ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1682

Steuern für Internet-Auktionen

Ricardo und ebay-Auktionäre aufgepaßt!

Autor: lars - Datum: 30.01.2003

Über die Weihnachtszeit sind allein bei ebay eine Milliarde Euro über den Bildschirm gewandert. Eine Menge Holz. Und das ist eine Steigerung von 177% zum Vorjahr (2001). Ricardo, ebay und Co. sind wohl der größte Flohmarkt der Welt. Aber auch hier gelten die gleichen (Steuer-)Gesetze. Wer seinen privaten Kellerinhalt vertickt, der muß natürlich keine Steuern zahlen. Aber bei gewerblichen Kellern sieht es schon anders aus. Auch, wer extra Waren ankauft, um sie mit Gewinn zu verkaufen, der muß dies dem Fiskus melden - auch als Privatmann.
Kleines Beispiel aus dem Leben. Im Zeitlater der Arbeitslosigkeit versuchen viele Privatleute mit dem Unwort des Jahres 2002 wieder auf die Beine zu kommen: Ich-AG heißt das Zauberwort. Durch staatliche Zuschüsse subventioniert wird man zum Powerseller bei eBay. Also kauft man eine Palette Handyschalen bei einem Hersteller, um sie gewinnbringend zu versteigern. Und gewinnbringend kann man eigentlich alles im Internet verkaufen. Das liegt an der verkorksten Psyche des Menschen. Dumm nur, daß der Hersteller der Handyschalen seine Rechnungen auch an das Finanzamt schickt. Der Prüfung bei der Ich-Ag steht also nichts mehr im Weg. Aber auch, wenn die Rechnung an einen Privatmensch ging wird nachgeforscht. Denn, wer benötigt schon eine ganze Europalette Handyschalen für private Zwecke? (Kleiner Tipp: bei Selbstanzeige geht man straffrei aus!). Dies gilt auch für die zahlreichen online-Händler, die ihre Ware über das Internet feil bieten. Umsatzsteuer muß aber auch erst dann entrichtet werden, wenn der Gesamtjahresumsatz über 16.000 Euro liegt.
Drum prüfe, wer sich gewerblich bindet.

Kommentare

Ja...

Von: Mister Mike | Datum: 31.01.2003 | #1
.. da hatte ich schon einige solcher Jungs getroffen in der elektronischen Bucht.

Oder einen Artikel von mir nach wenigen Tagen zum 50% höheren Startpreis wieder drin war ;-)

Aber was solls - man kann sich kaum vorstellen, was alles am Fiskus vorbeigeleitet wird, da kommt es oft nur noch darauf an, ob es an die Öffentlichkeit sickert...