ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2198

Apple und die Hochschulen

Doch, manchmal paßt das zusammen…

Autor: dk - Datum: 18.07.2003

Am kommenden Donnerstag übrergibt Apple an der TU München das erste Mac OS X Labor mit dem klangvollen Namen »Aquarium Extreme«. Zusammen mit dem Lehrstuhl für angewandte Softwaretechnik der TUM wird diese in Deutschland bisher einmalige Institution an den Start gebracht.

Das mit neuesten Macs ausgestattete Labor soll der Ausbildung von Studenten dienen und Wissenschaftlern, die die Apple-Plattform als Basis für die Softwareentwicklung nutzen, erstklassige Bedingungen bieten. Der Lehrstuhl von Prof. Bernd Brügge arbeitet bereits seit Jahren mit Apple zusammen und forscht an Methodiken des Software Engineering. Im Juni diesen Jahres gewannen vier seiner Studenten auf der Entwicklerkonferenz (WWDC) 2003 von Apple den Apple Design Award in der Kategorie »Best Mac OS X Student Product«.

Bleibt allerdings zu wünschen, daß Apple nicht erst Engagement zeigt, wenn man mit den von Studenten gewonnenen Preisen nette PR-Mitteilungen schreiben kann. Es gibt in Deutschland so viele Fakultäten, die gern den Mac als erstes Tool für kreative Arbeit nutzen würden. Doch Apple scheint immer noch nicht verinnerlicht zu haben, daß man gerade durch die Unterstützung in Lehrjahren sich die besten und treuesten User heranzieht. Diese Aktion in München macht aber Hoffnung für die Zukunft. Gerade im Educationbereich muß Apple viel Überzeugungsarbeit leisten. Aber Cupertino scheint immer noch nicht zu wissen, wo Europa liegt, zumal es ja auch schon recht alt ist…

Kommentare

ich befürchte...

Von: mattin | Datum: 20.07.2003 | #1
dass apple das nur halbherzig durchziehen wird, immerhin fallen die verkaufszahlen in D recht bescheiden aus, das könnte die motivation bei apple hemmen, ein teufelskreis.

"Doch Apple scheint immer noch nicht verinnerlicht zu haben, daß man gerade durch die Unterstützung in Lehrjahren sich die besten und treuesten User heranzieht."

wie sieht es denn in den USA aus?

OS X - der Himmel für Studenten?

Von: housemaister | Datum: 20.07.2003 | #2
Ich stell mal folgende Behauptung auf:
OS X wäre für Informatik-Studenten das Beste.
Begründung: Die Freaks können mit dem Unix-Unterbau alles anstellen und ausprobieren, was sie auch mit den Linux-Kisten können. Auch zum Lernen der Basics ('Wie funktioniert das mit Sockets?' u.ä.) ist das bestens geeignet. Und die Studenten, die man erst an Computer gewönen muss (So was gibts auch!), werden nicht gleich durch die Kommando-Zeile abgeschreckt.
Klar für einige Spezialfälle fehlen dann vielleicht die Anwendungen; aber das passiert auch mit Linux; nicht alle Spezalanwendungen harmonieren mit allen Distributionen bzw. Kernel-Versionen.

Und das sind nur die oberflächlichsten Gründe. Es gibt sicherlich noch eine Menge mehr!

Was bleibt als Fazit? Der Hauptgrund, warum man einen Mac an den Informatik-Instituten so selten trifft, ist dass die Verantwortlichen den Mac nicht kennen und ihn gar nicht in Betracht ziehen. Also _muss_ da massiv Werbung gemacht werden; gerade auch mit diesem Fallbeispiel aus München.

Also Apple: macht mehr Werbung, findet Partner an den Unis, die den Mac einsetzen wollen und macht das dann public!

dem kann ich nur zustimmen...

Von: iMob | Datum: 20.07.2003 | #3
...denn einmal Mac, immer Mac ;))

Wichtig ist natürlich weiterhin eine leistungsstarke Hardware, die die Bedürfnisse dieser Klientel abdeckt und für sie auch bezahlbar ist und bleibt.

Apple täte gut daran, diesen Markt nicht zu vernachlässsigen, auch wenn Geräte in diesem Preissegment nicht die großen Profite abwerfen. Hier muss langfristig gedacht werden.