ja, ich bin sozial eingestellt). die welt ist am verarmen und das obere management weiss schon gar nicht mehr, was mit den vielen boni anzufangen. doll! beim top-mangement sind die firmen ja eh nur noch selbstbedienungs(-bereicherungs)läden; und jede argumentation ist recht um das ganze schön-zu-reden....
ach gott, interessiert ja eh keine sau...
so, ich werde jetzt CEO von meiner firma und blase mir selbt ein paar millionen in den arsch! hallali!

power to the people
regards
genosse imaginetics