ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 248

HyperTransport

Apple und ein neuer Hardware-Standard

Autor: wp - Datum: 07.05.2002

Kennen Sie Lisp-Maschinen? Das sind (oder besser: waren) grob gesagt die Computer, von denen sich Steve Jobs die Fenster hätte abschauen können, wenn er denn in Harvard statt im Silicon Valley gelebt hätte. Allerdings hätte der Mac vielleicht dann auch eine Drei-Tasten-Maus bekommen, und das hätte den Windows-Freaks frühzeitig das letzte Argument gegen den Mac genommen, es gäbe nur noch Macs auf der Welt, die MacGuardians wären überflüssig, und das wäre doch eigentlich schade.


Wie auch immer: Die Lisp-Maschinen waren ein El Dorado nicht nur für manische Mausklicker, sondern auch für transzendente Tastenvirtuosen, hatten sie doch nicht nur eine Control- und eine Alt-Taste, sondern auch eine Meta-Taste (da kann der Mac gerade noch die Apfel-Taste entgegen halten), eine Super- und -- eine Hyper-Taste. Der dreifache, eingesprungene Modifier war da keine Seltenheit. Irgendwie hängt das "Hyper"-Phänomen der Computerindustrie doch nach, und nachdem die Apple-Inspirationsgeber vom Xerox PARC noch den Hypertext erfunden hatten (dessen vergleichsweise minderbemittelte Verwandtschaft als World-Wide Web zu Ruhm und Ehre gekommen ist), lässt sich Apple diesmal selbst nicht lumpen und ist bei HyperTransport von Anfang an mit dabei. Was das ist? Trotz anderslautender Gerüchte werden unter diesem Header nicht die ersten Prototypen von Beam-Engines ‡ la StarTrek realisiert, so viel ist sicher. Statt dessen geht es prosaischerweise um die Verbesserung des Busverkehrs - in Computerprozessoren. Thyl Engelhardt weiß mehr.

Kommentare