ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1365

18 000 iBooks in Maine

Es war ein steiniger Weg dorthin...

Autor: bh - Datum: 22.10.2002

Der Gouverneur von Maine, Angus King, stand neulich MacCentral Rede und Antwort. Er war es, der den größten Notebook-Deal der Schulgeschichte abschloß. Diesen Sommer lieferte Apple 18 000 iBooks an den Bundesstaat Maine und in 239 drahtlosen Netzwerken sind nun die Schüler daran, ihren Horizont zu erweitern. Die Fakten würden sich für Jubelpropaganda eignen, doch man sollte eines nicht übersehen: Apple hat zwischen 10 und 15 Millionen Dollar Rabatt gegeben - sonst wäre der Deal wegen schlechter Wirtschaftslage noch gekippt worden. Sobald Apple auch in unseren Breiten das Einsehen und das nötige Budget dafür hat, kann man auch im Schulbereich klotzen statt kleckern. Wer erfolgreich kleckert, das sind einige kleine Fachhändler da draussen - Leute die genug Engagement zeigen, um aus dem Gebüsch zu kommen. Es gibt mehr als Grafik- und Videonische, es gibt auch Lehrer, die ihren Schülern gerne ein einfaches System bescheren wollen. Vielleicht sollte man mal eine Anlaufstelle für Bildungspersonen machen? Der Bildungsbereich wäre mit dem Wireless Classroom gut bedient, und mit vernünftigem Lobbying könnte man einige Stahlschränke ins Rollen bekommen...

Kommentare

Peanuts

Von: faustocoppino | Datum: 22.10.2002 | #1
10-15 Millionen Rabatt? Bei diesem Deal geht es doch eher nicht ums Geld-verdienen sondern eher um die Image-Pflege und außerdem (der wichtigste Aspekt) um 18000 potentielle Kunden. Ich könnte meinen A... verwetten, dass die meisten der Schüler bei Apple bleiben werden. Mit solchen Kampagnen ist Apple groß geworden und wird es auch (hoffentlich) bleiben.... und das ist auch gut so.... liebe Genossinnen und Genossen ;-))

Leisetreter, Traumichnicht

Von: hobbit | Datum: 22.10.2002 | #2
Vor ca einem Jahr wäre diese Diskussion sogar in Deutschland interessant gewesen. Die Strukturen des Bürokratismus vermag ich nicht nach zu vollziehen. Wohl aber die, der Verantwortlichen:
Das hat vor mir noch keiner gemacht; ich warte auf die entscheidung eines höheren ab!
In Bayern gibt es ein Spiel; "Schaf(s)kopf", der Ober sticht den Unter. Nicht immer, aber sehr oft.
Mal eine Frage im Vertrauen:
Wo sitzen eigentlich die Entscheider in Sachen Rechnerkauf. Doch nicht etwa in Gremien oder Chefetagen! Ich denke, die Kinder und Jugendliche haben da die Kompetenz. Aber zum Glück ist dies nur ein schlechter Witz. Hallo Wach ihr Mananger!

Re: Peanuts

Von: pirni | Datum: 22.10.2002 | #3
... und nicht zu vergessen die Freunde, Verwandten und Bekannte der Schüler. Der Multiplikatoreffekt dürfte deutlich über zwei liegen.
Als Vorbild für Deutschland kann man das wohl nicht ansehen. Das stehen diverse Dinge im Wege, z.B. der Föderalismus, Beamte, Lehrer (*duck*), etc.