ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2317

Big Trouble (for M$) in Little China

..and little Japan and little Southkorea!

Autor: kai - Datum: 02.09.2003

Laut dem Spiegel und Heise verhärtet sich die Front gegen M$ in Fernost: Nachdem Taiwan den Anfang gemacht hat und sich auch erster Unmut in Japan und China breit gemacht hat und M$ schon in Thailand XP plus Office für $35 verramschen muss um überhaupt noch was zu verkaufen wird's jetzt konkret: Japan, China und Südkorea planen einen eigenen Windows/Office-Ersatz auf Basis von Linux und anderer Opensource-Software zu entwickeln. Erklärtes Ziel ist es, der Abhängigkeit von M$ zu entkommen, dies ist insofern sehr interessant, da in einem solchen Fall (hallo München!) auch massive Preissenkungen wie in Thailand oder bei diversen Grosskunden nichts helfen werden.
Ein Sprecher der japanischen Regierung sagte: "Die drei Länder haben verstanden, dass eine Marktbeherrschung durch ein einziges Unternehmen nicht gut ist. Japan hat zwar nicht die Absicht, ein bestimmtes Produkt abzulehnen, aber Microsoft Windows dominiert überall, obwohl die Leute auch andere Produkte testen wollen. Deshalb ist es wichtig, an Alternativen zu arbeiten."
Wenn ich so was lese könnte ich vor Freude Luftsprünge machen, denn es zeigt, dass die ganze Aufklärung bezüglich M$ und die permanente öffentliche Thematisierung des Problems nicht umsonst war! ;-)
Wie wir ja alle wissen, ist der Mac in Japan ja auch vergleichsweise stark vertreten und schaffte es schon desöfteren in die Computer Verkaufs-Top 10.
Die Viren-Problematik war der Auslöser der ihnen letztendlich bewusst gemacht hat, wie anfällig eine Monokultur und wie gefährlich die Abhängigkeit von einem einzigen Hersteller ist.
Jetzt stellt sich nur die Frage, wie man die Interessen von China und Japan unter einen Hut kriegt, denn China möchte Linux nicht nur, um die eigene Wirtschaft und das eigene Knowhow zu fördern sondern auch als staatlich oktroyiertes OS, über das sie die volle Kontrolle haben. Red Flag Linux ist jedenfalls der Alptraum von GPL-Stallman, denn es ist eben überhaupt nicht "allen zugänglich"!
Sollte M$ den fernöstlichen Markt verlieren (oder "verpassen" im Falle China!) wird das sehr schmerzhaft und ein erheblicher Schlag gegen das weltweite Monopol, denn wie wir ja wissen stapeln sich die Chinesen mittlerweile in 2 Lagen übereinander und stellen 300% der Weltbevölkerung dar..

Kommentare

Das geht runter wie Öl

Von: Thyrfing | Datum: 02.09.2003 | #1
oder besser ein guter Wein :-)) Stand zwar schon länger im Forum, aber diese News ist immer einen Artikel wert, wenn nicht sogar zwei... ;-)

Kannst du mir mal folgenden Begriff erklären (bitte in leicht verdaulichen Happen)

"staatlich oktroyiertes OS"????

Thyr

Ziemlich viele Ausrufezeichen im Artikel....

Von: !!!!!!!!!!!!!!!!!!! | Datum: 02.09.2003 | #2
Muß das sein?

Ja

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 02.09.2003 | #3
Kannst auch noch ein paar Fragezeichen haben: ????????????

Bitte nach Gusto verteilen, und wenn möglich drauf achten, nicht mehrere hintereinander zu verwenden, denn sonst kommt Terry Pratchett und klaut dir die Unterhose vom Kopf! ;-)

Thyr:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 02.09.2003 | #4
Langenscheidt ist leider gerade immer noch down (wer kennt gescheite Fremdwörterlexika?) aber kannst ja mal die Uni Leipzig versuchen!

Wieso nicht zu Apple switchen

Von: macpalmer | Datum: 02.09.2003 | #5
Mich wundert es immer wieder, wieso schon bald jedes Land nach Alternativen zu MS sucht.
die Lösung liegt doch auf der Hand. apple.
Apple müsste nur das Apple Works endlich auf Vordermann bringen, dann könnte man ohne MS auskommen.
Oder versteh ich da was nicht ganz???
Jeder schimpft über MS, aber alle verwenden es weiter..

So.

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 02.09.2003 | #6
Weniger Ausrufezeichen. Zufrieden jetzt? ;-)

Thyr:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 02.09.2003 | #7
Ja, das geht echt runter wie Öl, nur will ich langsam mal konkrete TATEN und ENTWICKLUNGEN sehen statt schöner Reden! Damit scheint's irgendwie zu hapern!
Aber naja, dauert wohl einfach nur weil die Abhängigkeit jetzt schon viel zu gross ist. Rom wurde ja auch nicht an einem Tag niedergebrannt! ;-)

@macpalmer

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 02.09.2003 | #8
ICH NEHME MAL AN du meinst mit Apple Mac OS X, ich würde als Staat aber auch lieber Linux benutzen, denn wenn ich Apple benutze mache ich mich statt von einem Softwarehersteller von einem Hardwarehersteller abhängig. Linux schließt ja nicht aus das man Applerechner verwendet. Das haben wir doch gerade von der Navi gelernt. Linux ist einfach vielseitiger als Mac OS X. Ich kann es im embedded bereich benutzen, ich kann es aber auch für meine Großrechner benutzen. Denn eins darf man nicht vergessen, nur weil man von M$ weg will, will man bestimmt nicht alle Hardware ersetzen. Das würde ich als Steuerzahler auch nicht begrüßen. Und einen Applerechner unter OS X in ein Linuxnetz einzubinden ist ja wohl kein Problem. Deswegen finde ich es richtig sich für Linux und gegen Mac OS X zu entscheiden, in genau diesem speziellen Fall. Zu Mac OS X zu greifen wäre einfach nur genauso Kurzsichtig wie zu M$ zu greien wenn auch aus anderen Gründen.

@Kai

Von: Thyrfing | Datum: 02.09.2003 | #9
Natürlich braucht so wa sseine Zeit, aber so schnell wie M$ wieder andere Standards durchdrückt, sollten sich alle anderen die dagegen Schwimmen lieber mal beeilen, wenn sich schon mal die Chance auf eine tiefgreifende Änderung ergibt.

München hat mich völlig überrascht, aber die Nachricht aus Asien hat mich richtig perplex gemacht, zumal jetzt schon Leute mit erheblicher Entscheidungsgewalt das gefährliche Potential von Gate & Co sehen.

Am Ende wird vielleicht doch noch alles gut, aber vielleicht ist mir zu wenig ;-)

Thyr

PS

Von: Thyrfing | Datum: 02.09.2003 | #10
Danke für die Erklärung, ich hätte auch selber schauen können, aber ich bin halt faul ;-)

Thyr

Wenn wir schon bei M$ sind...

Von: Jan Dvorak | Datum: 02.09.2003 | #11
Schaut Euch mal den Artikel auf Cnet an, mit dem Titel:"New Office locks down documents". Im Header weiter: "As digital media publishers scramble to devise a foolproof method of copy protection, Microsoft is ready to push digital rights management into a whole new arena--your desktop."

[Link]

... wahrscheinlich nach dem Motto: "lieber jetzt noch alle schön ´einschliessen´ (lock-in), bevor es zu spät wird".

Jan

Genau das ist es ja

Von: Thyrfing | Datum: 02.09.2003 | #12
wenn M$ irgendwann mal wollte, können die in Verbindung des IE, automatische Updates und TCPA die Rechner einfach stilllegen!

Je mehr Leute das endlich erkennen, desto schneller kann man der Krake den Garaus machen.

Thyr

@ Cyrus Mobasheri

Von: macpalmer | Datum: 02.09.2003 | #13
Ok da gebe ich dir Recht.
aber wie sieht es denn bei Linux mit einer Office anwendung aus?
Wie gut ist Open Office.Ist es eine echte Alternative?
Für den Heimanwender sieht es bei Apple doch besser aus, als auf Linux oder?
Einfache Bildbearbeitung, Movies selber schneiden usw.
Linux ist doch eher für die Leute, die auch was vom System verstehen und sich damit auseinander setzen. Treiber für Notebooks etc.....
Da hat man es bei Apple doch besser.
Gut man muss sich nen Apple Rechner kaufen, aber die Preise sind doch ok für den Gegenwert den man bekommt.

Für Linux

Von: Thyrfing | Datum: 02.09.2003 | #14
gibt es doch auch noch Star Office von Sun! Das ist eine wirkliche Alternative zum M$-Office.
OpenOffice ist, zumindest auf dem Mac, noch nicht für das berufliche Altagsleben gerüstet, sehrwohl aber für den privat User.

Was endlich aus den Köpfen raus muss ist ganz einfach: Diese seltsame Anwandlung, dass man immer und überall Office kompatibel sein soll. Warum verdammt noch mal wird Office nicht kompatibel zu anderen? Weil dann keiner mehr M$-Office haben wollte!

Thyr

au$tralien

Von: andreas | Datum: 02.09.2003 | #15
habs heute morgen in der australian finacial review gelesen: die regierungen der teilstaaten haben recht fette deals mit den jungs aus M$ gemacht, prozente hat auch gegeben. schade. damit bleibt der M$ über jahre hinaus hier in der verwaltung drin. das ist aber bei dem konservativen trend nicht erstaunlich.

Open Office?

Von: Stefan | Datum: 02.09.2003 | #16
Warum denn immer Open Office?

Sind denn die Alternativen schon gestorben?
Als da wären: Ragtime, MarinerWrite, MarinerCalc, NisusWriter etc. pp

Wo sind die alten Meister?

Von: cab | Datum: 02.09.2003 | #17
Wie z.B. WordPerfect Office oder Lotus Smart Suite? Gibt es die eigentlich noch? Bekommen die überhaupt noch was gebacken???

Southcorea?

Von: crassus | Datum: 02.09.2003 | #18
<klugscheiss>
Korea schreibt sich auch im Englischen mit "k", nicht mit "c", egal ob Nord oder Süd!
(Anders als "Chick Corea" ;-)
</klugscheiss>

@Stefan

Von: Cubist | Datum: 02.09.2003 | #19
Würde sagen: nicht gestorben aber Nischenprodukte. Genau wie icab im Browsermarkt immer eine Nische bedienen wird. Aufgrund minimaler Prozentzahlen nicht relevant, sorry.

Crassus:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 03.09.2003 | #20
Danke, wird korrigiert!.. Ich hab auch überlegt, war aber dann zu faul, nachzugucken! ;-)

@makko

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 03.09.2003 | #21
Monokultur muss man im globalen Zusammenhang verstehen nicht firmenbezogen. Deine Firma ist nicht viel mehr als etwas Unkraut, leider.
@Macpalmer
Nur weil in den Ämtern Linux eingesetzt wird, kann trotzdem jeder Homeuser Macs einsetzen und trotzdem völlig Kompatibel bleiben. Unix ist hier der kleinste gemeinsame Teiler. Der Unixunterbau in Mac OS X sorgt für die benötigte Kompatibilität. Wenn aber die Ämter Macs einsetzen würden, wäre die Kompatibilität nicht im selben Mase gegeben. Denn meines erachtens gibt es kein Quicktime für Linux, nur ein Beispiel. Deswegen ist Linux der Standart und Mac OS X der Luxus der über den Standart hinaus geht, und willst du wirklich das mit deinem Steuergeldern sämtliche Beamte im Luxus schwelgen?

Dann lieber Obst!

Von: vip | Datum: 03.09.2003 | #22
siehe:

[Link]

@vip

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 03.09.2003 | #23
ist Linux irgendwie anfälliger für Sobic F als Mac OS? Nicht das ich wüsste. Ist exclusiv für Microsoft user. Sozusagen deren version von Software update. Geht noch viel einfacher als bei Apple. Man merkt noch nicht mal was davon. ;-)

OT: der neue jamiri ist super!!!

Von: kaos | Datum: 03.09.2003 | #24
[Link]


UNBEDINGT LESEN!!!


gruss,
kaos

@ vip

Von: kaos | Datum: 03.09.2003 | #25
arrrggghh.... du warst schneller... :-)

Parallelwelten

Von: DC | Datum: 03.09.2003 | #26
Mac OS X ist eine Unix Variante.
Linux ist auch eine Unix Variante.

Beschränkt man sich auf die nicht von Apple stammenden Funktionen, ist es egal, worauf entwickelt wird (fast egal jedenfalls, denn OS X ist leichter zu verwalten).

Will man schnell und einfach entwickeln, benutzt man die sehr gut dokumentierten Tools und Funktionen von Apple, den das ist die echte Überlegenheit von OS X.

Will man aber nebenbei auch noch lernen, wie man gewisse Dinge programmiert (Benchmarking sagen die einen, Abkupfern die anderen), sind die Open Source Sachen von Linux wesendlich interessanter....

Wollen die Jungs in Asien Unabhängigkeit von Kleinstweich, oder wollen die staatlich subventioniert an Computer KnowHow ?

@Macguardians

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 03.09.2003 | #27
neuen Artikel bitte. Hier gibt es eigentlich nichts mehr zu zusagen denke ich, und bevor aus Langeweile, wieder ein Streit vom Zaun gebrochen wird, lass uns lieber über etwas reden, wo es noch was zu zusagen gibt, oder jemand erbamt sich was neues in die Diskusion einzuwerfen.

dafür gewinnt MS in Baden Württemberg

Von: BE | Datum: 03.09.2003 | #28
In Baden-Württemberg haben sie die Signale offenbar nicht verstanden. Hier hat mans scheints gerne tüftelig und beschäftigt sich gerne mit Wurm+Vir.Sicher werden wir jetzt alle gezwungen unsere Steuererklärung MS kompatibel abzugeben. Angenehmer Nebeneffekt: MS und auch sonst noch jeder dens interessiert wird gleich über unsere finanziellen Verhältnisse benachrichtigt, sogar weltweit. Super, optimal!! Unbegreiflich diese Engstirnigkeit. Vielleicht war auch die Zusammenarbeit mit IBM bisher schlecht, sodass man zum Konkurrenten nach München wechselte. IBM Deutschland sitzt ja in Stuttgart, offensichtlich haben sie es nicht geschafft ihren Heimvorteil zu nutzen. Dafür fließt jetzt und in Zukunft ein Haufen Geld nach Redmont, welches sonst hier verdient worden wäre. Gut gemacht , lieber Ministerpräsident Teufel, gut gemacht liebe IBM.
BE