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ARCHIV :: # 235

Rackintosh today

Apples Server-Ambitionen

Autor: wp - Datum: 14.05.2002

Meines Erachtens eine der wichtigeren Ankündigungen von Apple auf der Entwicklerkonferenz in der letzten Woche, aber bei den meisten Beobachtern der Mac-Szene im Schatten der Neuigkeiten zu "Jaguar", dem zukünftigen MacOS X 10.2: Die Entwicklung von "rack mounted" Server-Rechnern durch Apple. Lang, lang ist's her, dass Apple mit ihren A/UX-Systemen (jau, UNIX gab es bei Apple auch schon vor MacOS X einmal) echte Serverlösungen angeboten hat. Nicht zuletzt deren Mangel hat viele auch im DTP-Bereich in die Arme von Windows getrieben, seinerzeit, als die halbe Welt auf NT stürzte, weil es ja ach so einfach zu administrieren sein sollte - so kann man sich irren.

Nun hat Apple mit Darwin einen OS-Kern, der genau so stabil wie das im Server-Bereich so erfolgreiche Linux sein dürfte. Und es spricht einiges dafür (obwohl ich da wirklich kein Experte bin), dass auch die Administrierbarkeit der Server-Funktionalität von MacOS X ganz ordentlich sein muss. Schon länger ist nämlich zu hören, dass Forschungslabore mit "normalen" Macs sehr gerne Cluster bauen, weil das so schön einfach geht. Allerdings werden die Cluster immer größer, und die G4-Kisten nehmen zu viel Platz weg. Da wäre dann ein platzsparender "Rackintosh" eine schöne Sache.

Nun berichtet Think Secret, dass heute die schon auf der WWDC angekündigte Vorstellung der neuen Apple-Server steigt, und zwar am kalifornischen Vormittag. Auch wenn es thematisch die Mehrheit der Apple-User nicht unbedingt fasziniert, dieses Thema könnte für Apple noch ein ganz wichtiges werden bei der Gewinnung neuer bzw. der Wiedergewinnung alter Kunden.

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