ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1463

GameCube ist ein verkappter Mac

Ein Bericht von iAlex

Autor: lars - Datum: 16.11.2002

Na wer hätte gedacht das im tiefsten Inneren des GameCube ein G3 zuhause ist. Also wohl eher die wenigsten von uns oder?
Aber wenn man auf die Seite von Nintendo geht kann man in den Technischen Spezifikationen folgendes lesen:

  • MPU("Microprocessor Unit") Angepasster IBM Power PC "Gekko"
  • Herstellungsprozess 0,18 Mikron IBM Kupferdraht-Technik
  • Taktfrequenz 485 MHz
  • CPU-Kapazität 1125 Dmips (Dhrystone 2.1)
  • Interne Daten 32 Bit Integer & 64 Bit Fließkomma
  • Externer Bus 1,3 GB/s Spitzenbandbreite (32 Bit Addressbereich, 64 Bit Datenbus 162 MHz Takt)
  • Interner Cache L1: Anweisungen 32 kB, Daten 32 kB (8-fach), L2: 256 kB (2-fach)

Vergleicht man diese Spezifikationen mit denen von IBM, kommt man darauf, daß es sich hier eindeutig um eine CPU aus der 750er Reihe handelt, eben der G3 den IBM seit einigen Monaten auch an Apple liefert - diese CPU wurde in der neueren iMac Serie ab Sommer 2000 eingesetzt.
In wieweit die CPU für den GameCube angepasst wurde lässt sich wohl nicht herausfinden... - wenn sie überhaupt verändert wurde.

Ich sag dazu nur endlich eine sympatische Konsole für MacUser. ;-)

Kommentare

SIMD

Von: Mister Mike | Datum: 16.11.2002 | #1
Gecko ist ein G3 Copper mit einigen Erweiterungen, die in Richtung AltiVec gehen aber selbiges nicht konkurrieren. FPU wurde auch verstärkt, Businterface verbessert und L2-Cache hinsichtlich Effizienz optimiert.

Und Flipper ist ein leider kaum beachteter Chip und ist einiges innovativer als das was nVidia seit längerem verkauft.

Flipper ist KEIN umgebauter Radeon oder sowas, sondern komplett neu erstellt worden. Er besitzt 3MB RAM auf dem Chip (4-5x mehr Graphicspeicher-Bandbreite als xbox) und verarbeitet auch den Sound des GameCube.

Auf diese Weise kann der Chip genau das tun was er soll und wird nicht zugemüllt von irgendwelchen dummen Specs hinsichtlich Microsoft's DirextX8/9. Das was man damit anstellen kann kann man mit weit weniger aufwand machen.

Insofern ist der GameCube technisch fast so interessant wie es die PS2 ist oder war. Nur die X-BOX kommt mit einem Ideenlosen Design daher, kostet aber am meisten in der Herstellung...

Gecko/Flipper

Von: milhouse | Datum: 16.11.2002 | #2
Naja, der Flipper war ja auch zugekauft (ursprünglich von ArtX entwickelt). Dass er dann relativ wenig mit dem Radeon zu tun hat ist da wohl klar. Ansinsten beziehen sich die "Anpassungen" der CPU meist daraus ein wenig von Cache wegzulassen, damit er billiger wird. Ob das beim Geccko auch so ist weiss ich aber nicht.

Wer schafft es...

Von: Gent | Datum: 17.11.2002 | #3
... OS X drauf zu installieren und zum Laufen zu bringen? So à la LinuX-Box?

Wirklich neu ist das aber nicht...

Von: Maxi | Datum: 17.11.2002 | #4
Moin,

wenn mich nicht alles täuscht, dann habe ich davon schon gelesen, als der Gamecube noch in Planung war, also leider nicht mehr wirklich neu die Nachricht.

Aber nichts desto trotz immer wieder schön, dass man trotzdem den Rest der Welt drüber informiert. ;-)
Mfg,

Maxi

?

Von: hm | Datum: 17.11.2002 | #5
fuer heise leser nichts neues

Ja, ich dachte auch, dass das eigentlich bekannt wäre! ;-)

Von: kai | Datum: 17.11.2002 | #6
Was noch besser ist für uns Mac-User: Das Ding ist angeblich relativ nah an OpenGL und supergeil zu programmieren, d.h. die Portierung der Games auf andere Plattformen sollte nicht sooo schwierig sein wie bei der PS2, und jetzt ratet mal, auf welcher ISA das portierte Game besser laufen wird und was mal ausnahmsweise die "fremde" ISA sein wird, auf die angepasst werden muss?.. ;-)

Es gibt noch andere PowerPCs als G3 und G4 ...

Von: tjp | Datum: 21.11.2002 | #7
Das ganze hört sich eher nach einem speziellem IBM PowerPC der 400 Serie an. Bei diesen Chips lassen sich verschiedene Erweiterungen (etwa ein DSP) on-Chip integrieren. Die Kunden können bei IBM aus einem Baukasten verschiedene Module für ihre CPU auswählen.