ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2202

Steve Wozniak lässt die Katze aus dem Sack

Mit ID-Tags Verschwundenes wiederfinden

Autor: roland - Datum: 21.07.2003

Offenbar hat das hartnäckige Schweigen des genialen Apple-Mitgründers nun ein Ende. In einem langen Beitrag in der New York Times von gestern lässt Woz endlich die Katze aus dem Sack und erklärt, was es mit der ominösen Hardware auf sich hat, die zusammen mit dem WozNet den Kern dessen bildet, was seine Firma Wheels of Zeus nun wohl zur Serienreife entwickelt hat: Ein sogenanntes ID-Tag, das zu einem Stückpreis von ca. 25 Dollar via GPS in einem Radius von rund 2 Meilen im lokalen Wireless-Netzwerk WozNet meldet, wo der Träger des Tags sich exakt befindet. Die Idee dazu, sagt Woz, sei ihm gekommen, als ihm sein Hund abhanden gekommen ist... Der Markt für ein solches elektronisches "Wiederfinden-System" dürfte gewaltig sein!

Kommentare

Ketzerei!

Von: Ketzer | Datum: 21.07.2003 | #1
Also: Der Mann, welcher den Computer mitentwickelt hat welcher für den 1984-Spot verantwortlich war, entwickelt jetzt so ein Zeugs? Saubere 180°-Wendung! Verdrahtet eure Kinder und Frauen! Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser? Bezeichnend das sowas aus den USA kommt, dort gibts sicher nen riesigen Markt dafür. Mir wird grad schlecht...

sieh es doch mal so

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 21.07.2003 | #2
nie wieder irgend etwas suchen.
Wo ist meine Krawatte? die Frage wird vom Computer und nicht von der Ehegattin beantwortet.
Aber 25$ ist zu viel interesant wird es ab 1-2$ pro ID Tag, und der Chaotischen Lagerhaltung im Privathaushalt steht nichts mehr im weg.
Nie mehr aufräumen, nie mehr suchen. Einfach alles in die Abstellkammer, oder den Schrank. Man findet es ja eh gleich wieder wenn mans braucht.
Ordnung hat ausgedient, es lebe WOZ.

Nene

Von: Ketzer | Datum: 21.07.2003 | #3
Damit wird doch einfach der Degeneration des menschlichen Denkvermögens Vorschub geleistet.

@cyrus

Von: lx | Datum: 21.07.2003 | #4
> Einfach alles in die Abstellkammer, oder
> den Schrank. Man findet es ja eh gleich
> wieder wenn mans braucht.

du weisst schon, wie ungenau gps ist?
das ding sagt dir höchstens, in welchem raum du deine krawatte verlegt hast, wenn überhaupt. aber eignet sich vielleicht wirklich ganz gut für entlaufene hunde, geklaute notebooks und zu zu überwachende menschen. und dann noch für 25 dollar. guter preis, wenn man schon immer mal seine angestellten im blick behalten wollte, oder seine frau, oder kunden, ...

brave new world.

--
lx

Ach kommt

Von: dockling | Datum: 21.07.2003 | #5
Ach kommt, gönnt doch einem alternden Millionär sein kleines Hobby! Wird ja eh nichts draus...

ist GPS nicht auf 2 cm genau?

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 21.07.2003 | #6
ich dachte mit GPS ist eine Lokalisierung auf 2cm möglich. Irre ich mich da?
Eine frau die innerhalb meines Local Area Networks fremd geht, ist eh nicht wirklich darauf bedacht, mich heimlich zu hintergehen.
Außerdem wer will schon wirklich seine Frau beim Fremdgehen erwichen, wenn er glücklich mit ihr und 2 Kindern zusammen lebt. Nur zu wissen sie betrügt mich ist genauso beschissen, wie es ihr zu sagen und dann aber keine Konsequensen zu ziehen.
Und Konsequenzen ziehen will auch niemand wenn er bisher mit seiner Frau glücklich war. Also wird einem das Unterbewußtsein schon helfen die Überführung zu ignorieren.
So sieht doch die Realität aus.
Die meisten Menschen gehen Fremd, und lassen sich nur nicht dabei erwichen, weil ihre Partner sie gar nicht erwischen wollen. Also wird das Zeug wirklich hauptsächlich zum wiederfinden von dingen eingesetzt werden.

Endlich!

Von: cws | Datum: 21.07.2003 | #7
Endlich, man sollte diese Dinger am Geld anbringen, dann kann ich endlich erfahren wo mein Geld bleibt, wenn es am Monatsende verschwunden ist ;-)

Nein, im Ernst. Diese Dinger sind schon nützlich, weniger für die Kravatte und den Hausschlüssel, aber an Containern zum Beispiel würde es Sinn machen. Da wären auch $25 kein Thema, genauso wie bei Baumaschinen. Im gewerlichen Bereich gibt es viele Stellen an denen es interessant ist den Standort von Waren und Werten stets ermitteln zu können. Dies würde die Verwaltung der dinge deutlich entlasten, weil es nicht protokolliert werden müsste wo die Dinge sind, um sie zu finden.
Zum Beispiel in Häfen und Flughäfen.
Das geht bis zum Passagiergepäck: sind alle Koffer im richtigen Flugzeug?

Christian

@cws

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 21.07.2003 | #8
Eine ähnliche Technik ist allerdings schon lange in Betrieb. Etwa an Container-Häfen werden so die Standorte einzelner Container bestimmt. <Geständnis mach> Hab ich mal bei Galileo gesehen </Geständnis mach>. Ich dachte eigentlich, die machen das auch per GPS... Hmmm... Ich weiß nicht, so richtig vom Hocker hauen will mich die Woz-Idee jetzt nicht.

Hamse in Berlin auch so jemacht

Von: Bobse | Datum: 21.07.2003 | #9
Da haben sie damals bei der größten Baustelle der Welt jedem LKW der einfährt einen GPS-Sender ins Cockpit gepackt, damit jeder sofort weiß, wo wer ist und wo wer hin muss.
Mfg,

Maxi

Radar

Von: McNeely | Datum: 21.07.2003 | #10
Also ich hätte schon eine super Idee für die Dinger - wieso nicht so ein Teil in der Nähe eines jeden Blechpolizisten installieren, welches dauernd "Radar, Radar, Radar ..." sendet? Im auto muss man dann nur nach dieser Signatur scannen und schon kann man mit 190 km/h durch die Dörfer rasen! Toll nicht? Hunde, Katzen und Krawatten - so ein scheiss - Blechpolizisten und Kaufhausdetektive zu taggen, dazu sind die Dinger gut! :-)

Lernen SIe Geschichte, Herr Redakteur!

Von: waldorf | Datum: 21.07.2003 | #11
Oder auch lesen sie die grundlegenden artikel!
1.) Die ORtung funktioniert NUR über das WLAN. Das ist ja der eigentliche Gag, weil einen gps pager, den gibts schon. Nur ist der bei weitem nicht so billig herzustellen, weil die HF Empfangs Technik in dem Frequenzbereich imer noch relativ teuer ist, und due zweitens ja irgendwie die information übertragen musst, d.h. du musst in einen gps pager ine zweite funk sende/empfangseinheit einbauen, und das wird teuerer und größer. Drittens braucht man mit gps IMMER eine Sichtverbindung zum satelliten.
Ähnliche Systeme gibt es z.B. um mittels einer ID Card mit chip (ähnlich wie eine sim Card) die Spieler auf einem Fussballfeld zu lokalisieren und sich die gena8uien spielzüge dann nachher am schirm anzusehen.....

GPS geht NICHT auf 2cm genau, nur in Verbindung mit einem Differntzial Sender aber das würde hier zu weit führen

Wollt ihr die totale Überwachung?

Von: halessa | Datum: 21.07.2003 | #12
Hm. <Scifi-Mode> Gefangenenüberwachung (ich weiss, gibts eh schon, aber teurer afaik)... Zielerfassung der zukünftigen Saddams... Onkel George dürfte sich freuen</Scifi-Mode>

Die höchtsmögliche Genauigkeit von GPS wird soweit

Von: Joker | Datum: 21.07.2003 | #13
ich weiss für zivile Zwecke nicht erreicht.
Das halten sich die Militärs gerne für ihre Zwecke gern exclusiv.
Gruss Jochen

Cyrus:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 21.07.2003 | #14
"ich dachte mit GPS ist eine Lokalisierung auf 2cm möglich. Irre ich mich da?"

Ja, da irrst du dich! ;-) Das kommerziell verfügbare GPS geht auf 5 Meter genau und das militärische ist noch etwas genauer (und es sind trotzdem keine "Waffen mit chrirurgischer Präzision"!) mit 3-5 Metern.

Mehr dazu hier

Eine Tragödie

Von: dockling | Datum: 21.07.2003 | #15
Steve Wozniak war der MITBEGRÜNDER VON APPLE!! Steve Wozniak war der, der in der Anfangsphase von Apple so ziemlich ALLE GENIALEN IDEEN beigesteuert hat, die später den Erfolg des Macintosh ausgemacht haben!! Ohne ihn gäbe es heute keine Macs!!

(Steve Jobs hingegen war schon damals mehr fürs Marketing zuständig).

Dann sein Unfall.

Und jetzt das... er will die Menschheit mit einem piepsenden Hundehalsband beglücken... eine Erfindung, welche die Welt nicht braucht... was für eine Tragödie!!!!

In den einschlägigen Filmen

Von: Thyrfing | Datum: 21.07.2003 | #16
explodieren die Dingerchen entweder am Hals oder am Fuß.....

Was das nun soll??? Sind wir nicht schin kontrolliert genug? Selbst wenn es für einen "guten" Zweck gedacht ist, was daraus wird dürfte wohl jedem klar sein.

Thyr - Die Maschine mit dem Bing -

Na, dann viel Spass!

Von: MAILER-DAEMON | Datum: 21.07.2003 | #17
Da sieht man mal wohin so etwas führt:

[Link]

Jep

Von: Thyrfing | Datum: 21.07.2003 | #18
So hatte ich mir das vorgestellt....:-(

Dann kann der irre Serienkiller auch schauen wo die Dame mit den Binden im Korb wohnt...

Thyr, irgendwie wird mir gerade übel

*au*

Von: Oliver :) | Datum: 21.07.2003 | #19
@ Jep
Nein, daß macht ja nicht halb soviel Spaß, wäre ja wie Dynamitfischen. (sarkasm/off).
@ all
Tatsächlich ist das eine hochinteressante & IMVHO nützliche Technologie, die viele Leben & noch mehr Geld erhalten helfen kann.
Ich bin selbst sehr kritisch, was Überwachung, Freiheitsverluste, etc. angeht. Wenn Ihr aber anfangen wollt, jede neue Technologie von vornherein zu verteufeln, weil man sie mißbrauchen könnte, seid ihr bald wieder im Wald. Ohne Feuer, ohne Knüppel.

whoops, sollte natürlich @ Thyrfing sein n/t

Von: Oliver :) | Datum: 21.07.2003 | #20
n/t

Hellseher

Von: Reiner | Datum: 22.07.2003 | #21
Hellseher, vor allem wenn sie Schwarzseher sind, werden meistens von der Zukunft überrollt. Hatten wir alles schon mal: [Link]