ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1850

Take it to the MX! (Teil 2)

Die Neuigkeiten in Flash MX im einzelnen

Autor: wp - Datum: 16.03.2003

Und eine weitere Folge im heiteren Akronymeraten, nachdem ja schon lange klar ist, dass XP für eXPired steht: Was ist mit MX? Wie wäre es mit "Most eXciting software of the year" - oder doch eher "Many eXcuses for this piece of crap"? Nun, wir überlassen die nähere Analyse dem Fachmann, sprich: Alexander B. Rodmann, der step by step und feature by feature den Software-Blitz auf die Bestandteile seiner Ladung geprüft hat. Zwischen all den CeBIT-News (obwohl: irgendwie beschleicht mich mehr und mehr das dumpfe Gefühl, dass diese CeBIT der IT-Menschheit nicht gerade so wahnsinnig viel Neues zu bieten hat) also nun der zweite Teil des großen Flash-MX-Berichtes, zu lesen bei MacReview.

Nach den einführenden Beobachtungen zur Installation und zum Umfang der neuen Flash-Version im ersten Teil des Reviews geht es im zweiten Teil nun um die Einzelheiten - what's new?

Und los geht's!

Der Start des Programmes ist, zumindest unter OS X, stark beschleunigt worden. Sowieso bemerkt man schnell, dass die meisten Veränderungen und Verbesserungen in Flash MX insgesamt eher unter der Haube denn offensichtlich stattgefunden haben.

Hier die wichtigsten Änderungen und Neuerungen im Detail:

- Die Voreinstellungen (Optionen) sind in einer Palette zusammengefasst, weisen aber keine gravierenden neuen Parameter im Unterschied zum Vorgänger auf (siehe auch Kritikpunkt unten).

- Die Paletten von Flash MX wurden nach Einsatzgebieten neu sortiert und zusammengestellt. Sie sind teilweise komplett umgestaltet worden, was den Vorteil hat, logisch zueinander gehörende Funktionen nun auch gemeinsam sortiert vorliegen zu haben. Nachteil für User der vorhergehenden Versionen ist aber manchmal dadurch die Suche nach altbekannten Befehlen, die auf einmal auf völlig anderen Paletten oder in anderen Untermenüs zu finden sind. Man wird sich also umgewöhnen müssen!

- Neu ist auch (endlich!) das "Andocken" der Paletten. So wird es möglich, z.B. bei Verwendung eines Zweitmonitors (der bei der Arbeit mit Flash unbedingt zu empfehlen ist), (fast) alle Paletten in gewünschten Sortierungen anzudocken und sich so ein übersichtliches Arbeitsumfeld zu schaffen. Das bereits in Version 5 eingeführte Feature mit Namen "Bedienfeldsätze" (wer bezahlt eigentlich die Übersetzer für diese unsäglichen Ausdrücke?) ermöglicht es, verschiedene Paletten-Anordnungen (z.B. für unterschiedliche Bildschirmauflösungen oder Einsatzgebiete; siehe oben "Designer", "Entwickler") abzuspeichern. So kann man dann mit einem Mausklick die gewünschte "Umgebung" laden und muss nicht erst stundenlang irgendwelche Paletten herumschieben. Sehr praktisch!

Kleine Konsequenz-Mängel

Leider wurde dieses Konzept, welches sich in allen Programmen des gesamten Studio MX wieder findet, aber nicht komplett und konsequent umgesetzt. Es ist nämlich nicht uneingeschränkt möglich, wirklich alle Paletten individuell miteinander zu kombinieren, sondern wohl nur die in den von MM dafür vorhergesehenen Anordnungen. So dockt z.B. die "Control"-Palette leider nirgends an - ein Feature, das z.B. ausgerechnet in Director aus dem gleichen Hause seit Jahren zum Standard gehört! Die Bibliothek lässt sich zwar beliebig andocken, wird der Film aber geschlossen, ist die Position der Bibliothek perdu und man muss die Palette erst wieder neu aus dem Menü holen und neu positionieren. Eigentlich unverständlich bei dem großen Komfort, den das Programm sonst bei anderen Funktionen bietet.

- Eines der wichtigsten neuen Features von Flash MX dürfte die Einbindung von Digital-Videos in Flash-Filme sein. Beim Import kann man entsprechende Parameter wählen, um Skalierung, Qualität und Bildrate zu beeinflussen. Leider können aber anscheinend Videos beim Import ausschließlich mit Sorensen-Codecs kodiert werden; eine Auswahlmöglichkeit des Codecs ist beim Import z.Zt. nicht vorgesehen.

Einstellungen Videoimport

Einmal auf der Bühne installiert, kann man die Videos dann mit verschiedenen Befehlen steuern. Zum Beispiel können so Videos auch zur Laufzeit dynamisch nachgeladen werden.

Mitgedacht - Freude gemacht!

- Der Umfang von "Action-Script", der in Flash enthaltenen Scriptsprache, ist in Flash MX im Vergleich zu Flash 5 nochmals stark erweitert worden und nähert sich mittlerweile durchaus dem Funktionsumfang von "Lingo" in Macromedias Authoringtool Director an (wenn damit nicht mittlerweile sogar fast noch mehr umsetzbar ist). Trotzdem schafft sich Macromedia keine Konkurrenz im eigenen Hause, denn es bleiben immer noch die unterschiedlichen Einsatzgebiete der beiden Authoringtools, bei denen jedes seine eigenen Stärken und Schwächen hat.

- Die ActionScript- oder "Aktionen"-Palette wurde stark überarbeitet und enthält nun einige sehr praktische neue Features. So wurde eine komplett neue Sortierung der Befehle nach Einsatzgebieten vorgenommen.

- Neu ist auch ein kompletter Index mit der Übersicht aller zur Verfügung stehenden Befehle von Actionscript sowie eine Kurzerklärung der Funktionen der Befehle (in Form von "Mouse-Fähnchen") beim "hovering" des entsprechenden Befehls. So kann man sich schnell einen Überblick über die (auch noch unbekannten) Befehle verschaffen, ohne erst umständlich die Hilfe in einen Browser laden und danach suchen zu müssen. Des weiteren wurden kleine Buttons zum direkten Aufruf von "Auto-Format", "Neues Objekt hinzufügen", "Suchen und Ersetzen" (welches auch endlich in Scripten suchen kann), "Syntax checken" und "Zielpfad einfügen" in die Palette integriert. Auch hier gilt: durchaus praxisnah!

Action buttons

Einige Actionscript-Befehle auf Grundlage des ECMA-Standards wurden neu eingeführt, alle neuen Befehle aufzuzählen würde allerdings den Rahmen dieses Artikels sprengen. Dafür wurden allerdings auch einige der noch aus Flash 5 bekannten Befehle ("tellTarget", "ifFrameLoaded" und "ToggleQuality") endgültig abgeschafft. Die Programmierer unter den Webdesignern dürfen sich also auf eine neue Runde "Befehlebüffeln" einstellen.

- Neu eingeführt wurde eine sog. "Komponenten"-Palette. Hier kann man aus vorgefertigten Elementen mit einem Mausklick auswählen, ob man Formular-Elemente wie Checkboxen, Listboxen oder andere Elemente wie Klappmenüs und Push-Buttons direkt in seinem Film einfügen möchte, ohne diese erst mühsam erstellen zu müssen. Auch lassen sich in der Bibliothek aus Symbolen von Elementen auch eigene "Komponenten"-Vorlagen in diese Palette speichern, sodass man die Palette um eigene Komponenten erweitern kann. Fraglich ist nämlich noch, ob Macromedia in zukünftigen Versionen diese Element-Vorlagen mit weiteren, eigenen Template-Vorlagen erweitern wird.

Komponentenpalette

- Ein weiteres neues und sehr praktisches Feature sind sog. "Stilvorlagen" (nach dem Vorbild von MS Powerpoint). Nach einem Klick auf den Menüpunkt "Neu aus Vorlage" erhält man ein neues Fenster, aus dem man aus einer Liste von vordefinierten Layouts ein neues Dokument erstellen kann.

Stilvorlagen

Macromedia liefert eine Reihe von Vorlagen für Präsentationen, Mobilgeräte (im XML-Standard z.B. für Handys oder PDAs), Werbe-Banner u.v.m. mit. Über die echte Verwendbarkeit der Vorlagen lässt sich, wie auch bei den Vorlagen von Powerpoint, getrost streiten.

Ein Paradies für Fleißige

Eindeutiger Vorteil dieses neuen Menüs ist jedenfalls, dass jeder User auch seine eigenen Vorlagen definieren und abspeichern kann! So mag sich der fleißige (!) Webdesigner jede Menge eigene Vorlagen (z.B. für verschiedene Bildschirm-Auflösungen, Anwendungsgebiete und/oder Kunden) vordefinieren, abspeichern und kann so aus einem Pool von eigenen Vorlagen schnell und unkompliziert neue Dokumente erstellen. Also ein echtes Plus!

- Überarbeitet wurde auch die Bühne von Flash. Musste man noch in Version 5 nach jeder erfolgten Programmierung "Film Testen" anwählen und den Film rendern lassen, da viele Befehle nur in dieser Vorschau angezeigt wurden, entfällt bei Flash MX dieser Umstand nun bei sehr vielen Befehlen durch ein neues Feature mit Namen "Live-Vorschau aktivieren" im Menü "Steuerung". Leider klappt das aber nicht bei allen Funktionen. Es gibt also nach wie vor Situationen, wo man um ein Testen des Films nicht herumkommt, also etwa beim "debuggen" von Scripten, beim dynamischen Nachladen von MovieClips oder (neu) auch beim Nachladen von JPGs, Videos und MP3-Dateien. Trotzdem ist diese Funktion eine weitere Arbeitserleichterung.

- Neu eingeführt wurden auch sog. "Ebenenordner" die helfen sollen, dem auf der Zeitleiste unweigerlich entstehenden Chaos Einhalt zu gebieten. Man kann also jetzt mehrere Objekte auf diese Art zusammenfassen und sich so eine übersichtlichere Zeitschiene gestalten. Auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung (siehe auch Kritikpunkt unten).

Ebenenordner

- Integriert wurde in Flash MX nun auch das vorher als eigenständiges Programm "Generator" bekannte Flash-Servermodul. Unter dem Namen "Flash Communication Server MX" wurden die Funktionen nun in Flash MX integriert und in Actionscript-Befehle mit eingebunden. In der Print-Version des Handbuches wird jedoch mit keiner Silbe hierauf eingegangen. Leider liegt das Handbuch auch nur als PDF- oder HTML-Version in Englisch vor.

Nicht alle Hausaufgaben gemacht

- Neu beigefügt wurde weiterhin in Studio MX auch Macromedias bekannte Server-Software "Cold Fusion MX". Völlig unbegreiflich ist aber, wieso diese Software auf der CD nur als eine Windows-Version beigelegt wird, obwohl sie laut Beschreibung und Systemvoraussetzungen sowohl für Windows, Solaris und sogar für Linux(!)-Rechner verfügbar ist. Von einer Version für MacOS X weit und breit nichts! Das gibt natürlich ein dickes Minus! Anscheinend traut man bei Macromedia den in OS X integrierten Apache-Servern nicht das Gleiche zu wie auf anderen Plattformen. Obwohl eine Portierung von Linux auf OS X ja wohl nicht so sehr kompliziert sein kann - sind sie beide sich im Kern doch so sehr gleich ... Wohl also dem Webentwickler, der noch einen PC mit Windows oder Linux in der Ecke stehen hat und dann auf seiner "DOSe" wenigstens in den Genuss dieses Servers kommt. Auch werden die deutschen Anwender mit unterschiedlichen Hinweisen und Read-Me-Files in deutsch und englisch eher verwirrt. Anscheinend wurde die Entscheidung über die Integration beider letztgenannten Module sehr kurzfristig vorgenommen, sodass keine Zeit mehr war, übersetzte Hilfen auf die CD zu packen.

Soweit also zu den Neuerungen bei Flash MX. Einige Kritikpunkte und ein Fazit folgen im dritten Teil.


Zur Person: Alexander B. Rodmann ist Inhaber der Firma Digitalwelten in Karben bei Frankfurt und das, was man in Sachen Webdesign als "alten Fuchs" bezeichnen kann. Als Flash-User fast der ersten Stunde hat er sich gerne bereit erklärt, für unsere feine, grüne Seite dem neuen Flash MX aus professioneller Sicht auf den virtuellen Zahn zu fühlen.

Kommentare

Kein gedrucktes Handbuch???

Von: Ned | Datum: 16.03.2003 | #1
Da ist wirklich kein gedrucktes Handbuch dabei? Das ist IMHO eine Frechheit - immerhin zahlt man mehr als 600 € für das Programm. Bei so einem Preis kann man ja wohl ein gedrucktes Handbuch erwarten! Keine gedruckten Handbücher bin ich nur von Shareware-Software gewohnt (was auch logisch ist wg. Download).

Und von wegen Unicode support in MX... ha ha

Von: EinerAusTokyo | Datum: 17.03.2003 | #2
Wenn man nicht will, daß z.B. japanische Schriftzeichen von Flash MX nach Zufallsschema vermurkst werden, dann muß man die Japanische version verwenden, und man muß die Umgebung in OS X komplett auf Jap. umschalten. Ansonsten gibts nur Probleme.

Außerdem funzt der Unicode support unter zumindest der Englischen version mit double byte Sprachen (Jap., Chin. etc.) so gut wie gar nicht.

Toll. Und die Bugs sind bekannt und seit fast einem Jahr noch kein Bugfix in sicht. Wahrscheinlich dann wieder 600 ? löhnen, damit man in der nächsten Version dann ein paar der versprochenen Features der momentanen Version bekommt. Macromedia hats bei mir auf jeden Fall endgültig verschissen.

keine Revolution?

Von: Markus Kammrau | Datum: 17.03.2003 | #3
Stimmt in der letzten Zeit git es auf CeBIT & Co eher Evolutionen denn Revolutionen. Wenn man dann allerdings doch hier und da die Augen aufhält kann man das eine oder andere Evolutiönchen entdecken. So hat z.B die Braunschweiger Monitor und Scannerschmiede Quatographic einen TFT heraugebracht dessen Hintergrunbeleuchtung bereits auf D 50 (5000K) kalibriert ist und ca 24000 Std stabil sein soll (bei max 7% abfall der Luminanz). Quto liefertdas Teildann auch gleich mit Sensor aus, mit dem ein ICC (ColorSync)-Profil erzeugt werden kann.
Bitte nicht hauen (klingt alles ein wenig nach werbung) aber ich habe das Teil heute auf der CeBIT gesehen, und war auch vom Farbraum und von der Graubalance (einschwachpunkt fast aller TFTs) beeindruckt. Ein kleines Revulutiönchen eben.
cu
bis demNeXT

??????

Von: pharao909 | Datum: 19.03.2003 | #4
Und was bitte hat das bei nem Artikel über Flash MX zu suchen... ööööööööö ;-))

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Von: backgamon kostenlos | Datum: 29.12.2005 | #5
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Von: Loans | Datum: 20.05.2006 | #6
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