ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2491

Wo spielt 2004 die Musik? Und 2005? 2006?

Warum Apples iTunes MusicStore alle anderen überlebt

Autor: roland - Datum: 23.10.2003

Nun ist Apples iTunes MusicStore seit ein paar Tagen auch der Windows-Welt zugänglich und wird auch freundlich genutzt. Sicher, das eine oder andere Medium fragt mit Häme, ob der Zug nicht längst abgefahren sei und spekuliert laut herum, dass die anderen Big Player in diesem neuen Markt Apple überrunden werden. [Aktueller Einschub um 18 Uhr 38: Ausnahmen bestätigen die Regel! Walter Mossberg vom Wallstreet Journal kommt hier zu einem überaus positiven Fazit pro Apple beim Vergleichen der Windows-tauglichen MusicStores...] – Lassen wir das aber alles mal beiseite und schauen uns einfach die Situation auf dem Sektor Music-Download-Services mal genauer an – welche "Mitspieler haben wir da, wer finanziert sie und wie lange kann ihr Atem sein in einem Markt, der nur und ausschließlich als Massenmarkt etwas abwirft? … Roxio, eh schon angeschlagen durch den gestern veröffentlichten 11,9 Mio. US$ Quartalsverlust (und das Folgequartal wird auch keine Besserung bringen), muss bangen und hoffen, dass Napster 2.0 möglichst schnell Cash in die Kassen spült. Seine US-Shareholder könnten sonst sehr ungemütlich werden. Bei buymusic sieht es nicht viel besser aus. Nachdem sich bereits kurz nach dem Launch Ende Juli laut USAtoday etliche der mit Windows Media Audio kodierten Tracks als unspielbar herausstellten, gab es jede Menge Trouble hinter den Kulissen: "We are unable to provide technical assistance after you have downloaded the music ... to your primary computer. In addition, we are unable to credit you back for failed or damaged copies once you have successfully downloaded the music." ließ der Technical Support per Mail verlauten. Und hinter den Kulissen gab sogar BuyMusic-Chef Scott Blum bezüglich der Song-Downloads unumwunden zu "it's not millions" – zu einem Zeitpunkt, als Apple bereits 6,5 Millionen Songs verkauft hatte. An diesem Status dürfte sich zwischenzeitlich nicht viel geändert haben. Zumal die sehr mutwillige Beschränkung auf ein einziges Betriebssystem und einen einzigen Browser die Verbreitung auch nicht unbedingt fördert. Auch hier kann früher oder später der Risiko-Financier ThinkTank – übrigens lustigerweise ebenfalls von Scott Blum 1999 mit Unterstützung von M$ und IBM als Holding gegründet und betrieben – die Geduld verlieren. Heißt es dann "bye-bye buy.com"? Wer weiß. Und musicmatch? Nun, das Software-Unternehmen aus San Diego, das immerhin seit 1997 am Markt ist, hält sich viel auf seine treuen Kunden zugute. Wie geduldig jedoch die Finanziers Redpoint Ventures, Intel Capital und Thomson Multimedia sich gebärden, wenn der Wettbewerb härter wird, muss sich erst noch zeigen. Alle drei tanzen auf so vielen Hochzeiten, dass sie nicht einem vergleichsweise kleinen Engagement die Stange halten werden, wenn der Cash-flow nicht so abläuft wie geplant.
Wobei der Hauptknackpunkt dabei die Tatsache ist, dass jeder der konkurrierenden Anbieter schon sehr, sehr viel Musik verkaufen muss, um wirklich daran zu verdienen. Das aber bedeutet sehr, sehr viel Marketing und Werbung zu betreiben.Was natürlich sehr, sehr teuer ist ;-) Insofern scheint mir Apple mit seinem hauseigenen iTunes MusicStore von allen Beteiligten in diesem Spiel der mit der günstigsten Ausgangsposition zu sein: Die Hauptinvestitionen sind getätigt, das ganze Projekt wird immer mehr zum Selbstläufer in einem Markt, den man zudem selbst etabliert hat. Die Windows-User werden sich allen Unkenrufen zum Trotz (gell, Mr. Fester?) von der schieren Convenience des Auswähl-, Download- und Bezahlvorgangs begeistern lassen. Und natürlich vom iPod. Der, wie ja schon WIRED so schön die Ergebnisse diverser Untersuchungen und Umfragen zusammengefasst hatte, von nahezu konkurrenzloser "Coolness" ist. Und genau das sorgt dafür, dass Apple vor Coca-Cola, Levi's und Nike als Marke bei der Kernzielgruppe der 13- bis 35-Jährigen angesagt ist und bleibt. Und wenn's denn schon nicht für einen Mac reicht, so darf's dann doch ein iPod sein. Als kleiner Zipfel vom wehenden Mantel der hassgeliebten Kultmarke. Gerade vor diesem Hintergrund wird Apples rechtzeitiges MusicStore-Angebot an die Windows-User alle Erwartungen weit übertreffen, dem Spiegel zum Trotz! Auf dessen Artikel zum Thema ich mir hier ein Link zu setzen verkneife...

Kommentare

das wir alle unserer lieblingmarke...

Von: nico | Datum: 23.10.2003 | #1
...diesen start goennen - schon klar. und das man mit onlinemusik geld verdienen kann, hat apple eindrucksvoll bewiesen. die frage stellt sich aber dennoch: wann koennen wir in deutschland mit dem applemusicstore rechnen? alles andere dazu ist fuer mich derzeit "nett", aber eben nicht mehr, leider...

Wann kommt der MusicStore zu uns?

Von: Demeter | Datum: 23.10.2003 | #2
Dass der Store bei uns noch nicht läuft wundert mich gar nicht. Wenn es in den U.S.A. auch so nervtötend anstrengend wäre ein Unternehmen zu gründen, gäbs wahrscheinlich gar kein Sillicon Valley ;)

... guter Artikel...

Von: HG | Datum: 23.10.2003 | #3
... hey Mann, guter Artikel und in sich sehr schlüssig... nach diesen Argumenten kann man fast nur davon ausgehen, dass Apple sich dar einen sehr kukrativen Startpunkt für die kid´s ausgesucht hat. Hoffentlich läst sich das auch bei der Dicken Hardware ummünzen. Des weiteren gönne ich M$ nicht mit seinen Triliarden $$$$ und komischen WMF nachher den Sieg, wie doch alle alten MacUser....

Geld???

Von: Fehler 11 | Datum: 23.10.2003 | #4
Es wäre sinnvoll anzunehmen, dass Apple mit dem iTMS nicht unbedingt auf den dicken Dollar aus ist – hat der Store doch ein ganz anderes Potential: Apple insgesamt nach vorne bringen. Der Name ist bekannt. Dass Soft- und Hardware eine harmonische Einheit bilden, die so nicht übertroffen werden kann, ist auch allen klar – auch den Trollen aus der Dose.

Aber mit iTunes hat das Volk endlich ein App, das diese Vorteile mächtig zur Schau stellt. Und der Fensterfreund fragt (ein paar auch mich schon) ob denn alles an diesen Apple-Kisten so smart und einfach funktioniert.

Da sag ich dann ja...

2004, 2005, 2006 ...

Von: johngo | Datum: 23.10.2003 | #5
Nun, da der Artikel in der Headline diese Jahreszahlen nennt, argumentiere ich einmal in die weitere Zukunft. Bis 2006 wird ein heutiges Shopmodell vielleicht funktionieren. Dann aber wird die Aera der Shops für die meisten (or allem teueren) Anbieter wieder untergehen! Warum? Weil in ein paar Jahren jeder Schüler die komplette Musiklibary im Schulranzen mit sich herumträgt. 1.000 GB kosten dann hundert Euro in nehmen den Platz einer Zigarettenschachtel ein. Dann wird im Schulhof in Tausenderpaketen getauscht. Und dann verebbt der Boom des Saugens und der Stores. Musik wird überall in sekundenschnelle und billigst in guter Qualität verfügbar. Ergo kann man dann nur noch Geld mit Masse und "niedrigsten Preisen" verdienen. Ob Apple hierfür steht?

Was spricht gegen diese Theorie? Einzig und allein die Durchsetzbarkeit von Kopierschutzverfahren. Das diese aber bis Dato nicht eindeutig zukunftsdefiniert sind, würde ich (wenn ich ein Big-Player wäre) nicht so viel Geld in einen Musik-Store stecken. Ich sehe 8zumindest für die nächsten Jahre) mehr Potential in einem Video-Store. Denn dieser könnte bei einem guten Angebot und entsprechenden Netzwerken dem klassischen Fernseher grosse Konkurrenz machen.

Aber auch diese Aera wird von der technischen Entwicklung demnächst eingeholt! :)

Gruss

johngo

@johngo

Von: derdomi | Datum: 23.10.2003 | #6
deine Thesen halte ich für ziemlich unüberlegt. Im Schulhof wird in Tausenderpaketen getauscht? Erklär mir mal wie das funktionieren soll. Du behauptest also dass die Nachfrage nach Musik in Stores sinkt weil sie überall vorhanden sein wird. In Massen. Aber wo soll Sie denn dann herkommen wenn nicht aus einem store und wenn das Saugen auch nachlassen wird wie du sagst. Dass die CD-Verkäufe im Laden wieder anziehen willst du ja wohl nicht behaupten. Und woher sollen die ganzen Bands kommen die tausende Lieder produzieren die jeden interessieren? Alles sehr unschlüssig.
Oder ich hab dich einfach nicht verstanden. Vielleicht erklärst dus nochmal?

dagegen...

Von: mattin | Datum: 23.10.2003 | #7
könnte die gewöhnung an kosenpflichtigen dienstleistungen im internet (magazine, news, filme usw.) sprechen, die man heutzutage schon erkennt. ob sich die user in diesem zeitraum und in der nötigen anzahl gewöhnen, wird sich zeigen.

und wer weiss, apple würde ich einen video store zutrauen, dafür fehlt aber den meisten die nötige bandbreite ;)

Video on Demand...

Von: Schnapper | Datum: 23.10.2003 | #8
... ist doch nur die logische Fortsetzung des Ganzen. Überlegt mal - der nächste oder übernächste iPod wird mit Farb-LCD-Screen produziert - davon kann man ja wohl ausgehen.
Die Plattenkapazitäten sind bis dahin auch kein Problem mehr.
Die Infrastruktur steht dann auch schon: Eine hochperfomante Selling-Plattform mit entsprechender, weitverbreiteter Clientsoftware (iTunes/Quicktime).
Warum zum Teufel sollte Apple keine videos on demand-Lösung anstreben?
Und bevor mir jetzt einer mit dem Problem der Filmindustrie kommt: Die stehen jetzt grad vor dem Problem, mit dem die Musikindustrie schon seit ein paar Jahren kämpft: p2p-Tauschbörsen. Die werden Jobs mit Handschlag begrüßen, da er ihnen eine funktionierende Lösung präsentieren kann.

iT MShop weitere Optionen

Von: BvK | Datum: 23.10.2003 | #9
Wie ich heute irgendwo gelesen habe soll iTunes nächstens auch Veröffentlichungsmöglichkeiten und Verkauf über iTunes MusicStore direkt für Musiker bieten. Weltweiter Auftritt, ohne Plattenfirma. Hört sich nicht schlecht an. Da aber Apple vermutlich nicht unter die Talentsucher gehen wird,und natürlich jeder gerne seinen eben komponierten Welthit präsentieren möchte, wird dieses Feature wohl für die Veröffentlicher erstmal was kosten. Vielleicht wirds auch mit .Mac verknüpft. Dennoch, sehr interessante Option.
BvK

Nicht auszuschließen...

Von: Roland | Datum: 23.10.2003 | #10
...dass "Schnapper" da richtig liegt. Die ersten Anzeichen von Unruhe in der Filmindustrie sind ja bereits erkennbar ;-) Und diesmal könnte ein solcher Deal noch sehr viel schneller und glatter über die Buuhne gehen, da eine funktionierende Plattform bereits besteht und ihre Effizienz bewiesen hat.
Vielleicht gibt's ja dann zum iTunes MusicStore den iMovie VideoStore...?

@ derdomi

Von: johngo | Datum: 23.10.2003 | #11
Weil die "Backlist" zusammenbricht!
Das ist nicht unschlüssig, sondern sehr
schlüssig. Ein Label kann Heute noch
Millionen mit Songs verdienen, die schon
vor 20 Jahren eingespielt wurden. Ohne diese Backlist brechen die grossen Label zusammen. Und eben diese Backlist wird Heute von Millionen von Saugern "privat" angelegt! Da wird mehr gesaugt und gesammelt, als man selbst konsumieren kann. Und erst über DSL und Flatrate ist die Sache in Schwung gekommne. Dieser Faktor Schwung wird dann in der "nächsten Generation" - durch z. B. Firewire zu Firewire in der Speed verhundertfacht. Man tauscht in einer Stunde einfachst das, was man in einem Monat mühsam gesaugt hat!

Und genau genommen wurde "jedes Lied" auf der Erde schon einmal in MP3 irgendwo veröffentlicht und gesaugt. Jetzt muss es nur noch zur entsprechenden "Durchdringung" kommen. Und diese Durchdringung ist ja gerade die technische Revolution der Neuzeit. Ausschliessen kann man davon "vielleicht" Songs, die von Anfang an mit schärfsten regularien veröffentlicht wurden. Diese jedoch werden den klassischen Labels keine goldenen Zeiten mehr bereiten ... denn die "Backlist" fehlt!

Gruss

johngo

PS: In keinem Satz deutete ich an, das Verkäufe in den Läden wieder anspringen würden. Warum auch?

@ mattin

Von: johngo | Datum: 23.10.2003 | #12
Ja, es gibt viele kostenpflichtige Angebote im Netz. Aber wieviele davon schreiben wirklich schwarze Zahlen? Und wieviele davon arbeiten jetzt mit einem Bruchteil der Belegschaft (gegenüber den konventionellen Angeboten)?

Ich sage ja: Online ist als Modell möglich. Nur nicht mit den bisherigen geldverschwenderischen Struckturen. Die Songs der Label müssten eigentlich tendenziell 10 bis 20 Cent kosten!

Gruss

@johngo

Von: iMob | Datum: 23.10.2003 | #13
Willst du eigentlich ernst genommen werden? 10 bis 20 Cents, geh zu den Kids saugen!
Ich bin gerne bereit 99 Cent pro Song in Apples Musicstore zu zahlen. ;)

@johngo

Von: iMob | Datum: 23.10.2003 | #14
Das Saugen würde auch nicht aufhören, wenn ein Song 10 oder 20 Cent kosten würde. Es ist keine Frage des Preises, sondern der Einstellung der Konsumenten.
Du hast übrigens einen wichtigen Punkt vergessen, die Vermarktung der gepressten Medien. Ich denke, du hast eine Vorstellung, wie teuer die Werbung für Musik-Medien heutzutage ist. Ausserdem wollen die Macher auch nicht nur kostendeckend arbeiten, sondern Geld verdienen, was auch völlig in Ordnung ist.
Wenn die kein Geld mehr verdienen können, produzieren die auch nicht mehr, logisch oder?

"ALLES" ist eine Frage des Preises ...

Von: johngo | Datum: 23.10.2003 | #15
Darf ich Fragen, wie alt Du bist?

Oder anders herum formuliert: Worin
haben "wir damaligen Jugendlichen" uns vor 20 Jahren von den heutigen Jugendlichen unterschieden? ;)

Antwort: Hauptsächlich in der technischen Ausstattung und eben des Preises dafür!

Musik getauscht hat man auch schon vor vielen Jahren. Es war aber bestimmt nicht rentabel mit jemandem in Amerika die neueste Scheibe zu "sharen"! ;)

---

Und die Vermarktung habe ich nicht vergessen! Kann man oben nachlesen!

Gruss

Ohne Moos nix los

Von: iMob | Datum: 23.10.2003 | #16
O.K. das mit der Vermarktung hab ich übersehen.

Wir hatten damals auch nicht das Geld, um uns alle LP's kaufen zu können. Erst wurde gespart und dann gekauft. Einige sind auch in die Läden gegangen und haben sich die Scheiben geklaut. Die sind vergleichbar mit denen, die heute saugen.
Heute wollen die Jugendlichen am liebsten ne komplette Jukebox und das ganze dann auch noch umsonst.
Mit Software halten sie es doch genauso, alles haben wollen aber nichts dafür bezahlen. Ist denen doch egal, ob da jemand vielleicht Monate daran gearbeitet hat.

Der Preis für die Songs reguliert sich ganz von allein durch Angebot und Nachfrage. Es wird sich da noch eine ganze Menge tun, es werden weitere Anbieter dazukommen und der Wettbewerb wird die Preise nach unten korrigieren.

die richtig dicken fische kommen erst!

Von: rawuzikapuzi | Datum: 23.10.2003 | #17
was in dieser diskussion bisher komplett fehlt, sind die handyhersteller. immerhin werden jedes jahr ca. 10x mehr handys als pcs verkauft und die 0,1 promille mp3/aac- handys die heuer verkauft wurden sind stückzahlmäßig mehr als alle jemals gebauten ipods zusammen!
wenn man jetzt noch genug phantasie besitzt, um sich vorstellen zu können, dass mp3handys nicht ewig mit nur ein paar mb eingebautem speicher daherkommen werden, dann bleibt eigentlich nur eine logische schlussfolgerung: 2006 wird die durchschnittliche private musiksammlung auf einem speicherchip oder einer microfestplatte in einem handy stecken und kein dosenbesitzer wird das bedürfnis verspüren, noch extra einen ipod mitzuschleppen, da kann der noch so cool sein.
interessant für den itunesmusicstore ist die tatsache, dass alle großen handyhersteller auf die kombination mp3/aac setzten und (aus verständlichen gründen) serienmäßig kein wma unterstützen. wenn apple es schafft, itunes mit den wichtigsten musikhandymodellen zu synchronisieren und nicht stur auf den ipod setzt, könnten sie in 2,3 jahren als verkaufsplattform für 10.000 mal so viele player wie heute dastehen.
und natürlich haben auch die netzbetreiber noch ein wörtchen mitzureden. praktisch alle umts-lizenznehmer bereiten derzeit musik-downloadservices vor, inwiefern sie konkurrenzfähig sein werden, hängt natürlich auch von der entwicklung von umts ab, aber wenns was zu verdienen gibt, sind sie sicherlich mit einer bequemen und sicheren monatsabrechnung dabei.

@ iMob Kaufen oder klauen? ...

Von: johngo | Datum: 23.10.2003 | #18
... ich dachte da mehr an damaliges "Aufnehmen" auf Musikkasette. Wir saßen früher im Hobbykeller zusammen und haben da am Abend vierlleicht 2-3 Musikkasetten kopiert (ich dir und du mir). ... Hausgebrauch halt.

Heute kenne ich einen, der fragt jeden auf ner Party, ob sie die Dateien auf der Platte gegenkopieren wollen. Macht dann 5.000 Musikstücke, 30x DViX und 100 Programme am Abend.

Da kommt die Industrie gar nicht mehr nach, den Kontent zu liefern. ;)
Wie gesagt Flatrate und DSL werden ihre Spuren hinterlassen.

Gruss

@ rawuzikapuzi

Von: johngo | Datum: 24.10.2003 | #19
Yep, die Handys fehlten (bisher) im Thema!


Gruss

@iMob

Von: Cubologe | Datum: 24.10.2003 | #20
In Sachen Pricing bin ich der Ansicht, dass Songs für 10 oder 20 Cent sehr wohl einen Anreiz zum Kaufen statt sharen darstellen.

Schau mal auf
[Link]

Das sieht IMHO ziemlich gut aus.

Kompliment an johngo

Von: Terrania | Datum: 24.10.2003 | #21
Das was Du zur MI und Sharing gesagt hast, unterschreibe ich nahezu so. Die Menge, und die Schnelligkeit des Sharings ist irrsinnig geworden. Trotzdem: Das Schulhofszenario mit 1TByte iPODS mit Austauschfunktion könnte tatsächlich so kommen, allerdings wäre es gleichzeitig das Ende der MI, und was viel schlimmer wäre, das ENDE der MUSIKER. Wovon sollen die dann noch leben? Oh, ja, natürlich, andere Bezahlsysteme: PEPSI kauft sich STING, COCACOLA SEAL, etc. oder EXXON deployed 100 Mio Hits unter die Leute. Und echt Leute: Wenns dann sooo kommt, wirds mir echt schwummrig ...

Handys...

Von: Schnapper | Datum: 24.10.2003 | #22
.. sind ein Punkt, der da in Zukunft sicher noch mit reinspielen wird.
Mal ne ganz unschuldige Frage:
Wer sagt denn, dass Apple die Kooperation mit Sony Ericsson in dem Sektor nicht vertiefen wird? Die Anfänge über iSync haben ja gut geklappt. Stellt euch vor: SE stellt in ein, zwei Jahren ein iPod-Handy-Crossovergerät vor. Der iPod zum Telefonieren und Videoschauen. Lädt und synchronisiert über ein Dock am Schreibtisch. Oder unterwegs über UMTS mit .mac. Große Festplatten, Farb-LCD - alles jetzt schon in ausreichender Qualität verfügbar. Legt mal ein iPod und ein T610 zusammen, denkt euch die "doppelten" Komponenten weg (Bedienungselemente, Akku, LCD-Screen) - das Ding wär nur unwesentlich größer und schwerer als ein iPod der ersten Generation.. und das optimale Gerät für unterwegs.
Klar gibt's da noch ne Menge Punkte zu klären. Akkuleistung. Prozessorleistung.
Aber mal ehrlich - ist das nicht genau das digitale Hub, von dem Steve Jobs die ganze Zeit faselt?

@schnapper

Von: imaginetics | Datum: 24.10.2003 | #23
bingo!!!

imaginetics

...und wenn das ding noch kaffeee kochen kann.... himmlisch!!!

Und dann..

Von: Schnapper | Datum: 24.10.2003 | #24
... noch die oben angeführte video-on-demand-Geschichte über iTunes und Quicktime. Einen vernünftigen Video-Ausgang (und -Eingang? Zum Aufnehmen???) an das iVidpod.. prompt hat man einen digitalen Videoplayer/Videorecorder.
Der digitale Videomarkt wäre fest in Apples Händen...

@imaginetics

Von: rawuzikapuzi | Datum: 24.10.2003 | #25
vergiss den kaffe, einen monitorausgang bräuchte dieses ding noch, dann installierst du OS X.7.3 drauf, kaufst dir ein bluetooth-maus/keyboardset dazu und der personalcomputer wandert ins geschichtsbuch!

oops,

Von: rawuzikapuzi | Datum: 24.10.2003 | #26
der erste link geht ins datennirvana. er sollte zum Thomson Lyra 2860 führen.

@rawuzikapuzi

Von: Schnapper | Datum: 24.10.2003 | #27
*g* Es gab auch vor dem iPod schon mp3-Player... trotzdem hat Apple den mp3-Player-Markt revolutioniert.

@ Terrania ... Guter Gedanke ...

Von: johngo | Datum: 24.10.2003 | #28
... und dabei frage ich mich, ob wir nicht schon Heute erste Ansätze zu diesem Trend sehen. Im Kino gibt es wohl keine (aufwendige und teuere) Explosion sowie Verfolgungsjagd mehr zu sehen, die nicht von Coca Cola und CO gesponsort wurde.

Warum sind eigentlich immer mehr Werbesponsoren dazu im Stande, in die Nischen einbrechender Märkte vorzudringen? Weil sie ihre Werbeaussage überwiegend an Produkte knüpfen (Hardware), die sich dem digitalen Trend widersetzen.

Soll heissen: Auch in 10-20 Jahren wird man noch - wie Heute - täglich sein "Getränk" konventionell einnehmen und man wird mit dem "Auto" (mangels Beam-Einheiten) von A nach B fahren.

In der Informations-, Berufs- und Unterhaltungsindustrie jedoch wird "alles" anders sein. Denkbar wäre der völlig gelähmte und kontrollierte Rechte- und Überwachungsstaat - andererseits die völlige Freiheit an Informationen zu billigsten Preisen oder gar als kostenloses Grundgut!

Gruss

ich glaub mit euch geht etwas die Fantasie durch

Von: cyrus | Datum: 24.10.2003 | #29
Handys verkaufen sich nur deswegen, weil es mit jeder Vertragsverlängerung ein neues Handy gibt. Niemand will Filme auf einem 2 Zoll display schauen. Bevor ich einen Film tagelang aus dem Netz sauge, geh ich lieber in die Videothek. Und wenn dann heist es Quicktime store, und nicht iMovie store. Selbst den Besten Film will man nicht häufiger als 5 Mal sehen. Deswegen sind die die wie verückt filme aus dem Netz saugen, auch nicht wirklich eine Gefahr für Hollywood. Was dringlicher und revolutionärer wäre, wäre ein Display, das zum Lesen taugt. Es gibt immer noch kein gescheites ebook, auf dem Markt. Wahrscheinlich muss apple auch hier der Industrie erst mal zeigen wie das geht. Dann wird es erst mal einen iBook Store geben, wo man auch gleich die Schriften als Skinn für die ebooks runterladen kann. Alles gegen bezahlung versteht sich. Das einzige woran ich glaub, ist das man bald mit iPod und Handy lieder direkt aus dem Internet laden kann, ohne Computer. Das der iPod airport tauglich wird, und das eine .Mac Mitgliedschaft bald ein Abo im iTUnes Music Store beinhaltet.

@schnapper

Von: Doc | Datum: 24.10.2003 | #30
"Aber mal ehrlich - ist das nicht genau das digitale Hub, von dem Steve Jobs die ganze Zeit faselt?"

Nein eben nicht. Es gibt kein Beispiel für ein Mulitfunktionsgerät das über die Geek Gemeinde hinaus zum Massenprodukt geworden wäre. Selbst heutige Handys überfordern 90% der Benutzer. Das smarte am iPod ist eben seine simple Funktion.

@cyrus

Von: rawuzikapuzi | Datum: 24.10.2003 | #31
"Handys verkaufen sich nur deswegen, weil es mit jeder Vertragsverlängerung ein neues Handy gibt"
-genau das ist der wichtige punkt!

der massive updatedruck durch die netzbetreiber verhilft dem handymarkt zum schnellsten produktwechselzyklus der it-branche. massive quersubventionierung für die hardwareentwicklung inclusive. bei derzeit etwas mehr als einer milliarde vertragshandys weltweit noch dazu im größten hardwaremarkt den es gibt. in einer wirtschaft wo noch dazu hohe stückzahlen niedrige preise bringen ist das ein unschätzbarer produktionsvorteil für die hersteller.
handys sind heute für viele leute kein gebrauchsgegenstand, sondern modeartikel.
und genau deshalb wird jede technische funktion, die einmal in ein handy integriert ist alle konkurrierenden geräte ohne handyfunktion vom markt drängen.
wenn die kamerafunktion und die mp3-funktion im handy heuer viel zu komplizert zu bedienen ist und überhaupt nur völlig unbrauchbare ergebnisse liefert, -wen interresierts? nächstes jahr wird mir mein netzbetreiber trotzdem wieder ein neues handy schmackhaft machen, und wer weiss, vielleicht klappts dann auch mit dem fotografieren, oder mit der musik, oder mit den videos...
handys haben den geradezu unanständigen vorteil, dass sie nicht besser als die (nichthandy-)konkurrenz sein müssen um gekauft zu werden, sie müssen nur eine für den durchschnitt akzeptable qualität liefern und schon liegt ihnen ein markt von einer milliarde updatewilliger kunden zu füßen.

Der absolute Knaller!!

Von: MXP | Datum: 24.10.2003 | #32
Unschlagbar, das neue Notebook "Medion MD 40100" von ALDI ab 22. Oktober.
Laut ComputerBild das beste je getestete Gerät. Echte 2,8 GHz, Superdrive, WLan, Speicherkartenleser, Speicherstift, Maus, Tragetasche, Spitzenqualität wie alles von ALDI, sieht super aus und das ganze zu einem unschlagbaren Preis von nur 1499,-.
Da fliegt einem ja das Blech weg. WOW!!

@MXP

Von: Roland | Datum: 24.10.2003 | #33
Und nochmal: Willkommen auf der grünen Seite, mein lieber ALDI-Troll. und Du hast natürlich völlig recht: Das neue Medion wird DELL das Fürchten lehren ;-))

Das gefällt mir,...

Von: Roland | Datum: 24.10.2003 | #34
Schnapper *lach*...!

@Schnapper

Von: MXP | Datum: 24.10.2003 | #35
Und weil wir ja gute Unterhaltung lieben, ist dieses Teil ein absoluter Knaller.
Es schlägt jedes Powerbook um Längen und das zu diesem sagenhaften Preis.
Dafür kriegste bei Apple gerade mal das mit stolzen 933 MHz getaktete mittlere iBook. Im Vergleich dazu das Aldi-Notebook mit echten 2,8 GHz und Superdrive.
Das nicht jeder Apple-Dau mit so nem Hightech-Teil fertig wird, ist mir klar. ;))

Ist ja ekelhaft!...

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 24.10.2003 | #36
Diese penetrante Bettelei in 4 Threads um einen Troll-Award!..

Manche Leute sind sich echt für nichts zu schade..

@Kai

Von: iMob | Datum: 24.10.2003 | #37
Kann deinen Ärger gut verstehen, Kai. Ist doch immer wieder erstaunlich, wie leicht sich die Leser von so einem drittklassigen Troll in Panik versetzen lassen.
Schade um die schönen Themen, die dabei völlig in den Hintergrund gedrängt werden.

@Cyrus

Von: iMob | Datum: 24.10.2003 | #38
Wer bist du denn? Der echte Cyrus zeichnet mit Cyrus Mobasheri. Also bist du ein Troll, der unter seinem Namen postet.
Warum machst du das? Was willst du damit erreichen? Kai, gib diesem Troll den Trollstempel, er ist nicht echt!