ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1865

Microsoft darf nicht mit Sicherheit werben!

Sonst behauptet Chiquita demnächst, dass man mit ihren Bananen fliegen kann...

Autor: bh - Datum: 22.03.2003

Zum Wochenende bringt Onkel Heinz meist ganz leckere Kekse zum Tee mit, diesmal aber war auch noch eine ganz besonders feine Meldung dabei: Microsoft darf in Südafrika nicht damit werben, dass die eigenen Produkte vor Hacker-Angriffen sicher sind. Die Behörden sind auch nach Vorlage einiger Dokumente zu dem Schluß gekommen, dass die Behauptungen zur Sicherheit von Microsofts Software unbelegt sind, die Werbung somit irreführend ist und fertig.
Gehen wir einen Schritt weiter: die Behauptung, dass Hacker die schrägen Ansammlungen von Code, die gemeinhin als "Programm" verkauft werden, nicht knacken könnten - ja, diese Behauptung ist doch eigentlich eine Beleidigung für die Hacker? Allein Microsofts Betriebssysteme sind doch wie Schals, die immer weitergestrickt werden, obwohl irgendwo ganz am Anfang die Maschen schon das Laufen gelernt haben... ein findiger Hacker braucht doch eigentlich nur seine fünf Sinne beinander haben, um mit Microsoft eine Menge Spaß zu haben. Hacker! Bringt eine Klage wegen übler Nachrede und Ehrenbeleidigung ein, am besten in New York durch Ed Fagan! Als Sammelklage einer noch zu gründenden Hackergewerkschaft, und als nächstes sprecht mit Redmond über einen Kollektivvertrag für das Aufstöbern von Bugs (Is it a bug or is it a feature?). Oh, jetzt hätte ich fast vergessen, noch Microsofts Verteidigung zu zitieren: "DieAussage, die Software bedrohe das Überleben der Hacker, sei ironisch zu verstehen. Hm, aber auf die Idee, dass MS Bloatware mit drag & freeze, plug & pray und derlei die Produktivität bedroht, da seid ihr noch nicht draufgekommen? (Um in einem Aufwasch aber auch gleich Cupertino mal Freundlichkeiten zu geigen: Was ihr als "update" auf 10.2.4 so anbietet ist schon eine lupenreine Bugsammlung, die zeigen soll, wo unsere Schmerzgrenze liegt, hm?)

Kommentare

Die Überschrift ist falsch

Von: Thyrfing | Datum: 22.03.2003 | #1
Es sollte heißen:

M$ darf mit Sicherheit nicht werben.

Jetzt hat's einen Sinn.....:-))

stoppt die mac produktion

Von: francis | Datum: 24.03.2003 | #2
wir können nur froh darüber sein
daß die macs nicht so verbreitet sind
wie pcs und deshalb hacker wenig interesse an apple maschinen haben
denn mit osx steht die tür weit offen
und die meisten user wissen es nicht einmal

Weit offen?

Von: OSX am Berg 1,2,3 | Datum: 24.03.2003 | #3
Also ich denke doch einmal, daß die standard Installation bei OS X eine der sichereren im Vergleich zu manch anderem UN*X system ist.

Alle ports sind zu per default, der remote Zugriff erfolgt auf Wunsch über ssh, und Apple ist wirklich fix mit dem Stopfen von Sicherheitslöchern in OS X.

Daß die Tür weit offen steht halte ich für maßlose übertreibung.

maßlose übertreibung

Von: francis | Datum: 27.03.2003 | #4
naja für insider stellt es sich schon so dar
aber eine gute firewall bringt abhilfe

Alle ports sind zu per default!?
are you sure?