ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1409

iPod seziert von Hardwarefreaks

Lob von allen Fronten

Autor: kai - Datum: 31.10.2002

Tom's Hardware, bekannt für akribisch genaue und extrem tiefgründige Tests von quasi jeglicher verfügbarer PC-Hardware hat sich, nachdem er jetzt auch für Windows erhältlich ist, des iPods angenommen. Das Ergebnis: Fast ausschliesslich Lob in den höchsten Tönen und ein "Editor's Choice"-Award! Uns "fanatisch verblendete" Mac-User überrascht das Ergebnis nun wahrscheinlich nicht so arg, aber von einer PC-Seite so extrem viel Lob zu hören ("We have been looking at products for some time, and not often does one come along that is this far ahead of the curve. Apple was firing on all cylinders with the design of the iPod.") freut trotzdem besonders. Die einzigen Kritikpunkte die sie finden sind das Fehlen der Firewire-Kappe beim 5GB-Modell (!) und der doch recht hohe Preis (den sie allerdings trotzdem für mehr als gerechtfertigt halten!).
Und ich kann mich noch an die ganzen Berufs-Mac-Pessimisten erinnern, die damals bei der Vorstellung des "revolutionary device" irgendwas von "schnell Apple-Aktien verkaufen!" und Apples "nächstem Cube" redeten! ;-)
Ich hab gerade mal etwas nachgeforscht weil ich wissen wollte, wieviele iPods Apple denn nun verkauft hat: Fiskalisches Q1/02 (nur 2 Monate!): über 125.000; Q2/02: 57.000; Q4/02: 140.000 (54.000 Windows, wieder nur 2 Monate des Quartals verfügbar!). Über Q3/02 konnte ich leider keine Informationen finden, aber das macht immerhin summa summarum schon 322.000 verkaufte iPods, mit vorsichtigen Schätzungen für Q3 könnte man wohl von 380.00-400.000 bisher verkauften Einheiten ausgehen! Und es gibt Analysten die schon vor der Dell-Sache vermuten, dass Apple nächsten Sommer 500.000 iPods verkaufen wird, aber was wir allgemein von Analysten halten, ist wohl nicht ganz jugendfrei und bleibt hier besser ungesagt..

Kommentare

Oh Nein!!!!

Von: MacZeit | Datum: 01.11.2002 | #1
Das ist einfach zu gut für Apple. Wenn zuviele Apple Produkte gut finden und nichts an Apple zu meckern haben, dann wird Apple bald wieder in große Schwierigkeiten geraten. Nur wenn Apple immer kurz vorm Abgrund steht, nur dann wird Apple innovativ. Ganz, ganz schlecht hier :-).

Gte Kritik

Von: Andre Gohlke | Datum: 01.11.2002 | #2
Der grösste iPod-Kritiker war doch auf dieser Seite in der redaktion zu finden, In persona "Bert". Was hat er nicht alles vom "Leder gerissen". Wo bleibt eigentlich seiner sicht der aktuellen situation um den iPod?
Der Artikel ist übrigens schon etwas älter!

der bert bleibt bei seiner ansicht

Von: Bert | Datum: 01.11.2002 | #3
Ich stehe fest auf meinen Füßen. Der iPod war keineswegs "a breakthrough". Den Durchbruch haben die Hersteller einer tollen kleinen Festplatte geschafft. Apple hat - was ich nicht leugnen will - gute Zutaten sehr fein verbaut und ein solides Produkt daraus gemacht. Nur "breakthrough" wird mir zu inflationär verwendet, das ist es ja wohl denn doch nicht gewesen. Aber meinen iPod-Test kann man in der MacReview nachlesen...

Windows iPod schon gut, aber...

Von: bulu | Datum: 01.11.2002 | #4
wenn die PC-Version wenigstens ein wenig
teurer waere, waere das immerhin ein
sanfter Hinweis fuer die ach so preissensitiven
PC Kaeufer, dass sie doch auch aus dem
Grund mal ueber den Kauf eines Macs
nachdenken sollten.

Hey Bert

Von: Luxo G4 | Datum: 01.11.2002 | #5
Steve Wozniak hat den Apple I auch nur zusammengeschustert, wenn man es so sehen will!

Aus dieser Argumentation heraus wäre die erste Apple Eigenleistung in Sachen Hardware der berühmte IWM-Chip für die Floppy, den hat Woz ganz alleine designt ("Integrated Woz machine").

Aber das machen 95% der Buben in der Unterhaltungsindustrie. So gut wie alles ist gemäss der Standard-Applikation des jeweiligen OEM Herstellers gebaut.

Insofern liegt die Leistung nicht darin, bestehende Industriekomponenten zu finden, sondern sie gescheit zum Leben erwecken und das Ganze ebenso klug verpacken.

Doch es geht um die Alte Frage: Wenn jemand ein Stück von Tchaikovsky spielt, wem gebührt dann die Ehre? Dem Meister oder dem gekonnten Spieler ?

Re: der bert bleibt bei seiner ansicht

Von: kai | Datum: 01.11.2002 | #6
Ich stehe fest auf meinen Füßen. Der iMac war keineswegs "a breakthrough". Den Durchbruch haben die Hersteller eines tollen kleinen Motherboards geschafft. Apple hat - was ich nicht leugnen will - gute Zutaten sehr fein verbaut und ein solides Produkt daraus gemacht. Nur "breakthrough" wird mir zu inflationär verwendet, das ist es ja wohl denn doch nicht gewesen.

;-)

Bert: Lies dir einfach mal den Tomshardware-Test von vorne bis hinten durch! ;-)

Jeder Fünfsternekoch kocht seine Gerichte, die alles andere in den Schatten stellen letztendlich auch nur mit normal käuflichen Zutaten!
Die Mischung macht's! Und hier hat Apple Komponenten eingesetzt, die es noch nie vorher in mp3-Playern gab, und das ist nicht nur die Festplatte sondern auch das Jogwheel, das beleuchtete 2"-Display und Firewire!
Deine Ansprüche sind zu hoch: Es wird heutzutage einfach nichts mehr so revolutionäres wie die Maus erfunden weil alles schonmal da war! Ausserdem war selbst eine Maus nur ein paar "geschickt zusammengebaute" Komponenten: Ein Ball, ein paar Achsen, Speichendräder und 2 Lichtschranken - toll, ist auch keine Revolution!.. Oder etwa doch? ;-)

P.S.: Im Techno-Fanatikerland Japan hat der iPod 41% Marktanteil! Das muss man sich mal vorstellen!