ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2097

Apple liefert Shake 3 aus

Die Dritte Runde geht an OS X

Autor: mike - Datum: 20.06.2003

Vor einigen Stunden hat Apple die sofortige Verfügbarkeit von Shake® 3 angekündigt. "Sofort" heisst bei den Buben am Montag, 23, Juni 2003 und ist mit einem kleinen Unkostenbeitrag von 4'950$ verbunden. πnuts. Hinsichtlich der gewünschten Gewichtung des MacOS X bietet Apple bei dieser Version einige Features mehr, als es die Programmversionen für Linux und Irix bieten können. Unter OS X kann man beispielsweise im Netzwerk rendern lassen ("Shake QMaster"), um die Last verteilen zu können - nicht nur auf ein Cluster von XServe Rechnern, sondern basically auf jeden OS X Mac, der im Netzwerk erreichbar ist. Sehr interessant ist, dass die Netzwerk Lizenzen dabei nichts extra kosten. Selbstverständlich arbeitet dieses Konzept auf der Basis von Rendezvous, sodass verfügbare Renderstationen automatisch erkannt werden. Darüberhinaus wird auch die Lastenverteilung so geregelt, dass ein optimaler Arbeitsfluss entstehen kann.

Zu dem neuen Funktionen, die alle unterstützten Platformen aufweisen, zählt die Simulation der beliebten Filmkörnigkeit sowie neue Tracking Funktionen für Rotoscoping (Denkt an "Malen auf dem Film", wie wenn man Cartoons auf einen echten schon gedrehten Film malen wollte, Bild für Bild. Jetzt hilft Shake dabei!).
Ebenso neu ist die Ausgabe der Effekte auf (professionelle HiRes oder normale) Monitore via einer professionellen Videokarte, oder dass man endlich Audiodaten einlesen kann UND sie ansehen und manipulieren kann - ganz zu schweigen von neuen Möglichkeiten, Audio und Video zu synchronisieren.

"Shake 3 hat unsere komplexesten Projekte entscheidend vereinfacht, so auch bei "The Italian Job" von Paramount Pictures. Wir sind ausserordentlich zufrieden mit der visuellen Qualität, die wir mit Shake erzielen. Jetzt da Shake 3 für OS X mit kostenlosen Netzwerkrenderlizenzen kommt, werden wir Shake zum Kernpunkt unserer Produktion machen" sagte denn auch Rocardo Torres von Blackbox Digital.

Apple selbst bezeichnet Shake als Software der nächsten Generation — da haben wir ja nochmal Glück gehabt, dass es sie trotzdem heute schon gibt! Wie dem auch sei fand die Kompisiting und Effekt-Software Shake in bisher über hundert Filmen Verwendung, wie etwa Lord of the Rings, Finding Nemo, Matrix 2 oder X2.

Bei den Preisen kommt zwar für am Hungertuch nagende Zeitgenossen keine Freude auf - kostet eine Lizenz doch den stolzen Kleinbetrag von 5'000 Dollars, doch ein kleines Grinsen kann man sich halt dann doch nicht verkneifen, wenn man sieht dass diesselbe Software (aber OHNE Shake QMaster) für Linux oder Irix ein 9'900 Dollar grosses Loch in die Kasse schlägt, während man die Windows-Version ja wegen den Stabilitätsproblemen dieses Betriebssystems hat aufgeben müssen ;-)
In genau DIESE Kerbe schlägt Apple aber zweimal, denn: Wer seine bestehenden Linux, Irix oder Windows Lizenzen gegen solche für OS X tauscht, . Wer jetzt sagt das sei aus Performancegründen, dem wird nächste Woche ganz grausam das Lachen vergehen!

Minimale System Anforderungen

- 800MHz PowerMac G4 oder PowerBook G4 oder 1GHz Xserve
- Mac OS X v10.2.5
- QuickTime 6.1
- 256MB of RAM
- 1GB Harddisk Platz für Temporäre Daten
- AGP Graphik Karte mit wenigstens 32MB VRAM (Hardware OpenGL)
- Display mit 1280*1024@24-bit
- Drei-Knöpfe-Maus (*g*)
- eine AJA bzw Digital Voodoo Karte für Voransichten auf einem Video Monitor

Kommentare

"Sofort"...

Von: Sven | Datum: 20.06.2003 | #1
Es wäre vielleicht für unser aller Gesundheit besser, wenn der Montag "sofort" wäre...

GNNNARGH!!!

Stimmt in Mehrfacher Hinsicht *g*

Von: Mr. Mike | Datum: 20.06.2003 | #2


;-)


PS: Hat sich schon die durchschnittliche Sterberate erhöht, oder sind wir Mac User der Menge nach statistisch irrelevant oder einfach nur gesund ?

sehr süsse Beschreibung für Shake :)

Von: abraham | Datum: 20.06.2003 | #3
Selten so eine köstliche Produktbeschreibung von Shake gelesen. Nett wie einem das tägliche Arbeitspferd hier mal auf eine andere Weise näher gebracht wird.

Nur das mit der Performance: hm, im Geschäft hab ich die Wahl zwischen nem Dual 1 GHz G4 und nem Dual 2.4 Pentium. Momentan entscheide ich mich da leider für den PC, hoffentlich gibts da ab nächster Woche wirklich die Chance, über diese Entscheidung nochmal nachzudenken. Sonst bringen auch die ganzen freien Renderlizenzen was, denn die Rechner auf denen ich die laufen lassen kann muss man auch erst mal haben!

mit der dose leider kein Shake3

Von: wolfgang | Datum: 21.06.2003 | #4

@abraham

apple hat nämlich mit Shake3 auch die Updates für Dosen eingestellt!

shake über netzwerk

Von: ctopfel | Datum: 21.06.2003 | #5
ich hab auf [Link] (darf ich da drauflinken?) gelesen, dass shake die renderarbeiten auf dem netzwerk via rendezvous verteilt.
ich gebe abraham allerdings recht dass da schon hardware-mässig etwas im feuerchen sein muss, um shake3 überhaupt sinnvol am mac zu nutzen, da ich schätze, dass linux-system zum selben preis 2 bis dreimal schneller rendern als die momentanen macs.
wenn apple also am montag keine brandneuen, viel schnelleren profi-system herausbringt, find ich die übernahme von shake markttechnischer unsinn, vielleciht gut für apple, aber schlecht für den konsumenten. aber das apple ihre strategie eher nach markttechnischen sachen richtet als nach kundenwünschen (absichtliches tiefertakten der g3's im ibook, damit die konkurrenz zum mini Albook nicht zu gross wird, usw), wissen wir ja bereits.

na dann, hopp IBM 970!

ctopfel

Déjà-vu

Von: nicht Kai, nicht iMob, sondern Sören Kuklau | Datum: 21.06.2003 | #6
"Unter OS X kann man beispielsweise im Netzwerk rendern lassen ("Shake QMaster"), um die Last verteilen zu können - nicht nur auf ein Cluster von XServe Rechnern, sondern basically auf jeden OS X Mac, der im Netzwerk erreichbar ist. Sehr interessant ist, dass die Netzwerk Lizenzen dabei nichts extra kosten. Selbstverständlich arbeitet dieses Konzept auf der Basis von Rendezvous, sodass verfügbare Renderstationen automatisch erkannt werden."

vs.

" ich hab auf [Link] (darf ich da drauflinken?) gelesen, dass shake die renderarbeiten auf dem netzwerk via rendezvous verteilt."

Liest jemand da die Artikel nicht? ;-P

"Runtergetaktete G3s":

Von: kai | Datum: 21.06.2003 | #7
Das ist ein GERÜCHT!

Siehe [Link] />
Nur weil IBM mal gesagt hat, dass sie sehr bald mit dem 750fx auf 1GHz sein werden heisst das noch lange nicht, dass sie da auch hingekommen sind!

Fakt: Im momentanen iBook 900 steckt der schnellste G3 den IBM zur Zeit ausliefert! Solang bis der 750GX offiziell kommt!

Also bitte nicht immer diese Mär vom rutergetakteten G3 weiterpredigen nur weil die IBM-Presseabteilung irgendwann mal zu optimistisch war, ja? ;-)