ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 149

UPC: 8 Milliarden Euro Schulden und Galgenfrist

Wieso Chello nicht mehr erste Geige spielt

Autor: bh - Datum: 18.06.2002

Zwei Wochen Galgenfrist bekommt die UPC (United Pan Europe Communications) von den Gläubigern. Das Finanzloch klafft mit 8 Milliarden Euro recht ordentlich, was allein an Zinsen anfällt, übersteigt die Vorstellungskraft des normalen Benutzers.
Witzig, wie die Krisen zusammenfallen. Kaum ist KPNQwest ohne Geld, schon schickte UPC Warnungen aus, daß es zu Netzausfällen kommen könne. Zahlreiche Knotenrechner und Infrastruktur war von Chello nur bei KPNQwest zugemietet worden - so läßt sich flott expandieren. Nun hustet auch UPC (Chello) ordentlich, und den Anlegern rinnt es kalt den Rücken runter. Das Wort "flatrate" führt in manchen Kreisen zum sofortigen Schlagen des Kreuzzeichens. Sorgen muß sich der Kunde trotzdem keine machen - UPC wird nicht zum Konkursrichter marschieren. Immerhin ist der reichste Mann der Welt auch bei UPC über diverse Beteiligungen an Bord, Liquiditätsprobleme sollten also temporärer Natur bleiben. Wieso erfüllt mich die Krise von UPC irgendwie mit leichter Schadenfreude? (Schadenfreude ist wie Campari-Orange. Sieht prima aus, farbig, duftig, schmeckt total lecker, kann aber ins bittere hinüberschlagen, wenn man zuviel davon nimmt.) Vielleicht weil UPC sich nie von den dummdreisten Verteidigungsversuchen a la "Die bösen Studenten saugen so viel, deshalb läuft unser Netz nicht" erholt hat. Oder auch, weil witzig ist, wenn der Service zum erliegen kommt, weil der milliardenschwere Anbieter die ShareWare-Gebühr nicht bezahlt hat...

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Von: daniel0807 | Datum: 14.06.2005 | #1
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