ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2434

Wasserkühlung auf dem Chip

Auch für Apple?!

Autor: thyl - Datum: 07.10.2003

Wie unsere stets kompetente Urquelle ;-) (wie kommen die eigentlich an diese Nachrichten?) The Register berichtet, wird gerade eine neuartige Kühlung für Prozessoren entwickelt, die direkt auf dem Chip aufsetzt und ein wesentlich verbesserte Kühlung bewirken soll. Apple scheint massiv involviert zu sein. The Register spekuliert über G5 Powerbooks, aber auch für Desktop-Geräte, gerade bei Taktraten von 3 GHZ und mehr, könnte diese Technik interessant sein.

Kommentare

Die sollten lieber Prozessoren bauen...

Von: Websoc | Datum: 07.10.2003 | #1
... die so ne Kühlung überflüssig macht. Eine CPU, die so viel Abwärme erzeugt, daß sie flüssiggekühlt werden muß, hat in nem Laptop nix verloren.
Meine Meinung.

Hoffentlich sind die auch ganz dicht !-)

Von: RoB*-) | Datum: 07.10.2003 | #2
dito

Das Warmwasser ...

Von: cws | Datum: 07.10.2003 | #3
das dabei entsteht muss dann doch ebenso wieder gekühlt werden. Die anfallende Wärmemenge wird doch durch die Wasser-(oderwasauchimmer)Kühlung nicht kleiner.
Der Vorteil ist doch nur die höhere Wärmeaufnahmeder Flüssigkeit ggü. der Luft. Also braucht der Rechner dann einen Kühler fürs Wasser, wie im Auto. Da seh ich im Laptop dann doch noch Probleme.

Oder ist das alles ganz anders?

@Websoc - Das ist relativ

Von: topspion | Datum: 07.10.2003 | #4
Bei meinem G4 Ti 667 geht zwar selten, aber doch ab und an der Lüfter an. Dies kann ja die Flüssigkeitskühlung in Griff bekommen. Mit Alkoholen könnte man sehr wahrscheinlich gezielter, als mit Wasser kühlen, durch den Seidepunkt bedingt. An einen Wasseranschluß am PowerBook denkt bestimmt kein Mensch ;-)

Grüße

topspion

@CWS

Von: Thyl | Datum: 07.10.2003 | #5
Soweit ich das verstehe, ist das Problem nicht so sehr die Wärmemenge, sondern deren Abfuhr von einer kleinen Oberfläche wie einem Chip. Wenn man die Wärme schnell genug von Chip wegbekommt, geht der Chip nicht kaputt. Die Wärmemenge kann dann über ein passives System zB über die Aussenhaut des Laptops oder über Kühlrippen ebgegeben werden. Das Problem besteht dann noch darin, die Wärmeabgabe so zu steuern, dass kein teil der Aussenhaut unerträglich heiss wird. Mit einem Wassersystem stehen da jedenfalls flexible Möglichkeiten zur Verfügung, zB Kühlung auch über den Deckel.

Das leuchtet ein ...

Von: cws | Datum: 07.10.2003 | #6
und wenn man dann noch aus einer Brennstoffzelle mehr Energie als aus dem Akku hat, passt es gut zusammen, und der Stromverbrauch für die Hitze ist nicht mehr sooo ein Problem.

Bei Intel hilft auch keine Kühlung mehr!...

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 07.10.2003 | #7
Zitat Heise:

"Intels Datenblatt weist für den Xeon 3,20 GHz/1M eine Thermal Design Power (TDP, Maximal-Leistungsaufnahme in der Praxis) von 92 Watt aus, das theoretische Leistungsmaximum des Prozessors mit einer Nominalspannung von 1,525 Volt liegt bei 110 Watt. Das stellt sowohl die Kühlung als auch die Mainboard-Spannungsregler in Servern und Workstations vor harte Aufgaben. Die Spannungsversorgung darf nach der Intel-Vorschrift VRM 9.1 übrigens für zwei Prozessoren gleichzeitig ausgelegt sein; diese mehrphasig arbeitenden Schaltwandler müssen dann bis zu 150 Ampere Strom bei hoher Regelungspräzision liefern."

HUNDERTFÜNFZIG AMPERE!!!

Zum Vergleich . .

Von: Stefan | Datum: 07.10.2003 | #8
auch wenns hinkt und die Spannung eine Andere ist:

Ein Waschmaschine kommt i.d.R. mit 10 Amperé aus!!!

@stefan

Von: lx | Datum: 07.10.2003 | #9
hast recht, es hinkt etwas.

trotzdem, ist schon wahnsinn, wieviel saft so ein ding braucht.

150 Ampere?

Von: s.Oliver | Datum: 07.10.2003 | #10
Also das mit den 150 Ampere kann ich mir auf die Dauer nicht vorstellen, ein Schweisgerät hat 150 Ampere!!! Was da an Strom fließt ist... nein das kann nicht sein... wenn man die dichte der drähte oder leiterbahnen denkt... würden die durschmelzen bei so einer Belastung, auch kurzfristig...

Zum Vergleich die Sicherung für ein gesammtes Haus hat 50 - 100 Ampere...

und zu dem Artikel... mehrphasig: Alle 3 Phasen sind dann Drehstrom, heist 400 Volt... wo werden denn die Eingebaut? Bei Abovenet? Zuhause kann man die Energierechnung nicht mehr Zahlen...

Ich denke eher, das die mit dem Artikel meinen, wenn mehrere Server zusammengeschlossenwerden, also mehrere Serverschränke...

Naja... Kai sag uns doch wo wir den ganzen Artikel finden!

Danke

Oliver:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 07.10.2003 | #11
Guck dir das "Zitat Heise" mal genauer an, das kann man klicken! :-)

Egal ob ne Waschmaschine 10A braucht: 110 Watt pro CPU! Hallo? Und das ist ein Xeon, d.h. mindestens 2 davon! Viel Spass mit der Stromrechnung und den Lüftern...

Ach ja: Prescott kommt jetzt wohl doch erst Anfang nächsten Jahres, wird wohl nix mehr mit 90nm bei Intel dieses Jahr! ;-) Mehr als 3.2GHz werden wir damit wohl aller Voraussicht nach dieses Jahr nicht sehen, vielleicht einzelne seltene ausgewählte 3.4GHz-P4EEs, aber das war's dann auch schon!

AMD hat wie Intel wie's aussieht auch massive Probleme über 2.2GHz zu kommen und wird's mit dem aktuellen Prozess wahrscheinlich nicht schaffen, grob Mitte 2004 geht's dann wohl weiter mit den MHzen wenn man auch 90nm hat..

..oder warum glaubt ihr flanschen die gerade wie blöde Caches an ihre CPUs und Speichercontroller rein, nur damit sie die doch noch schneller kriegen? ;-)

Das ist gut, dann kann IBM nächstes Jahr gut aufholen! ;-) Gesetzt den Fall, sie können ihre Versprechen einhalten, aber bei IBM mach ich mir da weniger Sorgen...

@s.Oliver

Von: StefanR. | Datum: 07.10.2003 | #12
Und doch ist es so, ob man es glauben will oder nicht. Es fließen Ströme, die kaum mehr fassbar sind.
Du kannst es sogar aus den Angaben von Heise nachrechnen:

P = U * I ---> I=P/U

I = 110W / 1.525V = 72.1A (!!)

In manchen Augenblicken zieht ein digitales System aber *deutlich* mehr Strom (im Bereich von Piko- bzw. Nanosekunden), nämlich dann, wenn besonders viele interne Schaltvorgänge zu einem Zeitpunkt stattfinden - diese Spitzen können aber glücklicherweise durch keramische Kondensatoren sehr dicht an den Chips abgefangen werden (dürften aber in Bereich von >200A bei derartigen Chips liegen).

Ach ja: die 150A sind für Dual-CPU-Boards... naja, 72*2 kommt schon "knapp" an 150A... =:-o

OT ... vielleicht nichts ganz

Von: Marty | Datum: 07.10.2003 | #13
Hat einer von euch ne ahnung wieviel so ein Imac400DV mit 1028MB an strom braucht in der stunde? Also mit monitor an usw? Würde mich mal interessiern.

danke

StefanR.:

Von: s.Oliver | Datum: 08.10.2003 | #14
I = U / R :)

Powerbook als Bratpfanne?

Von: Pilot | Datum: 18.12.2003 | #15
Na prima, dann erhitzt sich der deckel auf ca 80° und dann kann man schön im Zug seine Spiegeleier braten........