ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2430

iBooks to the People

Diesmal für die Schüler in Michigan

Autor: dd - Datum: 06.10.2003

Wie heute der Detroit Free Press zu entnehmen ist, gibt es bald einen Computer-Hersteller, der den Schulen im US-Bundesstaat Michigan 130'000 Notebooks liefern darf - eines für jeden Sechstklässler.
Zum Vergleich: Apple hat im ersten Quartal dieses Jahres weltweit 133'000 iBooks verkauft, also nur unwesentlich mehr als das Volumen dieses Auftrags.

Derzeit scheinen Dell und tatsächlich Apple die beiden Favoriten zu sein. Ob allerdings der König der Bastler den Zuschlag bekommt, bloss weil er einige Verantwortliche zu einem feinen Essen eingeladen hat...?
Apple kann mit den Deals in Maine und Virginia (36'000 bzw. 23'000 iBooks) zwei erfolgreiche Projekte ähnlicher Grössenordnung vorweisen und ist Pionier im Education-Markt (in den Achziger Jahren hatte Apple den Schulen Kaliforniens die Computer geschenkt). Kaum verwunderlich also, dass Jobs&Co. angeblich auch diesmal wieder die Nase vorn haben.
Noch ist allerdings nichts entschieden - in einem Monat wissen wir mehr. Bis dahin wollen wir unserem Obst-Lieferanten aus Cupertino die Daumen drücken ;-)

Kommentare

denk ich an Deutschland ...

Von: cws | Datum: 06.10.2003 | #1
... nicht nur in der Nacht, was da in den Schulen an Ausrüstung steht. Überwiegend Museum, von Notebooks oder gar apple will ich erst garnicht reden.

We will we will rock you

Von: Ich war MacZeit | Datum: 06.10.2003 | #2
'We will we will rock you
We will we will rock you'

:-D

Es lebe der Mac!

Ich sags ja

Von: ks | Datum: 06.10.2003 | #3
Sollche News liest man in der letzten Zeit immer häufiger (auch z. B. Uni Tokyo).

Apple ist auch am 15. Oktober am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium in Köln zu sehen.

Gruss
Kalle

P.S. Es gibt n netten Testbericht von ComputerWorld über den G5: [Link]

second look

Von: cws | Datum: 06.10.2003 | #4
manchmal braucht der Groschen (was ist das eigentlich im EURO Zeitalter) eben etwas länger.
Trotzdem wenn er denn gefallen ist; You are welcome.

;-)

Der da schreibt, ist nicht irgendeiner ;)

Von: Soeren Kuklau | Datum: 06.10.2003 | #5
"Wie heute der Detroit Free Press zu entnehmen ist" - naemlich genau genommen eines Herren Mike Wendland, auch bekannt als Mac-Mike: [Link]

nun ja ;-)

Von: hannes | Datum: 06.10.2003 | #6
nun mal nebenbei gefragt, und wir wissen es alle
wer bezahlt das?
aber was machen wir nicht alles für unseren nachwuchs ;-)

Hier sieht's anders aus:

Von: Patrick | Datum: 07.10.2003 | #7
Der Pinella County school district in Tampa Bay, Florida, wird wohl die noch aktiven 35000 Macs (von insgesamt 50000 Computern) gegen PCs austauschen:

[http://www.sptimes.com/2003/10/05/Tampabay/District_s_move_to_dr.shtml]

Abgesehen davon frage ich mich auch wie hannes, wer das alles finanziert. Dann aber fällt mir die Post-PISA-Diskussion ein: deutsche Le(e|h)rkräfte sind zu teuer. Billiger, aber dafür mehr scheint in Finnland zu funktionieren, die weit vor uns liegen. Der deutsche Beamtenapparatschik ist völlig überholt und wird momentan gottseidank nach und nach verschlankt, aber Lehrer als Beamte ist eigentlich ein Witz.

verbeamtete lehrer:

Von: comical ali | Datum: 07.10.2003 | #8
scheint ein problem der alten bundeslaender zu sein ...
also bitte nicht verallgemeinern!

Macht euch keine falschen Hoffnungen

Von: iMob | Datum: 07.10.2003 | #9
Dieses fette Ding wird sich der "Kistenschieber" mal eben locker reinschmatzen.
Wäre für Apple ja auch eine Nummer zu groß.

Nachtrag

Von: iMob | Datum: 07.10.2003 | #10
Während Apple sich an der Basis vergeblich abmüht, geht Dell den anderen, den professionellen Weg, sich nämlich direkt die Entscheider einzusacken. Möchte nicht wissen, was in den Umschlägen war, die die Teilnehmer des Essens an ihren Plätzen vorfanden.
Da muss Apple noch sehr viel lernen ;))

@Rev. B

Von: comical ali | Datum: 07.10.2003 | #11
vielleicht sagt der azubi einfach nur:
"klar kann ich das ... wenn sie mir sagen wie man virtual pc runterfaehrt ..." <ggg>

Gerade dieser "Win-Eignungstest" wäre...

Von: Jan | Datum: 07.10.2003 | #12
...ziemlich konträr zum derzeit grassierenden Bestreben großer Unternehmen, unsere IT-Welt offener und weniger MS-zentriert zu gestalten.

Als Personalchef kann ich doch einem potentiellen Mitarbeiter nicht vorwerfen, dass er seinen bisherigen Schul- oder Berufsweg mit einem Mac oder unter Linux beschritten hat.

Fakt ist, er kann mit Computern etwas anfangen, interessiert sich und ist mit Sicherheit auch lernfähig. Applikationen sind ohnehin meist standardisiert (einheitlich Adobe-Benutzeroberfläche, Office, etc.).

Alles andere kann man sich in relativ kurzer Zeit aneignen, wenn ein gewisses Grundverständnis für Computer-Abläufe gegeben ist.

Und dieses lernen Schüler, Studenten oder Azubis auf jeder Plattform. Unterschiede im Detail (ob bei Software, OS oder Peripherie) wird es ohnehin bei den meisten Unternehmen und Institutionen geben.