ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1458

USA wollen englischen Cracker haben

Auslieferung beantragt

Autor: dk - Datum: 15.11.2002

Der 36-jährige arbeitslose Gary McKinnon aus London soll nach Angaben des US-Justizministeriums mehr als 100 Hacks in Systeme des Militärs und der NASA gemacht haben. Das macht ihn laut dem stellvertretenden Staatsanwalt von New Jersey, Scott Christie, zum "produktivsten Militär-Hacker, den wir bisher kennen".

Vor zwei Gerichten ist bereits Anklage gegen den Computerspezialisten erhoben worden. 17 Monate lang hatten verschiedenste Behörden gegen McKinnon ermittelt. Zwischen März 2001 und März 2002 drang er demnach in Netzwerke ein, stahl Passwörter und vernichtete sensible Dateien.

Den größten Schaden soll der Engländer wenige Tage nach den Terrorattentaten vom 11. September angerichtet haben, als er ein Computersystem der Marine völlig blockierte. Nach Überzeugung der Gerichte hatte der Cracker theoretisch Zugriff auf alle Rechner von Armee, Marine, Luftwaffe sowie der Nasa.

Im Falle des Hackers Kevin Mitnick gibt es derzeit nur soviel zu berichten, daß er 20. Januar 2003 aus der Bewährung entlassen wird, die ihn bisher daran hinderte, Computer zu benutzen und als Berater in Computerfragen zu arbeiten. Mitnick war ohne Anklage viereinhalb Jahre inhaftiert worden, bevor ihm eine offizielle Anhörung vor einem Gericht zugestanden wurde. Vor diesem Hinteergrund läßt sich erahnen, was McKinnon blüht, denn schließlich führt "Wild Bush George" immer noch den Krieg gegen "global terrorism"…

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