ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1348

Office-Freuden

von offenen Büros und arbeitenden Äpfeln..

Autor: kai - Datum: 16.10.2002

Gleich zwei gute Neuigkeiten von der Office-Front:
OpenOffice.org feiert seinen zweiten Geburtstag und hat zur Feier des Tages die erste Beta für OS X (leider immer noch Xwindow, sorry!) veröffentlicht! Die Entwicklung geht gut voran, man hat ein tolles XML-basiertes Dateiformat fertiggestellt und das ganze Projekt scheint extrem guten Entwickler-Zulauf zu haben und auch sehr viele Downloads sowie Supporter, die die Kunde von OpenOffice in die Welt hinaustragen. Schon seltsam, ich kann mich noch erinnern an damals, als Sun den Sourcecode veröffentlicht hat: Da standen alle da wie der Ochs' am Berg und hatten dieses gigantische Sourcecode-Paket, spärlich kommentiert und alle schienen ein wenig ratlos was man jetzt damit tun sollte. Erste Stimmen wurden laut, dass Software dieses Umfangs nicht für Opensource-Entwicklung geeignet sei usw.. Tja, scheinbar hat man der Opensource-Community zu wenig zugetraut, ich bin mir sicher, dass hier auch einige Erfahrungen des mittlerweie ungemein erfolgreichen Mozilla-Projekts eingeflossen sind.
Es gibt mittlerweile sogar OpenOffice-Ports für noch schlimmere Exoten wie MacOS: BeOS, OS/2, LinuxPPC und VMS, d.h. es gibt wohl bald keinerlei Grund mehr, wegen einer fehlenden Office-Suite einem OS eine Absage zu erteilen. Ein Beweis für die grossen Vorteile von Opensource-Entwicklung, das ist Eric S. Raymonds' Opensource-Definition "Hilf dir selbst" par excellence! Schön übrigens auch zu hören, dass eine Aqua-version ganz oben auf der Prioritätenliste steht.
Und zweitens: Sieht aus als hätte Apple mein Flehen erhört: Angeblich arbeitet man an einer stark verbesserten Version von Stevekind Appleworks! Rauskommen soll das ganze schon im Januar zur MacWorld. Scheinbar will man sich in Cupertino nicht auf zweifelhafte Lippenbekenntnisse verlassen, besonders jetzt, da die Strafversetzung von M$-Mac-Head #1 Kevin Browne in den Xbox-Keller misstrauische Blicke auf sich zieht.
Und ja, wenn wir von Office-Suites reden, dürfen wir natürlich nicht Ragtime vergessen - über die gibt's zwar gerade keine expliziten News, aber die Veröffentlichung der Public Beta für OS X sollte nur noch eine Frage von wenigen Tagen sein!

Kommentare

Ich habe heute meinen mäckeligen Tag.

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 16.10.2002 | #1
Hallo,

Im Sinne der OpenSource-Software ist LinuxPPC nix anderes als Linux und mithin kein "noch schlimmere Exoten wie (als? ;-) ) MacOS". Das Hauptproblem bei LinuxPPC dürfte (ich habe damals selbst einen Blick auf die Sourcen geworfen) dürften die Anpassung der Makefile und die Beschaffung einiger Entwicklertools (alles in Source vorhanden im Netz, aber teilweils als nur als x86-Binary mitgeliefert) gwesen sein. Und natürlich die üblichen Bugs, die erst auf LinuxPPC auffallen.

Ergo LinuxPPC ist Linux und damit nicht exotisch.

Bis dann

R"udiger