ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 1989

Neuer gcc Compiler

Auswirkungen auf Apple?

Autor: thyl - Datum: 16.05.2003

Wie Macbidouille berichtet, erscheint eine neue Version des gcc Compilers, der auch für MacOSX verwendet wird. Er bietet die Möglichkeit, für IBM's Power4 zu kompilieren. Wie Macbiouille ausführt, könnte die Apple bei der Anpassung von MacOSX an den PPC 970 helfen. Hoffen wir mal, dass eine eigene Compiler-Option nicht bedeutet, dass Programme neu kompiliert werden MÜSSEN; eigentlich sollten die verschiedenen PowerPC-Versionen ja zueinander binärkompatibel sein. Übrigens enthält der neue gcc auch Unterstützung für die neuen e500 PPCs von Motorola, also 85xx, die letzten Überbleibsel des G5-Projekts von Motorola. Von daher wäre Apple also immer noch frei, auch solche CPUs einzusetzen (die aber für embedded Einsätze vorgesehen sind, sofern nicht Motorola Panik kriegt und doch noch eine Desktop-Version aus dem Hut zaubert).

Traurig zu sehen, das auch einige Compiler-Optionen mit der neuen gcc Version verschwinden, so für Motorola 88000 (ohne den neuen PPC wäre das wohl der nächste Chip sowohl für Apple als auch NeXT geworden), viele 68000 Varianten von Sun, HP, Atari, Commodore und -auch das noch- VAX! Lebt wohl, alte Kumpels, im Museum...

Kommentare

nicht verschwunden

Von: tlenz | Datum: 16.05.2003 | #1
Die Optionen sind (noch) nicht verschwunden, nur "obsolete".
Siehe: http://www.gnu.org/software/gcc/gcc-3.3/changes.html
Da steht: "Support for a number of older systems has been declared obsolete in GCC 3.3. Unless there is activity to revive them, the next release of GCC will have their sources permanently removed."

Wer es also noch braucht, kann sich an der Entwicklung beteiligen und so zum Forterhalt beitragen. Wenn sich niemand rührt...

STimmt

Von: Thyl | Datum: 16.05.2003 | #2
Danke für die Korrektur, da habe ich ein bischen "übertrieben"...

Nunja, übertrieben ist eigentlich zu wenig gesagt

Von: Guido | Datum: 16.05.2003 | #3
Wenn das so weiter geht mit den vollkommen depperten Spekulationen, heißt es demnächst noch "Michelin hat einen neuen Reifen rausgebracht, also kommt nächste Woche ein neuer 7er BMW".

Ihr solltet mal ein wenig darüber nachdenken, WO ihr Verbindungen zu Apple zieht und wo nicht. Dieser Artikel war jedenfalls in etwa so sinnvoll, wie ein "Ich hab heute Lust, was zu schreiben, ihr habt Lust, was zu lesen, also saug ich mir was aus den Fingern, was alles und gar nichts bedeutet."

Amiga 68k wird eingestellt?

Von: Kai | Datum: 16.05.2003 | #4
Da kenn ich aber einen Debian-68k-Maintainer der darüber nicht sehr glücklich sein wird!

@guido:sicher?

Von: ich | Datum: 16.05.2003 | #5
warum?

Rechtschreibung

Von: Oberlehrer | Datum: 16.05.2003 | #6
Wann lernt ihr endlich Deutsch?

Es heißt nicht "gcc Compiler", sondern zumindest "gcc-Compiler". Vom Apostrophen bei "IBM" ("IBM'S") ganz zu schweigen.

Ächz. Ich check's nicht, wie Leute mit so wenig Sprachgefühl in aller Öffentlichkeit ihren Unrat verbreiten dürfen.

@oberleerer...ick finte diese deutch seer kut...

Von: KUX | Datum: 16.05.2003 | #7
veil ick nix so gut kan, veil diese schprack isd schwär. aba isd ok. nix broblem. thyl gut deutch schprecke und schkreiben.


gähn

Von: gähn | Datum: 16.05.2003 | #8
gääääääääääääääääähn

Compileroptimierungen fuer PPC 970

Von: ich | Datum: 16.05.2003 | #9
Um nochmal auf den Zusammenhang zu Apple hinzuweisen:
macbidouille hat nochmal einen Link gepostet(http://gcc.gnu.org/cgi-bin/cvsweb.cgi/~checkout~/gcc/gcc/config/rs6000/power4.md?rev=1.4.4.4&content-type=text/plain) wo man eindeutig erkennen kann, dass der gcc 3.3 PPC 970-ready ist! Da Apple seinen gcc immer auf dem "normalen" gcc aufbaut, wird man wohl voellig ueberraschend jetzt doch PPC 970 verbauen koennen.

Apropos: neu kompilieren

Von: EuliX | Datum: 16.05.2003 | #10
==Zitat:
Hoffen wir mal, dass eine eigene Compiler-Option nicht bedeutet, dass Programme neu kompiliert werden MÜSSEN; eigentlich sollten die verschiedenen PowerPC-Versionen ja zueinander binärkompatibel sein.
:Zitat Ende==

Diese Aussage ist ja Quatsch.

1. Müssen alle Programme natürlich neu kompiliert werden, wenn sie von den Vorteilen der 64 Bit Architektur profitieren sollen.

2. Wird es vom PPC970 keine Abwärtskompatiblität zu den 32 Bit Prozessoren geben, nur eine Aufwärtskompatiblität.

3. Ob alle 32 Bit PowerPC Prozessoren tatsächlich binärkompatibel zum PPC970 sind, darüber gibt es aber meines Wissens keine Aussage. Explizit angesprochen wurden bei IBM lediglich der G3er und die G4er Linie von Motorola mit AltiVec.


Also, was mich betrifft, so bin ich ebenso hoffnungsfroh, was eine mutmaßlicher Einsatz des PPC970 in zukünftigen Macs angeht, wie skeptisch, wenn es um eine uneingeschränkte Kompatiblität geht.


Viele Grüße

EuliX

Nicht einsetzbar

Von: Bax | Datum: 16.05.2003 | #11
Der originale gcc ist so oder so nicht von Apple einsetzbar. Einige wesentliche Punkte in der Altivec-Syntax sind zwischen dem "offiziellen" gcc und dem von Apple unterschiedlich. Zudem hat sich die ABI zwischen gcc 3.2 und 3.3 verändert, so daß alle Bibliotheken (libs,frameworks) nicht mehr kompatibel sind.

Für Apple bleibt somit nur übrig, sich die relevanten Neuerungen des 3.3 herauszuklauben und in den eigenen Codefork einzubauen. Es ist dabei übrigens nicht gesagt, daß die Leistung des Compilers darunter leiden muß.

Gruss,
Bax

@thyl

Von: fox | Datum: 16.05.2003 | #12
laß dir mal nicht von "gähhnnn" und "oberlehrer" deine gute laune verderben.
manche menschen sind halt mit nichts zufriedenzustellen. sollen sie halt hier nix lesen und woanders rumsurfen. natürlich ist nicht alles für jeden interessant. aber manchmal - denke ich - würde ich an eurer stelle schon mal die lust verlieren, wenn man für den service hier auch noch dumm angemacht wird.
ignorieren!
schönen tach!
fox

Also eigentlich..

Von: Kai | Datum: 16.05.2003 | #13
Heisst es ja entweder "GCC" oder gleich "GC-Compiler", genauso wie "Basierend auf NT-Technologie" auch doppelt gemoppelt ist. Aber schön, dass du uns drauf hingewiesen hast wie man's nur noch halbfalsch mit elitärem Bindestrich schreibt, Herr Oberlehrer! ;-)

gcc heißt ...

Von: tjp | Datum: 16.05.2003 | #14
schon lange nicht mehr GNU C Compiler sondern GNU Compiler Collection. Und für die Bindestrich-Liebhaber GNU-Compiler-Collection.

@Oberlehrer

Von: Besserwisser | Datum: 16.05.2003 | #15
Wann lernst du die deutsche Sprache? Auch der Duden hält ein Wort für dich bereit, das sich "verstehen" nennt. Verwende dieses Wort, dann brauchst du nicht mehr "checken" sagen. Das sei nur als kleiner Hinweis gedacht.

Elitärer Bindestrich

Von: Binde-Strich | Datum: 16.05.2003 | #16
Das finde ich jetzt gemein, der Bindestrich hat inzwischen in der deutschen Sprache einen, wie ich finde total unberechtigten, Marktanteil von 1%, so etwa wie Apple,was genauso unverständlich ist.
Aber deshalb vom einen wie dem anderen als Elitär zu schreiben ist echt nicht OK.
Rettet den Bindestrich, denn er hält vieles zusammen:-)

@ tjp

Von: Sören Kuklau | Datum: 16.05.2003 | #17
[wohba:~] chucker% man gcc
GCC(1) GNU GCC(1)

NAME
gcc - GNU project C and C++ compiler

-----

Damit sollte die Frage beantwortet sein. Der Befehl 'gcc' heisst heute wie gestern 'GNU C Compiler'. Die eingedeutschte Schreibweise wäre übrigens 'GNU C-Compiler', wenn ich mich nicht irre. Abgesehen davon ist 'Compiler' meines Erachtens sowieso kein deutsches Wort :-P

Natürlich heisst 'GCC' im Zusammenhang mit obigem Artikel 'GNU Compiler Collection', aber 'C' kompilieren kann die immer noch.

gcc = [Zitat] GNU Compiler Collection [/ZITAT]

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 16.05.2003 | #18
Hallo tjp, Hallo Sören,

Seit einiger Zeit steht gcc in der Tat für GNU Compiler Collection (siehe deren Homepage
http://www.gnu.org/software/gcc/gcc.html).

Gemeint ist damit das Packet von Compilern, die sich alle desselben Backends bedienen, darunter sindC, C++, Objective-C, Ada,m Fortran, Java und treelang (was immer das auch sein mag)). Als Kommandos heissen die Frontends für die verschiedenen Sprachen dann
gcj, gnat, gobjc und eben gcc. Beim Kommando
(das letztlich nur ein DFrontend ist) steht gcc in der Tat weiterhin f[r Gnu C/C++ Compiler (wobei es f[r C++ eigentlich das Fromntend g++ gibt).

Alles klar ? ;-)


Bis dann

R"udiger

@ Rüdiger

Von: Sören Kuklau | Datum: 16.05.2003 | #19
Nichts anderes habe ich behauptet. :-)

Uups

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 16.05.2003 | #20
UUps man sollte doch genau lesen und nicht nur überfliegen. Schäm.

Bis dann

R"udiger

@Kai

Von: at | Datum: 17.05.2003 | #21
> Heisst es ja entweder "GCC" oder gleich "GC-Compiler", genauso wie "Basierend auf NT-Technologie" auch doppelt gemoppelt ist.

Oder LCD-Display. Oder VGA-Adapter. Oder USB-Bus. Oder CRT-Bildröhre. Oder Ethernet-Netz. Oder SIMM- bzw. DIMM-Modul. Oder TIFF-Dateiformat. Oder PDF-Format. Oder AS/400-System. Oder ...

Moment!

Von: Sören Kuklau | Datum: 17.05.2003 | #22
"Oder VGA-Adapter."

VGA heisst "Video Graphics Acceleration"! ;-D

@Rüdiger Götz

Von: tjp | Datum: 17.05.2003 | #23
Man kann einen jeden der Compilerfrontends via Komandozeilenoption (explizit) oder durch Erkennung der Dateiendung (implizit) aufrufen.
gcc -c x.cc
Compiliert Dir das Modul x.cc mit dem C++ Compiler (man gcc für die expliziten Aufruf). Zum Linken sollte man aber den g++ Aufruf nutzen.

@tjp

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 17.05.2003 | #24
Hallo,

Ganz so stimmt das nicht.
gcc und g++ verhalten sich leicht unterschiedlich
bei .cc-files. Insbesondere was die libs angeht.

Unter gcc3 scheint es noch "exteremer" zu werden. Da bechwert er sich bei meinen "prozedualen C++-.cc-files" mit gcc über einiges, was bei gcc2 noch ging und bei g++ auch geht. Müsste am Montag mal genau raussuchen was es war, wenn es interessiert (in der Firma haben wir eine Debiankiste mit gcc3).

Bis dann

R"udiger

Re: VGA-Adapter

Von: Stefan | Datum: 18.05.2003 | #25
>>"Oder VGA-Adapter."

>VGA heisst "Video Graphics Acceleration"! ;-D

VGA-Adapter ist völlig richtig, da das "A" nicht für Adapter sondern Array steht.

Stefan