ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2113

"I don't know how to calculate this"

_This_kicks_ass_!

Autor: flo - Datum: 24.06.2003

Kollege daz M hat schon den Überblick über Panther gegeben und wenn man sich all die Neuerungen ansieht, ist nun zwar die Keynote vorüber, aber die Anspannung ist immer noch dieselbe: Wann ist endlich August? Gleiches gilt (größtenteils) für die vorgestellte Hardware. Es ist also tatsächlich der "G5" aka Power970 vom IBM geworden, und die Specs, die im AppleStore gelistet wurden, haben sich als richtig erwiesen. Ein Schelm, unser Steve: Es war tatsächlich eine "gewollte Undichtigkeit" und es hat perfekt funktioniert. Übrigens: Bei Heise tummeln sich schon wieder die Nörgler, die mich bei früheren Keynotes schon reichlich genervt haben. Diesmal jedoch juckt mich das nicht. Warum? Weil die diesmal vorgestellte Hardware einfach nur genial ist. So einfach ist das. Drei Modelle wird es geben: 1,6 GHz, 1,8 GHz und einen 2-GHz-Dual-Boliden. Viel wichtiger als die pure MHz-Steigerung (die von Einsteiger zu Einsteiger immerhin 60%, zwischen den Topmodellen 40% beträgt!) ist das ganze System drumherum. Der FrontSideBus (FSB), der eigentlich kein Bus ist, sondern eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung, ist mit jeweils halber Prozessortaktrate (oder um genau zu sein: mit einem Viertel des Prozessortaktes, aber mit DDR-Technik) um ein Vielfaches schneller, als beim G4. In Zahlen: Beim Topmodell können effektiv 7,1 GByte/sec übertragen werden – beim G4 waren es theoretisch 1,3 GByte/sec. Und erst beim Dual-Modell kommt die architektonische Verbesserung des IBM-Chips eigentlich richtig zur Geltung: Während sich die beiden G4s die Bandbreite teilen mussten, stehen die 7,1 GByte/sec nun tatsächlich _jeder_ CPU zur Verfügung. Der größte Flaschenhals ist damit geradezu pulverisiert, ganz nebenbei lässt man die Intel-Konkurrenz locker im Regen stehen.

Beim Speicher legte man ob des großartigen FSB schier notgedrungen noch eines oben drauf: Hier kommt nun PC3200 (im kleinsten Modell: PC2700) zum Einsatz, etwas schnelleres ist derzeit noch nicht verfügbar. Da als "Dual channel" ausgelegt liegt der theoretische Durchsatz bei 6,4 GByte/sec und ist damit für das Topmodell fast schon zu langsam. Ein Nebeneffekt der verwendeten Technik: Man sollte Speicher immer paarweise einbauen. Maximal sind 8 GB möglich (kleinstes Modell: 4 GB), Grundausstattung sind 256 im kleinen, 512 MB in den beiden größeren PowerMacs.

Auch die Grafikkarte und -schnittstelle kann beeindrucken. Eine GeForce FX5200 Ultra steckt in den beiden "Low-End"-Modellen, wie Steve Jobs beinahe schon genüsslich betonte. Im Top-Modell werkelt eine Radeon 9600 Pro vor sich hin und darf die "wrap around"-Grafiken beim User-Wechsel berechnen. Angebunden sind die Grafikchips über AGP 8x Pro, was eine theoretische Bandbreite von rund 2,1 GByte/sec verspricht. Oder anders: im beliebten "Benchmark" Quake III Arena liefert das Spitzenmodell 337 fps – was ein Un-/Wahnsinn ;)

Über eine "Hyper-Transport-Bridge" ist am zentralen Systemcontroller ein PCI X (1.0)-Controller angeschlossen, der eine Karte mit 133 MHz, zwei weitere mit 100 MHz und jeweils 64 Bit betreiben kann. Für schnelle SCSI-Controller oder etwa eine RTMac von MAtrox sind solch schnelle PCI-Slots durchaus sinnvoll. PCI X ist übrigens rückwärtskompatibel, so dass sich natürlich auch bereits vorhandene Karten in den neuen Macs betreiben lassen.

Ebenfalls über HyperTransport ist ein nochmals verbesserter I/O-Controller angebunden: Serial-ATA (bis zu 150 MB/sec, zwei separate Kanäle!), FireWire 400 und 800, USB 2.0, Gigabit Ethernet sowie analoge und optische Sound-Ein- und Ausgänge etc. – mehr geht beim besten Willen nicht.

Die Verbindung all dieser Komponenten - Hyper Transport - ist nicht wie bisher ein Bussystem, sondern - wie schon erwähnt - eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung. So entfällt eine mühsame und Bandbreiten-raubende Kommunikation, wer denn nun den Bus beanspruchen darf und wer nicht. Hier wurden wirklich Flaschenhälse entfernt.

Noch nicht genug? Alle Modelle haben auch noch ein 4x Superdrive spendiert bekommen. Im Gegensatz zu den MDD-G4-Modellen ist der Einbau eines zweiten optischen Laufwerks nicht mehr möglich. Auch der Platz für zusätzliche Festplatten ist begrenzt: Maximal zwei Platten können eingebaut werden, was bei den derzeitigen Festplatten 500 GB Maximalausbau bedeutet. Während das "Einsteiger"-Modell mit einer fast schon moderaten 80GB-Platte daher kommt, protzt das mittlere Modell bereits mit einer 160 GB-Platte - das sollte eine zeitlang genügen ;)

Die entscheidende Frage nach einem derartigen Feature-Feuerwerk: Was kostet der Spaß? Die neuen Dream-Machines sind teurer als die G4s - aber nicht viel. 1999 Dollar oder - man höre und staune - 1899 Euro (netto) sind für den kleinsten PowerMac fällig. Das sind 400 Euro mehr als für den 1 GHz-G4 oder genausoviel, wie derzeit ein 1-GHz-17"-iMac kostet. Der Single 1,8-GHz-PowerMac ist rund 300 Euro teurer (2199/2550 Euro netto/brutto) und bringt mehr (und schnelleren) Speicher, eine doppelt so große Festplatte und durch die schnellere CPU auch den schnelleren FSB mit sich. Das Topmodell mit zwei 2-GHz-Power970-CPUs kostet noch einmal 600 Euro mehr (2799/3246) und dürfte einfach aufgrund der brachialen Performance schon sein Geld wert sein.

Apropos Performance: Apple hat hier einige Vergleiche veröffentlicht. Ob die Werte nun genau stimmen oder ob sich da für den gnadenlos vernichteten Dual-Xeon (ein Single-P4 darf sich gar nicht erst blicken lassen) mit einem anderen Compiler (Intels eigene "Züchtungen") nicht ein anderes Bild hätte hindrehen lassen, soll einmal dahingestellt sein. Fakt ist, dass der G5 bei den Integer-Berechnungen enorm zugelegt hat und nun mit den großen Intels auf einer Höhe steht, bei Floating Point hingegen sogar die Nase vorn hat (laut Tests bis zu 41% - und das gegenüber einem um 50% höher getakteten Xeon!). Die von Steve heiß und innig geliebten "Real world" Tests mit Photoshop, Mathematica und Luxology bescheinigtem dem 2x2GHz Mac auf alle Fälle eine gut doppelt so hohe Performance als der 2x3,06-GHz-Xeon-Delle (die mit 4000 Dollar 1000 Dollar teurer ist!). Tja, und den Vergleich zwischen Apples Adoptiv-Zögling Logic und der PC-Konkurrenz Cubase kommentierte Jobs nur noch mit "I don't know how to calculate that" - wer mag ihm die gute Laune verübeln ;)

Was bei uns Macianern natürlich ebenfalls immer eine enorm große Rolle spielt: Das Design. Es ist... gewöhnungsbedürftig. Aber wie drückt sich As the apple turns gewohnt treffend aus: "...most Mac fans would buy one even if it came in an enclosure made entirely out of rotting liver and shaped like the head of Pat Morita." Ganz so schlimm ist es sicher nicht, aber wenn man den reinen Nutzen sieht und den Umstand, dass das Gehäuse neun (in Zahlen: 9!) Lüfter in sich trägt und dabei gerade mal 35 dBA erzeugen soll (das ist nur wenig lauter als ein Festplattenzugriff), dann gebührt Jonathan Ive einmal mehr höchster Respekt. Gelingen soll dies durch eine individuelle Steuerung jedes einzelnen Lüfters und die Einteilung in so genannte thermal zones. Durch ständige Kontrolle wird somit immer nur der Bereich gekühlt, in dem es nötig ist. Nach wie vor ist das Gehäuse selbstredend ohne Schraubenzieher zu öffnen, sondern über diesen Verschluss:

Eine kleine Einschränkung zum Schluss: Verfügbar sind diese Traummaschinen erst ab August, ausgeliefert werden sie noch mit Mac OS X 10.2.

Kommentare

Naja ... das wird sich im nächsten Frühjahr zeigen

Von: Murdock | Datum: 24.06.2003 | #1
Die technischen Daten sind sensationell! Keine Frage. Aber das Gehäuse und die Kühlung sind wirklich billig. Hat sich bei Apple schon mal jemand Gedanken gemacht, wie das Gehäuse nach einem halben Jahr Benutzung innen aussehen wird? Ich kann es euch sagen: Staub, Staub, Staub. Außerdem sind die Erweiterungsmöglichkeiten ja noch schlimmer als im G4. Das Design selber hat irgendwie etwas von einer Käseraspel. So! Jetzt könnt ihr mich schlagen! ;-) Ich werde mir einen G4 kaufen und dann halt auf den G5 Rev.3 oder 4 warten.

Psychozeugs

Von: amerigo | Datum: 24.06.2003 | #2
MACombat:
"Wer Angst hat, aus der Masse zu ragen, hat meist auch Angst, Verantwortung zu übernehmen..."
.
schön gesagt. jetzt geh' ich noch eins weiter: diese "Angst" ist purer Narzissmus.

TV-Ausgang fehlt

Von: apoc7 | Datum: 24.06.2003 | #3
Wieso bekommen die mal nicht eine 101% Maschine hin.
Jetzt kann ich endlich eine DVD in Dobly 5.1 anschauen, aber kann das Bild nicht auf dem TV darstellen - Kinofeeling ist dann wohl nur mit 23" CinemaDisplay möglich...

wer guckt dvds auch aufm rechner

Von: cpu | Datum: 24.06.2003 | #4
gibt doch standalone dvd player schon für 60 eur und die bildqualität ist besser als bei jedem tv ausgang eines pcs...

Und da hätten wir noch einen Spinner. Könnte auch ein Dull-User sein???

Von: Tom | Datum: 24.06.2003 | #5
[Link]

Mac-Anwender will G5 als zu langsam entlarven

Macmotion, Dienstag, 24.06., 09:00:00

News, Ein Mac-Anwender versucht auf einer speziellen Website, Apples während der gestrigen WWDC-Keynote vorgeführten Spec-Tests widerlegen und bezichtigt den Mac-Hersteller in diesem Zusammenhang der Irreführung potenzieller Kunden. Auch die von Steve Jobs angeführten Preisvergleiche seien nicht korrekt. So seien die neuen Power Macs G5 signifikant teurer als vergleichbare Pentium-Systeme.

Re:Und da hätten wir noch einen Spinner. Könnte auch ein Dull-User sein???

Von: DC | Datum: 24.06.2003 | #6
Hab mir die Tests, von denen der Typ spricht, angeschaut. Der ist 1. kein Mac Anwender und 2. hat er sich aus den Tests nur den einen Part herausepickt, bei dem es sich ausschließlich um den CPU internen (als nicht aufs RAM zugreifenden) Integer Test handelt. Und das Teil dann ziemlich professionell mit ner Grafik aufgebauscht. Der wurde garantiert bezahlt für das was er da gemacht hat.

Fazit der Tests:
CPU intern:
- Integer: Pentium ist schneller als P970
- Floaing Point: P970 ist schneller alt Pentium

Test mit Speicherzugriffen:
- beide male P970 schneller als Pentium

Getestet wurde der G5 Dual 2 GHz gegen einen Dell Dual 3,04 GHz.

Facts found, no reality distortion, please.

gewollte undichtigkeit

Von: tsch | Datum: 24.06.2003 | #7
> Es war tatsächlich eine "gewollte Undichtigkeit"

ne, war es nicht.

Compiler

Von: flo | Datum: 24.06.2003 | #8
Full ACK zu Rüdiger. Apple hat systemübergreifend gcc 3.3 verwendet, und das ist durchaus legitim, schließlich ist gcc ein weit verbreiteter Compiler auch in der x86-Welt. Die Firtran-Compiler von Intel können einiges mehr rauskitzeln - und sind brachial auf die Spec-Suites hingeschustert. Ob das Sinn macht, mag ein jeder sich selbst beantworten.

Ein "Brot-undButter-Compiler" ist das Ding von Intel jedoch nicht. Das ist schon eher der gcc.

Doch immerhin: Man darf ja nicht übersehen, dass hier immer noch ein 2GHz- mit einem 3,x GHz-Prozessor verglichen wird, und der Power970 kommt nun endlich an die Spec-Int-Werte eines Intel P4 ran - und die sind reichlich gut, das muss man ja auch mal erwähnen (hängen so manchen 64Bitter ab).

@tsch

Von: flo | Datum: 24.06.2003 | #9
Es war tatsächlich eine "gewollte Undichtigkeit"

ne, war es nicht.


Huiui, was treibt dich zu solch ausgefeilter Argumentation?

@flo

Von: sandro | Datum: 24.06.2003 | #10
die aussage von jobs. habe ich auch so verstanden das es ein versehen war. steht zumindest bei macrumors so im script.
Sinngemäß: "War zwar ein Versehen, aber geniales Marketing."

Dann hab ich's nicht richtig gehört...

Von: flo | Datum: 24.06.2003 | #11
OK, weder Bild noch Ton des Streams sind berauschend ;)

An Stelle von Jobs würd ich das jedoch (das leaking, nicht den schlechten Stream) zur Marketing-Prämisse machen ;)

eindeutig ein Versehen

Von: Jouls | Datum: 24.06.2003 | #12
Leute,

es war eindeutig ein Versehen, daß das G5-Spec-GIF zu früh ins Netz gestellt wurde. Und es besteht immer noch: Surft mal im US Apple Online Store zum G5! Jetzt haben sie vergessen, die alte GIF-Datei mit den G4 Specs gegen die neue mit den G5 Specs auszutauschen. Höhö, die haben tatsächlich den alten Webmaster gefeuert.

Zum Them Performance der neuen Geräte surft mal bei Onkel Heise vorbei, da ist das Thema in sehr viel neutralerem Ton abgehandelt worden:

[Link]

Dennoch, ich finde die neuen Teile in jeder Hinsicht genial. Das perfekte Gerät gibt es sowieso nicht. Ein paar Kompromisse muß man immer eingehen. Und bei Apple laufen die auf sehr hohen Niveau.

Hey, und wann kommen neue PBs 15"??

Unersättlich diese Mac-Gemeinde ....;-)

Beste Grüße,
Jouls

Wo kann man sich den Stream von der WWDC ansehen?

Von: atrus | Datum: 24.06.2003 | #13
Hallo LeutZ, habt ihr denn einen Link, mit dem ich zu der Aufzeichnung der WWDC gelange? Ich mag mir das auch einmal anschauen.

wwdc stream

Von: FOX | Datum: 24.06.2003 | #14
findest du hier:
[Link]

dort einfach auf watch now klicken.


FOX

Ich warte mal ab

Von: Cavallo | Datum: 24.06.2003 | #15
obwohl Apple für mich weiterhin der Computerhersteller bleibt, wies mit den kommenden 64bittern von AMD und Intel aussieht. Der Performancevergleich war zwar beeindruckend, jedoch rannte der G5 gegen 32bitter an. Das gibt mir schon etwas zu denken. Dann gehe ich mal davon aus, daß mit Einführung der Konkurenz64bitter auch dort ein neues Bussystem Einzug halten wird. Beim G5 wird die Wichtigkeit von genügend RAM sich noch deutlicher zeigen, als beim G4, da, wenn ich es richtig verstanden habe, sonst wieder alles am Tempo der Festplatten hängenbleibt. Man stelle sich mal die interne Rechenleistung vor, von der man wiedermal nix spüren kann, sobald die Daten auf Platte hin und her geschaufelt werden müssen. Die Preise hatten mich eigentlich überrascht, war jedoch nach dem Blick im dt. AppleStore gleich wieder enttäuscht. Unser T(Euro) ist doch was wert. Da sollten die Maschinen doch zumindest in Euro die gleichen Zahlen aufweisen, wie in Dollar?

@ cavallo

Von: FOX | Datum: 24.06.2003 | #16
preise:
wie schon so oft erwähnt, sind die us-preise doch OHNE steuer, die in jedem bundestaat verschieden sind. manche staaten haben nur ein paar prozent. in good old N.Y. sind es z.b. 7% steuer + noch ein aufschlag der stadt. d.h. die rechner SIND in euroland NICHT teurer als in den USA.

FOX

@Fox

Von: Cavallo | Datum: 24.06.2003 | #17
stimmt. Die Preise sind in der Tat mitlerweile identisch, da war ich wohl etwas unbedacht.

@FOX

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 24.06.2003 | #18
Hallo,

Natürlich sind die Macs in Euroland teurer. Vergleiche mal die Nettopreise.

US-Preis 1999 $ = 1738 Euro (Kurs 1.15Dollar/Euro)

EuroPreis 1899 Euro -> 2203 Euro inkl MwSt.

Es sind die übloich 5-10 % extra wie schon seit Jahren. Es sind aber nicht mher die 20-25 % die wir zwischenzeitlich hatten (und bei den IPod noch haben).

Zum Vergleich 64bit G5 vs 32bit P4.
AFAIK Alle Apps und OS 32bittig (OS X 10.2.7 ist im wesentlichen noch ein 32bit-OS) d.h. es war ein Vergleich des G5 im 32 bit Mode (der vollkomen Transparent ist) gegen eine 32bit CPU. Was aber auch fürs erste der relevante Vergleich ist.

Bis dann

R"udiger

G5 ab sofort erhältlich, bei Cancom

Von: Cavallo | Datum: 24.06.2003 | #19
mit 5% Rabatt, also ab 1899 Euronen für den Kleinen. Das ist ein Top-PC-PLUS-Markt Preis!

@rüdiger

Von: FOX | Datum: 24.06.2003 | #20
da hab ich nicht richtig nachgedacht. du hast recht!

also, am besten sowas in einem staat mit 0% steuern kaufen und als "handgepäck mit nach D. nehmen! das wären dann nur deine 1738 euro.

FOX

benchmarks.....

Von: namepower | Datum: 24.06.2003 | #21
apple benchmarks sind ja legendär für ihre "korrektheit" :-) ist aber nicht nur ein apple phänomen, alle hersteller verwenden "korrekte" benchmarks um ihre eigene produkte besser hinzustellen als die konkurrenz. ich bin aber sicher das die performance lücke zwischen der pc und apple welt endlich überbrückt worden ist. das ist das wichtigste und nicht irgendwelche spec zahlen. ob jetzt der g5 um 10 punkte oder der p4 um 15 vorne liegt ist nicht relevant (außer beim marketing :-) jetzt gilt das argument das die macs langsam sind nicht mehr.

Brot- und Butter Compiler unter Windows

Von: Wodka | Datum: 24.06.2003 | #22
Das dürfte eigentlich der MS-Compiler sein, der beim VisualStudio dabei ist. Na klar, wenn man es sich leisten kann nimmt man Intel-Compiler. Aber die meisten verwenden den von Microsoft.

ich bin noch etwas skeptisch...

Von: mattin | Datum: 24.06.2003 | #23
ich freu mich dass apple offenbar (warten wir es ab) leistungsmässig aufgeschlossen hat, aber in den punkten preis und erweiterbarkeit (max 2 platten?, 2. laufwerk?) hat sich apple verschlechtert.

das "schöne": bei ebay wirds jetzt fast nur komplettpakete geben, denn auch die pro speaker können nicht mehr angeschlossen werden ;)

hat wer interesse an einem dual 1000? :P

@maccombat

Von: ERNIE | Datum: 24.06.2003 | #24
hmm .. super geschrieben ! koennte glatt als eigenstaendiger artikel bei den macguardians durchgehen :-)

an die profis hier: was bringt der 8xAGP?

Von: mattin | Datum: 24.06.2003 | #25
kann man in den dicken agp slot andere grafikkarten einbauen? ich mein so high end karten wie ne wildcat oder so?

Party!

Von: Kai | Datum: 24.06.2003 | #26
MACombat:
Full ack! ;-)

atrus:
Willkommen an Bord! ;-) Möge Jobs immer über dich wachen und möge deine Mac-Experience immer gut sein, hehe!..

Zu dem Haxial-Typen:

Ich hab ihm gerade eine sehr ausführliche, sehr freundlich formulierte, sachliche Email geschrieben mit ein paar Infos zu Sachen SPEC.
Mal sehen, ob er die auch veröffentlicht, denn die passt nicht ganz ins Bild der Mac-Flamer, die er scheinbar ausschliesslich auf seiner Seite kommentiert!

Nur soviel dazu: SPEC ist ein Riesenbeschiss, und die Zahlen die Steve da zitiert hat haben mich eigentlich wenig interessiert. SPEC ist schon seit vielen Jahren eine Show nach dem Motto "wer nicht bescheisst bis zum Kotzen, ist selber schuld"

Paar Beweise:
IBM hat nur ihre tollen SPEC-Zahlen erzielt, weil sie von einem 4-CPU-Modul alle L3-Caches auf eine CPU gelinkt haben und somit 32MB L3-Cache hatten:
[Link]

Sun hat nur einen tollen SpecFP-Wert erzielt, weil sie in einem einzigen Test (179.art) pervers hohe Werte erzielt haben:
[Link]

Tja, und Intel hat eben ihren C- und v.a. ihren Fortran-Compiler eigentich nur für Spec-Test geschrieben, denn die SpecFP-Suite ist hauptsächlich Fortran! ;-)
Da wird dann eben der Code analysiert und wenn's Spec-Code ist werden handoptimierte ASM-Routinen verwendet! Es ist im Endeffekt genau dasselbe Spiel wie mit nVidia und 3Dmark, nur regt sich hier komischerweise keiner so auf, weil's schon seit vielen Jahren normal ist! ;-)

IBM/Apple haben (noch!) keinen solchen hochoptimierten Compiler, deshalb haben sie den GCC als Basis genommen! IBM weiss eigentlich schon, wie sowas mit der Spec geht, aber ich denke, sie hatten in der Zeit bis zum Release des G5 einfach besseres zu tun! ;-)

Ach ja: Wenn Spec angeblich ja so "realworld" ist, kann mir dann mal jemand erklären, warum der P4 bei Einführung so unglaublich mies in der Performance war (und von allen Athlons und sogar einigen P3s verblasen wurde!) obwohl seine Spec-Werte jenseits von gut und böse waren? ;-)

Mattin:

Von: Kai | Datum: 24.06.2003 | #27
Es ist laut Apple ein AGP Pro Slot!
Wenn es ein Pro-Slot ist, warum sollte man dann auch keine Pro-Grafikkarten verbauen können? ;-)

Soweit ich weiss, hat Jobs ja auch irgendwas in der Richtung gesagt, dass Pro-Grafikkarten bald kommen sollen usw!...

Was viele Macuser überhaupt nicht bedenken.....

Von: Nico | Datum: 24.06.2003 | #28
....ist, sich mal im Rückblick den Werdegang Apples in den letzten 2 1/2 Jahren anzuschauen.

1. Apple (diese kleine "Popelfirma" aus Kalifornien) hat komplett auf ein neues Betriebssystem umgestellt. (welcher der großen hätte sowas gewagt, mit den ganzen Abhängigkeiten...)

2. Der Switch zu OS X verlief kontinuierlich und unterm Strich sehr gut (es gibt immer vereinzelte Horrorstories).

3. Re-Kompatibilität und Systemintegration auch bei älteren Rechneren ist excellent. Ich kann meinen Quadra 650 (Sys 7.61 !!!) problemlos über Ethernet einbinden und habe optimalen Zugriff.

4. Der Hauptaugenmerk Apples lag in dieser Zeit auf OS X. Jeder, der was anderes verlangt hatte (Hardware), hat nicht verstanden, daß erst das Betriebssystem stehen muß. Die Hardware kann dann folgen.

5. Durch die Wahl eines unixbasierten Kerns steht mit einem Mal der gesamte wissenschaftliche Highend-Opensource-Bereich (u.a.) zur Verfügung. OS X vereint Powerfreaks und "Normalos" perfekt unter einem Dach. Dadurch entsteht erhebliches Moment für dieses System, was sich in der kontinuierlichen Verbreitung von OS X gerade in Entwicklung und Forschung zeigt. Insofern ist dies schon ein genialer Schachzug von Apple. Microsoft kann hier in keinster Weise konkurieren.

6. Die Systemarchitektur von OS X bedeutet minimale Latenzen bei zeitkritischen Anwendungen (z. Bsp. Audio-Datenströme und ihre Verteilung, Video). Auch hier kann Microsoft absolut nichts entgegensetzen.

7. Jetzt ist die Zeit einer neuen Hardwarearchitektur gekommen, wie alle am Montag sehen konnten. OS X wird erwachsen. Zählt man alle Kommentare, welche über die Architektur geschrieben wurden, statistisch zusammen, so ergibt sich als Essenz, daß die jetzt eingeführte PPC-Architektur nicht nur theoretisch erhebliches Entwicklungspotential hat, und in ihrer technologischen Anlage der Konkurrenz voraus ist. Mit IBM ist ein Partner an Bord, der weltweit führend im Prozessor-Entwicklungsbereich ist. Das Nowhow IBMs sollte man nicht unterschätzen.

8. Die jetzt vorgestellten Rechner sind ja nur der Anfang dieser neuen Reihe. Sie bieten z. Zt. eigentlich die Leistung, welche man im Pro-Bereich haben möchte. Es ist sehr wahrscheinlich, daß bereits im 1. Quartal 2004 die Powermac-Linie upgedatet wird.


In diesem Licht betrachtet, kann ich nur sagen, daß Apple einen sehr guten Job gemacht hat. Natürlich gibt es Kritikpunkte, aber wann gibt es die nicht ? Für mich bleibt mit diesen Perspektiven der Mac die Plattform der Wahl.

Argh! ;-)

Von: Kai | Datum: 24.06.2003 | #29
Opteron ist ein Serverprozessor! Wenn man mit dem G5 vergleichen will sollte man einen Desktop-Prozessor nehmen!
Der richtige Vergleich mit nem Opteron wäre z.B. der Power4, der richtige Vergleich mit G5 wäre dann der Athlon64, AMDs ausgewiesene Desktop-CPU!
Der wurde allerdings auf September verschoben und hat auch lang nicht soviel Bandbreite zur Verfügung wie der Opteron!

Tja, und dann hat AMD (leider!) eben immer noch das Manko, dass sie im High-End-Anwendungs-Softwarebereich (in dem Apple auch spielt bzw. teilweise jetzt (wieder) mitspielen will) nicht wirklich ernstgenommen werden! Video-Postproduction, 3D-Rendering, PrePress, Profi-Audio etc!..

Die optimieren ihre Andwendungen fast allesamt nur auf Intel, wenn du ein PC-Komplettsystem kaufst, was steckt mit 95%iger Wahrscheinlichkeit drin? Intel! Wer ist als erstes dabei, wenn Intel irgend ne neue Technik (SSE, SSE2, Hyperthreading usw) rausbringt? Die Soft- und Hardwarehersteller aus dem High-End-Bereich!

Mir passt's ja auch nicht, aber die Leute legen sich auf einen Standard fest, so wie's der Apple war und teilweise noch ist und alles andere ist "unsupported"!

Wenn man bei so nem Hersteller anruft und sich beschwert, dass die Software nicht will, und man erzählt dem, dass man nen Athlon (oder sogar Opteron!) hat, dann hustet der einem eins und sagt nur "tut mir leid, nicht supported!"!...

@Kai / SPEC

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 24.06.2003 | #30
Hallo,

Wenn man sich SPEC genauer anguckt, ist SPEC
ein NumberCrunching Benchmark und als solches
nach meiner Erfahrung ziemlich RealWorld (ich habe mit eigene NumberCrunching Programmen
ähnlich Unterschiede zwischen ggc und Intel gefunden)

Nun sind die Standard-Office Anwendung oder auch die üblich Mac Anwendungen nicht in erster Linie NumberCrunching. Ergo ist ein NumberCrunching Benchmark nur beding aussagefähig.

Das der P4 Anfangs so schlecht da stand hatte aber vor allem 2 zwei andere Gründe.

1. Die Architketur unterscheidet sich deutlich von der des PIII, d.h der Compilier muss anders optimieren. Die Software war aber noch auf PIII optimiert, was zu Einbussen beim P4 führet (BTW: Das kann uns jetzt auch drohen, da die meisten Software noch auf G3/4 optimiert ist, zumindest wird das Potenzial des G5 nicht ausgenutzt).
Software die vollkommen neu übersetzt wird (wie es bei SPEC immer passiert) konnte natürlich sofort P4-optmiert werden. Bei existierenden Binaries geht das nachträglich schlecht.

2.. Die meiste RealWorld Software wird eben nicht mit dem IntelCompiler gebaut sondern vermutlich mit dem Microsoft Compiler der ziemlich lahmen Code liefert (noch deutlich langsamer als der gcc)


Mittlerweile wird die meiste Software wohl P4 optimiert und ergo steht dieser auch nicht mher ganz so schlecht da.


Und was hätte den Apple sonst nehmen sollen.
Das Bytemark ist noch weniger aussagekräftig
(das Wacht nicht mal jemand über die Einhaltung der nichtvorhanden Regeln) und sonst kenn ich keine plattformübergreifendes Benchmark. Sogeannte RealWorld Tests sind auch immer (und in viel höherem Masses) ausgewählt. Apple wird wissen warum sie genau diesen Photoshopfilter verwenden (und vorher entsprechend optimiert haben). Ein PC-Typ wird wiessen warum er genau andere nimmt.

Cross-Palttfrom RealWorld-Benchmarks sind IMHO noch viel weniger aussagekräftig als SPEC, weil sich dabei jeder das raussuchen kann was er im in den Kram passt. SPEC ist wenigstens vorgegeben und transparent

So gesehen ist SPEC, obwohl es nur von begrenztem Wert ist, immer noch die beste vieler schlechter Alternative.

Letztlich müsste jeder für sich eigene Benchmarks fahren, mit genau den Apps und den ABläufen die er nutzt. Dann hat er für sich einen aussagekräftigen Wert. Aber für den nächsten User ist er dann schon wieder nur von begrenztem Wert.

Bis dann

R"udiger

@Nico - Ich ziehe meinen Hut vor dir!

Von: CiPi. | Datum: 25.06.2003 | #31
Ich ziehe meinen Hut vor dir!

Da hat einer Apple aber so richtig verstanden !

Respekt!

MfG CiPi.