ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 169

Mozilla - Browser meiner Wahl

Gastbeitrag von Thomas Hartmann

Autor: bh - Datum: 12.06.2002

Vom "Browser-Krieg" ist immer wieder die Rede. Ein hässlicher Begriff dafür, dass man tatsächlich inzwischen auch auf dem Mac die Qual der Wahl hat. Insbesondere die Open Source-Community mit ihrem Mozilla-Projekt und den darauf aufsetzenden "Internet-Seitenbetrachtern" wie Netscape und jüngst auch Chimera finden eine immer größere Fan-Gemeinde. Spätestens seit der aktuellen Version von Mozilla 1.0 zähle ich mich auch dazu. Er ist schnell - er startet vor allem wesentlich schneller als Netscape (jetzt Version 7). Im Unterschied zu Chimera (aktuell: Version 0.3), das mir doch noch sehr unfertig und Absturz gefährdet vorkommt, ist Mozilla auch stabil. Was sicherlich eine "Killerfunktion" gegenüber anderen Browsern ist: das so genannte "Tabbed Browsing". Wenn man wie ich mit mehreren gleichzeitig geöffneten Fenstern im Netz unterwegs ist, wird es sehr schnell unübersichtlich. Hier hatte schon zu früheren Zeiten Opera (für Windows - dieses Feature hat bisher leider noch nicht zum Macintosh gefunden) die geniale Idee, mehrere Internet-Seiten innerhalb desselben Browser-Fensters anzuzeigen. Bei Opera für Windows geht das sogar gleichzeitig - man sieht ausschnittsweise oder verkleinert zum Beispiel das Fenster für Spiegel Online, c't, MacGuardians und AppleLinks. Bei Mozilla (sowie Netscape und Chimera) ist das über "Karteikartenreiter" gelöst: Man sieht jeweils den Namen der geöffneten Seite und auch, ob sie noch am Laden ist. Mit einem Klick darauf zeigt sich die Seite komplett. Ausgesprochen praktisch! Ich werde demnächst einmal ausprobieren wie viele gleichzeitig geöffnete Fenster und Tabs der Browser verkraftet...
Vorbildlich ist die History-Verwaltung von iCab. Noch Tage später kann man problemlos besuchte Seiten abrufen (im Offline-Modus). Dies scheint nun auch bei Mozilla recht komfortabel zu gehen. Ob ich den in Mozilla integrierten E-Mail-Client regulär benutzen werde, steht für mich noch nicht fest. Immerhin besitze ich auch einen AOL-Account (bitte jetzt keine Schmährufe - der ist manchmal sehr nützlich). ‹ber Mozilla und Netscape kann man diesen ebenfalls abrufen. Eine Einschränkung gibt es für mich: Mit den i-tools-Zählern kommt offensichtlich nur der Internet Explorer zurecht. Jedenfalls werden sie von den anderen Browsern nicht angezeigt (benutzen die Apple-Programmierer den IE als Default-Browser?!). Da ich eine solche Seite betreibe, ist das für mich doch ein Grund, immer wieder einmal den Microsoft-Browser zu starten. Ansonsten aber lässt sich sagen: Der Mozilla-Drache zeigt M$ nicht nur die
Zähne. Denn aus seinem Maul kommt Feuer. Es könnte unangenehm heiß werden für den Internet Explorer...

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