ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1941

Die Rückkehr der Klonkrieger?

Zumindest aber ein Angebot an Macbastler...

Autor: roland - Datum: 25.04.2003

CoreComputer hat etwas angestoßen, was wir seit den Zeiten von PowerComputing und Umax fast vergessen hatten: Macs, die nicht von Apple gebaut sind. Naja, die Hauptplatinen natürlich schon. Im PC-like Alugehäuse mit lustigem Acrylfenster an der Seite, das von blauen LEDs beleuchtet wird, wie man's von den Bastelmeistern im PC-Bereich kennt und meist bei LAN-Parties bewundern kann. Für schlappe 350.- $ gibt's ein Gehäuse mit 400W-Netzteil, Apple Gigabit-Ethernet Mobo und und und. Ach ja, als Dual 1,2 GHz kostet das Modell "Crib" von CoreComputer unter 1500.- $...

Kommentare

Also ich weiß nicht

Von: Thyl | Datum: 25.04.2003 | #1
Aha, die Weiterentwicklung von "iBox", das ich vor einigen Wochen vorgestellt hatte. Technisch scheint es jetzt zu gehen, das Board passt in das Gehäuse und das man Apple Mainboards in ATX Gehäuse reinschrauben kann, haben andere auch schon bewiesen.
Ich bleibe trotzdem extrem skeptisch. Wie siehts denn eigentlich mit solchen Mainboards aus (GB-AGP, Baujahr der Macs war etwa 2000-2001, richtig?)? Werden die noch hergestellt oder hat sich Apple einfach, basierend auf langjährigen Erfahrungen mit der Nutzungszeit von Macs und der zu erwartenden Ausfallrate einen Schwung solcher Boards ins Lager gelegt und gibt sie jetzt nach Bedarf aus? Wenn das nämlich so ist, würde dies bedeuten, dass das vorgestellte Projekt den Nachschub an solchen Boards austrocknen könnte und damit womöglich Leute ihre Macs in kurzer Zeit nicht mehr reparieren lassen könnten.

Ich würde es im übrigen sehr begrüßen, wenn es eine Alternative gäbe und ich bin auch kein Profi-Motzer, aber auf mich wirkt das einfach so unausgegoren.

Kann mal jemand ausrechnen, ob das überhaupt Geld spart, wenn man sich einen Rechner so aus Komponenten zusammenstellt? Ich habe gerade keine Zeit-((

...ich weiß auch nicht

Von: mbs | Datum: 25.04.2003 | #2
Ich stimme Thyl voll zu. Aus den Formulierungen der Website kann man auch zwischen den Zeilen lesen, dass die wohl ziemliche Angst vor Apples Rechtsabteilung haben. Ob es nach den ersten hundert Stück noch weitere Mainboards von Apple gibt, scheint mir fraglich. Und billiger ist es eigentlich auch nicht. Im Einzelfall hängt das natürlich sehr vom Dollarkurs ab, aber ich habe mal folgende Modellrechnung für einen 1-GHz-Mac gemacht:

Crib 1000 820 $
Versand 70 $
Einfuhrumsatzsteuer 142 $

256 MB DDR-266 40 EUR
60 GB Platte 85 EUR
Combo-Laufwerk 80 EUR
Radeon Mac 8500 180 EUR
Mac OS X 139 EUR
Modem 20 EUR
Lautsprecher 10 EUR
Apple-Tastatur 80 EUR
Apple-Maus 80 EUR

Wenn man der Einfachheit halber 1$ = 1 EUR setzt (ja, ich weiß, dass das nicht stimmt), kommt man auf 1746,- EUR, was teurer als der Listenpreis des 1 GHz G4 ist. Der "echte" Mac hat außerdem vollen Hersteller-Support und Bluetooth-Option. Nicht zu vergessen ein CE-Zeichen. Das Crib-Gehäuse wird aufgrund des Fensters niemals die europäischen EMV-Richtlinien erfüllen.

Mainboards

Von: Mr. Mike | Datum: 25.04.2003 | #3
Naja die Mainboards werden einmal produziert, dann ist Schluss. man gibt die Boards ja in Asien in Auftrag, und die wollen Geld sehen, wenn man denen sagt sie sollen eine ganze Line nochmals auf ein apple mainboard umstellen. Nun ja ich denke es geht hier zuweit, darüber zu reden wie das funktioniert bei der Herstellung...

Ein Apple Board in ein ATX Gehäuse zu tun, halte ich persönlich sowieso für ausserordentlich schwachsinnig. Dabei fehlt jede Spur von Kreativität, oder Design. Auch der Fun ist nicht da.

Nein, ich denke der Spass fängt an, wenn man wirklich ausgefallene Ideen umsetzt, oder wenigstens was Schönes hernimmt.

Übrigens kostet ein G4 board in der Regel knapp 300$, und ein GigaDesigns 800 MHz G4 Kärtchen kostet auch etwa soviel. Bei eBay habe ich vor einigen Wochen ein G4 350 Mhz Modul für 70 Euro gekauft - das Board habe ich schon länger, war 150$ ab MacRescue. Aber die haben nur auf der DealerMailingList diese Preise ,-)

Vielleicht wär mal ein "Grundbericht" angebracht, der zeigt wie man zB ein solches Board oder zB ein iMac board zum Laufen kriegt - danach kann sich jeder auf die Suche nach einem Gehäuse machen.

(iMac 233 Mhz board kost 50$, die Hardware reicht für OS X, man compiliert sich einen Proxy/Cache wie Squid hinzu, einen analyser wie MRTG und schnell ist das heimische internet!)