ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1334

Der GULP - eine zweifelhafte Geschichte

Just a little bit of history repeating?

Autor: kai - Datum: 12.10.2002

Der GULP (Danke hierfür an Thyl! ;-) ist in aller Munde, aber ich bin skeptisch. Mal ganz abgesehen davon, dass ich 'GPUL' (GigaProcessor UltraLite) für einen ausgesprochen bescheuert und verdächtig konstruiert klingenden Namen halte (warum nicht gleich GPULHESEMF - GigaProcessor UltraLite HyperEfficient SuperEconomic MegaFast, da hätte man gleich alles an leeren Buzz-Vorsilben drin, was die Skala zu bieten hat!) so denke ich voller Zweifel an letztes Jahr um dieselbe Zeit zurück, als Mototolas G5 durch die Gerüchteküche zog. Und was mir auch ein unbehagliches Deja Vue verursacht ist, dass wie letztes Jahr sich alle auf eine einzige Webseite berufen, nur ist es diesmal nicht Tony Smith auf TheReg sondern eben eWeek.
Also obwohl ich es gerne glauben würde und es auch absolut Sinn ergeben würde und obwohl die Sache mit IBM u.a. hier von mir auch als einer der ersten überhaupt angedacht wurde lang bevor der GPUL & IBMs neuer Desktop-Power4 die Runde machte (Jaja, Eigenlob stinkt, aber man kann es mir in diesem Falle hoffentlich nachsehen! ;-) bin ich skeptisch. Skeptisch solange, bis ich konkrete Informationen und Statements sehe, oder meinetwegen auch Gerüchte aus anderen Quellen ausser eWeek! Gebranntes Kind und Feuer vertragen sich nicht so gut, also rate ich jedem, dasselbe zu tun bis konkrete Informationen vorliegen!
Ach ja: Das in dem eWeek-Artikel mit dem ApplePI (Apple Pocessor Interconnect) hört sich meiner Meinung nach auch sehr verdächtig an: Warum sollte Apple da was proprietäres entwickeln, wenn sie doch im Hypertransport-Konsortium sitzen?
Eines ist aber, glaube ich, leider sicher: Vor Ende 2003 werden wir, selbst wenn das Ding kommt, es wohl kaum in Macs verbaut sehen. Stellt sich die Frage, was Apple bis dahin zu tun gedenkt. Na Gottseidank hat man ja soviel Geldreserven auf der Bank dass man sich leicht über Wasser halten kann in schweren Zeiten. Und eines trotz aller Zweifel darüber wie die Zukunft aussieht bitte nicht vergessen: Die Leute, denen die Leistung eines Dual 1.25 GHz G4 heute mit der aktuellen Software wirklich "nicht genügt", die kann man echt mit der Lupe suchen! Einbildung ist auch eine Bildung, und nur weil die Industrie suggeriert, dass man ohne CPUs über 2GHz nicht existieren könne sprechen die Systemempfehlungen sämtlicher aktuellen Programme (ja, auch Spiele!) letztendlich eine deutlich andere Sprache..

Kommentare

Ich weiß ja nicht ob IBM jeden Schrott veröffentlicht...

Von: ks | Datum: 12.10.2002 | #1
http://www-1.ibm.com/linux/viewaudience_42_nodeId%7E5044%3Atype%7ENode_4.shtml

Ich weiß, ist der eweek Artikel

Auf jeden Fall interessant!...

Von: kai | Datum: 12.10.2002 | #2
Denn wenn IBM darauf verlinkt, ist es sehr wahrscheinlich, dass das jedenfalls nicht nur unfundiertes Gelaber ist! ;-)
Es sei denn, dass sie generell alle Artikel grösserer Publikationen dort verlinken, in denen das Wort "IBM" vorkommt!..

Aber generell kann man das glaub ich schon als dezenten indirekten Hinweis der durch Apple-NDA gebundenen IBM sehen! ;-)

Die Gerüchte über den Desktop-G4 sind älter als der eWeek-Artikel

Von: Rüdiger | Datum: 12.10.2002 | #3
Hallo

Siehe z.B. bei Onkel Heise.

Bei penguinppc.org stand eine Zeitlang eine Meldung, dass AltiVEc-Support voin IBM-Trchnikern im Power64-tree vom gcc hinzugefügt wurde. Warum, wenn IIIBM nicht an einem Power64--Chip (und das wäre ein Power4) mit AltiVec arbeiten würde. Und ein solcher Chip wäre sicher eine Option für Apple, selbst wenn IBM ihn nur für die eigenen Workstations entwickeln sollte.

Na in einer Woche werden wir wissen wie weit IBM mit dem Desktoip Power 4 (oder von mir aus auch GUPL) ist. Ob und wann Apple diesen Chip dann verbaut, werden wir wohl erst wissen, wenn es die entsprechenden Macs gibt.


Bis dann

R"udiger

Fireworks und Prozze-Leistung

Von: Reto | Datum: 12.10.2002 | #4
Ich hab' immer noch mein 450er Cube, arbeite jeden Tag mit Dreamweaver, Fireworks und Konsorten drauf und bin zufrieden damit, mal abgesehen davon, dass Fireworks MX so lausig programmiert ist, dass es schon bei verschieben von einem einzigen Objektchen 100% der Prozze-Leistung verballert. Doppel-1-GHz-Maschinen brauchen doch vor allem Leute, die bloss surfen, emailen und spielen :-))

/Reto

Re: Fireworks und Prozze-Leistung

Von: Ned | Datum: 13.10.2002 | #5

>Doppel-1-GHz-Maschinen brauchen doch vor >allem Leute, die bloss surfen, emailen und spielen >:-))

Falsch. Solche Rechner brauchen v.a. Leute die entweder viel spielen (sog. Hardcore-Gamer) oder viel mit 3D-Software arbeiten (so was wie C4D, Maya, etc.).

Rüdiger:

Von: Kai | Datum: 13.10.2002 | #6
Dass IBM die CPU baut ist spätestens seit der Ankündigung des Vortrages darüber auf dem MPF klar!.. Die Frage die sich stellt ist: Bauen sie diese CPU (u.a.) für Apple oder nicht?

Zum Thema: "Brauchen wir 2 GHz?"

Von: Jörn | Datum: 13.10.2002 | #7
Es spielt doch gar keine Rolle, ob schnellere Computer sinnvoll sind oder nicht. Tatsache ist, dass Apple pleite gehen wird, wenn sie langsamer sind als andere Anbieter und dennoch ziemlich hohe Preise verlangen.

Megahertz Myth

Von: xy | Datum: 13.10.2002 | #8
Der Megahartz Myth(os) ist nur die halbe Warheit. Apple sollte mal an Marketing denken - nicht immer an die Stammkunden, die i.d.R. alles brav glauben. Um neue Kunden zu erwerben braucht es nun endlich mehr Performance ! Das heisst auch mehr Taktfrequenz, denn dies zählt beim Kaufkriterium (trotz des MHz Myth) immer noch sehr stark. Dies v.a. bei Kids - genau das Segment wo Apple wieder Boden gutmachen muss ! Die ewigen Photoshop-Vergleich hängen mir echt zum Hals raus. Mal ehrlich, wer arbeitet täglich mit Photoshop ? Auf einem PIII mit einem Gigahertz Taktfrequenz floppen die Programme beim Oeffnen nur so daher. Auf meinen G4 533 Dual dauert es deutlich länger.
Das ist optisch sichtbar und so für jedermann
ein offensichtliches Manko. Natürlich reicht es zum Surfen, Schreiben....es geht hier jedoch um die Zukunft - sprich NEUKUNDEN !!! G4, G5 und wie sie alle heissen ist letztlich egal - es braucht deutlich bessere Eckdaten mit denen man Mrketing betreiben kann (und bitte keine Gigaflops, denn Flops kann Apple nicht gebrauchen). In diesem Sinne lasst uns auf Januar 03 hoffen !

Ich hoffe auch auf Januar aber

Von: ks | Datum: 13.10.2002 | #9
Mit welchem Speicher wollen sie den Durchsatz von 6.4GB/s gewährleisten??

Da wäre Dual-Channel DDR, ist aber wahrscheinlich zu teuer oder DDR-II, kommt aber erst ende 2003.

Für Januar spricht aber das es der Sahara, 7 Monate nach seiner Vorstellung, ins iBook geschafft hat.

neukunden erwerben?

Von: alex | Datum: 13.10.2002 | #10
mit taktraten neue kunden aquirieren? selten so gelacht. apple holt sich die leute übers design (!!), stores, guter software und praktische innovationen, und nicht, indem sie die taktrate um 10% erhöhen. konnte immerhin zwei leute überzeugen, auf mac zu wechseln, und KEINER hat nach der taktrate gefragt. einfach bei mir zu hause OSX, iTunes, iMovie, iPhoto und ein paar andere apps vorgeführt, und sie waren überzeugt. wenn die arbeit zackig geht, ist es egal, wieviele MHz im hintergrund werkeln.
ach ja, die demos liefen auf einem G4/350...

also, betreibt mund-zu-mund-propaganda. DAS hilft nämlich!!

gruss
af

6541,24 euro

Von: ck | Datum: 13.10.2002 | #11
vor einiger zeit gab es ja hier schon mal so eine leistungsdiskussion, und immer noch ist dieses gerede unerträglich. ein dual 1,25 ghz kostet 6541,24 euro. damit ist er aber nicht der schnellste rechner der welt, sondern nur der schnellste mac. das ist scheisse viel geld, und da finde ich "ausreichend" nicht das richtige attribut. es reicht noch lange nicht!!!! ausreichend wäre, wenn ich nichts mehr rendern müsste, sondern alles in echtzeit geht. dann reichts, vorher nicht. macs sind sicher schöner, sympathischer etc. als pcs, aber langsamer und teuerer. das ist auf die dauer nicht erfolgversprechend, denn das sind nicht unbedingt argumente, die im profibereich zählen. viele leute werden vielleicht nicht unbedingt zum pc switchen, aber zumindest warten, bis es wieder macs mit einer dem preis angemessenen leistung gibt (oder umgekehrt;-)

xserve/Apple

Von: ichschonwieder | Datum: 13.10.2002 | #12
> ich habe allerdings noch keine
> vergleichtest mit dem schnellsten
> xserve gelesen.

Ich denke, was den xserve betrifft, war der c't Test schon recht aussagekräftig. Dort wurde eher noch zu Apples Vorteil geschönt.

> apple hat auf jedenfalls
> die schwachstellen gefunden,
> hoffentlich tun sie auch was dagegen!!

Hoffentlich; Motorola scheint es einfach nicht zu bringen bzw. sich nicht genug dafür zu interessieren. Da ist die IBM Theorie doch schön. Allerdings müßten sie bald mal etwas dazu ankündigen (nächste Woche?), denn solche Unsicherheitszustände sind nicht gerade hilfreich für diejenigen, bei denen Kaufentscheidungen in der nahen Zukunft getroffen werden wollen (ich will nämlich beispielsweise nicht schon wieder einen Rechner kaufen, der bereits nach einem Vierteljahr obsolet ist...).

.....

Von: Tiamat | Datum: 13.10.2002 | #13
Das sich bei den Powermacs noch was tut ist ja schön und gut.Bei den I-macs hat sich seit Januar 2002 überhaupt nichts getan und das ist das traurige.
Selbst die derzeitige CPU-Konfiguration war ein Jahr verschwendung.
Die letzen G3 I-macs kamen auch schon mit 700Mhz daher.
Bald werden die Systemanforderungen von Games so hoch sein das der I-mac nicht mehr dafür geeignet ist.Die Anforderungen sind im Moment schon sehr hoch aber Anfang nächsten Jahres kommen die Games mit dem neuen Engines raus die noch mehr verlangen (UT 2 u. Doom3 Engine) und dann sehen die Consumermacs alt aus).
Was wird Apple gegen den kommenden Banias Prozessor von Intel unternehmen der 8Std Notebook-power verspricht?
Wann wird Apple endlich den FSB der Consumermacs anheben?
Was macht Apple gegen die neue CPU Generation von Intel/AMD im Consumerbereich?
(Wenn im Frühling 2003 die Standartrecher mit 3Ghz ausgeliefert werden und der I-macs noch bei 800 oder 900Mhz abröchelt).
Das sind Fragen die meiner Meinung nach genau so wichtig sind wie den Profimarkt zu decken.Apple vernachlässigt nun den Consumerbereich sehr stark und das ist sehr schlecht ...
Was interessiert mich wie schnell der 1.25Dual oder der 1Ghz Dual ist wo sie doch in einem Preissegment sind wo ich mir nie nen Rechner kaufen würde (egal ob PC oder Mac).Genau so uninteressant wie die Frage wie schnell ein Dell Server mit 2-4 P4 Xeon Prozessoren abgeht ...
Die Leistung muß auch Consumerebene her ,so ist es bei den PC´s genauso.
Hoffentlich lässt es Apple bei der Macworld SF 2003 so richtig krachen :)
Gruß
Tiamat

Wür wen?

Von: mattik | Datum: 13.10.2002 | #14
> Dass IBM die CPU baut ist spätestens seit der
> Ankündigung des Vortrages darüber auf dem
> MPF klar!.. Die Frage die sich stellt ist: Bauen
> sie diese CPU (u.a.) für Apple oder nicht?

Dumme Frage: Für wen denn sonst? Embedded? Nö, da ist Motorola gut genug. Für IBM selbst? Dann würden sie imho lieber die Kosten für den derzeitigen Power4 drücken - was bringt eine Entwicklungs-Investition, nur um einen kleineren Prozessor zu bekommen, der auf einen Markt abzielt, der für IBM nur mäßig interessant ist? Wer baut sonst PPC- bzw Power4-basierte Kisten in einer Stückzahl, die eine solche Entwicklung rechtfertigen würde?

Apple und die Consumer-Geräte

Von: ks | Datum: 13.10.2002 | #15
Der Nachfolger des MPC7455 soll bei 1GHz weniger als 10W verbrauchen.

Der MPC7455 im Powerbook verbraucht bei 800MHz ca. 17W.

Das würde bedeuten, daß Apple komplett auf Dual-Prozessoren umschwenken könnte.

Auch ja, hier der link zu Meiner Theorie

Von: ks | Datum: 13.10.2002 | #16
http://e-www.motorola.com/collateral/SNDF2002RECAP_H1101.pdf

@Kai und @mattik

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 13.10.2002 | #17
@ mattik

Ich glaube ein Desktop-G4 ist auch für IBM schon interessant. In deren Wroskations werkelt immer noch eine Power3, der ao langsam nicht mehr zeitgemäss ist. Der Power4 ist aber zu gross für Workstation. Ergo In etwas abmagern für die eigenne Workstation macht Sinn. Auch Sinn macht es eine SIMD-Einheit ala AltiVec zu integrieren, da dies z.B. bei wissenschaftlichen
Anwendungen Vorteile bringen kann, wenn der Comiler die SIMD-Instruction unterstrützt. Und das tut zumindest der gcc 3.x; dank Apple und IBM. Ergo ergo ein Desktop-G4 macht schon f[r IBM Sinn, auch ohne Apple.

@kai

Wenn Apple auf ein 64bit OSX Umschwenken will, warum sollen sie dann nicht die IBM-CPU nehmen, egal ob nun für und mit Apple gebaut
oder nicht. Wenn sie passt und wirklich soviel schneller ist als die Motorola, warum nicht.

Die Fragen die beliben sind, Schwenkt Apple auf 64bit OS um und passt der Power4 zu OS X?

Bis dann

R"udiger

@tiamat

Von: alex | Datum: 13.10.2002 | #18
der neue imac hat aber einen G4, und keinen G3 mehr! und als graka eine gforce4mx ist auch nicht schlecht. oder was willst du mehr? dies ist ein all-in-one consumer-pc, vergiss das bitte nicht! zum zocken habe ich eine PS2! was soll ich mit viel mehr, wenn mein guter alter G4/350 (bald 3 jahre alt) bei meiner täglichen arbeit wie briefe schreiben, surfen und mailen däumchen dreht, und so ganz nebenher folding@home spielt? was heisst hier nicht genügend rechenleistung bei den macs? wofür?
ich schliesse mich einem vorredner an, der meint, dass apple eher im profi-bereich schwach ist denn im consumer-bereich. mit dem iPod haben sie doch einen volltreffer gelandet, und die iSoftware erntet durchwegs gute kritiken. aber im profi-sektor tut sich langsam was, apple hat ja ein paar firmen aufgekauft, die auf grafik spezialisiert sind, und der erste output ist auch schon fertig (stichwort shake). es dauert halt seine zeit, aber ich bin überzeugt, dass dies gut endet - für consumer wie für die profis! apple hatte nie das gleiche zielpublikum wie der mediamarkt, und das sollte auch so bleiben!

gruss,
af

PC-Mhz vs. Mac-Mhz

Von: Jayjay | Datum: 13.10.2002 | #19
Diese endlose Mhz-Diskussion führe ich seit Ewigkeiten im Bekanntenkreis. Ich nenne einen Cube mit 450 Mhz und 392 MB mein eigen. Meine DOSen-nutzenden Bekannten haben Rechner jenseits der 1,5 Ghz Grenze. Die sind aber schon am maulen, wenn Wolfenstein nicht ordentlich läuft ("Des ruckelt so, ich brauch ne neue Grafikkarte") .. während ich auf meiner alten Kiste mal das Vergnügen hatte, Wolfenstein laufen zu lassen .. ohne ruckeln. Die Mhz-Hysterie ist doch von den Medien gemacht, kein Mensch braucht im Consumerbereich 2Ghz Taktrate der CPU (egal ob RISC oder CISC Architektur) und 1 GB Arbeitsspeicher und eine 128 MB Grafikkarte, selbst HardcoreGamer nicht, (die brauchen eher eine ordentliche Bandbreite). Anders dagegen sieht es im Profibereich aus, Maya wurde ja schon angesprochen, und seltsamerweise liegen da auch Macs gut im Rennen, trotz angeblich geringerer Taktfrequenz. Ich weiss net, ich glaube immer noch meinem subjektiven Empfinden, und da ist mein Cube schneller bei Dreamweaver und Photoshop als mein 1Ghz DOSe. Das einzige Problem bei Apple sind nicht die angeblich niedrigeren Taktraten, sondern der Preis. Was soll ich 1.400 € für nen geil aussehenden iMac zahlen, wenn ich bei Aldi ne DOSe mit DVD-Brenner für 1.200 € bekomme, der dann auch noch (scheinbar) höher getaktet ist??? Meine Bekannten verzichten auf nen Mac wegen des Preises, nicht wegen der Mhz und/oder der (angeblich) fehlenden Software. Und gegen den Preis habe ich leider kein Argument, ausser vielleicht, das ein Mac einen höheren Wiederverkaufswert hat (siehe Bericht in der aktuellen c't)
Mir ist letztlich egal wer die CPU für Apple baut, solange es eine RISC ist, denn die hat nun mal einige Vorteile. Und das sage ich als Switcher und Nutzer beider Architekturen.

Nachtrag

Von: Jayjay | Datum: 13.10.2002 | #20
Alex erwähnte es bereits:
Apple hat nicht das gleiche Zielpublikum wie der Media-Markt oder seit neuestem auch der Saturn (seit wann dürfen die Apple verkaufen?). Auch ich hoffe, das bleibt so. Schließlich ist der Mac der Computer

Nachtrag zum Nachtrag

Von: Jayjay | Datum: 13.10.2002 | #21
(sch*** schnelle finger)

... ist der Mac der Computer "for the rest of us"

C't Xserve-Test

Von: kai | Datum: 14.10.2002 | #22
> Ich denke, was den xserve betrifft,
> war der c't Test schon recht
> aussagekräftig. Dort wurde eher
> noch zu Apples Vorteil geschönt.

Na klar! ;-)
Zu Apples Vorteil geschönt, logo, kann ja nicht sein, dass Apple mal gut performende Hardware macht, und die C't hat sowieso immer recht!.. Lies dir doch bitte mal den Kasten auf der ersten Testseite durch, v.a. den letzten Absatz über die "fest partitionierte Bandbreite" beim Lesen und dann denk mal dran, dass sie trotzdem den singleG4 Xserve getestet haben!
Das Ding lief auf halbem FSB, so sieht's aus!.. Das Single-CPU Teil ist die verkrüppelte Billigversion des Xserve! Und die C't erwähnte die Sache mit der fest partitionierten Bandbreite dann auch tollerweise mit keinem Wort im Artikel selbst, super!..

Megahertzwahn ???

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 14.10.2002 | #23
Hallo,

Noch eine Anmerkung. Ich erinnere mich noch sehr gut, an ähnlich Diskussionen vor ien paar Jahren. Damals war der Thenor, mehr als 100 MHz braucht doch kein Heimanwender. Und es stimmte.
Und es stimmt nicht mehr. Woran liegt? Ich denke
daran das immer schneller programmiert werden muss und damit immer mehr vom Programmier
in seine Werkzeige verlagert wird (OO-Programmiereung, Rapid ApplicationBuilding etc.) Damit wird immer mehr Programmintelligenz vom Anwendungsentwickler in den Computer (bzw. genauer in sein (Klassen-)Biliothken verlagert.
Das die aber allgemein gefasst sein müssen, ergibt das einen anständigen Overhead, der letztlich die Apps langsamer, aber featurereicher macht. Und ergo reicht heute ein 100MHz Rechner zu Hause nicht mehr aus (wenn man aktuelle Software verwendet).

BTW: Wenn man keine Software hat, die AliiVec/ISSE-Optimiert ist, ist nach meinen Erfahrungen ein PPC 20-40, % schneller, bei gleichem Takt, d.h. eine 1 GHZ G4 dürfte max. einem 1.6 MHZ Athlon (=Athlon XP 1900+) entsprechen.

Bis dann

R"udiger

Und was is mit Tee? (äh MoTorola?)

Von: Patrick | Datum: 14.10.2002 | #24
Kleiner Hinweis von der MPF-Seite:
In-Stat/MDR's 2002 Microprocessor Forum, being held in San Jose, CA from October 14 through 17, will feature over 15 first public disclosures of new microprocessor chips and architectures from companies like AMD, ARM, Applied Micro Circuits Corporation (AMCC), Broadcom, Cisco Systems, Fujitsu, IBM Microelectronics, Intel, Motorola, NEC Corporation, Sandbridge Technologies, Inc., Tensilica, and VIA.

Vielleicht ist das MPF ja noch für eine andere Überraschung gut...

c't

Von: ichschonwieder | Datum: 14.10.2002 | #25
> kann ja nicht sein, dass Apple mal gut
> performende Hardware macht, und die
> C't hat sowieso immer recht!..

So war das eigentlich nicht gemeint. Kann sehr wohl sein, daß Apple gute Geräte baut, ist auch schon passiert. Aber speziell in diesem Test war der xserve dem billigeren Server in vielen Belangen - was die reine Rechenleistung betrifft - unterlegen. Mit geschönt (ist vielleicht ein wenig eindimensional, das Wort) meint eich eigentlich eher, daß es mich erstaunt (und gefreut) hat, dass der Autor trotz der Leistungsschwächen noch ausführlich über die Vorteile des xserve referiert hat (Verzeichnisdienste etc...). Die c't ist einerseits das einzige Nicht-Mac-Blatt, welches überhaupt eine fundierte und positive Mac-Berichterstattung bietet (und dort erreicht man mehr Mac-Leser als mit den anderen, reinen Mac-Magazinen) und andererseits überhaupt das einzige Massenblatt, das wirkliche Kompetenz besitzt. Insofern hat die c't zwar nicht immer Recht (und ich persönlich bin oft ganz und gar nicht ihrer Meinung was OpenSource und DRM angeht, aber das Thema lassen wir lieber...), aber sie hat einen sehr hohen Stellenwert und ist zur Zeit wirklich außergewöhnlich Macintosh-freundlich. Das ist sehr zu begrüßen, gerade zur Bindung neuer User aus der Unix-Ecke.

Für sich selbst -> Blade Server/Workstations

Von: tjp | Datum: 14.10.2002 | #26
IBM braucht eine billigere CPU für kleine Server und Workstations. Für Blade Server ist es weiterhin wichtig, daß der Stromverbrauch gering ist.

C't...

Von: kai | Datum: 15.10.2002 | #27
Die C't ist schon okay unterm Strich, muss man sie schon loben, dass sie als grösstes deutsches Computermagazin sich um Vielseitigkeit bemühen (grosse Specials über Linux, BeOS, Mac usw!)
Trotzdem schreiben sie manchmal Mist, ich sag nur Thema Konsolen, die Artikel in der C't damals wie die Xbox rauskam waren ja nur noch zum Heulen, sowas von unfundiert, unqualifiziert und Hype-Widergekäue hab ich noch nie in der C't gelesen!
Auch beim Thema Mac haben sie sich schon Schnitzer geleistet: Selbst Spec-Test durchführen unter zweifelhaften Bedingungen (kein Vektorisierender Fortran-Compiler für den Mac, optimierender GCC in den SpeFPU-Tests, obwohl oben beim SpecINT noch gross getönt wurde dass kein optimierender Compiler verwendet wurde, Spec-Werte für den P4 als Vergleich zitieren, die mit auto-vektorisierenden Intel-Compilern erzielt wurden usw!) oder damals das mit dem "SSE2 ist besser als Altivec weil's double percision kann" (was man seitdem genau wie den Spec-Test überall wiederfindet!) war auch nur die halbe Wahrheit, denn die (parallel zu Altivec fütterbare) FPU des PPC ist schon seit dem 601 double-percision, in 1-2 Takten! Nur die x86 hatten eben hier was nachzuholen, ergo stimmt die Aussage so nicht!..
Aber unterm Strich passt's wie gesagt schon! Nobody's perfect, even Andreas Stiller! ;-)