ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2454

Am Anfang der Woche war die Schlachtplatte

Vermischtes aus dieser lustigen Welt, die es seltsamerweise in einen neuen Tag geschafft hat

Autor: bh - Datum: 13.10.2003

Der Mac-Club Aschaffenburg veranstaltet am 18. Oktober das MacForum in der Maintalhalle in Aschaffenburg-Mainaschaff. Im Rahmenprogramm dieser Veranstaltung ist ein Wettbewerb vorgesehen, der gestalterische Kreativität am Computer erfordert. Für den Wettbewerb sind zu gestalten: Ein Plakat, eine Urkunde und ein Flyer. Die Unterlagen für die Ausgestaltung dieser drei Elemente wurden dem Mac-Club Aschaffenburg von der Stadt Frankfurt zur Verfügung gestellt. Teilnahmebedingungen gibt es auf der Homepage des Mac-Club Aschaffenburg. Die Arbeiten müssen bis zum 17. Oktober 2003 in Papierformals auch auf Daten-CD beim Mac-Club eingegangen sein. Prämiert werden die besten fünf Arbeiten, die Sachpreise sind 3500 Euronen wert. Die Preisvergabe erfolgt am Samstag dem 18. Oktober 2003. Eine wirklich feine Sache, mit einem kleinen Haken - der Mac-Club Aschaffenburg gibt die prämierten Arbeiten an die Stadt Frankfurt zur oben beschriebenen Verwendung. Der Teilnehmer anerkennt mit seiner Anmeldung, dass von ihm keinerlei Anspruch auf Vergütung, Urheberrecht etc. gestellt wird. Wer damit kein Problem hat, sollte sich auf die Socken machen...


Am 17. Oktober veranstaltet die Firma SYSPRO gemeinsam mit Apple und Adobe einen Technology-Day in Salzburg. Das genaue Programm gibt es auf den Seiten von Syspro, die Veranstaltung findet im Rockhouse in der Schallmoser Hauptstraße 46 statt.

Wenn Pinguine träumen...SUSE-Chef Richard Seibt erzählt auf Berlin Online etwas recht komisches. Er sagt:Zudem glaube ich, das Apple-Rechner künftig mit Linux-Betriebssystemen laufen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die komfortable Bedienungsoberfläche von Apple in zehn Jahren zum Standard aller Linux-Systeme geworden ist. Was hat denn das miteinander zu tun? Apple läuft derzeit mit MacOS X auf UNIX, und ein Wechsel rüber auf Linux ist nicht abzusehen. Ob Apple irgendwann mal seine Benutzeroberfläche Aqua an irgendwelche Linux-Distris verlizensiert - hm. Kann es mir nicht vorstellen, denn bei Apple ist alles aus einem Stück, Hardware und Software sollen gleich elegant sein. Warum nur das GUI verleihen, was bringt das Apple? Die Herrschaften aus Cupertino könnten ebenso gut oder schlecht eine Aluminiumhülle für Aldi/Hofer-Laptops verkaufen. Der gute Herr Seibt vermischt hier Unix und Linux und Apples Bemühungen um die OpenSource-Szene. Kann aber auch sein, dass dem armen Mann einfach ein eiliger Journalist, nicht richtig zugehört hat, weil sein Spezialgebiet eigentlich das Englische Königshaus ist. Wie dem auch sei: Apples Rechner laufen auf einem Unix-Derivat, wenn sich das ändert: weckt mich auf!

Kommentare

Danke für die Info!!!

Von: jochen | Datum: 13.10.2003 | #1
Jochen

=> bertram . . .

Von: Don Del Aqua | Datum: 13.10.2003 | #2
". . . verlizensiert - hm. Kann es mir vorstellen, denn . . ." ???
du meintest wohl eher ". . . verlizensiert - hm. Kann ICH mir NICHT vorstellen, denn . . ."

sonst verstehe ich es nicht ganz :-)
inhaltlich hast du natürlich recht, ich vermutete
auch, daß die da müll schreiben, kann mir echt
nicht vorstellen, daß der mann so'n quatsch
erzählt hat . . . und glaube, daß er weiß,
was BSD ist und das AQUA ja gerade
nicht open sourced ist . . .

aquatux

Von: comical ali | Datum: 13.10.2003 | #3
ich denke auch dass dieser herr eher vom umschwenken apples von bsd auf linux traeumt ... visionen darf man ja haben.
ist doch ein unheimliches lob an apple - oder sehe ich da was falsch?

hmja

Von: Bert | Datum: 13.10.2003 | #4
lob gut und schön - aber ist das nicht ziemlich unrealistisch? und zeugt es nicht ein wenig davon, dass trotz der oft erwähnten 400 000 code-zauberer irgendwie keiner es bis zu einem brauchbaren und schönen interface geschafft hat? gruß, bert

@bert

Von: comical ali | Datum: 13.10.2003 | #5
so ein neues interface ist ja auch nicht so einfach ...
aber was ist denn unrealistisch? wenn apple hardwareseitig verkackt und linux auf dem desktop ein bisschen mehr verbreitet ist, waere das immerhin noch ein notnagel ... blos linux waere dann nicht mehr umsonst :)
weiss man was kommt? damals haben auch alle gedacht, das beos kommt - oder?
und wer kam? der chef ... <ggg>

ufff

Von: Reef | Datum: 13.10.2003 | #6
ähm, ok den grundkonsens glaub ich hab ich kapiert, denk ich, halt so. aber hey rüdiger, dürftest dich anscheinend eingehend mit linux befasst haben. welche variante (ich kenn mich leider null mit linux aus) wäre zu empfehlen? (gutes interface) dann könnte ich endlich xp von dem letzten pc verbannen. für tipps immer offen.

Schlachtplatte, Schlachtplatte

Von: Edi | Datum: 13.10.2003 | #7
Da war doch was... ich glaub, der Bertram muss sich vor dem nächsten Kartenabend nun fürchten. Ich hab ihm den titel doch verboten! hmmm

@Reet

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 13.10.2003 | #8
Hallo,

An sich bin ich ein SuSE-Freund. Und sofern es um x86-Hradware geht würde ich auch weiterhin dazu raten.

Bei PPC-Hardware sieht es leider anders aus. SuSE beitet ausser dem SLES 8 PPC (SuSE Linux Enterprise Server 8 PPC) kein aktuelles PPC-Linux und auch die SLES ist wohl nicht ganz uptodate (und auch nicht billig). Bei PPC beiten sich damit drei Varianten an:
1) Debian, mit einer IMHO etwas eiegenwilligen Philosofie
2) YellowDog Linux. Besser vorkonfiguriert als Debian, basiert aber AFAIR seit der Verision 3 auf Debian.
3) Gentoo, auch mit eigener Philosphie (kompiliere alles selbst), aber mir sympatischer als Debian.

Andere Alternativen scheinen mir weniger gut:
1. Bei Mandarke 9 PPC höre ich viel von Problemen
2. SuSE 7.3 PPC ist halt recht alt (auch wenn ich immer noch auf meinen Macs SuSE 7.3 PPC fahre, aber mit eigenem Kernel usw. Und da alles läuft: Never change a running system)

Bis dann

R"udiger

@Reet & Rüdiger

Von: Alexander G. Schilp | Datum: 13.10.2003 | #9
@reet

also ich würde ganz klar zu einem YellowDogLinux raten wenn der Mac nicht beige als Gehäusefarbe hat.
Debian ist halt in vielem anders, mal sehen was die nächste Version bringt.

@ rüdiger

ydl basiert nicht auf debian sondern ist weitestgehend ein RedHat. Gemeinsam ist beiden das Tool apt für das installieren von Paketen. Das Paketformat ist bei ydl rpm wie bei den meisten halt und bei debian eben das eigene deb.
apt kann halt mit einigem umgehen, so auch bei fink fürs einspielen in OSX

Alexander

@Alexander

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 13.10.2003 | #10
Hallo,

O.K. Mir war so dunkel als hätte YDL mit der Version 3 das Basissystem von RedHat auf ? (dachte debian) gewechselt. War aber offenbar nur das PackageManagement-Tool. Nicht mal das Format. Trotzdem würde mir eine SuSE 8/9 PPC
besser gefallen, wenn es sie den gäbe. RedHat als basis hat mir schon zu MkLinux/LinuxPPC-Zeiten nicht so gefallen. Ist aber Geschmackssache.

Bis dann

R"udiger

@alexander @rüdiger @alle

Von: Bert | Datum: 14.10.2003 | #11
Also es ist total off-topic, aber eines möchte ich hier loswerden: ich bin schon irgendwie stolz, hier an einer Website mitzuarbeiten, die sowohl von Alexander Schilp als auch von Rüdiger Götz gelesen wird und wo sie ihre fundierten Kommentare hinterlassen.

Für alle Nichteingeweihten: Rüdiger und Alexander haben vor vielen Jahren eine prima Aktion gestartet, die sich "Brief an Steve" nannte. (http://www.brief-an-steve.de) Das hatte gewisse Konsequenzen und hat die Szene ein wenig aufgerüttelt. Als eine der Spätfolgen wurde auch ein kleines feines grünes Magazin gegründet...

An dieser Stelle ein grosses DANKE an die beiden! Apple hat es immer wieder gebraucht, dass die User aufbegehren - wie "neulich" bei den lauten G4s...

Schönen Abend und herzliche Grüße,
Bertram

@R"udiger

Von: MacApple | Datum: 15.10.2003 | #12
Wie gesagt, der Kollege ist bereit, sich mit dem Neuen zu beschäftigen. Aber es ist einfach nicht massenmarkttauglich, wenn man bei auftretenden Problemen in die Tiefen der Linuxdistributionen abtauchen muss oder vielleicht sogar noch am Kernel rummachen muss.

Zu deiner Aufzählung, was dir bei Mac OS X fehlt: das sind ja alles Sachen, die nicht durch KDE oder gnome entwickelt wurden. Ich würde mal gerne wissen, was KDE/gnome denn für großartige Neuerungen auf den Desktop gebracht haben, die es vorher noch nicht unter Linux gab. Was ist also dieser enorme Fortschritt, den Alexander angesprochen hat.
Man kann ja auch gemein sein und Alexanders Fortschrittsargumentation so deuten, dass Linux den Fortschritt auch am nötigsten hatte. Deshalb will ich auch wissen, ob dieser "Fortschritt" wirklich was Neues ist oder nur ein "Aufholen".

Übrigens, bei KDE unter Mandrake muss man manchmal erst ein Dialog-Fenster vergrößern, um die Buttons des Dialoges zu gesicht zu bekommen. ;-)

@acApple

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 15.10.2003 | #13
Hallo,

Sicher, du hast recht, das von mir aufgezählt ist nicht erst mit KDE/Gnome auf den Unix/X11-Desktop gekommen. Was KDE/Gnome (Gnome mit (mehr) Einschränkungen) in erster Linie auszeichnet ist , dass sie Konsitenz auf den UNIX/X11-Desktop bringem zumindest solnge man
im KDE bzw. Gnome-Bereich bleibt. Das ist ein Fortschritt, den allerdings Apple schon lange erreciht hat. Meine Aufzählung bezog sich auch eher darauf, was mir unter KDE (analoges gilt sicher für Gnome) besser gefällt, wo KDE eine Vorsprung gegenüber Aqua/Quartz hat, auch wenn dies auch von KDE "nur" übernommen wurde.
BTW: EInen Punkt habe ich oben vergessen: Netzwerktransparenz, ein weiterer Vorteil von X11 (egal mit welcher Oberfläche) gegenüber Apple.

Inovationen im GUI-Bereich sind eh rar gesäht. Wirklich Revolutione kann ich in den letzten 10 Jahre gar nicht erkennen. Alles wird zwr etwas bunter udn die ein oder andere Ecke etwas besser, aber prinzipiell tut sich wenig. Das gilt für Apple genauso wie wie alle anderen. Die Desktop-Metafer ist einfach sugereizt.

Demzufolge hat sich KDE (und Gnome) nur das beste (nach der Meinung der jeweiligen Entwoickler) aus allen Welten zusammengesucht.

Zur "Massenmarkttauglichkeit": Aus der Ferne kann ich natürlich nicht sagen woran es lag. Meiner Erfahrung nach kommt aber Linux mit 95 % der gängigen Hardware zurecht und das out of the box. Probleme kann sehr neue Hardware machen, da dann noch die Treiber fehlen und recht alte, da dann oft in den grossen Dstris die entsprechenden Treiber weggelassen werden.

BTW: Bei SuSE ist -sofern gekauft - 90 Tage Installationsupport dabei. Da kann man die per Telefon nerven.

Aber ich gebe dir auch insofern recht, solange die Hardwarehersteller nicht slebst für Linux-Treiber sorgen so wie sie es bei Widnoiws tun und zum Teil für Apple, solnage wird es immer Bauteile geben, die unter Linxu Problem machen. Troztdem guck die mal an wie oft mittlerweile die c't schreibt, dass sie auf einem Discount-PC eine aktuelle SuSE ohne Probleme installieren konnte.

Bis dann

R"udiger

Ich denke das problem ist nicht die Mangelnde unterstützung

Von: Cyrus Mobasheri | Datum: 15.10.2003 | #14
sondern das nicht klar ist ob es unterstützt wird oder nicht. Es gibt kaum ein Drucker der damit wirbt unter Linux zu laufen. Solange nicht auf der Packung steht ob es zu Linux Kompatibel ist oder nicht, ist Linux nicht Massentauglich.