ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1476

Apple, TryTec und die 5000 Glückskekse im Audimax der RUB/Bochum

...oder, wie die Studentenschaft am Apple-Karree alle Grenzen überwand

Autor: rw - Datum: 22.11.2002

Wie passt DAS alles zusammen?!
Nun, liebe Leser, wie wir schon in einer vorigen Meldung angemerkt hatten, fand Gestern die Auslandsmesse „Grenzenlos – Studieren und Arbeiten im Ausland“ mit internationalen Ausstellern an der Ruhr-Universität Bochum statt. Apple und TryTec organisierten dabei u.a. den Chat-Point für Interessierte, um Kontakte zu Studierenden weltweit aufnehmen zu können. Grund genug für uns auch einmal von solch einem Event zu berichten. Und dies sei vorweg genommen, wir MG haben uns geirrt! Denn „klein“(wie im damaligen Subtitel zu lesen) war die Messe und die Resonanz für Apple nun wahrlich nicht...



Grenzübergreifendes Studium, ein Traum der keiner bleiben muss..

Überfüllte Hörsäle, stahlbeton-gewordene Architekturorgien als „wärmendes“ Lernumfeld, oder durch Kostendruck reduzierte Bibliotheken und Fachbereiche können EIN Grund sein.
Die Vermutung, Auslandsaufenthalte sind DAS positive I-Tüpfelchen im Lebenslauf einer Bewerbung, kann EIN Grund sein.
Oder einfach das Interesse „Neues“ zu entdecken, sich kulturellen, sprachlichen und fachlichen Herausforderungen durch ein ergänzendes Studium im Ausland mit Neugier zu nähern, kann EIN Grund sein, warum viele Kommilitonen den Gedanken hegen: „Ich muß jetzt mal hier raus!“
Den Blick für das Andere zu schärfen, die persönliche Perspektive zu erweitern und Toleranz zu üben oder zu erfahren ist kein schlechter zu erwartender Lohn.



„Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung“

Sicher, mit diesen Worten von Antoine de Saint-Exupéry bringen es die Veranstalter der zu diesem Thema stattfindenden Informationsmesse für interessierte Studierende auf den Punkt. Das ist wohl das schönste Motiv und der größte Gewinn, einen Auslandsaufenthalt im Studium zu bedenken (hier zu den Infos + Adressen).
Da fällt mir ein... könnte darüber hinaus nicht auch obiger Satz als Antithese für die manchmal allzu verkrampft ablaufenden „Grabenkämpfe“ Mac versus PC, PC versus Mac stehen? Beispiel:
So wie wir Macianer lässig alleinig schon den Spaß am Rechner betonen dürfen (man verzeihe mir die Einordnung – ich habe noch keinen Spaß an der Bedienung einer DOSe empfunden), so versuchen wir auch noch krampfhaft unverkrampft grinsend den 1/3 bis 2/3 höheren Preis zur Win-Version einer zB Geforce-Irgendwas-Grafikkarte im Discount-Kauf zu rechtfertigen. Die noch widersprüchlicheren Konstrukte von der anderen Seite, dem hoffentlich nicht ewigen „Reich der 1,4 MB-Speichermedien“, erspare ich mir hier.
*Krack* Habe meinen Apple-Glückskeks geöffnet, da steht: „Gelassen bleiben, auch wenn Ihnen etwas nicht passt.“ Ok.. somit wäre ich jetzt beinahe wieder beim eigentlichen Thema.





Die Kekse und das Apple-Karree

Im Vorfeld der Messe waren 5000 asiatische Glückskekse unter den Studierenden in Bochum verteilt worden, auf ihnen unübersehbar das bekannte Logo des liebsten Kernobstes von Allen prankend. Coole Idee! Tja und so kamen Sie denn auch reichlich, diejenigen, die sich für den anderen Blickwinkel interessierten. Eben und genau auch für die Rechnerwelt rund um iMac, iBook, iPod usw. Hier im Foyer des Audimax hatten Apples Repräsentant Herr von Preyss (Sale-Education) und das Team von TryTec aus Bochum ganze Arbeit im Aufbau eines viel umlagerten Chat-Knotenpunktes auf Mac-Basis geleistet.





Freak-Passus on/
Mir ging das Herz voller Wärme auf, einfach ein schöner Anblick. Es war KEINE Mac-Messe, nur noch einmal betont!
/Freak-Passus off





Die Studiosi strömten in Mengen herbei, verhalf Ihnen doch das Mac-Team an diesem Tage per web-implementierter Chatlösung zu einem weltweiten Gedankenaustausch mit schon sich im Ausland befindlichen Studenten. Ob der Maschinenbauer in Rio, der Wiwi in Tokio, oder der ein Jahr im innereuropäischen Ausland Lernende, sie alle konnte den „Potentiellen“ wertvolle Erfahrungen und Fragen zu Procedere und Befindlichkeit am Studienort beantworten. Daraus ergaben sich bei den Vorort-Chattenden automatisch auch Fragen zu den hier bedienenden Rechnern und Betriebssystem, die irgendwie ANDERS waren, als ich es sonst immer erlebe. Vielleicht sollte ich betont sagen, erfrischend anders. Keine primären Diskussionen um Preise, oder voreilende Gegenaussagen a la „Mhz ist nicht alles.“ Nein, dies war hier nicht so. Man fragte nach Fähigkeiten, nach Funktionalitäten (zB „was macht denn das Dock?“ ,“Wozu ist das?“ ) Die Beteiligten „User“ setzten sich mit der Art des Umganges eines Macintosh-Rechner unter MacOS 10.2.2 auseinander. Denn Ziel des primären Interesses war ja der chat, nicht das Werkzeug Rechner selbst! Dabei lernten Viele allerdings mehr über das „look&feel“eines Mac, mehr über digital-hub und drag&drop,mehr über intuitives Arbeiten und absturzresistentes Unix, denn jedes Verkaufsgespräch an Inhalten vermitteln könnte. Das nenne ich konstruktives Marketing! Welche noch so zweiseitig geschaltete Anzeige in Zeitschriften mag diese positive Auseinandersetzung mit einem Produkt denn für Apple sonst vermitteln?!
Mein subjektiver Eindruck, als ich mich am Ende des Events zu meinem Auto begab war: „Macht Apple in Kooperation mit lokalen Mac-Händlern weiterhin derart spannende Events mit, dann wird das auch was mit dem ehemals angepeilten Wachstum in Europa.“



Appendix für die besonders Neugierigen:

1. Die oben erwähnten Links zu den Ansprechpartnern für ein Auslandsstudium stehen auch über das Event hinaus für Fragen und Infos zur Verfügung.
2. Apple bedankt sich bei der beteiligten Studentenschaft der Ruhruniversität für die großartige, schon fast mütterlich anmutende Fürsorge für Leib und Wohl am Messetag selbst und gratuliert den Veranstaltern für die absolut professionelle Organisation des Events . Wir geben dieses Lob hier gerne weiter.
3. siehe letztes Bild: Wieso ist der schönste Mac auch immer besonders belagert vom schöneren Geschlecht unter uns? ! Interpretationen werden gerne unter dieser Adresse entgegengenommen. Anbei: Ich bin verschwiegen.. also her mit den Thesen!
4. Nein, ich habe nicht nach Verkaufszahlen für den Mac gefragt bei dieser Messe. Das fand ich unpassend. Der Weg war das Ziel bei dieser Veranstaltung.. Denn, wenn noch nicht bereits vorher bekannt... viele Studenten kennen nun den Mac! Aber: der Edu-Bereich ist eh arg wirtschaftlich unter Druck momentan, Absätze sind also vielerorts geringer, als der eigentliche Bedarf wäre. Kaufkraft wird als Vorsichtsmotiv gehalten, statt investiert zu werden. Gut, das kennen wir ja auch aus den Nachrichten, ich höre ja schon auf... ;-)
5. Apple ist auf einem guten Weg. Die Abteilung Sales-Education hat dieses Jahr 89 Events bewältigt. Von der Universität über das Gymnasium bis hin zur Grundschule sind Veranstaltungen durchgeführt worden. Wenn dies konsequent weiter realisiert wird( unterstellt dieses feedback), auch über 2003 hinaus, werden sich fast automatisch neue Betätigungsfelder für Apple-Rechner in Form neu erschlossener Marktsegmente ergeben. Das sage ich jetzt mal einfach so. Schließlich, - was Aktien-Analysten negativ herausposaunen können, ist mindestens genauso zu hinterfragen, wie meine hier gestellte Meinung.... aber lassen wir das .;-)
6. Ach so, falls sich Jemand wundert, warum denn so relativ wenig Leute auf den Bildern zu sehen sind, dem sei gesagt, die Fotos entstanden 1 Stunde vor Ende des Events und bei gleichzeitigen Stattfindens des Hauptpodiumsgespräches im eigentlichen Audimax ab 16:00 Uhr. Dafür ist das doch gar nicht schlecht, oder? (aber gut, ... ja,ja,ja.. ich war erst am Nachmittag vor Ort, hatte vorher noch ein wenig Ausbildung hinter mich zu bringen, ich gebe es ja zu.)






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