ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2500

Der G4-iMac - zu schön für die Massen?

Arstechnica zu den Schwierigkeiten des Kult-Nachfolgers

Autor: flo - Datum: 27.10.2003

Der G3-iMac hat sich in seinen nicht ganz fünf Jahren seines Daseins gut sechs Millionen mal verkauft und hat darüber hinaus - ohne herausragende *technische* Innovation - die Computerwelt ein gutes Stück revolutioniert. Kein ganz leichtes Erbe für den G4-iMac, dessen Design zwar Geschmackssache, aber ohne Frage einmal mehr imposant und einzigartig ist. Nichtsdestotrotz: Er verkauft sich lange nicht so gut und ist nach dem "Wegfall" des Sorgenkinds PowerMac (mit dem G5 sind die Verkäufe wieder gestiegen) der neue Problemfall in Apples Produklinie. Im dritten Quartal 2003 sanken die Absätze um 24%, im gerade abgelaufenen nochmals um 20% (jeweils gegenüber dem Vorjahreszeitraum). Arstechnica in Person von Eric Bangemann hat versucht, möglichen Gründen auf die Spur zu kommen. Die Ausgangsposition sieht Arstechnica wie sicher schon viele vorher: Der iMac ist etwas seltsam positioniert, in Apples Produkt-Matrix zwar als Consumer-Desktop, preislich dafür aber zu hoch. Alleine darüber kann man schon streiten, denn auch der G3-iMac war nicht gerade immer besonders preiswert (zumindest die großen DV-Modelle), allerdings ist das 17"-Modell mit fast 2000 Euro tatsächlich recht teuer für dieses Segment. Und: Der Einstiegs-iMac ist teurer als der kleinste G3-iMac damals. Auch wenn man argumentieren kann, dass für das "Billig-Segment" jetzt ja der eMac da ist - der iMac bleibt Apples Consumer-Desktop und hängt ein bisschen haltlos zwischen eMac und PowerMac.

Einen Hauptgrund sieht Eric Bangemann allerdings im Design. Dies sei "a little far out" für die meisten, er könne sich den edlen iMac einfach nicht bei seiner Tante Patty vostellen. Auch hier lässt sich trefflich streiten. Bestimmt ist der neue iMac nicht so "schnuckelig" wie der alte, aber er hat definitiv Sex-Appeal. Ich habe einen hier im Büro stehen, und die Blicke und Fragen vieler, die hereinkommen, sprechen Bände.

Was also - würde man Eric Bangemann fragen - ist die Lösung? Er schlägt vor, den iMac zu redesignen. Mehr lässt er sich nicht entlocken. Vielleicht, weil ihm etwas ganz anderes vorschwebt, etwas, was mir auch sehr gefallen würde: Ein "Shuttle Mac", also ein kleiner kompakter, in Grenzen aufrüstbarer (AGP- und PCI-Slot) G4-Mac ohne Bildschirm, aber imposanter Ausstattung. Nein, kein Cube, der scheiterte bekanntlicherweise an seinem (bei Einführung) exorbitanten Preis. Billig sollte es schon bleiben - und es scheint nicht abwegig, das sowas auch möglich wäre, denn eine der teuersten Komponenten am iMac ist sicher dessen Display. Ein absoluter Schlager wäre die Aufrüstbarkeit der Grafik, was weder eMac noch iMac zulassen. So könnte der Gamer eine 3D-SuperDuper-Karte einbauen, während Bildungseinrichtungen selbst eine ältliche GeForce 2MX oder etwas in der Art verwenden können um noch mehr Geld zu sparen. Wenn Apple endlich auch TV-fähige Grafikkarten anbieten würde, könnte einem solchen Mac der Sprung ins Wohnzimmer gelingen - der iMac sieht hierfür zwar schon gut genug aus, ist aber mit seinem 17-Zoll-TFT für manche einfach zu klein (als Fernseher-Ersatz).

Auch wenn Bangemanns Vorstellungen aus der Luft gegriffen sind und sich im Detail noch viel diskutieren lässt, wer hat schon nicht einmal von einem Cube-ähnlichen Mac geträumt, na?

Kommentare

Ist was dran

Von: Gaspode | Datum: 27.10.2003 | #1
Sehe es auch so, nachdem der G5 da ist und das iBook G4 hat der iMac als einziges noch Probleme.

Ich habe zwar kürzl. von 800MHz auf 1.25GHz "geupdated", aber die meisten Leute dürfte das nicht reizen. Das Ding ist mit seinem 166MHz Bus auf dem Stand aktueller Notebooks... Der G5 hat 1000MHz, Seriell ATA, etc.

Also entweder die iMacs werden viel, viel günstiger oder sie werden komplett umgekrempelt. Muss ja nicht gleich ein G5 sein.

iMac ist ein außergewöhnlich guter Computer ..

Von: Klaus-Dieter Krenzel | Datum: 27.10.2003 | #2
und hebt sich wohltuend ab vom Krach und Grau der Konkurrenz.

Klaus

@@fehler 11

Von: Marty | Datum: 27.10.2003 | #3
Jobs will 5% haben, reicht um gut planen zukönnen und nicht zuviel um nicht unflexiebel zusein. 95% sind wie in Tanker halt.

@ Fehler 11

Von: Kriz | Datum: 27.10.2003 | #4
Erektionspotenzial... schönes Wort ;-)

Schwacher Artikel von arstechnica

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 27.10.2003 | #5
Arstechnica ist doch eigentlich ziemlich gut. Aber was in diesem Artikel drinsteht, weiss doch jeder:
-Im Consumer-Bereich ist der Preis so wichtig, dass schon 100 € entscheiden können und LCDs sind nun mal teurer.
-Ein Low-Cost Mac ohne Monitor wird immer wieder verlangt. Ich fürchte, Apple weiss, warum sie das nicht anbieten, auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann.

Der aktuelle iMac...

Von: Schnapper | Datum: 27.10.2003 | #6
... ist in meinen Augen ein geniales Designstück. Formschön, elegant, auf's Wesentliche reduziert. Die Technik ist versteckt. Understatement at its best.
Aber genau das ist das Problem.
Die Leute wollen Technik sehen. Sie wollen Kühlrippen und Lüftungsschlitze, CD-Slots groß wie Schreibtischschubladen und am besten ne ganze Armada von Blinklichtern. Und natürlich VIEL Platz für Erweiterungsslots.
Obendrein haben viele Leute immer noch Vorurteile Flatscreens gegenüber (zu langsam, zu geringe Schärfe, zu geringe Leuchtkraft, zu niedrige Auflösung etc..)

Der iMac ist in dieser Form einfach ein, zwei Jahre zu früh gekommen. Schade drum.

iMac:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 27.10.2003 | #7
HAb gerade wieder einen an den Mann gebracht. DAUs interessiert Erweiterbarkeit eher wenig, die kleine Fläche die das Ding belegt trotz grossem Monitor ist oft viel eher ein Faktor!

Trotzdem wär ein headless iMac immer noch ne tolle Sache. Das hat aber nur am Rande mit dem iMac zu tun, fast völlig andere Zielgruppe!

Schnapper:

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 27.10.2003 | #8
Die Leute wollen Technik sehen.

Leute, die Technik sehen wollen (so es die gibt) sind nicht mal entfernt jemals Zielgruppe des iMac gewesen und werden es nie sein. Und Apple tut ein Gutes daran, es dabei zu belassen :)

Frage ist, ob man den iMac so umgestalten kann, dass er wieder ein größere Zahl an Leuten anspricht. Denn anscheinend ist ja das sein Problem, der Knubbelmac hatte mehr Anhänger. Andererseits hängt das ja auch immer von den Alternativen ab.

iMac vs. iBook vs. Billigkisten

Von: Cubologe | Datum: 27.10.2003 | #9
Das mit der Erweiterbarkeit sehe ich genauso wie Kai, die meisten Computer haben bis auf ein RAM Upgrade nie eine Erweiterung gesehen.

Wenn ich mir die iMacs so anschaue, kann ich mir zwei Gründe vorstellen, warum die iMacs nicht so einschlagen.

1) Attraktive Konkurrenz aus dem eigenen Haus: das iBook ist schon sehr schnuckelig und noch dazu gut bepreist. Das wird viele Neueinsteiger vom iMac abhalten

2) Im Verhältnis zum Preis (der mit Superdrive m.E. durchaus üppig ist) hat der iMac ausser dem Design erstmal wenig, was ihn für Otto-Normalnutzer aus der Masse der mit DVD-Brenner, Millionen Gigahertz und sonstigem Schmodder ausgestatteten PCs herausragen lässt.

Das eine oder andere auf Apple Art gebrachte Hardware Feature könnte das ändern, wie z.B den Mac direkt als einfach zu bedienenden digitalen Videorekorder nutzen zu können (mit voller Auflösung und nicht wie bei der El-Gato Lösung mit der halben).

Und der Preis sollte m.E etwas runterkommen. Der mittlere iMac zum Preis vom kleinen, das hätte was.

der wird bald komplett upgedated

Von: syrinxx | Datum: 27.10.2003 | #10
ihr werdet sehen

Jo, das Posting ist auch Fehler 11

Von: Terrania | Datum: 27.10.2003 | #11
Der imac ist eine rattenscharfe Maschine. Der Prozessortakt hat leider nicht genauso rattenscharf zugenommen. Und das Experiment TFT hat nicht ganz so funktioniert wie gedacht, die Teile bleiben relativ teuer. Allerdings finde ich 1298 Euro für den kleinsten nicht wirklich teuer, wenn man das Display rausrechnet. 998 Euros würde natürlich besser aussehen. Jeder der einen hat, will nix anderes mehr, die Pros nehmen sowieso einen anderen Rechner. Und dann ist da noch die Konjunktur. Mit Strategie gegen mehr Marktanteil hat das herzlich wenig zu tun. Die Kiste hat einfach die 1000 Euro-Hürde übersprungen, und genau das bremst ne menge Leute. Was solls, bei Aldi gibts genug Kisten für den Homeuser. Die sind zwar ungeeignet für das Wohnzimmer, aber wenns nix kostet, sind wir Deutschen eben immer auf der richtigen Seite: Weil Geiz ist geil. Nur beim Auto, da zahlen wir ohne mit der Wimper zu zucken 25.000 Oiros für einen verschissenen, langweiligen Golf. Das sind halt Prioritäten. Die ändern sich vielleicht wieder, bloß in den nächsten 12 Monaten glaube ich eher nicht.

Na hoffentlich . . .

Von: Stefan | Datum: 27.10.2003 | #12
noch vor Weihnachten.

Aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben . . .

Mal gucken was das Time Magazine am Montag vor der Expo in SF auf dem Cover hat ;-)

Zu speziell

Von: Frank Giese | Datum: 27.10.2003 | #13
Der erste iMac hatte Emotional-Power, die hat die 2. Auflage nicht - der ist ein kaltes Designerstück, das sehr stark polarisiert.

Leute die Bang & Olufsen und nahezu möbelfreie Wohnungen lieben mögen ihn die anderen nicht.

Der iMac 1 war knuffig knuddeling und in vielen freundlichen Farben - der passt sowohl in die gemütliche Wohnhöhle, wie auch ins leergefegte Designerbüro.

@flo

Von: Schnapper | Datum: 27.10.2003 | #14
Leute, die Technik sehen wollen […] sind nicht mal entfernt jemals Zielgruppe des iMac gewesen

Jein. Zielgruppe sind die Consumer. Und da konnte der alte imac (in dem man ja die Technik wortwörtlich erblicken konnte) gewaltig im PC-Userbereich "abgrasen".
Den neuen imac kann Otto-switchwilligerpcuser-Normalverbraucher nicht so "erfassen". Die glauben schlicht und einfach nicht, dass in dem Lampenfuß alles drinsteckt.

@Frank

Von: Knut | Datum: 27.10.2003 | #15
Hm, bei mir steht der neue auch in einer gemütlichen Wohnhöhle. Gibt dort einen schönen Kontrast zum Rest. Das Display erhebt sich so schön über das Durcheinander auf meinem Schreibtisch. :)

Bei mir auch :-)

Von: Olli S. | Datum: 27.10.2003 | #16
In einer Wohnhöhle? Yepp, bei mir auch. Ich ifnd den Mac total hiess! Er hat "Mojo" :-))
Was ist daran geil ? Ich hab' auch den 1,25er und in Verbindung mit dem 17" ist er einfach unschlagbar. Und langsam ist der auch nicht. Okay, ich hatte zuvor nen iMacDV 400. Im Vergleich dazu rast der bei Vidoediting und rendern geradezu. Und das nicht in relation zum erhöten Takt!
Ich gebe ja zu, er wirkt kühler als der alte iMac, definitiv. Aber trotzdem wirt er nicht kalt.
Naja, ich bin mit dem Ding echt zufrieden. Und DVD brennen macht auch Spaß !

Grüße, Olli

@t1000

Von: Agarag | Datum: 27.10.2003 | #17
1500€ sind eigendlich immer noch zu teuer. Es ist einfach so, dass viele (sehr viele) nicht mehr als 999€ zahlen wollen -- wozu auch? Nur um ein paar Mails zu schreiben und im Internet zu surfen, bisschen Mucke hören?

Den iMac finde ich auch gut, ist nur nichts für mich (Erweiterbarkeit). Könnte man ihn nicht wahlweise ohne Display (und ARM) anbieten? Vieleicht mit der Möglichkeit das Display später nachzurüsten? So kann man ja wenigstens erstmal switchen ohne zuviel einzusetzen und seinen alten Monitor weiter verwenden. Vielleicht sieht der iMac ja als reine Halbkugel gar nicht so schlecht aus.

Hauptsache, erstmal mit einem guten Rechner unter die 1000€-Marke -- zum anfixen. Wer erstmal Blut geleckt hat, der könnte noch mehr Geld anschleppen. Ich kenne selbst mehr als genug Leute, die im Prinzip für einen Wechsel bereit wären -- es scheitert schlicht am Preis.

Gruß
Mike

Cornflakes aufgegessen...

Von: Thilo Ettelt | Datum: 27.10.2003 | #18
...und auch alle bisherigen Kommentare durchgelesen. Ich glaube, dass viele Leute schlechte Erfahrungen mit Design haben. Sie wissen wahrscheinlich nicht, dass Apple "Design" innere und äußere Qualität mit Funktionalität verbindet. Und wenn die Leute schon vom Preis verschreckt sind, vielleicht schlechte Erfahrung mit Kleidung, Fernsehern, oder sonstwas gemacht haben, dann gucke sie halt was kann ein (vom Preis her) vergleichbarer PC und zwar technisch. Ich glaube kaum jemand schätzt das virtuelle Gut, d.h. die Software sehr hoch. Ich habe schließlich noch nie einen PC Käufer gesehen, der sich zuerst erkundigt hat, ob es sich ein PC überhaupt für ihn lohnt, weil bestimmte Software erhältlich ist (bei einem Palm würde man das wohl machen. Und so ergibt sich ein Muster, nach dem die Leute handeln und schon durch vorhande Denkstrukturen andere Menschen in dieses hineingezwängt werden ("Wir müssen ins Internet", aber weshalb??).


Meine 2 Cent,

Thilo

.

Von: T1000 | Datum: 27.10.2003 | #19
Ich glaub noch nicht mal das es so am Preis liegt, sondern schlicht an der Ausstattung.

mfg.

@Thilo

Von: T1000 | Datum: 27.10.2003 | #20
Das ist natürlich noch ein anderes Problem, daß die meisten Leute Qualität nicht schätzen.
Ich geb gern etwas mehr Geld aus für etwas was qualitativ besser ist.
Es muß aber auch quantitativ ein gewisses Niveau haben und das liegt beim iMac unter Niveau.
Nur meine Meinung.

mfg.

mac shuttle

Von: Reef | Datum: 27.10.2003 | #21
so ein mac shuttle wäre genau das objekt der begierde. oder einfach ein imac ohne tft und arm mit einer dualhead karte und zwei 17" tft. es wird bald der 1400 athlon ersetzt und da stellt sich jetzt die frage was es werden soll. tja jetzt heisst es warten bis weihnachten und schauen was so kommt. wenn apple nichts in die richtung bringt, wirds ein shuttle xpc (leider). keine lust die bestehenden moniore wegen nem imac zu entfernen und ein g5 ist einfach überdimensioniert (stärke, grösse, kosten). wäre toll wenn apple da was rauszaubert. dann wär ich bis auf den job endlich microsoft os frei und mein ibook hätte endlich gute gesellschaft.

Was mich immer gestört hat...

Von: Charriu | Datum: 27.10.2003 | #22
Hallo,
der iMac ist ein Consumer-Computer, ich bin ein Consumer. Ich will aber neben meinen Mails und meiner Musik auch noch das eine oder andere Spiel spielen.

Hier konnte man und kann man eigentlich immer noch, einen iMac nicht gebrauchen. Selbst die schnellste verbaute Grafikkarte, GeforceFX 5200, ist zum Spielen nur bedingt geeignet. Hier sollte Apple Mal BTO anbieten, ich denke das würde schon reichen...

Ein iMac ohne Monitor wäre kein iMac mehr. Das kann ich nicht für gut empfinden. Mal schauen was Apple jetzt mit dem iMac tut.

Charriu

imac und namen

Von: Reef | Datum: 27.10.2003 | #23
ok, also am name solls nicht liegen, aber wer sagt das ein iMac unbedingt einen monitor besitzen muss? das "i" symbolisiert ja nur die consumer linie. aber apple würde das fiktive kind sicher anders nennen (siehe cube). also da würde ich mir keine Sorgen machen.

daddeln ? -> pc

Von: andi | Datum: 27.10.2003 | #24
Mal in Ernst: Wer spielen will kauft sich ne Dose...

Billiger, schnellere gfx fürs gleiche geld (directx), mehr games, alle "kumpels" habn einen... etc. etc.pp

@T1000

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 27.10.2003 | #25
Ich glaub noch nicht mal das es so am Preis liegt, sondern schlicht an der Ausstattung.

So? Was stimmt denn an der Ausstattung nicht? Beim iMac kann man doch wirklich nicht meckern: Audio-in/out, Video-out (VGA, S-Video), 3xUSB, 2xFW, BT, AE, Ethernet, Modem. Da fällt mir nichts ein, was *fehlen* würde. Mehr USB-Ports sind nie verkehrt, digitale Audio-Ein-/Ausgänge sind in dem Segment eher uninteressant. FW800 ist ebenfalls albern. Wo könnte man nachbessern?
Bei der Grafik meinetwegen, auch wenn ich einen GF52000 Ultra jetzt nicht so schlecht finde. Aber gut, da hinkt er ein wenig. RAM-Ausstattung ist ok. Festplattenkapazität sollte ebenfalls reichen.

Also an der Ausstattung kann es doch eigentlich nicht liegen, oder was übersehe ich?

wollt ihr nun notebooks oder desktops?

Von: mullzk | Datum: 27.10.2003 | #26
das problem des imac ist imho die innerhäusliche konkurrenz durch das ibook. in der consumer line ist die genaue ausstattung irrelevant, wer power etc. will, hat sich seinen g5 eh schon gekauft. all jene leute, die ich beim computer-kauf berate, wollen nur 2 dinge: internet und m$ word (es bricht mir das herz), maximal vielleicht noch excel dazu. und die laufen auf dem ibook auch. das ibook ist billiger, und halt eben eh ein laptop. und man muss relativ lange einen lowend-user suchen, der bei diesem Preisverhältnis einen desktop kauft - hammermässiges design hin oder her.

wenn steve jobs auf eine notebook/desktop-verhältnis von 1:1 hin arbeitet, bedeutet dass bei einem relativ stabilen marktanteil halt, dass nicht nur die notebooks anziehen, sondern halt eben auch die desktops verlieren....

@flo - Ausstattung

Von: jhv | Datum: 27.10.2003 | #27
Also neben der allgemeinen Fehlinformation des durchschnittlichen PC Benutzers und der aus der Markstellung heraus begründete multiple NICHT-Verfügbarkeit von _jeglicher_ Software, ist es einfach der Preis.
Durch das TFT und das aus der Konstruktion bedingte Design der GraKa ist er einfach zu teuer.
Zumindest für den Consumer, der eben nur auf den Preis schaut, den ihm Aldi und Co hinwerfen.

Andi:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 27.10.2003 | #28
Wer daddeln will (und nicht arm werden will wegen Hardwareupgrades), kauft sich ne PS2! So einfach ist das!...

Pizzaschachtel

Von: mactrix | Datum: 27.10.2003 | #29
Weg mit dem Monitor. Zu teuer und die Leute sollen sich doch dazu kaufen was sie wollen. Flach, quadratisch gut, so wie der schöne Performa 475. Da passte auch eine Erweiterungskarte rein. Das reicht bei der vielfältigen Schnittstellenauswahl die standardmäßig in Macs steckt!

Ich sehe vieles anders...

Von: RollingFlo | Datum: 27.10.2003 | #30
Ich glaube einige hier schätzen den PC-markt falsch ein.
1. Spiele sind für sehr viele Leute (und nicht nur Minderjährige) _das_ Hauptkriterium beim Computer-Neukauf. Konsolen werden meistens nicht anstatt des (neuen) PCs gekauft, sondern daneben!
2. Das Limit für Nicht-Spiele PCs (ja, die gibt es schon auch) geht seit mindestens einem Jahr massiv nach unten. Sicher, die 2000 Mark/1000 Euro Schallmauer gibt es schon lange, und Aldi und co. sind ja auch in dem Bereich, aber immer öfter werden Mager-PCs für 499 Euro angeboten, oft sogar mit Röhre und Lexmark-Billigdrucker! Das wird die Branche ändern.

Fazit: Der iMac, für Standardanwendungen sicher perfekt geeignet aber für Spiele kaum - weil er zu langsam ist und zweitens für den Mac eh viel weniger Spiele entwickelt werden - ist für die meisten Leute viel zu teuer!
Überhaupt wird der immense Preiskampf im PC-Bereich auch an Apple nicht spurlos vorüber gehen. (Ich schreibe das, ohne die Zukunft Apples generell in Frage zu stellen... :))

Und bevor sich jmd. erzürnt über mein Posting:
a) ich persönlich liebe den iMac und hätte ich auf Erweiterungen verzichten können, hätte ich mir einen gekauft.
b) schaut Euch die Mindestanforderungen der neuesten Spiele an, bevor ihr meint, ich irre mich bzgl der Spiele-Eignung. Nur das aktuelle Topmodell kann mithalten, aber wie lange?

viele meinungen ! :-)

Von: ERNIE | Datum: 27.10.2003 | #31
vorweg: ich muss Terrania voll und ganz recht geben -> die leute zahlen ein schweinegeld fuer eines der langweiligsten autos der welt (golf), das zudem auch noch mehr als mittelmaessig ausgestattet ist.

die anti-parallele zum imac ist:
die leute wollen KEIN schweinegeld fuer einen der interessantesten (optisch) computer der welt ausgeben. und das obwohl er ebenfalls nur mittelmaessig ausgestattet ist.


meine definition von "mittelmaessig ausgestattet" im bezug auf den imac sind:

zu kleines display ! (wer bitte gibt sich heute noch bei einem aktuellen DESKTOP-Rechner mit 1024x768 zufrieden ?!) selbst der unverhaeltnismaessig teurere 17"er hat meiner meinung nach keine optimale aufloesung (es fehlt an hoehe).

zu schwache grafikkarte (war schon beim CRT-iMac nervig) ! Consumer wollen eher mal ne runde spielen, als PROs. aus diesem grunde finde ich es nicht gerechtfertigt, dass ein so teures consumergeraet grafikmaessig SO hinterherhinkt ! Sicherlich braucht man nicht das neuste vom neuen, aber selbst das aktuelle upgrade des imacs hat (voellig verspaetet) einen viel zu geringen leistungsschub gebracht (die geforce4 ist eh schon das allerletzte in diesen tagen.. und dann ist es sogar nur ne "MX" !!! ... und diese "MX" ist sogar derart abgespeckt, wie es sie -selbst, als sie noch beim pc aktuell war- schon immer auf dem grabbeltisch fuer zwei pfund kaffee gab !)

der emac ist zwar grafikmaessig noch etwas schlechter, dafuer bekommt man aber mehr bildschirm und ein besseres laufwerk fuer SPUERBAR weniger geld.

daran krankt meiner meinung nach der iMac.

Zu teuer fuer den consumer - zu schwach fuer den pro... das gleiche problem, wie beim cube (bei dem konnte man THEORETISCH wenigstens die grafikkarte tauschen. aufgrund der kleinen bauform ist aber selbst dieses aber ohne hardcore-basteln bereits mit der geforce2MX beendet - schade)

Spieleperformance

Von: Achim | Datum: 28.10.2003 | #32
Kommentar eines Bekannten zur Performance von Warcraft 3 auf einem iMac G4 700: Ich will doch keine Diaschau gucken!
Leute, vergesst es: Der iMac ist Spielemäßig derart ungeeignet; kann man echt vergessen. Ich finde meinen iMac ansonsten super, aber EliteForce 2 werde ich für den PC kaufen, denn aufm Mac ist es unspielbar (und das auf einem anderthalb Jahre alten Rechner).
Wenn Apple die Verkaufszahlen anheben will, sollen Sie die Kiste performanter machen: Nächstes Jahr den G5 rein und als Option eine Top-Grafikkarte mit ausreichend Bildspeicher.
Oder Sie bieten ihn in einer "Gaming-Edition" an: Schnellster G4-Prozessor, schnelle GraKa. Vielleicht auch ne Idee für den eMac.


Achim

Der iMac ist Apples größte Ikone

Von: Jan | Datum: 28.10.2003 | #33
Wenn wir Ausstattung und Preis des iMac einmal aussen vor lassen und nur über seine Bedeutung für die Marke Apple sprechen, glaube ich, werden wir schnell feststellen, warum der iMac unverzichtbar für Apple geworden ist:

1.) Der iMac steht für die Wiedergeburt und Rettung Apples

Nach den mageren Jahren unter Spindler, Amelio und Co. sorgte Steve Jobs vor allem durch die Fokussierung auf die größten Stärken des Mac für schnelle wirtschaftliche Erfolge: Einfache Bedienung, Kompaktheit, perfekte Integration von Hard- und Software - sprich Apple bot das bereits vom ersten Mac bekannte "Rundum sorglos"-Paket.
Wie wir alle wissen, geschah dies in Form der Knubbel-iMacs, die sich sensationelle sechs Millionen Mal verkauften.

2.) Der iMac steht für Apples wichtigste Werte und Inhalte der Positionierung

Einige davon habe ich in 1.) bereits genannt:

- Design (perfekte Verbindung von Form und Funktion)
- Intuitive Bedienung
- Ergonomie (geringer Platzbedarf, leiser Betrieb, augenschonendes Display, justierbarer Monitor)
- Harmonie von Hard- und Software

3.) Der iMac selbst ist eine Marke

Kein Zweifel: Der iMac ist der meistverkaufte Apple-Rechner aller Zeiten und mit großer Wahrscheinlichkeit auch das bekannteste aller Apple-Produkte - vielleicht mit Ausnahme des iPod.
Wann immer ein neuer iMac erscheint, wird Apple sich bemühen, ein neues, nie dagewesenes Computer-Design zu schaffen um damit hohe Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit zu erlangen. Bislang hat dies zumindest wunderbar funktioniert.

Fazit:
Solange der iMac positive Deckungsbeiträge erzielt und neue Inkarnationen des Konzepts Apples Image als innovative Kultfirma stärken, ist er für Apple und die Mac-Plattform unverzichtbar.