ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1984

iTunes Musicstore kommt bald nach Europa

Geduld, Geduld...

Autor: kai - Datum: 13.05.2003

Die Musikwoche schreibt, dass es nicht mehr lange dauert, bis der iTunes Musicstore nach Europa und damit auch Deutschland kommt. Apple ist schwer am Verhandeln mit den deutschen Rechteverwertern. Mehr dazu bei MacWorld UK. Auch in Kanada soll es nur noch eine Frage von wenigen Wochen sein.
An der "anderen Front" namens Windows gibt's scheinbar Probleme mit drei der fünf Major-Labels, für die die lockeren Nutzungsbedingungen von Apples DRM zu lasch sind, sie wünschen sich mehr Kontrolle. Da fragt man sich doch, warum sie dann der Mac-Version zugestimmt haben! Angeblich ist das "ein Experiment" wie sich lockerere Nutzungsbedingungen bewähren. Gut. Experiment erfolgreich würde ich sagen, wo ist das Problem?

Kommentare

Experiment??

Von: Maxefaxe | Datum: 13.05.2003 | #1
Manche Plattenfirmen kriegen den Hals wohl nicht voll!!

Die Musikindustrie kann doch heilfroh sein dass bei den vielen illegalen Tauschbörsen jemand freiwillig Geld für Online-Musik berappt. Manche lernens wohl nie.

Ich hoffe das viele kleinere Plattenfirmen die Gelegenheit nutzen und verstärkt in Apples Store vertreten sein werden.

Test?

Von: MattK | Datum: 13.05.2003 | #2
Kann das was damit zu tun haben, dass Mac-User generell als zahlungsfreudiger gelten, und die Labels das deswegen erst mal testen wollten? Im Nachhinhein die DRM-Einschränkungen ändern wird wohl schlecht möglich sein...

Hä?

Von: Thyrfing | Datum: 13.05.2003 | #3
Auf dem Mac ist das i.O. und auf der M$ Seite haben die Angst? Wen wundert's....

Trotzdem unverständlich, die können ja schlecht 2 verschiedene Berechtigunssysteme fahren, oder doch?

Thyr

Typisch,...

Von: cab | Datum: 13.05.2003 | #4
...die MI-Typen sind die einzigen, die sich über nicht gemachte Umsätze beschweren und es für selbstverständlich halten, dass es immer weiter nach Oben geht.
Und die deutsche MI ist noch dümmer, noch Gieriger und noch verabscheuenswerter. Zu wenig Kontrolle, das sagt doch mal wieder alles. Die träumen echt noch davon, dass jeder für jedemal Hören aufs Neue kräftig zahlen muß!

Nur bisher find ich das Songangebot noch recht dürftig

Von: T1000 | Datum: 13.05.2003 | #5
Wieviel Songs werden mittlerweile schon angeboten und wieviele waren es am Anfang?

Sch... Musikindustrie

Von: derdomi | Datum: 13.05.2003 | #6
Mal ehrlich... die Musikindustrie ist zum schreien blöd... jetzt gibt es das erste wirklich realistische Angebot und die wollen noch mehr Kontrolle. Die können doch froh sein dass Sie dann überhaupt mal wieder mehr verkaufen... angeblich sind die Umsätze ja sooo drastisch gesunken

möchte ja nicht zu strafbaren handlungen aufrufen, aber

Von: k_munic | Datum: 14.05.2003 | #7
... besteht nicht die gefahr, dass die DOSen fraktion, die ja recht rührig ist im umgehen von rechtlichen reglimentierungen, sich in den itms einhackt?

was macht dieses prg? es ist zum einen eine art browser; es überträgt die kreditkarten-dateien; es peichert die downloads ab.
da müßte es doch protokolle geben, die nicht sooo schwer zu knacken sind, oder bin ich da einfach unbedarft? schlußendlich soll doch aac rauskommen, das ja nicht propäritär ist.-

nur:
wenn der itms gehackt wird, ist schluß mit lustig!

dann doch lieber legal und schneller als der hacker sein!

ich fänds schade, wenn die gute idee an so ein paar fraggles scheitern würde... wäre ein guter kunde dieses shop, grad hitparaden gedudel, da langts doch nur einen track für die party cd zu zahlen.

hacks in itms

Von: alex | Datum: 14.05.2003 | #8
das könnte etwas schwieriger werden...ich nehme mal an, dass die kreditkartendaten verschlüsselt übermittelt werden, und auch der filetransfer "überwacht" wird. wie gut dann die sperren im aac selbst sind, ist eine andere frage.

ich schätze mal, dass genau das äppl's strategie ist. dadurch, dass die musik relativ günstig, qualitativ hochwertig ist und die songs leicht zu finden sind, sollten eben die kazaa-kunden angelockt werden. es gibt sicher die ganz kranken, die würden nicht mal $0.01/song bezahlen, aber die mehrheit wird den wert des dienstes zu schätzen wissen, und dadurch in die brieftasche greifen. naja, gibt ja genug "geiz ist geil, und ich kann nur billig"-kiddies, aber die sind in der mac-fraktion eher dürftig vertreten ;-)

ein anderes problem ist hier die "rückspeisung" von legal erworbenen songs in tauschbörsen...

gruss
af

Prepaid-Kreditkarten für Nicht-US-Bürger

Von: Schnapper | Datum: 14.05.2003 | #9
Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich nen permban bekomm *g*

lest euch mal den Artikel auf macnews durch:
http://www.macnews.de/index.php?_mcnpage=5816

Da geht's um Prepaid-Kreditkarten, mit denen man auch ausserhalb der USA im iTunes Music Store einkaufen kann.

spiegel.de - link zum thema

Von: Frank | Datum: 14.05.2003 | #10
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,248570,00.html

Natürlich kann man nach wie vor DRM umgehen

Von: Wodka | Datum: 14.05.2003 | #11
Einfach die Songs auf CD brennen und danach auf einem beliebigen Computer rippen und MP3 oder sonstwas daraus machen.

Aber ich hoffe mal, dass es unter den PC-Usern auch viele zu finden sind, die bereit sind für Musik zu zahlen.

@Wodka

Von: Thyrfing | Datum: 14.05.2003 | #12
Du hast nicht aufgepasst, das Re-Codieren der Daten ist mit erheblichem Qualitätsverlust verbunden.
Obwohl, an den Tauschbörsen interessiert das ja eh kein Schwein, die halten auch Rückkopplungen für Musik...;-)

Thyr

"Experiment erfolgreich"

Von: Christian | Datum: 14.05.2003 | #13
Kai, so toll der iTunes Store auch sein mag - ich finde es schon ein bisschen gewagt, nach zwei Wochen schon ein Fazit ziehen zu wollen. Fast so gewagt, wie die (Milchmädchen-) Umsatzrechnung, die Ihr wenige Stunden nach Eröffnung des Stores gepostet habt... ;-)

(Das heisst nicht, dass es sogar besser kommen kann)

Thyr:

Von: Kai | Datum: 15.05.2003 | #14
Das mit dem Re-Encoding ist soweit ich weiss (konnte es selbst nicht ausprobieren!) nur ein Gerücht, in die Welt gesetzt von dem Fortune.com Artikel damals!
Ich hab einen Artikel gelesen in der explizit betont wurde, dass die Qualität immer noch sehr gut ist nach einem re-encode auf mp3! Ich bin mir 100% sicher, dass der von John Kheit auf MacObserver war, aber ich kann ihn leider gerade ums Verrecken nicht finden!
Am besten abwarten und selbst ausprobieren! ;-) Hängt natürlich auch vom eigenen Erwartungshorizont und der Musikart ab, jemand der Klassik liebt und "audiophil" ist für den sind Kompressionsformate ja allgemein untragbar..

Christian: Von mir kommt das nicht! ;-) Wenn man sich sie Stimmen dazu anhört, nicht nur Apple selbst (offensichtlich, dass es da ein "grosser Erfolg" ist!) sondern auch die Labels, Anal-ysten, Insider (Musikmarkt.de) und sonstige Beobachter, so haben die Zahlen offensichtlich die Erwartungen aller übertroffen! Somit denke ich, dass es schon gerechtfertigt ist, von einem Erfolg zu sprechen..

Noch was:

Von: Kai | Datum: 15.05.2003 | #15
So kurz wie die Fortune-Artikelserie nach der Vorstellung des iMS rauskam müssen die das schon vorher geschrieben haben!
Und deswegen ist es unwahrscheinlich, dass sie es live selbst ausprobiert haben und sich stattdessen auf die Aussagen von Apple dazu verlassen haben, die natürlich nicht damit werben werden wollen, dass man ihre .m4ps wunderbar re-encoden kann!