ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1935

Wow: DV-Camcorder als Streamer!

Es gibt einfach nix, was es nicht gibt..

Autor: kai - Datum: 23.04.2003

Aufgrund eines Wunsches von mir in den Kommentaren zu den MDD Powermac USB 2.0 Chips hat mich jetzt Leser JCbone angeschrieben und mich auf eine Seite verwiesen wo's exakt das, was ich mir da zusammengesponnen habe wirklich genau in der von mir beschriebenen Weise schon gibt: Streamer-ähnliches Backup von beliebigen Daten auf ein DV-Band via Firewire auf den Camcorder! Das verdoppelt quasi die Nützlichkeit eines Camcorders, die Medien sind auch schön billig und relativ schnell (3.6MBytes/s, leider limitiert durch die 1x Camcorder-Geschwindigkeit) ist es auch! Endlich eine Möglichkeit, seine iMovie-Projekte einfach, schnell und günstig (wer kauft sich schon alle paar Monate ne extra HD nur dafür? Und nicht jeder hat ein DVD-R!) zu sichern! Es passen 10GB pro Stunde Tape (ohne Fehlerkorrektur) bzw 5 GB (mit Fehlerkorrektur, empfohlen) drauf. Einziger Nachteil (noch!): Alles muss erst in ein File gepackt werden, und dieses File darf nicht grösser sein als 4GB. Das Cocoa-Programm steht zwar erst bei Version 0.2, aber es sieht jedenfalls schonmal sehr vielversprechend aus, ich werde es umgehend einem Test unterziehen. Weitere Erfahrungsberichte erwünscht!

Kommentare

Es startet nicht :-(

Von: rafi | Datum: 23.04.2003 | #1
Bei mir unter 10.2.5 startet das Programm nicht? Ich hoffe anderen geht es nicht gleich.

Ja leider, ne?

Von: JCBone | Datum: 23.04.2003 | #2
Oh ja - es startet nicht. liegt wohl an 10.2.5 - früher liefs mal. Chadé!

Ich hoffe doch mal, der Autor macht da noch was...

Aber seltsam ne? Es hüpfet ewig rum, dann steht es da ohne schwarzes Dreieck, wenn man es anklickt kommt das Dreieck - aber es läuft nix (nichtmal die Menüzeile erscheint). Vielleicht gehen ja die CLI-Tools...

JCBone (mit großem B!)

es geht!

Von: undo | Datum: 23.04.2003 | #3
unter 10.2.4 läufts wunderbar

mein zuvor gestuffter 200MB Testordner wurde fehlerfrei aufs Band geschrieben und wieder runterkopiert.

ich glaub ich werd gleich mal ein Backup machen, nur um das Gewissen zu beruhigen...
...und weils wirklich einfach ist.

ist mir zu lagsam

Von: connie | Datum: 24.04.2003 | #4
wenn ich mich da nicht verkopfrechnet
habe sind das bei 3.6mb/s,
für 3.6gb eine stunde. das würde ich
nicht als schnell erachten
darum verstaubt auch mein alter hp-streamer

ups

Von: connie | Datum: 24.04.2003 | #5
aber zu so einer späten stunde
sei es mir verziehen

3.6MBytes/s, leider limitiert durch die 1x Camcorder-Geschwindigkeit

Von: connie | Datum: 24.04.2003 | #6
wieviel packt er jetzt
habe leiber im web über die gescheindigkeit nicht herraus gefunden

Mini DV tapes und Haltbarkeit

Von: kein flame | Datum: 24.04.2003 | #7
Leider ist die Haltbarkeit von Mini DV tapes so mies, daß ich im Leben nicht auf die Idee käme, damit Backups zu machen.

Was eventuell etwas helfen könnte, wäre die kleinen DVCAM tapes in der Mini DV Kamera zu verwenden (das geht, und Profis tun das oft), die sind wesentlich besser in der Verarbeitung und Haltbarkeit, da eigentlich für Profis gedacht. Aber natürlich kommen auch die nicht an die Belastbarkeit von wirklichen tape streamern an (AIT etc.)

Kopfrechnen

Von: ThomasWolf | Datum: 24.04.2003 | #8
Apropos Kopfrechnen: Nach ca 500 Betriebsstunden sollte der Kopf einer DV-Kamera überprüft und evtl. gewartet werden. Je nach Kamera ein nicht billiger Spaß... macige grüsse

Wohl wahr...

Von: JCBone | Datum: 24.04.2003 | #9
Jip. Aus den genannten Gründen setze ich das Programm auch nicht ein - DV neigt zu Fehlern, und Kopftrommelzeit ist bares...

Aber der Geek-Faktor des Programms ist schon beträchtlich! (Außerdem könnte man damit gut Daten verstecken... wer weiß schon, das das geht... :-)

JCBone

Bänder...

Von: Mr. Mike | Datum: 24.04.2003 | #10
...haben nunmal eine sehr kurze Lebenserwartung, und das rührt einerseits von dem Abspulen bei der Benutzung her, andererseits hängt es auch mit dem Übersprechen zusammen, das auftritt, weil die einzelnen Lagen auf den Wickeln sich beeinflussen. Es handelt sich ja um magnetische Informationen.

Im weiteren verzeiht sich das Band beim vermehrten Abspielen etc. Streamer Kassetten sind im Gegeteil aber dafür gedacht, das Bandmaterial und die Basis sind viel stärker.

Wer 30' DV mit 90' DV oder so vergleicht, merkt, dass der Wickel etwa gleich dick ist in beiden Kassetten: Die Dicke des Bandes ist unterschiedlich --> Lebensdauer, Sicherheit

Schon die ersten Datasetten speicherten doppelt - also zweimal hintereinander. Die wussen warum, wenn auch heutige Buben finden, das könne man abschalten das braucht man eh nicht. Doch nach 5 Jahren könnte man froh darum sein ;-)

Für alle die Probleme haben: Hier ist die Lösung

Von: rafi | Datum: 24.04.2003 | #11
Die Kamera muss eingeschaltet und angeschlossen sein. Zusätzlich ist es empfehlenswert eine Kassette drin zu haben :-)

Re: Mini DV tapes und Haltbarkeit

Von: Kai | Datum: 24.04.2003 | #12
Zitat aus dem Readme:

"Unlike CD or DVD, tapes are relatively susceptible to magnetic fields and environmental factors such as heat, moisture/humidity etc. It is best to store tapes in a place where the temperature is relatively constant and where there is no condensation occurring. Otherwise the durability of recordings should be good - I have restored from backups which were nearly 2 years old with no tape errors needing correction."

Nicht vergessen, dass das Programm genau deswegen eine scheinbar ziemlich aufwendige Fehlerkorrektur hat, die mal eben die 10GB pro Band halbiert! Das ist nicht gerade normal, normalerweise braucht gute Fehlerkorrektur (z.B. ECC) mit 1/8-1/6 mehr Platzverbrauch, man vergleiche nur mal CDROM (700MB, mit mehreren Fehlerkorrekturlayers) mit White-Book VCD (ca. 800MB, weniger Fehlerkorrekturlayers).

Aufzeichnen auf DV-Cam

Von: halessa | Datum: 24.04.2003 | #13
AFAIK muss ich die Kamera doch extra mit einem Firmware-Update o. Hardware-Zwischenstecker patchen, um sie als "Recorder" ausserhalb des normalen Aufnahmemodus einsezten zu können...

oder wie?

halessa:

Von: Kai | Datum: 24.04.2003 | #14
Ja, stimmt, DV-in muss erstmal aktiviert werden! Ohne ist so ne Kamera aber auch ziemlich nutzlos! ;-) aus iMovie kannst du dann jedenfalls nix auf die Kamera exportieren!

Das kann man für $$$ in irgendwelchen Videoshops machen oder selber, ist keine Hexerei weil die Hersteller sich da kein Bein ausgerissen haben um wegen dem deutschen Zoll/Steuern (DV-in = Aufnahmegerät = Extra-Zoll/Steuern!) den DV-in besonders kompliziert zu schützen.

In der Regel muss man 1-2 Bytes in der Firmware ändern (da kann man auch andere nette Sachen machen wie z.B. bei einigen Sonys den Analog-Eingang freischalten!), das passiert je nach Kamera unterschiedlich, bei manchen über LANC/COM Kabel (leider PC nötig!), bei anderen völlig ohne Computer über einen versteckten Servicemodus den man durch einen nicht nach aussen geführten Knopf in der Fernbedienung erreicht. Dazu gibt's einige Seiten im Netz wo das beschrieben wird, da kann man sich viel Geld sparen wenn man das selber macht! ;-) Man sollte allerdings auch genau wissen, was man da macht, dabei kann man durchaus auch was kaputtmachen!

Sorry:

Von: Kai | Datum: 24.04.2003 | #15
Ich meinte nicht "Aufnahmegerät" sondern "theoretisch kopierfähiges Gerät"! ;-)

Ich hab selbst schon bei ca. 4 Kameras den DV-in freigeschalten. Einen PC braucht man allerdings ausser bis auf die Fernbedienungs-Lösung eigentlich leider immer! Die Videoshops zocken kräftig ab und diese kleinen Dongles die man an die Kamera hängt sind auch ziemliche Abzocke, denn die kosten 50 Euro oder mehr! Guck einfach mal Google durch! ;-)

Toll das gab es beim Amiga schon vor 10 Jahren

Von: DJL | Datum: 27.04.2003 | #16
Und das mit einem VHS Recorder