ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 15

"Es ist egal was ich habe, wichtig ist, was ich daraus mache!"

ein Bericht aus der Zwischenzeit

Autor: daZ M - Datum: 07.08.2002

Wollten wir alle nicht schon einmal wissen, wie es in den Köpfen unserer lieben Apfelhändler ausschaut? Sind sie wirklich normale Menschen? Können sie sich voller lauter ƒpfeln noch eine objektive Meinung bilden? Schlafen sie vor lauter "Switch" hier und "Switch" dort noch ruhig? Allgemeingültige Antworten können wir sicherlich keine geben. Leser "oMega" gestattet uns allen einen Einblick in eben diese Welt... Fortsetzung folgt.

Der ewige Streit der Plattformen zieht sich mittlerweile ‹ber die ganze ƒra der Computerwelt, hat aber wichtiges dazu beigetragen, damit wir da stehen wo wir jetzt sind. Das Konkurrenzverhalten ist ein wichtiges Medium, um sich zu entwickeln und nicht zu stagnieren. Jedoch sei gesagt, dass es gewissen Leuten scheinbar schwer fällt in Toleranz und Einklang mit den anderen Systemen und Logiken zu leben. Die große Frage ist nur, warum dies so ist!? Der Mensch versteht sich in einem besonders gut, und zwar im Kritik ausüben. Komischerweise erträgt er selber aber nur schwer, gewisse Fehler eingestehen zu können. Meiner Meinung nach ist es auch gar nicht wichtig, weil die Betrachtungsweise je nach Umstände variiert.

Ich selber arbeite in einem großen Apple-Center und werde jeden Tag gefragt, ob nun der Mac wirklich die bessere Plattform sei als die anderen. Meine Antwort bleibt bis heute dieselbe: "Die eigene Freundin ist immer die schönste!" Jedoch versuche ich in meiner täglichen Arbeit, den Leuten meine eigentliche Ideologie weiterzugeben (siehe zuoberst!). Wenn man mich fragt, warum ich ausgerechnet mit Mac arbeite, kehre ich meistens die Frage um: "Warum fahren sie gerade Alfa Romeo und nicht einen Golf?" die Perplexität der meisten Kunden entspringt eher einem "Nichtaufgeklärtsein" oder der Neigung zur Trend-Tendenz. Jedoch wer das "aha" Erlebnis beim Computer erlebt hat, arbeitet mit allen Plattformen und lächelt im Bezug auf den ewigen Kampf der Systemgeschlechter. Dass der Windows-User, dank dem Monopol von Microsoft, praktisch alle Möglichkeiten hat ist logisch! Dass die Linuxgemeinde das Freaktum pflegt und mit politischer Correctness das gute Gewissen pflegt ist auch logo. Die Mac-User sehen sich als Opfer und die Unix Veteranen glauben sie seien die Schöpfer! Man sieht jeder hat ne Makke und dies ist auch gut so!

Bei allem Respekt allen stolzen Plattformverteidiger, aber sie müssen eines doch noch lernen. Nämlich dass es nicht auf jede Frage ne Antwort gibt. Jedoch auf alle Antworten eine Frage. Die Windowswelt hat auch ihre Sorgen. Einem Monopol unterworfen zu sein hat auch seine Nachteile. Ich habe 12 Jahre in der Wintel-Welt gearbeitet und schwamm mit diesem Strom mit. Nein, keine Sorge, es ist nicht etwa das Mitleid, das mich zu dieser Aussage bringt. Es ist eher eine Feststellung, mit welcher Art und Weise Microsoft die Leute in den Bann zieht und wie die Leute darauf reinfallen. Ich jedoch habe mich zur "ruhe gesetzt" und arbeite mit einem System, das f‹r mich weniger frustrierend ist. Denn genau das ‹berangebot bremst viele Leute, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Nicht der Computer soll die eigentliche Herausforderung darstellen, sondern die Produkte, die geschaffen werden wollen.

Jede Plattform hat seine Berechtigung, jedoch berechtigt es niemanden damit zu prahlen. Denn ungewöhnlich ist es nicht, es ist bloß eine weitere Erfindung des Menschen nach dem Streben doch irgendwann einen GOLEM erschaffen zu können. Doch wie wir Menschen uns irren, so hat sich auch "HAL" geirrt! ...er wurde von Menschen erbaut!

Und wie schon andere Weise Menschen gesagt haben: "Wissen ist Macht!"

Die künstliche Intelligenz wird uns hoffentlich für immer vorenthalten sein.

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