ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1742

Nicht nur Deutschland sagt Nein

Die Welt geht auf die Straße

Autor: dk - Datum: 14.02.2003

Ich möchte mich vorab bei allen entschuldigen, die meinen Artikel, den ich hier auf die Seite gestellt habe, nicht unterstützen oder nachvollziehen können oder sogar einen Mißbrauch der Seite sehen. Ich verstehe es, wenn Ihr mich dafür rausschmeißen wolltet. Ich habe nur das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, daß ich Geschichte im Wandel spüre und mich engagieren will, nein, muß. Diese Art von Gefühl, das vielleicht an Naivität und Träumerei erinnert, hat mich vor rund vier Jahren auch bei der Mitgründung der MacGuardians erfüllt. Jetzt gebe ich erneut allen Kritikern, die eh immer alles besser wissen, meist aber erst hinterher, die Möglichkeit, mir Scheinheiligkeit und Heuchelei vorzuwerfen. Morgen finden in rund 50 Ländern der Welt Demonstrationen gegen einen drohenden Krieg im Irak statt. So natürlich auch in Deutschlands Hauptstadt Berlin. Wer sich über den Verlauf der Demos per Videostream oder Radiostream im Internet informieren will, kann dies hier und hier tun.

Ich möchte hier nun eine Aktion vorstellen, die sich auf die Fahne geschrieben hat, als ein Meinungsbarometer zu fungieren und gleichzeitig etwas Sinnvolles zu machen. Die Aktion Deutschland sagt Nein ruft jeden Menschen dazu auf, der gegen einen Krieg im Irak ist, 1 Euro auf ein notariell verwaltetes Konto zu überweisen. Das Geld wird nach Beendigung der Aktion Ende März wie folgt gesplittet: 90 Prozent des gesammelten Geldes werden an Ärzte ohne Grenzen e.V überwiesen, 7 Prozent erhalten die Reporter ohne Grenzen e.V. und maximal 3 Prozent und höchstens 30.000 Euro werden für die Finanzierung aller Aktivitäten der Aktion abgezogen. Träger der Aktion ist der Verein "Friedliche Lösungen e.V.". Bisher haben 22067 Menschen 39.529,27 Euro überwiesen.

Arno Makowsky brachte es für mich in der SZ vom 08. Februar auf den Punkt: "[…] Gestern rief ein Freund aus alten Tagen an, inzwischen ein erfolgreicher Arzt. Er schlug vor: „Nach der Demo könnten wir doch essen gehen, ich kenn einen total netten Franzosen im Glockenbachviertel!“ Na prima, wir demonstrieren, schlürfen danach ein paar Austern und fühlen uns solidarisch mit dem irakischen Volk. Schlimm ist das. Aber vielleicht immer noch besser, als wenn wir nur Austern schlürfen würden.

Man kann es sich auch schwerer machen, als es ist. Soll doch Katja Ebstein ihre Kerze anzünden, sollen die Tierschützer das Leid der irakischen Katzen anklagen, soll der Friedensengel-Verein nonstop hupen, na und, na und, na und. Es geht um eine ernste Sache, um Menschenleben, da ist alles erlaubt.

Ich mach mit."

Ich auch. Und Menschen in diesen Ländern ebenfalls: Belgien, Bulgarien, Dänemark, England, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schottland, Schweden, Schweiz, Slowenien, Spanien, Türkei, Tschechien, Ukraine, Ungarn, Zypern, Ägypten, Argentinien, Australien, Brasilien, Chile, Honduras, Indonesien, Israel, Japan, Kanada, Kuba, Malaysia, Marokko, Mexiko, Neuseeland, Ost Timor, Pakistan, Palästina, Peru, Philippinen, Reunion Insel, Ruanda, Russland, Süd Korea, Südafrika, Thailand und den USA.

Kommentare

Ist doch okay

Von: RollingFlo | Datum: 15.02.2003 | #1
Ich habe von dieser Seite nichts anderes erwartet, und deßhaln schaue ich ja auch so oft vorbei! :-)

Wie auch immer, die Aktion "Deutschland sagt Nein" finde ich klasse, auch weil ganz genau angegeben wird, wo das Geld hingeht.

Ich finde auch, dass die, die sagen "es nützt ja eh nix" es sich zu leicht machen. Hier geht es auch ein Stück weit um die Weltordnung und damit um unser aller Zukunft.

Prima

Von: Dasch | Datum: 15.02.2003 | #2
Schon komisch, dass es immer eines "Feindbildes" bedarf, damit die Menschen zusammenhalten bzw. zusammenrücken. Aber besser als gar nich! ;-)
Ich kann Dein Empfinden nachvollziehen. Mir ging es ähnlich bei den 40-Jahr Feiern zum Elysée-Vertrag, als F und D demonstrativ den Schulterschluss taten (und es auch in anderer Hinsicht zu einem Zusammenrücken beider kommt, hoffentlich).
Zu den USA: Es wird wohl immer wieder in der Geschichte der Menscheit eine Regierung (einen König oder Kaiser) geben, die die "Weltherrschaft" haben will und der Amerikanischen wird es wohl so ergehen, wie allen anderen vor ihr auch. Die US-Politiker sind ja nich nur im Irak-Konflikt "totalitär" engagiert. Man nehme nur als zweites Beispiel das: http://www.heise.de/newsticker/data/pmz-12.02.03-002/

GUT SO !!

Von: andreas_mac | Datum: 15.02.2003 | #3
..eben weil ihr guardians auf mehr als auf "bewegungen aus dem hause apple" schaut seid ihr wichtig...KRIEG IST IMMER MORD....deshalb danke auch für solche beiträge..

Ergänzung

Von: Dasch | Datum: 15.02.2003 | #4
Ein netter Beitrag:
http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/mein/14182/1.html

Zwecklos

Von: Wodka | Datum: 15.02.2003 | #5
>>Diese Art von Gefühl, das vielleicht an Naivität und Träumerei erinnert, hat mich vor rund vier Jahren auch bei der Mitgründung der MacGuardians erfüllt.

FIND ICH TOTAL DANEBEN!

Von: indurix | Datum: 15.02.2003 | #6
...wenn du dies hier nicht kundtun dürftest. Bin absolut deiner Meinung.

ro

Weiter so!

Von: Horst | Datum: 15.02.2003 | #7
Ich kann mich nur anschließen - und hoffen, daß nach Bush auch Leute wie Stoiber, Schröder,... mal die Meinung gesagt bekommen. Kriege für Öl sind nur eine Seite - mit Hilfe von "industriellen Reservearmeen" soziale Standards auszuhebeln und alle Zukunftskosten den Arbeitnehmern aufzudrücken eine andere. Es bleibt noch viel zu tun - gut, daß die MacGuardians das mit dem "Think different" so ernst nehmen!

Zwecklos

Von: Wodka | Datum: 15.02.2003 | #8
>>Diese Art von Gefühl, das vielleicht an Naivität und Träumerei erinnert, hat mich vor rund vier Jahren auch bei der Mitgründung der MacGuardians erfüllt.

Du hast Recht. Es IST Träumereri. Niemand kann den Krieg aufhalten. Also laß den Mist auf technischen Seiten wie dieser hier.

Es ist sowieso alles sinnlos...

Zwecklos

Von: Wodka | Datum: 15.02.2003 | #9
>>Diese Art von Gefühl, das vielleicht an Naivität und Träumerei erinnert, hat mich vor rund vier Jahren auch bei der Mitgründung der MacGuardians erfüllt.

Du hast Recht. Es IST Träumereri. Niemand kann den Krieg aufhalten. Also laß den Mist auf technischen Seiten wie dieser hier.

Es ist sowieso alles sinnlos...

Zwecklos

Von: Wodka | Datum: 15.02.2003 | #10
>>Diese Art von Gefühl, das vielleicht an Naivität und Träumerei erinnert, hat mich vor rund vier Jahren auch bei der Mitgründung der MacGuardians erfüllt.

Du hast Recht. Es IST Träumereri. Niemand kann den Krieg aufhalten. Also laß den Mist auf technischen Seiten wie dieser hier.

Es ist sowieso alles sinnlos...

Zwecklos

Von: Wodka | Datum: 15.02.2003 | #11
>>Diese Art von Gefühl, das vielleicht an Naivität und Träumerei erinnert, hat mich vor rund vier Jahren auch bei der Mitgründung der MacGuardians erfüllt.

Du hast Recht. Es IST Träumereri. Niemand kann den Krieg aufhalten. Also laß den Mist auf technischen Seiten wie dieser hier.

Es ist sowieso alles sinnlos...

Zwecklos

Von: Wodka | Datum: 15.02.2003 | #12
>>Diese Art von Gefühl, das vielleicht an Naivität und Träumerei erinnert, hat mich vor rund vier Jahren auch bei der Mitgründung der MacGuardians erfüllt.

Du hast Recht. Es IST Träumereri. Niemand kann den Krieg aufhalten. Also laß den Mist auf technischen Seiten wie dieser hier.

Es ist sowieso alles sinnlos...

Zwecklos

Von: Wodka | Datum: 15.02.2003 | #13
>>Diese Art von Gefühl, das vielleicht an Naivität und Träumerei erinnert, hat mich vor rund vier Jahren auch bei der Mitgründung der MacGuardians erfüllt.

Du hast Recht. Es IST Träumereri. Niemand kann den Krieg aufhalten. Also laß den Mist auf technischen Seiten wie dieser hier.

Es ist sowieso alles sinnlos...

nein es ist nicht sinnlos....

Von: Sven | Datum: 15.02.2003 | #14
.....denn es soll JEDER lesen und erkennen das der Krieg zwecklos ist.
Ich bin auch gegen den Krieg und habe das auch auf meiner Seite ganz klar geäußert und die meisten Menschen sind wie Lemmingen, sie folgen der Mehrheit und vielleicht merken Sie durch solche Beiträge das die Mehrheit GEGEN den Krieg ist.

Sven - *respekt*

Krieg ist Mord

Von: lugh | Datum: 15.02.2003 | #15
... oder wie es vor 26Jahren zwei "Spitzenpolitiker" formulierten:
"Ein Mord, bei dem behauptet wird,er diene einem politischen Zweck, bleibt Mord." Helmut S.
"Für Mord,Terror und Gewalt gibt es kein Verständnis, keine Rechtfertigung." Helmut K.
- Ich meine, wer dazu schweigt -auch auf so einer technischen Seite- befürwortet diesen von den USA herbeigetriebenen Krieg gegen den Irak.

Sehr anständig

Von: Lorenz Rhode | Datum: 15.02.2003 | #16
Bin sehr positiv überrascht von dieser Seite (kenne Euch erst seit ein paar Tagen). Ich hatte eine Technikseite erwartet mit einem Forum im Pöbelton, wie man das so kennt. Ich hoffe, daß morgen ganz viele, vor allem auch gesellschaftliche Meinungsführer, über ihren Schatten springen.
Heute habe ich Edward Norton in irgendeiner Sendung gesehen; er sagte, er beneide Franzosen und Deutsche darum, daß sie einer Meinung mit ihren Regierungen seien. Er könne sich an das Gefühl nicht mehr erinnern.

@ WODKA -> Re: Zwecklos

Von: MAcJunkie | Datum: 15.02.2003 | #17
>>Diese Art von Gefühl, das vielleicht an Naivität und Träumerei erinnert, hat mich vor rund vier Jahren auch bei der Mitgründung der MacGuardians erfüllt.
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Richtige Einstellung zum Leben!!! Sowas zeichnet einen besorgten Menschen aus, der etwas bewirken will, auch wenn die Aussichten Sinnlos erscheinen, ist es doch von wichtiger Bedeutung!!!! Auch wenn ich nur einen einzigen Menschen überzeugt habe, ist es schon ein Erfolg!! Was ist, wenn andere Dasselbe, wie ich, tun und denselben Erfolg hatten? Immerhin ein Grösserer Erfolg!

Wie heißt es so schön ?

All those cars and buildings around us were someone dreams in somebodys' head. --

Na ja, Das Zitat kann ich nicht genau Ausgeben, aber der Sinn ist wohl verständlich.

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So, nun zu Dir Freundchen!

>> Du hast Recht. Es IST Träumereri.

Na und?!?! Der Mensch Träumt nicht nur, sondern versucht ihn mit allen (für ihn zumutbaren) Mitteln zu verwirklichen!! Macguardians erfüllt mehr seinen zweck, als DU DIR das jemals mit deinem dunklen Visionen vorstellen kannst!

Wie heißt das nochmal so schön?:

"Die Zahl derer, die Scheitern, ist wesentlich geringer, als derer, die aufgeben."

Dazu brauch ich wohl nix zu sagen? oder?


>> Niemand kann den Krieg aufhalten. Also laß >> den Mist auf technischen Seiten wie dieser hier.

Niemand? Wer sonst soll den Versuch unternehmen, den Krieg aufzuhalten? Die Bewohner von Alpha Zentauri? Und außerdem: Wer hat wohl nicht verhindert, dass Hitler seine Untaten gemacht hat? Genau solche Leute, die nicht in der Lage waren sich Hinzustellen und dagegen was zu unernehmen! Damit beziehe ich mich weniger auf die deutsche Bevölkerung, die schon zu oft für schuldig befunden wurde, sondern eher auf die anderen, die meinten, es gehe sie nix an.

>> Es ist sowieso alles sinnlos...

Solche bemerkungen sind viel sinnloser!!! Mich Ko**t dieser Pessimismus allmälich total an! Wie kann man eigentlich mit solch einer Einstellung Leben? Kann man das überhaupt noch Leben nennen?

Ich kann dazu nur eins Raten:
Entweder ein freiwilliges kurzfristiges Auscheiden aus diesem Leben, oder endlich kapiern, dass man als Mensch(= soziales Wesen) auch seine Pflichten wahrnehmen muss und nicht auf Wunder wartet und vor sich hin dödelt!!!!!



Man muss es immer von beiden Seiten sehen

Von: Nick | Datum: 15.02.2003 | #18
Also, natürlich ist ein Krieg schrecklich. Das ist gar keine Frage. Kein normaler Mensch auf dieser Welt freut sich über einen Krieg. Aber man muss dies immer von beiden Seiten betrachten. Ich bin gerade in den USA und ich bekomme sowohl die Nachrichten aus Deutschland als auch die aus den USA mit. Natürlich herrscht hier im allgemeinen auch eine Anti Kriegs Stimmung (hingegen der Berichte in Europa über die USA). Heute hatte Bush eine Rede vor dem FBI gehalten. So blöd es sich anhört, aber er will einfach nur das amerikanische Volk unterstützen. Er ist einfach ein sehr patriotischer Präsident, was ich sehr gut finde. Man mag es kaum glauben, dass Lönder wie Irak in Amerika in Angst versetzen können. Die Amerikaner haben eine Liste mit Produkten bekommen, die sie im Falle eines Terroranschlags auf Vorrat haben sollten. Und wirklich sehr viele Amerikaner haben das, was auf der Liste steht, gekauft (von Klebeband bis Helm). Man merkt, dass das Volk Angst hat. Den das Terrorlevel wurde hier auf orange gesetzt (es war seit dem 11.09.01 nicht mehr so hoch).
Gestern oder vorgestern war zudem Bill Clinton bei Larry King auf CNN zu Gast. Sogar Clinton meinte, dass ein militärischer Akt manchmal unumgänglich sei (auf Irak bezogen). Da jeder weiss, dass diesr Tyrann in Irak Massenvernichtungswaffen hat (letzter Beweis: das Ricin, dass bei der Razzia in London gefunden wurde stammt aus dem Irak). Ich denke über die Beweise, dass der Irak von diesen Waffen ist braucht man sich nicht zu streiten. Aber man muss einfach mal daran denken, was er mit diesen Waffen anrichten könnte (wie er es vor einigen Jahren seinem Volk schon einmal gezeigt hat. Ich habe noch die Bilder von den von Biowaffen getöteten Menschen vor mir).
Man darf mit dieser Irak Geschichte nicht zu leichtgläubig umgehen. Ausserdem will Amerika nicht die Bevölkerung angreifen, sondern nur diesen Tyrann stürzen.
Natürlich könnt Ihr jetzt über meinen Kommentar herziehen. Aber das ist einfach meine Meinung! Ich wünsche trotzdem allen ein schönes Wochenende.

Zu: Man muss es immer ...

Von: Dasch | Datum: 15.02.2003 | #19
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,234547,00.html
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/irak/14139/1.html

Lies Dir das ma durch.

Ich weiss, ich mach es mir sehr einfach indem ich Dir ein paar Links hinhalte und nich selber argumentiere. Meine rhetorischen Fähigkeiten halten sich leider in Grenzen und ich verweise halt nur auf Leute, die das besser können.

Sinnlose Scheisse ist das die Ihr schreibt...

Von: Ned | Datum: 15.02.2003 | #20

Eure "tollen" Aktionen bzw. Demos waren schon immer der totale Müll. Wie oft soll ich's noch sagen? Kriege kann das Volk grundsätzlich nicht verhindern - es sei denn kein Schwanz würde mehr zur Armee gehen.

Und was die Kohle betrifft - macht was sinnvolleres damit und gebt sie mir - damit könnte ich mir nämlich neue Macs kaufen!:P

Es gibt wichtigeres

Von: martyx | Datum: 15.02.2003 | #21
...als macs im leben.

auch wenn es nichts nützen sollte. ja und? wir wenden ja sogar unsere freizeit auf um bei t-online für apple zu voten!? wird es etwas ändern?

es ist jedenfalls kein müll positionen zu beziehen. gerade nicht, wenn es um unrecht geht.

genau deswegen, sind die macguardians etwas besonderes. ob es nun meine meinung ist oder nicht. weiter so!

Anti Amerikanismus ?? Nein !! Anti US-Imperialismus!

Von: Kai | Datum: 15.02.2003 | #22
das Thema geht jeden an, und gehöert auch auf eine MacNewsSeite !!!

Währe interresant zu erfahren wie Steve Jobs meinung zu dem ganzen ist ....

Nein zu Saddam, nein zum Krieg!

Von: Patrick B. | Datum: 15.02.2003 | #23
Find ich gut, dass auch hier auf der Seite ein so wichtiges Thema behandelt wird.
Noch besser ist, dass es trotz der Kriegshetze der vergangenen Wochen immer noch viele Menschen gibt, die einen Krieg verhindern wollen und an eine friedliche Lösung glauben.
Saddam ist ein Tyrann, aber das rechtfertigt keinen Angriffskrieg, unter dem nur das Volk zu leiden hat!
Vielleicht ist es sinnlos, aber besser als nichts tun ist es allemal. Drum werd ich heute auch an der Demo hier in Wien teilnehmen.

korrekt+hinweis

Von: peyoyo | Datum: 15.02.2003 | #24
Auf diesem Wege:
Nur gut, dass sich das alte Europa nun auf eine lange Zeit der Fähden und Kriege berufen kann. Es war wenig von Ruhm dabei, wie so oft. Nur scheint es nun doch so zu sein, dass die Europäer doch auch aus den vielen Fehlern gelernt haben.
Eine verhinderung kriegerischer Agressionen ist ganz eindeutig ein Zeichen für historische Reife, nicht?

Ich schliesse mich der Meinung der Vielen an, die denken, das es von Wert ist KEINEN Krieg, dessen weitreichende Folgen kaum jemand zu ermessen mag, gegen den Irak oder andere Krisenherde anzuzetteln.

Ich möchte das Forum an dieser Stelle auch ein wenig "missbrauchen" und auf einen Link Hinweisen, mit, wie ich meine, recht interessanten Artikeln zum Thema.

www.archexperience.de

unter "news:aus aktuellem anlass..."

salu2

pey

wer ist heute in berlin unterwegs ?

Von: hukl | Datum: 15.02.2003 | #25
j0ar - ach das haben schopn ganz andere gemacht (seitenmißbrauch) - und in dem falle stört es mich nun wirklich nicht eher das gegenteil ist der fall. aber jungs und maedels wer von euch ist denn nachher zw brandenburger tor und großer stern anzutreffen ? - geht A L L E hin !

bye ;)

@ Ned

Von: Jörn | Datum: 15.02.2003 | #26
Du must ein ziemlich asoziales Arschlosch sein, mein Lieber.

sorry

Von: Jörn | Datum: 15.02.2003 | #27
eigentlich wollte ich den vorherigen Post dann doch nicht abschicken, aber leider hatte ich da schon geklickt. Man darf solche Leute nicht beschimpfen, man muß Mitleid mit Ihnen haben!

Taschenlampen für den Friede

Von: Patrick H. | Datum: 15.02.2003 | #28
Ich finde es toll das ihr hier auch solche Themen gepostetwerden. Deswegen möchte ich auf eine Zusatzveranstalltung hinweisen. Nach der Demo soll vor dem Brandenburger Tor mit einem Herr von Menschen der Schriftzug NO WAR in den Himmel gestrahlt werden. Das Bild soll von den Medien aufgegriffen werden (sind informiert) und als Botschaft um die Welt getragen werden.
Also kommt alle um 18:00 zum Brandenburger Tor und setzt eine Taschenlampe gegen den Krieg

www.no-war-log.org/Seiten/taschenlampen.htm

@Nick

Von: Falko | Datum: 15.02.2003 | #29
Nick, daß der Terror-Level auf Orange gestellt wurde, muß nicht unbedingt auf drohende Gefahr hinweisen, sondern könnte auch dem Zweck dienen, das Volk in Angst zu versetzen - damti es den "befreienden" Gegenschlag unterstützt. Bei dem Ganzen ist schwer zu trennen zwischen echter Gefährdung und reiner Propaganda.

Hat hier nichts zu suchen

Von: Andre | Datum: 15.02.2003 | #30

Elysée Vertrag und Frieden

Von: MacMichel | Datum: 15.02.2003 | #31
Zu den vielen Beiträgen hier bei Macguardian kann ich nur sagen "Hut ab", und weiter so!!
Nun ich bin Franzose lebe seit über 20 Jahre in Deutschland und bin stolz Europäer zu sein!! auch wenn ich/Wir, laut Rumsfeld zum alten Europa gehören :-)
Wenn man sich die Geschichte Europas näher anschaut und vor allem die kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Deutschland und Frankreich ist der Elysée Vertrag ein Vorbild für Frieden und Freundschaft. Dieser Vertrag und die daraus resultierende Versöhnung könnte doch als Vorbild gelten für mehr Frieden in dieser Welt.
Na und zu den USA und vor allem Herrn Busch möchte ich einfach nur sagen schaut Euch die Außenpolitik der USA seit den 50er Jahren. Eine einzige Katastrophe!!! Und die heutige ist nicht viel besser. Ich kann mir nur wünschen das Europa mehr zusammen rückt. Es ist schon viel diesbezüglich geschehen, Europa wird und muß weiter wachsen schon deswegen um den USA Paroli bieten zu können!!! Wir dürfen hier in Europa nicht einfach zuschauen, es sollte jedem klar sein welche Ziele die USA verfolgen! Macht, Gier, Öl,... deswegen sollen unschuldige Menschen mal wieder leiden.
Na ja irgendwie musste ich hier reagieren den ich finde Krieg sollte das aller letztte Mittel sein auf das man zurückgreift sollte.
MacMichel


Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!

Von: Bernd v.Klebelsberg | Datum: 15.02.2003 | #32
Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!

Warum setzen wir uns eigentlich mit schon beinahe massenhysterischen Zügen für ein Regime ein welches seine Staatsbürger schon seit Jahrzehnten ausbeutet ,schindet, mit Giftgasangriffen traktiert ?
Dessen "Präsident" nachweislich persönlich politische Konkurrenten am Konferenztisch erschossen hat.
Für ein Regime das schon immer das Geld aus dem Ölgeschäft in die Entwicklung von übelsten Waffensystemen steckt,diese an der eigenen Bevölkerung testet,anstatt die Gelder vielleicht für die Ausbildung der Menschen und in die Entwicklung von Arbeitsplätzen zu investieren.
Ob die friedensbewegten Deutschen in Wirklichkeit von der Hoffnung auf beste Geschäfte mit diesem Regime bewegt sind, was ich mir eigentlich nicht vorstellen kann.
Bei aller friedensbewegten Weltsicht sollten wir vielleicht nicht übersehen:
sowohl in USA als auch in Grossbritannien wird alle 4 Jahre von der Bevölkerung demokratisch gewählt. Ich meine eine solche politische Verfahrensweise gibt schon gewisse Vorrechte über Killerregime ala Saddam wenn diese nicht nur im eigenen Dunstkreis Katastrophen anrichten, sondern zur Gefahr für die ganze Region werden
B.v.Klebelsberg

Euros sammeln für Journalisten und Ärzte

Von: Stollentroll | Datum: 15.02.2003 | #33
Iz mir übel!!! Euros sammeln für die angestellten Auftragslügner und Sterbehelfer! Ach ja, nichts ist so mies, daß man da nicht noch Kapital draus schlagen könnte - und Kleinvieh macht ja auch Mist, wie es so schön heißt ... Kähähähä!!!

Die Amis sind einfach kindisch!

Von: rafi | Datum: 15.02.2003 | #34
...

Und Saddam ist ein Arschloch!

Von: rafi | Datum: 15.02.2003 | #35
Tatsache, daran gibts nichts zu zweifeln

@ Bernd v.Klebelsberg

Von: Bernie | Datum: 15.02.2003 | #36
Kurz zum mitschreiben: Es geht nicht darum Saddam zu unterstützen. Es geht auch nicht darum, gegen Amerika zu sein. Es geht darum, daß ein Pappasöhnchen in Washington seine Ohn-Macht fühlt seit dem 11.09., seine Inferiorität gegenüber seinem Pappa, und nun dank seiner "Berater" alles zurechtrücken will. Dazu geht es um Vorherrschaft im Nahen Osten. Öl und Macht. Es gibt in diesem Nahen Osten fast NUR Despoten. Iran. Saudi Arabien (Hand abschlagen beim Klauen), etc. etc. Dieser Krieg gegen Saddam wird den Nahen Osten definitiv destabilisieren. UND: Es wird dem Terrorismus eine weitere Entschuldigung geben, noch brutaler und zahlreicher zuzuschlagen. WARUM: Weil die Araber anders ticken als wir Westler. Gesichtsverlust, Religion etc. Also, lieber Namensvetter: wenn Dir schon zigtausende Zivilisten wurscht sind, die unter anderem (vom Leben) befreit werden, dann solltest Du mal anfangen Ursache und Wirkung zu überdenken. Deshalb: Kein KRIEG gegen Irak - aber weg mit Saddam!

Rethorik

Von: GRAVIS-is-Scheisse | Datum: 15.02.2003 | #37
Terrorismus und Saddams Massenvernichtungswaffen werden häufig rethorisch vermischt. Die orange Warnstufe richtet sich gegen Terror in USA. Und Bush argumentiert, wenn Saddam weg ist, dann ist die Warnstufe weg. Das ist reine Kriegsrethorik. Nach einem Krieg wird mehr Terror sein als jemals zuvor.

Vergessen wird auch oft, dass die Massenvernichtungswaffen, die Sadam möglicherweise noch besitzt, von den USA geliefert wurden, damit Saddam sie im Kampf gegen den Iran einsetzt.Gegen den Iran waren Massenvernichtungswaffen in den Händen Saddams gut.Jetzt, wo sie gegen die Invasion der USA und gegen Israel verwendet werden könnten, sind sie schlecht. Was für eine unglaubliche Heuchelei. Hätten die USA die Massenvernichtungswaffen nicht an Saddam geliefert, hätte er sie auch nicht gegen die Kurden einsetzen können.

Und krieg ist für die Amis Selbstbefriedigung!

Von: rafi | Datum: 15.02.2003 | #38
Oder wieso wollen sie ihn so umsverrecken! Irgend wann werden auch die merken, dass ihre Psyche das einzige ist, die sie bekämpfen müssen.

Wer gegen den Krieg ist, ist noch lange nicht für Saddam

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 15.02.2003 | #39
Hallo,

Die "Wer nicht mit uns ist, ist gegen uns"-Mentalität führt dazu, dass gegen den Krieg zu sein gleichgestellt wird mit einer pro-Sadam-Haltung. Ich denke fast alle die gegen einen Irak-Krieg sind, genauso eindeutig gegen Sadam sind. Nur gilt es abzuwägen welches Risko größer ist, dass unschuldige Menschen leiden müssen egal ob in den USA, im gesamten Nahen Osten oder "nur" im Irak.
Solange es eine Chance gibt, dass (fast) keine
Menschen leiden müssen, sollte (und eigentlich) muss) diese ergriffen werden.

Als Einwand wird den Krieggegenern oft die "m appeasement-Politik" Englands und Frankreichs in den 30er Jahren angeführt. Nur es gibt einen entscheidenen Unterschied. England und Frankreich haben Hilter seinerzeit erlaubt das damalige Sudentenland zu annektiern und später den Rest der heutigen Tschechei (von Östereich und der Wiederbesetzung des Ruhrgebiets gar nicht zu reden). Im Unterschied dazu ist die UNO eingeschritten als der Irak Kuweit besetzt hielt (und vielleicht hat der "Druck der Strasse" damals bewirkt das die Allierten nur den UNO-Auftrag ausführten und Saddam nicht stürzten). Heute sind Inspektoren
im Irak und überwachen die Abrüstung, bzw Nichtrüstung etc. Es wird also etwas gestan.

Es mag sogar sein, dass es im Umgang mit Diktatoren nötig ist mit militärischer Gewalt zu drohen, als ulitma Ratio und um ihm klar zu machen, wir könnten wenn du uns keinen Ausweg lässt. Nur in einer Situation wie jetzt einen Krieg als Notwendigkeit darzustellen, ist wohl nicht angemessen.

Im Gegenteil, ich könnte mir vorstellen, dass es sogar die Arbeit der Inspektoren behindert:
Wenn es eh zum Krige kommt, geht es u.U. dem Irak gar nicht mehr darum die Inspektionen zum Erfolg zu führen, um einen Krieg zu vermeiden (und Saddam damit - leider- auch die Macht im eigenen Lande zu sichern), sodern nur noch darum vor der Öffentlichkeit die Schuldfrage zu verteilen (Der Irak wird sagen wir haben doch mit den Inspektoren kooperiert).

Noch ein Wort zum Argument, dass die US-regierung gewählt sei, im Gegensatz zum irakischen Regime. Das ist schon richtig. Nur hindern Wahl keinen gewählten Politer Fehler zu machen, und mitunter haben diese Fehler globale Konsequenzen, die auch Menschen betreffen, die an der Wahl gar nicht beteiligt waren (z.B. Isrealis, Irakis und andere Araber).
Mithin ist es kein Argument, um für die Kriegspläne der USA zu sein, wohl aber eines um gegen Saddam zu sein.

Bis dann und sorryn das es so lang geworden ist

R"udiger

Schön...

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 15.02.2003 | #40
Hallo

Und noch eines.

Schön, dass hier solche Diskussionen möglich sind. In anderen (von mir sonst durch aus geschätzten) Mac-Foren landen solche Diskussione (zum mindest einige) im Papierkorb.

Bis dann

R"udiger

@Nick

Von: ja, mein name | Datum: 15.02.2003 | #41
Egalb von welcher der beiden Seiten man es sieht: ein Angriffskrieg der USA/GB gegen den Irak ohne UNO-Mandat wäre (oder muss man schon sagen: wird?) ein ganz klarer Verstoss gegen das Völkerrecht! Das wäre ein Verbrechen! Kein Wunder, dass die USA einen internationalen Starfgerichtshof verhindern - sie wären da nämlich ganz schnell auf der Anklagebank!

gegen Krieg = für Saddam?

Von: maiden | Datum: 15.02.2003 | #42
aha, ich wußte nicht, daß Bush demokratisch gewählt wurde, dachte eher, es seien seine einflußreichen Freunde und ein gutes Stück Wahlbetrug gewesen, die ihn auf den Posten hievten. Daß Saddam ein übler Despot ist, wer wüßte das nicht. Dennoch sind die Gründe für den Krieg nicht ausreichend, teils erfunden, teils erlogen, teils veraltet und vorgeschoben. Es gibt andere Gründe, warum Bush diesen Krieg will. Da darf man nicht nur NEIN sagen, man muß es sogar. Wie sich daraus eine Unterstützung für Saddam Hussein konstruieren läßt, ist mir allerdings schleierhaft. Aber der Trick ist ja auch schon alt. Man stellt die Gegner des Krieges in die gleiche Ecke wie den Diktator. So läßt sich leichte mit ihnen umgehen. Argumente brauchts dann nicht mehr.

@Bernd v.Klebelsberg

Von: ja, mein name | Datum: 15.02.2003 | #43
Nein, hier setzt sich niemand für das irakische Regime ein, hier geht es darum, dass die US-Regierung aus rein machtpolitischen Gründen, wegen des Zugriffs auf das irakische Öl das Völkerrecht mit Füssen treten will. Hier geht es darum, dass die US-Regierung derzeit auf genau die Werte scheißt, die si vorgeben zu verteidigen. Es geht darum, dass Saddam lange der beste Freund der USA war ("Er ist ein Hurensohn, aber er ist unser Hurensohn"), nämlich bis er aufgehört hat auf Befehl der US-Regierung zu handeln... Die aktuelle Politik der US-Regierung in der Irak-Frage ist schlicht und ergreifend verlogen!

die angst der amis

Von: kingkiss | Datum: 15.02.2003 | #44
was mich an der amerikanische politik anwiedert, ist der fakt, dass es seine eigenen leute in angst und schrecken versetzt um diese für ihre intrigalen zwecke zu nutzten. da werden checklisten verteilt, für den fall eines giftgasangriffes der terrorristen. das richt für mich alles nur nach propaganda. oder frei nach george orwell in "1984". wer angst hat ist leicht zu manipulieren oder wie in diesem fall zu regieren. an dieser stelle möchte ich noch jedem das buch "stupid white man" von micheal moore ans herz legen. ist sozusagen eine pflichtlektüre. hier wird ausdrucksvoll gezeigt, von welchen verbrechern die welt regiert wird. meine amerikanische freunde (sind übrigens fast alle gegen bush) sind wirklich nicht zu beneiden.
ps: bin voll und ganz der meinung, dass solche dinge auch auf dieser seite besprochen werden können. wer kein interesse an diesen themen hat braucht die artikel ja nicht zu lesen nachdem die überschrift verrät worum es geht.

An diverse Leute

Von: Thyrfing | Datum: 15.02.2003 | #45
Ich will jetzt gar nicht viel aufhebens machen, aber die Leute, die hier "im Prinzip" mit Bush stehen, sollen doch mal die Gründe definieren, ab wann ein Mensch getötet werden darf. Wo zieht ihr die Grenze? Gibt es eine?
Völkermord gegen imaginäre Giftgasangriffe und Massenvernichtung, die wenn nicht bewiesen, zumindest aber nicht gefunden wurde, also Tot den Kinder Iraks, weil Bush jetzt alles so weit getrieben hat und nicht mehr zurück kann, angeblich???
Mir wird schlecht, gut das es Foren wie dieses gibt, da kann man mal Luft machen.

Danke an

Von: Thyrfing | Datum: 15.02.2003 | #46
alle anderen Staaten, die NICHT den Weg der USA unterstützen.
Danke den MacGuardians für diesen Thread.

Voll OK

Von: m55k | Datum: 15.02.2003 | #47
Ich finde, Ihr macht das gut!

Nicht das ÖL

Von: jaronimo | Datum: 15.02.2003 | #48
Wir wollen doch mal festhalten, dass es mit Sicherheit bei diesem Krieg nicht um Öl geht, das wäre einfacher zu haben. Mit Diktatoren-Angsthasen kann man doch die tollsten Verträge machen. Ich krieg Öl und du kriegst deine Sanktionen gelockert. Nein, ich sehe das Öl echt nur als eine vorgeschobene Argumentation der Kriegsgegner. Im Gegenteil, es wäre nach einem Krieg infrastrukturell viel schwieriger aus diesem Land Öl zu bekommen.

Heist jetzt nicht, dass ich Krieg toll finde, heist aber wohl, dass alle die hier nur Links posten (die ja auch von irgendjemandem politisch gefärbt sind) mal besser selber überlegen und eben nicht Lemming-like der Medienmeinung nachlaufen. Wo bleibt denn da die politische Kultur.

MfG an alle die selber noch nachdenken und diese eigene Meinung auch kundtun.

Na schön, ich auch noch

Von: Bodo | Datum: 15.02.2003 | #49
Das Sadam kein Altruist ist (genauso wenig wie Bush), ist klar.
Das es nicht um Öl geht, weil es angeblich einfacher zu bekommen sei, ist falsch. Es geht nicht darum, JETZT einfach an Öl zu kommen, sondern in Zukunft alle Unwägbarkeiten auszuschließen, und Abhängigkeiten zu lösen/zu verhindern.

Und die Leute, die Argumentieren, das die Amerikaner aus reiner menschenfreundlichkeit Sadam stürzen wollen übersehen eine ganze Menge:
Sadam war Amerikas Protegee, Amerika hat auf den Zustand der Welt/Umwélt/Bevölkerung seit Bush's nicht gerechtfertigten Amtsantritt einen feuchten Dreck gekümmert (Kioto-Protokoll, industrielle Ausbeutung Alaskas, internationaler Gerichtshof).

Das Schlagmichtot-Argument der Bush-Befürworter, das sich die Pazifisten am "Scheinargument Öl" festmachen, ist unter einer erweiterten Perspektive genauso fadenscheinig!!

Oha

Von: Mr. Mike | Datum: 15.02.2003 | #50
Alternativ zum Öl fällt mir eigentlich nur noch die russischen Alien Geschichte ein, die bei der Pravda.ru zu lesen ist, wonach Saddam Aliens und ein abgestürztes UFO besitzt in einer Festung im Süden ;-))

Aber im Ernst:

Es geht echt nicht ums Öl als Brennstoff, sondern ums Öl als Ware mit der entspr. Infrastruktur.

Das Öl kriegst Du zwar jetzt auch schon relativ einfch aus dem Irak, die USA importieren ja einiges - aber es geht um das Schwarze Gold und die damit verbundenen Ängste.

Es gibt Leute, wenn die heute n Brot haben, sie trotzdem fürchten, morgen keines mehr zu haben, oder auch einfach irgendwann.

Ich will sagen - und wenn man nachschaut, um welche Umsätze seit den 50ern mit Öl in den USA gemacht werden erklärt es sich von selbst - dass die USA die Quellen in ihrer Hand haben wollen, in den Händen der US Firmen. Das Geld macht man vorrangig nicht damit, dass man das Öl hat, sondern es "entsteht" auf dem Weg durch die ganze kette von Firmen und Konzernen den diese klebrige, ineffiziente, giftige Sosse nimmt und dabei immer teurer wird. Die Politik um das Öl. Wenn man "sein" Öl aus Afghanistan durch die Rohre "seiner" Firmen mit "seinen" Leuten fliessen lässt, es mit "seinen" Tankern verschifft, dann hat man a) die Kontrolle (auch über die Abbaumenge!!) und b) am meisten Profit und c) mehr Vertrauen (da man ja mit seinen landsmännern arbeitet statt mit "Beduinen").

In diesem Sinne, Krieg, jetzt. Schlimm. Aber um es zu verstehen, muss man in der Aussenpolitik der USA mindesten 50 jahre zurück gehen. Es fing mit Firmen an, deren namen einem irgendwie noch bekannt vorkommt, die es aber schon lange nicht mehr gibt. Auch das trägt zur Versdchleierung bei. Manch einer verdreht die Augen wenn ihm eröffnet wird, das habe auch mit der Contra-Affäre zu tun.
Logisch hat es das, aber das sind einerseits komplexe Zusammenhänge (und verschleierte--> Forschung = Zeitaufwand) und andererseits hat das ein zeitliches wie auch räumliches Ausmass angenommen, das man fast verzweifeln möchte. Die "Problematik" ist eine weitaus grössere, nämlich die USA als Staat. Man kann sich umsehen wo man will, eine erfolgreiche Aussenpolitische Sache der USA (von sagem wir einigem Stellenwert) gibt es seit dem Kriegseintritt der USA vor mehr als 50 Jahren nicht mehr! Nix. Nur Zerstörung, Hunderttausende Tote, am Boden liegende Staaten, Drogen.

Am Ende aber wird es wieder um Menschen gehen, und zwar um solche, die sich einen Scheiss um Öl scheren, sondern um Nahrung und ums nackte Überleben. Ich bin ohnmächtig, wenn ich abends ZDF oder ARTE oder ZDF.doku oder Südwest RP oder sonst was gucke, um ein in geringerem Masse verzerrtes Bild zu kriegen. CNN ist raus, RTL et al. sind nach hinten gewandert, kanns ich nicht mehr sehen.

Ich brech hier mal ab... ( *g* )

@jaronimo

Von: Dasch | Datum: 15.02.2003 | #51
Da ich hier bei den Kommentaren wohl der Link-König bin, fühl ich mich jetzt einfach ma angesprochen (schön wie Du die eine Vorlage von mir aufgenommen hast ;-). Ich erleb es immer wieder, dass, wenn man eine Schwäche zeigt, es Menschen gibt, die die Schwäche dann zur Profilierung nutzen. [Ja, ich hör ja schon wieder auf zu heulen :-)]). Ich denke, dass die Links ganz gut zum nachdenken geeignet sind. Wie bildest Du Dir eine Meinung? Indem Du Informationen sammelst, sie vergleichst, von Erfahrungen, Abneigungen und Vorlieben beurteilen lässt. Diese Informationen, die Du und ich kriegen, sind diesen Weg schonmal bei anderen gegangen, also ist jede Information, mal mehr mal weniger, gefärbt. Wir wissen wahrscheinlich, trotz der Medien- bzw. Informationsflut, nur einen Bruchteil von dem, was wirklich abgeht und was die Gründe für das politische Verhalten der Mächtigen sind. Deshalb bin ich auch ein wenig vorsichtig. Das es nich nur um Öl geht is klar, aber, und das bezieht sich jetzt auf Deine letzte Zeile, findest Du es nich komisch, dass die US-Regierung keine Soldaten nach Südkorea schickt, ja nich ma annähernd so einen Druck auf Nordkorea ausübt wie auf den Irak? Nordkorea liegt viel näher an den USA und die Wahrscheinlichkeit, dass sie Massenvernichtungswaffen, sprich Atombomben, bauen, is wohl um einiges grösser als beim Irak. Liegt das an China? Oder daran, dass in Nordkorea nichts zu holen is?

MfG an ...

Kein wunder bei TP

Von: Mike | Datum: 15.02.2003 | #52
...aber ein Schmunzeln kann ich mir derweil nicht verwehren, was dieser Kim da treibt mit den USA ;-)

Doch was anderes: Mich würde schon ein wirklich Stichhaltiger Kiregs-Grund AUSSER ÖL interessieren ! Oder möglicherweise einen zweiten driftigen Grund? Im Kontext der USA und seiner Aussenpolitik sehe ich aber vergleichsweise wenig Spielraum in dieser Sache.. ? Oder lieber im Forum schwatzen?

"Very large Tupperware containers."

Von: Horst | Datum: 15.02.2003 | #53
Hier ein unverkrampfter Beitrag aus den USA zum Thema "Homeland Insecurity":
http://www.geekculture.com/joyoftech/index.html

- und eine Umfrage zum Thema "What is your favorite home-made anti-terrorist device?"

demokratie? das ich nicht lache....

Von: mathias | Datum: 16.02.2003 | #54
Demokratie haben wir Deutschen nach 45 von den Amerikanern gelernt. Deswegen sind die Antikriegs-Fraktionen hier nicht gegen die Amis sondern schützen deren wertovllstes Gut, das sie selber schon seit Jahrzehnten mit Füssen treten. Die UN ist, laut Bush, irrelevant, wenn sie keine Resolution mit der Militäroption unterschreibt. Das ist demokratisch? Wenn mir was nicht passt auf der Welt (Vietnam, Nicaragua, Chile, Panama) ändere ich es. Demokratisch? Ich nutze zwar die UN, zahle aber meine Gelder nicht. Ich lasse meine Soldaten nie vor den internationalen Gerichtshof (diese Weigerung bekommt geradezu eine prophtische Note jetzt).... um die Erhaltung der Umwelt kann sich auch der Rest der Welt kümmern. Die Nato wird überflüssig in dem Moment, in dem sie nicht mit den USA zieht? Hey Leute, diese Administration im weißen Haus will alles und zwar sofort. Und Merkel pflichtet dünnlippig wie immer bei. Pfui! Ich werde Präsident, weil ein paar veraltete Zählmaschinen ausfallen und nicht rechtzeitig ermittelt wird, das der demokratische Kandidat eigentlich 500000 (!!) mehr Stimmen hat. Welcher Richter wurde da bestochen? Dieser Präsident ist n i c h t demokratisch legitimiert. Und reitet uns jetzt in den Abgrund. Hört auf mit dem Freundschaftsgeflenne für die USA. Bush ist nicht "die Amerikaner", klar. Aber das müssen die Amerikaner dem Rest der Welt jetzt auch deutlich machen.

ach so...

Von: mathias | Datum: 16.02.2003 | #55
ansonsten weiter so macguardians.

Die UN und die USA

Von: Olaf | Datum: 16.02.2003 | #56
eigentlich kommt es in diesem Posting nur auf den letzten Satz an:
****************************
Im letzten Monat hat die UNO eine weltweite Umfrage durchgeführt.

Die Aufforderung lautete: "Geben sie uns bitte ihre ehrliche Meinung zur Lösung der Nahrungs-Knappheit im Rest der Welt ab."

Die Umfrage stellte sich, nicht unerwartet, als Riesenflop heraus:

In Afrika wussten die Teilnehmer nicht was Nahrung ist.

Osteuropa wusste nicht, was ehrlich heißt.

Westeuropa kannte das Wort Knappheit nicht.

Die Chinesen wussten nicht, was Meinung ist.

Der Nahe Osten fragte nach, was denn Lösung bedeute.

Südamerika kannte den Sinn des Wortes bitte nicht.

In den USA wusste niemand, was der Rest der Welt ist.

Krieg??

Von: TUL | Datum: 16.02.2003 | #57
Nennt mir einen Fall in der Menschheitsgeschichte, in dem mit einem Angriffskrieg Not gelindert, Kindern geholfen oder Krieg verhindert wurde.
Der in den letzten Tagen oft bemühte Vergleich mit `38 zieht nicht. Damals ging es um die Frage, ob man einfach einem Tyrannen seine Territorialforderungen erfüllt (in der Hoffnung, vom Krieg verschont zu werden). Heute geht es darum, ob man selbst einen Krieg beginnt.
Ca 400 000 Menschen in Berlin, so viele in London und in Rom. Wieviel Votum braucht es noch, damit Europa mit einer Zunge spricht?? Am Besten wäre: Keine Überflugsrechte in Europa. Tankt sonstwo auf!!
Und was die Massenvernichtungswaffen angeht: Man hätte ja Saddam im zweiten Golfkrieg entwaffnen können. Er wurde ja auf frischer Tat ertappt, als die bereits besiegte Präsidentengarde die aufständischen Schiiten in Basra massakrierte (die vorher durch Bush sen. zum Aufstand aufgerufen wurden), als die Kurden im Norden des Landes vergast wurden. Auf frischer Tat ertappt. Aber da war die Sicherung der Ölfelder wichtiger.
Und gleich nach der Befreiung Kuweits wurde die Todesstrafe wiedereingeführt. Im Namen der freien Welt.
Um ein geflügeltes Wort von hier zu zitieren: So viel kann ich gar nicht reinkriegen, wie ich kotzen möchte.

Tschüss

Der TUL

komische allianzen

Von: schreiber | Datum: 17.02.2003 | #58
>@Lorenz Rhode
>... Ich hatte eine Technikseite erwartet mit einem Forum im Pöbelton, wie man das so kennt. ....

hab ich auch erwartet und gefunden.

pseudopazifisten, die sich voller hass für den "frieden in der welt" einsetzen.
ihre meinungsbildung scheint ein für alle mal abgeschlossen. andersdenkende werden übelst beschimpfen. ist das kein pöbel?
ein irrationaler antiamerikanismus, der koalitionen mit islamisten und neonazis möglich macht (siehe demo berlin).




mfg

@schreiber

Von: Olaf | Datum: 17.02.2003 | #59
Ich bin nicht antiamerikanisch

ich habe einen Computer einer amerikanischen Firma
Ich esse auch bei Burger King
Ich besitze Bücher amerikanischer Autoren
Ich bedaure die Opfer des 11. September

Aber ich bin ein Gegner der amerikanischen Regierung.
Der es eben nur um Erhaltung ihres Weltmachtanspruchs geht. Und dabei einfach denkt: Wether you are with us, or with the terrorists
Die überall ihre Finger drin haben, kleine Despoten großziehen, um dann das Land mit Krieg zu überziehen, wenn das Land anfängt auf eigenen Beinen zu stehen und nicht mehr nach Amerikas Pfeife tanzt.

Eine Regierung, die Meinungsfreiheit propagiert und die UN als Debattierclub beschimpft? Wenn man gegen eine solche Regierung ist, ist das Anti-Amerikanismus?

Schlimmer ist:
Schlagen die USA ohne UN-Mandat zu, wird nichts passieren. Jeder andere Staat würde mit Sanktionen überzogen werden. Die USA können ungehindert machen was sie wollen ..

Und ich finde gut, das die Macguardians sich nicht nur um Apple kümmern, sondern auch um Weltpolitisches Geschehen und ihren Mitgliedern eine Plattform zum diskutieren geben.

Sich voller Hass für den Frieden einsetzen?
Hass nein, aber voller Angst vielleicht vor dem Cowboy, der auch nicht davor zurückschreckt eine Atombombe einzusetzen. Die USA sprengen lieber den Planeten in die Luft, als dass sie einen Rückzieher machen.

Und wem das nicht passt, was die Macguardians oder ihre Mitglieder hier schreiben .. niemand wird gezwungen hier etwas zu lesen

Und wieso werden die Kriegsgegner hier nur angepöbelt?

Die Amis zetteln nur solange Kriege an, bis sie selber einen im Land haben. Aber wenn sie woanders Kriege führen, sterben ja keine Zivilisten ....

@Schreiber

Von: Dirk | Datum: 17.02.2003 | #60
>pseudopazifisten, die sich voller hass für >den "frieden in der welt" einsetzen.

Pseudo, wenn man sich engagiert? Voller Haß? Wie kommst Du zu diesen Vermutungen? "Frieden"? Ist das für Dich etwas zu Abstraktes oder nicht Erstrebenswertes?!

>ihre meinungsbildung scheint ein für alle >mal abgeschlossen. andersdenkende >werden übelst beschimpfen. ist das kein >pöbel?

Wann habe ich respektive andere auf Frieden Hoffende jemanden beschmipft? Bisher war es so, daß wir uns hier die Beschimpfungen anhören mußten. Wir haben nicht "für immer" uns unsere Meinung gebildet. Aber für die derzeitige treten wir ein.

>ein irrationaler antiamerikanismus, der >koalitionen mit islamisten und neonazis >möglich macht (siehe demo berlin).

Ein irrationaler Antiamerikanismus? Wo hast Du hier etwas gegen Amerika als Ganzes gelesen? Du hast sicher etwas gegen Bush und die Seinen gelesen. Aber antiamerikanisch ist hier nichts angelegt. Koalition mit Islamisten?! Oder meinst Du Muslime? Die haben auch in Berlin demonstriert. Genau wie evangelische, katholische und orthodoxe Christen. Ich nehme an, daß auch Juden da waren. Ist das für Dich schon die "Achse des Bösen"?!

Nazis wollten kommen, waren anscheinend aber dann doch nicht da. Ich habe zumindest keine gesehen. Wir waren in Berlin 500.000 Menschen. Studenten, Hausfrauen, Rentner, Kinder, Punks, Professoren, Politiker. Dich habe ich dort nicht gesehen... Aber es ist ja auch so schön warm hinter der heimischen Tastatur. Wenn Dein Blickfeld von Deiner Nasenspitze bis zum Monitor reicht, dann bist Du wirklich bedauernswert. (Ist das jetzt schon eine Beschimpfung?!)

Dirk

Alle lügen und keiner weiß was genaues

Von: Carlo | Datum: 17.02.2003 | #61
Also, ich finds schon komisch, daß die ehemaligen Handlanger der USA, u.a. Saddam aber auch Bin Laden, die größten Feinde der USA wurden. Was mich von Anfang an stutzig machte und was bis zum heutigen Tage m.E. nicht ausführlich hinterfragt wurde, war die allererste Aussage Bin Ladens auf dem allerersten Tape. Da sagte er: Es begann mit Bush. Man möge sich erinnern, wie groß die Fortschritte waren, die Bill Clinton in seiner Amtszeit errang. Und dann kam Bush und bald darauf der 11. September. Wieso wurden die Einreise-Visa der Terroristen von Sachbearbeitern abgelehnt und dann von einer übergeordneten Stelle doch erteilt? Wieso waren zwei der Terroristen des 11. September Untermieter bei einem FBI-Agenten. Ja das kam durch CNN heraus, als sie die Gerichtsverhandlung aufzeichneten. Diese Verhandlung wurde durch FBI-Agenten unterbrochen, die Öffentlichkeit ausgeschlossen und am nächsten Tag war der Internet-Eintrag davon bei CNN-Websites auch entfernt. Mir stellen sich da Fragen über Fragen, die mir keiner beantworten kann. Peter Scholl-Latour und Kienzle sind Nahost-Kenner per Excellence. Deren Aussagen zu Saddam und der Mentalität nehme ich jedenfalls ernster, als die von Hr. Powell. Ich bin nicht Anti-Amerikanisch, Amerika ist ein großartiges Land, voller toller Menschen. Es hat aber genauso seine Irren, wie alle Länder ihre Irren hat. Saddam mag uns ganz schrecklich erscheinen, aber jeder Irakischer Herrscher war schrecklich. Jeder endet kurz über lang aufgehängt an einer Straßenlaterne. Unter den ganzen arabischen Ländern ist der Irak lt. Peter Scholl Latour, das mit Abstand härteste. Dort ist solch ein grausames Vorgehen wohl schon immer normal. Wenn man sich mal in die Lage solcher Länder versetzt und versucht mal mit deren Brille das Tun der US-Regierung einzuschätzen, auf welchen Schluß kommt man dann, besonders wenn man die größten Erdölvorkommen im ganzen arabischen Raum hat? Fühlt man sich dann nicht bedroht? Was kann ein solch kleines Land schon gegen eine Supermacht ausrichten? Oder wissen Leute wie Saddam und Osama, die ja einst in irgendeiner Weise eingeweihte, nenne es mal Bündnispartner, waren, viel mehr über evtl. Langzeitabsichten der US-Regierung, als der Rest der Welt annehmen könnte? Geht es dieser Regierung nicht sogar um die weltweite Kontrolle? Ich weiß es nicht. Es hindert mich aber extrem daran, Ja zu sagen, zu einem Krieg der vielleicht der Sicherheit dient, vielleicht auch ganz andere Ziele hat. Wenn wochenlang von Beweisen geredet wird, die Inspektoren dringend benötigten und dann Dinge auf den Tisch kommen, die vom letzten Krieg genauso stammen könnten, wie aus einem erstklassigen 3-D Programm, wenn Informationen nicht flüssig zu denen fließen, die die Aufgabe haben, Beweise für vorhandene Massenvernichtungswaffen zu liefern, werde ich stutzig. Wenn die Welt so reagieren würde, wie die jetzige US-Regierung das gerne hätte, dann würden wir den UN-Sicherheitsrat zu einem Possenspiel herabsetzen. Und wenn Hr. Bush, Powell und Rumsfeld machen was sie wollen, egal was der UN-Sicherheitsrat beschließt, dann erklärt diese US-Regierung sich selbst zum Weltdiktator. Warum dann einen Sicherheitsrat? Wieso wundert es dann noch einen, wenn Menschen in armen Drittländern die USA als den größten internationelen Terroristen bezeichnen? Mich nicht mehr. Ist halt alles eine Frage ob ich das aus einer der westlichen oder östlichen Wohlstandsgesellschaften betrachte oder aus einem der betroffenen armen Länder. Jedenfalls, wenn der Irak Angeklagter in einem normalen Gerichtsverfahren wäre, dann müßte der Prozess z.Zt. mangels Beweisen eingestellt werden. Und wer behauptet, es ginge nicht um Öl, der hat übersehen, daß in Amerika das Öl schon lange nicht mehr sprudelt, höchstens tropft. Die USA wollen auch nicht den regulären Ölpreis an Saddam zahlen, sie wollen es zum Ausverkaufspreis. Das ist schon lange bekannt. Und wenn die Briten nur einmal nicht genug Öl innerhalb eines Jahres fördern, begeben sie sich in die Hand der USA. Das erklärt auch deren Beflissenheit, die Pläne der US-Regierung zu unterstützen. Dann hätte ich noch eine nette Seite, die weitere Zusammenhänge herausstellt. Wer glaubt, es wäre nur das Öl, der irrt. Es geht auch um den weltweiten Einfluss der Pharma-Industrie. Die Macher der Ölindustrie und der Pharma-Industrie sind größtenteils die gleichen Leute. Der Machtkampf ums Öl ist schon schlimm, der Machtkampf um die Pharmaherrschaft ist noch schlimmer. Da wird das meiste Geld verdient. Aber nicht im Sinne unserer Gesundheit. Mit gesunden Menschen kann man kein Geld verdienen.
http://www.dr-rath-foundation.org/deutsch/index.html
oder gleich: warum die Pharmaindustrie den Krieg unterstützt:
http://www.dr-rath-foundation.org/deutsch/makehealthnotwar/openletter.html#waragenda

Gruß

@schreiber

Von: Bernie | Datum: 17.02.2003 | #62
Keine eMail. Du stehst also auch nicht zu dem, was Du sagst. Aber was Du sagst, sei Dir unbenommen. Hier in Deutschland kannst Du es sagen. Man wird mit Dir diskutieren, und wenn Du Argumente hast, wird es auch interessant. Was ich bislang gesehen habe war weniger als nichts. Sorry. Das ist nichts weiter als flame. Ach ja: Es gibt auf dieser Welt nicht nur schwarz oder weiß. Es gibt ne Menge Zwischentöne. Das hat auch der Cowboy noch nicht begriffen - aber wie auch? Um es mit Heller zu sagen: "Wenn die Sonne der Kultur nieder steht, werfen auch die Zwerge lange Schatten."

@ Nick - Naive Argumentation

Von: HeikO | Datum: 17.02.2003 | #63
Sorry Nick, aber was Du schreibst ist naiv.

Ich sehe selbst FoxNews und CNN America. Was da abgeht ist reine Kriegshetze und Panikmache. Den Amerikanern, die sich sowieso leicht fürchten, wird vorgemacht, daß Saddam die AlKaida unterstützt und Amerika direkt bedroht. Beides stimmt nicht.

Guck Dir von Michael Moore "Bowling for Columbine" an und lies sein Buch "Stupid white men".

> Natürlich herrscht hier im allgemeinen auch eine Anti Kriegs Stimmung (hingegen der Berichte in Europa über die USA).

Natürlich, weil die Amerikaner (das Volk) im allgemeinen friedliche, harmoniebedürftige Menschen sind. Das gilt aber nicht für das Government.

> Man mag es kaum glauben, dass Lönder wie Irak in Amerika in Angst versetzen können. Die Amerikaner haben eine Liste mit Produkten bekommen, die sie im Falle eines Terroranschlags auf Vorrat haben sollten. Und wirklich sehr viele Amerikaner haben das, was auf der Liste steht, gekauft (von Klebeband bis Helm). Man merkt, dass das Volk Angst hat.

Meine amerikanische Verwandschaft hat sich auch schon im Panik versetzen lassen und spielt dieses bescheuerte Spiel mit. Die Kanadier sehen das alles viel gelassener.

> Da jeder weiss, dass diesr Tyrann in Irak Massenvernichtungswaffen hat.

Natürlich, wie jedes andere Land in dieser Gegend und wie Amerika auch. Die Bio- und Chemiwaffen des Irak stammen übrigens aus Amerika - 1983 von Rumsfeld persönlich geliefert.

> (letzter Beweis: das Ricin, dass bei der Razzia in London gefunden wurde stammt aus dem Irak).

Das ist allerdings nicht bewiesen, sondern ein Gerücht. Belege dafür gibt's nicht.

> Ich denke über die Beweise, dass der Irak von diesen Waffen ist braucht man sich nicht zu streiten. Aber man muss einfach mal daran denken, was er mit diesen Waffen anrichten könnte (wie er es vor einigen Jahren seinem Volk schon einmal gezeigt hat. Ich habe noch die Bilder von den von Biowaffen getöteten Menschen vor mir).

Es ist bestätigt, daß Saddam die Kurden bombardiert hat. Dafür, daß er das mit Chemiwaffen getan hat, gibt es keine bestätigten Belege. Die Bilder sagen gar nichts aus.

> Man darf mit dieser Irak Geschichte nicht zu leichtgläubig umgehen. Ausserdem will Amerika nicht die Bevölkerung angreifen, sondern nur diesen Tyrann stürzen.

Saddam muß weg - keine Frage. Aber das was hier passiert ist genau dasselbe wie in Afghanistan. Es wird ein humanitärer Grund vorgeschoben um handfeste wirtschaftliche und geopolitische Interessen durchzusetzen.

Amerika ist auf dem falschen Dampfer und reißt uns alle mit.

HeikO

Auch Österreich sagt nein, zumindest aber ich...

Von: Veider Willi | Datum: 17.02.2003 | #64
... als einer von den gut 8 millionen österreichern sagt nein und unterstützt dein engagement gegen einen irakkrieg voll und ganz, denn jeder weiß es, es ist nicht ein krieg um saddam in die schranken zu weisen, sondern ein krieg um öl und einfluss in der region.

NO PEACE FOR SADDAM! FIGHT OLD EUROPE!

Von: Arthur Harris | Datum: 17.02.2003 | #65
"deutschland sagt nein", nationalistischer geht es ja wohl nicht. damit macht man sich zum langen arm der deutschen regierung. wo war denn der protest im kosovokrieg 1999, als deutschland den ersten angriffskrieg seiner geschichte geführt hat (obwohl laut verfassung verboten). hauptsache gegen die usa sein, typisch deutsch. überlegt doch mal, wenn die meisten deutschen einer meinung sind (in diesem fall gegen den ach-so bösen krieg zu sein), sollte man stutzig werden. denn progressiv kann das dann bestimmt nicht sein. Ganz Deutschland ist für den Frieden. Die Berlinale gerät zum "Festival des Friedens" (Tagesspiegel), die deutsche Friedensvolksgemeinschaft - von
SPD bis Hisbollah - marschiert derweilen Unter den Linden. Es ist nicht nur die Liebe zum Giftgasonkel Saddam, die allerdings nicht unterschätzt werden sollte - schließlich setzte die deutsche Industrie kurz vor der Verschärfung der Krise noch auf die Aufhebung der Sanktionen -, es ist ein kaum zu bändigender Hass auf die USA, die man aber nicht wegen der Dinge
ablehnt, die sie unter Umständen so hassenswert machen wie jede andere
bürgerliche Nation, sondern wegen der Dinge, die man hierzulande nie so
richtig schätzen gelernt hat: den Kult des Individualismus, das an rationalen (z.B. wirtschaftlichen) Interessen orientierte Handeln, das instrumentelle Verhältnis zur Politik und zum Staat. Darin sind sich alle
Deutschen einig, auch jene, die sich nicht gänzlich gegen einmilitärisches Vorgehen gegen Saddams Irak aussprechen. Die Arroganz der Amerikaner ist ihnen allen ein Dorn im Auge. Denn schließlich wissen die
Deutschen aus eigener Erfahrung, wie es so ist mit dem Bombenkrieg. Im Unterschied zur deutschen Bevölkerung, deren Durchhaltewillen den Bombenkrieg erst notwendig machte, ist die irakische Bevölkerung jedoch tatsächlich das Opfer Saddams; die Deutschen, auch wenn sie es nun wieder behaupten, waren keine Opfer Hitlers. Die Vergangenheit hat diese Friedensbewegung restlos eingeholt. Deutsche Friedenssehnsucht ist ohne Opfermythos undenkbar; so werden die Bomben, die höchstwahrscheinlich demnächst Bagdad und andere irakische Städte treffen werden, in Wirklichkeit die Deutschen meinen. Denn außer für Saddam selbst zeigen die Deutschen für die übrigen Iraker wenig Mitleid, sonst wäre
ihnen aufgegangen, dass die Bevölkerung dort beileibe nicht nur unter dem Embargo zu leiden hat, das übrigens jene Friedensfreunde, die 1991 gegen den Krieg auf die Straße gingen, gefordert hatten. Und was eigentlich soll man von diesen Leuten halten, die anlässlich des Massakers vom 11. September 2001 nichts besseres zu tun hatten, als darauf hinzuweisen, wie
lächerlich gering die Zahl der Opfer im Vergleich zu den täglich an Hunger Sterbenden sei, und die nun ankündigen, um jedes Opfer zu trauern? Von
Leuten, denen jede Antikriegsaktivität wie von selbst zur antisemitischen Manifestation gerät, wie die attac-Tournee im Januar, und die angesichts
israelischer Opfer von Selbstmordattentaten nur ein hämisches "Selber schuld" verlauten lassen? Ihr Frieden ist nur ein anderer Krieg: der gegen
die USA und, solange der noch keine Erfolgsaussichten hat, der gegen Israel.

NO PEACE FOR SADDAM! FIGHT OLD EUROPE!

@ Arthur Harris

Von: Jörn | Datum: 17.02.2003 | #66
Wieso ist mir nur plötzlich so kotzübel, nachdem ich Deinen Beitrag lesen mußte und leider davon ausgehen muß, dass Du das wirklich meinst, was Du sagst?
Du lobst hier also gerade Amerika, das Land, das seinen Wohlstand dem Holocaust an den Ureinwohnern und der Ausbeutung der Neger-Sklaven verdankt (Und das, anders als Deutschland, NIE potlitisch und gelsellschaftlich aufgearbeitet hat)? Amerika, das jeden Vertrag, den es mit den Ureinwohnern schloß, umgehend gebrochen hat? Amerika, das vorgibt, Menschenrechte und Demokratie verbreiten zu wollen, gleichzeitig aber per Gerichtsentscheid feststellt, dass ein zum Tode Verurteilter geisteskranker Mensch (er ist anerkanntermassen schizophren) per Zangsmedikation geheilt werden kann um dann vom Staat ermordert werden zu können (Geistesgestörte dürfen in den USA nicht hingerichtet werden, deshalb muß man sie erst heilen, um sie dann zu töten). Das Land, in dem die Bürgerrechte für jeden ausser Kraft gesetzt werden können, den ein FBI-Agent für einen Terrostisten oder Sympathisanten hält? Das Land, das das Völkerrecht bricht, weil es einen Angriffskrieg plant? Das Land, in dem Demonstranten von berittener Polizei mit Gewalt daran gehindert werden, die genehmigte Friedens-Demo in New York zu besuchen?
Würg

sorry für die Typos, hab mich zu sehr aufgeregt...

Von: Jörn | Datum: 17.02.2003 | #67

A Harris ist auch zu feige, eine Mailadresse zu nennen

Von: Jörn | Datum: 17.02.2003 | #68
.. das wollte ich nur noch anmerken.

Schmarrn, Unsinn, Idiotie

Von: Philipp Rütz | Datum: 18.02.2003 | #69
So etwas hat nichts auf einer Mac-Seite zu suchen !

Deutsche Projektionen

Von: Kathy | Datum: 18.02.2003 | #70
Wunderbar! Jörn ist ein Nazi. Relativiert den Holocaust der Deutschen an den Juden und sabbelt auch ansonsten rassistischen Müll ("Neger"!!!). Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen. Nieder mit Deutschland! Für den Kommunismus!

Zu viel

Von: Wathlingen | Datum: 21.03.2003 | #71
Ihr schreibt zu viel.Das wars,DANKE.

Bitte lest das

Von: Johannes | Datum: 21.03.2003 | #72
Ich fin dass voll und jeder der mich kennt wird sich wundern,aber ich bins wirklich Johannes.Alles klar freunde macht so weiter,aber könnt ihr mir etwas über die Vorgeschichte erzählen (vom Irak),denn ich braue es für mein Referat.Vielen DANK!

John

Von: Johannes | Datum: 21.03.2003 | #73
Schreibt mir bitte doch etwas