ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2507

DeTeWe|TKR OpenCom 36X

Unser Weihnachtsgeschenktipp!

Autor: lars - Datum: 10.12.2003

Wer eifrig hin und her überlegt, was er sich oder Anderen zu Weihnachten schenken soll, für den haben wir den ultimativen Geschenktipp.
Ende Oktober landete die OpenCom 36X bei uns im "Testcenter". Nach einer kurzen Schaffenspause, Urlaub und zwischenzeitlichem Studium ist der Test endlich fertig geworden, etwas umfangreicher als gedacht, aber ganz gut gelungen, wie ich finde (pfui - Eigenlob stinkt!).
TKR war für Nachfragen in überdürchschnittlicherweise Weise empfänglich und hat auch zu nachtschlafender Zeit meine Fragen beantwortet. Dafür möchte ich hier noch einmal ganz herzlich danken.
PS: Nein, wir bekommen die Anlage nicht geschenkt ;-) Auspacken!



Mensch, das ist ja wie Weihnachten, meine Wunschtelefonalage auf dem Schreibtisch, was will man mehr so kurz nach Nikolaus? Zugegeben, die Anlage liegt schon länger hier, aber so richtig Zeit hatte ich erst in der vergangenen Woche, sie zu testen. Einen ersten positiven Eindruck hat sie schon nach dem ersten Auspacken vor... äääh vier Wochen gemacht, da habe ich nämlich alle Funktionen im Schnelldurchgang getestet – mit Erfolg. Wirklich kinderleicht zu bedienen, aber warum fange ich mit dem Fazit an? Also, der Reihe nach:

Da liegt sie also, die erste unter Mac OS X zu konfigurierende Telefonanlage, die der Telekommunikationslösungsanbieter TKR auf den Markt gebracht hat.
Die OpenCom 36X ist ISDN-Telefonanlage und Internet Access Router zugleich. Durch den CompactFlash Slot an der Seite ist sie außerdem preiswert zu erweitern, um außerdem die Funktionen eines Anrufbeantworters, Faxgeräts und die einer AirPort-Station zu erfüllen. Die Konfiguration erfolgt komplett über den Webbrowser, die Arbeit mit der Station übernimmt ein eigenes GUI (OpenCom X).
In der Grundkonfiguration besitzt sie einen durchgeschleiften ISDN-Port (S0), um ISDN-Geräte anzuhängen und sechs analoge Ports. Dazu jedoch später mehr.

Anleitung?

Wer ein Freund von Anleitungen ist (und ja, man sollte sie lesen, frei nach dem Motto RTFM), dem stehen alle Türen offen, da das Handbuch sowohl im HTML Format, als auch als 46-seitiges PDF zur Verfügung steht (auf der beigelegten CD zu finden). Ist die Software installiert steht auch eine Apple Hilfe zur Verfügung.
Hier werden alle Funktionen der Anlage bis ins kleinste Detail beschrieben. Wer suchet der findet!

Anschluss?

Kein Problem, das Kästchen hat es in sich: bis zu sechs analoge Geräte können angeschlossen werden, wahlweise über die Klemmleiste der Anlage oder über TAE-Steckplätze (nur für 4 Geräte vorhanden).

An der Anlage selbst ist leider nur für ein ISDN Gerät Platz. Es ist allerdings der „durchgeschleifte“ S0-Bus des NTBA, so dass über eine ISDN-Steckdosenleiste durchaus mehr Geräte hinzugefügt werden können. Dieser Port wird von der Anlage allerdings nicht berücksichtigt, da es, wie gesagt nur der S0 Bus des NTBA ist!

Wird über den 10Base-T-Port (10 MBit) ein Switch angeschlossen, so fungiert die Anlage sogar als Router, steckt man eine Wireless CompactFlash Card in die OpenCom ein, geschieht dies auch „drahtlos“.

Die ersten Gehversuche:

Zuerst installiere ich die Software von TKR (natürlich auf der CD). Dann kommen die Geräte dran: Anlage an ISDN, ISDN Telefon, Fax (analog) und ein analoges Telefon an die Anlage, Wireless CF Card rein und dann den Rechner über Ethernet mit der Anlage verbinden. Fertig.




Die Konfiguration

... erfolgt über den Webbrowser, ich mache es mit Safari (ja, das geht!). Einfach in der Software „OpenCom X“ auf „Konfigurieren“ klicken und schon geht es los.

Anhand der Menüs, kann man alle erdenklichen Einstellungen vornehmen.

ISDN Grundeinstellungen:
Hier können bis zu 10 MSN eingerichtet werden, die die Anlage verwalten soll.
Für die sechs Analogen Anschlüsse ist der Punkt „Analoge Anschlüsse“ vorgesehen, hier werden die Berechtigungen festgelegt, die die einzelnen Endgeräte besitzen sollen. Zur Verfügung stehen: nur intern, halbamt, ortsberechtigt, national und international sowie, ob sie eine Kurzwahlberechtigung besitzen. Hier wird auch der Endgerättyp festgelegt (Telefon, Anrufbeantworter, Fax, Kombigerät, Modem oder Doorline). Es gibt außerdem einen Anklopfschutz, die Auswahl der zu übermittelnden Rufnummer sowie die Möglichkeit einen Provider für das Versenden von SMS festzulegen (bei diversen Anbietern und mit entsprechenden Telefonen möglich). Eine nette Zusatzoption ist das Hinzufügen eines Zeitkontos. Hier kann die Minutenanzahl festgelegt werden, über die mit diesem Anschluss (egal mit welchem Endgerät) eine Verbindung aufgebaut werden kann. Ich glaube meine Eltern hätten sich so eine Funktion für mich gewünscht, als ich noch bei ihnen gewohnt habe ;-)
Unter „Anrufzuordnung“ kann man festlegen auf welchen Anschluss die jeweilige MSN geschaltet werden soll. Da sich ISDN Telefone selbst verwalten, stehen hier natürlich nur die Anschlüsse 11-16 zur Verfügung. Außerdem kann man eine eigene MSN für Anrufbeantworter oder Fax (CompactFlash Karte) programmieren (nur wenn eine Speicherkarte installiert ist, die die Nachrichten, bzw. Faxe sammelt; diese werden als PDF hinterlegt).
Ganz intelligent ist hier die Tag/Nacht-Schaltung, man kann den MSN nämlich uhrzeitabhängig einen anderen Anschluss zuweisen, allerdings nur global für alle MSN, nicht einzeln. So kann man, z.B. einer MSN tagsüber (9:00 bis 18:00 Uhr) einen Anschluss mit Telefon zuweisen, diese von 18:00 bis 9 Uhr dann aber zum Anrufbeantworter durchstellen lassen.
Wie der Name schon sagt, wird unter „Anrufweiterschaltung“ die Umleitung der einzelnen analogen Anschlüsse geregelt. Es bestehen die Optionen „sofort“, „nach Zeit“ und „bei Besetzt“. Das gute hierbei ist, das die Umleitung nicht über einen Dienst des Leitungsbetreibers (Telekom, Arcorm ...) erfolgt, sondern über den 2. B-Kanal. Das spart ggf. Kosten.
Anruffilter“ ist so eine Art Spam-Schutz. Der Filter hat zwei Funktionen, zum Einen kann man ungebetene Gäste „ausfiltern“, d.h. diese Anrufe werden gar nicht erst durchgestellt. Zum Anderen kann man eine Sperrliste anlegen für Rufnummern, die nicht gewählt werden sollen, das gilt natürlich auch für Vorwahlen (0190-Falle adé). Unter „Kurzwahlen“ lassen sich bis zu 100 Telefonnummern eintragen, die mit der entsprechenden Kurzwahlnummer aufgerufen werden können.
Unter „Weitere Merkmale“ kann man das Belegen der Wählleitung einstellen (wahlweise mit Null oder automatisch), den Besetzt-Ton bei Besetzt ein oder ausschalten, Benachrichtigung, bei eingegangenen Nachrichten einschalten (so, wie es die T-NetBox beispielsweise macht), CallThrough einrichten, Notrufnummern festlegen (diese können immer gewählt werden) und und und.
Verbindungsdaten“ gibt die Möglichkeit ein Protokoll anzufertigen. Hier wird aufgelistet, welche MSN über welchen Port wann, wie lange und wohin telefoniert hat.
Netzwerk“ – wie der Name es schon vermuten lässt: hier wird der Routerfunktion für die Internetverbindung konfiguriert.
Internetzugangsdaten“ erklärt sich wohl von selbst, ein Goody ist die Einstellung für Volumenkonten oder Zeitkonten. Wer also die 1&1 DSL FairFlat nutz, kann sein Zeitkonto hier auf 100 Stunden stellen und zahlt nur... keine Ahnung, schaut doch selbst nach. Oder eben einen MB-Füllbetrag angeben, der „versurft“ werden darf. Die OpenCom ist gleichzeitig auch ISDN Modem, so kann ein Mac oder bei Benutzung eines Switchs auch mehrere (gleichzeitig), über die Anlage mit dem Internet verbunden werden. Das Gleiche gilt für DSL. Wobei hier auch eine Rettungsanker zur Verfügung steht: fällt DSL aus, kann man eine Einwahl ins Netz der Netze über ISDN vornehmen (automatisch).
Zur „Expertenkonfiguration“ kommt man nur durch das „wegklicken“ eines Warnhinweises. Hier werden die IP Adressen der Anlage, des USB-Ports sowie des seriellen Anschlusses (sowohl der USB-Port als auch die V24 Schnittstellt sind am Mac nicht zu benutzen, rühren aber daher, dass die Anlage ein Gerät von DeTeWe ist und für den Windows-Markt konzipiert wurde) festgelegt, Filter (FireWall) eingestellt (externe DNS abfragen, eingehende Telnet-Verbindungen, ...), der DHCP-Adressbereich festgelegt und und und.
In „Konfigurationsdateien“ kann man alle Einträge als Datei sichern oder von dem Backup rückübertragen.
Die Anlage beherrscht „Bridging“ und gibt einen „Internet Status“ aus. Bei installierter Wireless CompactFlash Card kann man die Anlage auch als AirPort Station konfigurieren, mit zugelassenen Clients, SSID nicht übertragen, Kanalauswahl und bis zu 128 Bit verschlüsseln.

Alles fit?

Ist alles einmal eingerichtet, muss man an die Anlage nicht mehr denken und kann sie irgendwo an der Wand festschrauben. Ich habe hier noch eine CompactFlashCard von meiner Digitalkamera herumliegen, die stecke ich statt der WiFi-Karte ein (beides gleichzeitig geht leider nicht, eine entsprechende Flash Card soll aber in Kürze verfügbar sein). Sollte eine Karte mal nicht erkannt werden, kann man sie über das Telefon formatieren. Jetzt befinden sich natürlich noch keine Ansagetexte auf der Karte, dies erledigt das Programm zur Konfiguration allerdings allein. Zwei Standardsprüche werden automatisch installiert. Diese können natürlich durch persönliche Ansagetexte ersetzt werden.
Wichtig: Unter Anrufzuordnung solltet ihr nicht vergessen auch den Anrufbeantworter mit einzubeziehen, damit er auch angesteuert werden kann. Es kann je eine Ansage für den Aufnahme-, als auch eine für den Ansagebetrieb aufgenommen werden (dies funktioniert über das Telefon oder das Konfigtool). Wenn die Speicherkarte einmal voll ist (MB Speicherplatz auf der Karte x2 = Aufnahmezeit in Minuten), stellt die Anlage automatisch auf Ansagebetrieb um, aber nur, wenn hier eine Ansage hinterlegt wurde. Die Aufnahmezeit ist von 15 bis 600 Sekunden frei wählbar. Das „anspringen“ des Anrufbeantworters kann in einem Rahmen von 5 bis 85 Sek. ebenfalls frei konfiguriert werden. Die Konfiguration erfolgt hierbei entweder über ein Telefon oder ganz komfortabel über die OpenCom X Software (easy). Wer sich einmal schlau machen möchte, wie das Tool arbeitet, kann dies hier tun.



Es sei aber gesagt, dass die Faxe als PDF gespeichert werden (sehr löblich TKR) und auch eigene Ansagen über den Mac aufgespielt werden können (entsprechende Software vorausgesetzt, die das Aufnehmen von Audio ermöglicht). Die Synchronisation zwischen Software und der Anlage gehen automatisch vonstatten. Neue Faxe werden also automatisch von OpenCom X empfangen und gemeldet.
Genial ist die Integration des Adressbuchs von OS X. Die Software ermöglicht das Hinzufügen von Telefonnummern in die Kurzwahlliste mittels Drag&Drop. Faxe schicken, kann die Anlage allerdings nicht! Hierzu ist eine entsprechende Software auf dem Mac oder ein „altertümliches“ Fax-Gerät notwendig.

Fazit

Die OpenCom 36 X ist somit sowohl für den Privathaushalt mit mehreren Nebenstellen, das Home Office, als auch kleine Unternehmen interessant. Der Preis von 280,- EUR ist gerechtfertigt, wobei man allerdings bedenken muss, dass eine Wireless CompactFlash Card nicht im Lieferumfang enthalten ist (das wäre auch zuviel des Guten)!

Ich hatte versprochen alle Fragen, die per Mail bei mir eingehen würden zu beantworten...

FAQ:

Viele Leser haben uns Ihre Fragen zur OpenCom geschickt, diese wollen wir (MG) gemeinsam mit TKR beantworten. Vorweg aber der gleiche Hinweis, wie zu Anfang RTFM (read the fucking manual). Die Antworten sind das Ergebnis eines nächtlichen Mailverkehrs, daher ist der Tonfall nicht „druckreif“ ;-)

Los geht’s!

Leser: Testet doch mal, ob eure Anlage an einem PowerBook G4 17" einen Link über den LAN-Port erhält...
Ebenso hatte ich keinen Link an einem 3Com Switch und auch Hub!!! - Auf Nachfrage bei TKR habe ich keine Lösung/Erklärung erhalten. Man meinte, dass es ggf. mit dem 10.2.8-Update bzw. den damit verursachten Ethernet-Problem zu tun hat. Allerdings habe ich gerade an meinem PB 17" mit Mac OS X 10.3 getestet mit dem gleichen Ergebnis.


MG: Der Test wurde an einem PowerBook 17“ durchgeführt: keine Beschwerden. Ich habe einen Switch (keinen Router) an den LAN Port angeschlossen und so auf den Netzwerkdrucker zugreifen können.

Hier aber auch die Antwort von TKR:

Folgende Ursachen sind möglich:

1. Ein Fehler in der Anlage (Firmware), der ja anscheinend nicht sehr leicht zu reproduzieren ist, wenn es bei dem Schreiber bei einer Vielzahl an Geräten geht und bei anderen eben nicht.

2. Könnten es Probleme mit Gigahertz-Ethernet sein (bisher nicht bekannt).

3. Wir hatten ebenfalls Probleme mit einem Switch von LG. Eigentlich sollte der sich automatisch auf Uplink einstellen - tat er nur am Mac leider nicht. Warum auch immer. Ein anderes Modell funktionierte einwandfrei mit seiner Selbstkonfiguration. Ursache ist hier nicht die OpenCom. Es könnte auch an dem nicht benutzten Crossover-Kabel liegen.

Wie dem auch sei. Beim Herausfinden solcher Fehler haben wir den kürzestmöglichen Weg zu den Entwicklern, die nämlich ebenfalls in Kiel sitzen und zu denen wir eine sehr gute Verbindung haben.

Leser: Ich habe selbst eine ältere Anlage von TKR (Eumex 704 PC LAN), hinter der sich bestimmt auch DeTeWe verbirgt - das Design spricht extrem dafür.

TKR: Stimmt. Die Telekom Eumex 704PC LAN ist eine DeTeWe OpenCom 40 DSL – für Windows!

Leser: Was ich besonders vermisse [...] kann aber der Router in der OpenCom 36X endlich Kompression und/oder Kanalbündelung.

TKR: Weder noch. Kompression hilft nur bei AOL. Kanalbündelung ist doppelt teuer (zwei Verbindungen). DeTeWe hat hier bisher (auch aus dem Feedback vorangegangener Produkte) keinen besonderen Handlungsbedarf gesehen.

Kann man bei dem Ding die analogen bzw digitalen Telefone jeweils mit einer eigenen Durchwahlnummer belegen?

TKR: Das geht nur am Anlagenanschluss. Was vermutlich gemeint war, sind MSNs. Ja, die lassen sich einzelnen Ports zuweisen.

Leser: Ist ein Anschluss von ISDN Schnurlostelefonen möglich - es gibt da so DECT (was auch immer das ist) basisgeräte an die man anscheinend mehrere Schnurlostelefone anmelden kann - haben die dann auch alle eine eigene Durchwahlnummer?

TKR: Ein ISDN-DECT-Telefon (Enhanced Digital Cordless Telephone) wäre Blödsinn, denn das wäre eine Anlage an der Anlage. An einem ISDN-DECT-Telefon kann man tatsächlich jedem Handgerät eine eigene MSN zuweisen, wie den analogen Ports der OpenCom, an denen man natürlich auch ein analoges DECT-Telefon anschließen kann.

Leser: ...kann man die Telefonanlage dann drahtlos über Airport konfigurieren, also die Airportbasisstation an die Anlage anschließen und auf diese Weise darauf zugreifen? (habe die weiße Airport IEEE 802.11b, Powerbook G4 550, T-DSL Zugang)

TKR: Man kann die OpenCom über die AirPort-Basisstation in ein bestehendes Netz einbinden. Die Konfiguration (und nur die) ist aber nur über einen per LAN (also Kabel) an der Anlage angeschlossenen Mac möglich.

Leser: Gibt es "kompatible" CF-WLAN-Cards (also ggf. nicht von DeTeWe)? Als Händler habe ich die Info, dass bereits Combo-Karten (Flash/Wlan) mit externem Antennenanschluß bei TKR im Test sind. Ich möchte einerseits nicht warten, andererseits mindestens eine nicht so miese Performance wie bei AirPort...

MG: Ja. Gibt es. Die von DeTeWe zur Zeit gelieferte Karte (Linksys) ist allerdings HighEnd - zu einem guten Preis. Die Reichweite ist echt gut, wenn auch nicht mit der Reichweite eines DrayTek Routers zu vergleichen. Es wird aber in Kürze eine Karte verfügbar sein, die beide Funktionen ineinander vereint.

TKR: Es gibt bereits Combo-Karten. Die funktionieren aber nicht ohne spezielle Treiber und sind damit außerhalb der Diskussion. DeTeWe arbeitet an eigenen Produkten mit externer Antenne, die mit einem Kabel mit der CF Card verbunden werden. Dadurch ist die Antenne optimal auszurichten. Es wird eine reine WLAN-Karte und eine WLAN-Karte mit Speicher für Faxe und Anrufe geben. Beide Modelle werden mit maximal zulässiger Sende- und Empfangsleistung arbeiten.

Leser: Habe ich etwas übersehen, oder fehlt mir der LeastCost-Router (wie AcerT50 und der Agfeo via billiger-telefonieren.de) ??? So eine kleine Tabelle sollte doch ggf. mit auf eine Flash-Card passen.

TKR: LCR unterstützt die OpenCom 36X nicht. Es ist ja nicht nur die »kleine Tabelle« sondern ein erheblicher Aufwand in der Firmware. Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass Least-Cost-Routing nicht besonders gefragt ist. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

Leser: Was empfehlt Ihr als WAN-Port Ersatz? Ich habe ein ungutes Gefühl den Router parallel am Hub zu haben (also das DSL-Modem direkt mit am Hub). Jede anständige Hardware-Lösung hat LAN UND WAN mit der Firewall physikalisch dazwischen...

TKR: Die OpenCom hat eine Firewall.

Leser: Was meiner Meinung nach wirklich fehlt zu meinen "Digital Lifestyle Erfolgserlebnis" ist die iSync-Kompatibilität von "Home-Handy" Mobilteilen. Dank .mac und iSync haben bei uns alle Macs, GSM Mobiltelefone und der iPod das gleiche Adressbuch und den gleichen Terminkalender. Bloß die blöden (in meinem Fall Beetel 345i) DECT Telefone haben noch eigene, kryptische und nie aktuelle Telefonbücher. Ich hatte die Jungs von TKR mal dazu angeschrieben, aber sie meinten, dafür gäbe es keinen Markt. Vielleicht kann ja mit entsprechender journalistischer Unterstützung ein Kundenbedürfnis dokumentiert werden?

TKR: Dann müssten wir ja nur noch anfangen, DECT-Telefone zu produzieren ;-) Was hier angesprochen wird, hat mir der OpenCom 36X nix zu tun. Das wäre eine Eigenschaft eines Endgerätes. Kommt langfristig bestimmt auf den Markt, ist aber im Moment nicht verfügbar. DeTeWe hat aber kürzlich ein Bluetooth-DECT-Telefon für 2004 angekündigt, wenn ich die c't richtig in Erinnerung habe. Das könnte ja schon in die richtige Richtung gehen.

Bei der OpenCom wurde mit der Software ja wenigstens schon ein kleiner Ansatz geschaffen und ermöglicht die Übernahme von Telefonnummern aus dem OS X-Adressbuch in die Kurzwahlliste der Anlage. Wird wahrscheinlich fast nie genutzt, aber man könnte, wenn man wollte.

Leser: Mich interessiert dieses Gerät vor allem in der Hinsicht, ob es einfach in das LAN (Mac, Win, Linux) als eine Art Fax-Server eingebunden werden kann.

TKR: Ja. Das geht.

Leser: Es funktioniert soweit auch alles. Allerdings würde mich interessieren ob es auch eine Möglichkeit gibt Faxe auch über die Ethernetkarte zu versenden.

TKR: Nein (man kann es ja auch übertreiben...). Das Betriebssystem der OpenCom hat schon genug damit zu tun, ein Faxmodem bei Empfang zu emulieren. Senden ist dann noch eine Nummer aufwendiger, weshalb es nicht implementiert ist. Zum Senden muss eben ein Faxmodem an einem der analogen Ports angeschlossen werden.

Leser: Müssen die CF-Erweiterungskarten besondere Anforderungen aufweisen, z.B. weil die Fax-/AB-Funktionen z.B. von TKR draufkopiert sind, oder kann man handelsübliche Karten einsetzen?

TKR: Als Speicherkarte können beliebige Karten verwendet werden. Für WLAN nicht. Wir haben verschiedene Karten getestet, die teilweise nicht funktionierten. Wir empfehlen die DeTeWe-Karte (zur Zeit 1a-Ware von Linksys - mit das Beste, was man bekommen kann) und würden für andere Modelle die Funktion auch nicht zusichern.

Leser: Kann man quasi im fliegenden Wechsel die Speicherkarten für Fax/AB oder WLAN wechseln. Oder muss dazu jedes Mal die Anlage ausgeschaltet/abgemeldet werden?

TKR: Der CF-Slot ist Hot-Plug-fähig. Man kann die Karten also jederzeit »einfach
so« austauschen. Die OpenCom richtet sich darauf jeweils ein.

Leser: TKR schweigt sich etwas darüber aus, ob die OpenCom denn auch 2-Kanal-ISDN unterstützt, also die Bündelung zu 128 kBit/s (wie es z.B. der DrayTek MiniVigor kann)

MG: Das kann die OpenCom leider nicht.

Leser: Was kann die eingebaute Firewall wirklich leisten?

MG: Da wir hier einen „Enduser“ Test durchgeführt haben, vermag ich darüber keine qualifizierte Auskunft zu geben. Aber ich denke, sie hat die gleiche Leistung, wie ein handelsüberlicher Router.

Leser: Bitte auch mal die Switch-Leistungen messen, was schaffen die Ports als Netzwerkswitch an Datendurchsatz, um sein kleines Heimnetzwerk zu betreiben?

MG/TKR: 0 kBit/s. Die OpenCom hat keinen Switch. Sie fungiert „nur“ als Router. Als solcher bedient sie die an einem externen Hub/Switch angeschlossenen Computer. Der LAN-Port ist übrigens ein 10 MBit/s Port.

Leser: Prüfe bitte mal, ob die Rufnummernanzeige eingehender Telefonate auch
klappt


MG: Macht keine Probleme, wenn CLIPING vom Netzbetreiber aktiviert ist. Bei der Telekom nennt sich das „CLIR“.

Leser: Gibt es eine Möglichkeit, auch Anrufe digital auf den AB oder auf die Mac-Festplatte aufzuzeichnen (also nicht nur Faxeingänge)?

MG/TKR: Klar. Die OpenCom 36X speichert auf der Speicherkarte sowohl Faxe als auch Anrufe digital. Diese kann man auch auslesen und mit der mitgelieferten Software anzeigen, ausdrucken und archivieren (Faxe), bzw. abspielen und archivieren (Anrufe) und in beiden Fällen auch exportieren.

Leser: Gibt es ein gut verständliches deutschsprachiges Handbuch, was auch die Mac OS X-Konfiguration enthält?

MG: Es gibt drei Anleitungen: ein deutschsprachiges PDF, ein HTML Dokument und eine Hilfefunktion über die Apple-Hilfe.

Leser: Gibt es hier auch wieder den leider üblichen Fall, dass ein klobiges, externes Netzteil beiliegt?

MG/TKR: Ja.

Leser: Könnt Ihr mir weiterhelfen ? Der Support von TKR ist nur bis Donnerstags erreichbar.

MG/TKR: Er ist nur telefonisch bis Donnerstags erreichbar. Eine eMail wäre beantwortet worden. Auch am Freitag =)

Kommentare

naja...

Von: s.oliver | Datum: 10.12.2003 | #1
1. Was heist da durchgeschleift? Durchgeschleift bezeichnet man wenn man z.B 2 IAE oder UAE (ISDN) Dosen hintereinander hämgt und in der letzteren 1x 100 Ohm Abschlusswiderstände anbringt... Sicher im NTBA von der Telekom wird der UK0 Bus angeschlossen und dann im NTBA (ebenfalls ein Widerstand vorhanden) auf S0 4 Drahttechnik umgewandelt.

Toll das ich 2 S0 Ausgänge am NTBA habe... doch wenn an dem ersten die DeTeWe Anlage hängt die nur einen Amts S0 hat und mir 4 Analoge ausgibt und ich am 2ten S0 des NTBAs ein z.B ein ISDN Tel hänge benötige ich wieder das blöde NTBA Stromkabel, da die Post nur mit 90 V für ein Tel oder eine Anlage an den S0 Bussen gerade Steht...

Mhhh schön, das die DeTeWe auf dem Mac läuft, endlich was was ich mir gewünscht habe, aber 4 analoge Nebenstellen... tja da sind die ganzen Vorteile von ISDN Auch schon wieder weg, klar Clip Rufnummernanzeige habe ich auch schon auf den Analogen geräten aber ein Interner S0 hätte bestimmt nicht geschadet... Für einen Studenten schon in Ordnung aber für einen priv. Haushalt mit 4-5 leuten ist das auch schon ein bischen wenig... Da ich mit dem S0 Bus locker 4 Endgeräte mit einer Leitung (ja durchgeschliffen) bereitstellen kann...

Mhhh aber so gesehen hat DeTeWe schon einen klaren Vorteil besonders im Studenten-markt... (Terminal Adapter mit DSL Modem etc...) aber aber...


Was ich noch sagen mächte... Gut gemacht DeTeWe aber der S0 fehlt einfach, ich hoffe Ihr bringt die auf der Systems 2003 vorgestellten Endgeräte (planungen) bald...

und sonst kann ich nur bestens eine Elmeg ICT 46 empfehlen... auch wenn die Software noch nicht auf dem Mac läuft... klar Preisunterschied... aber blos nicht Auerswald, denn die halten sich an keinen Standard...


genug geklugscheissert... aber meine Meinung

wg. CLIR

Von: neffs | Datum: 10.12.2003 | #2
es ist andersrum

wenn CLIR beim Anrufer aktiviert ist, ist die Rufnummernanzeige bei dem Angerufenenen deaktiviert.

hier erklärt:
[Link]

stemmer:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 10.12.2003 | #3
Gibt's schon fast!...
Ich hab hier einen T-Com Sinus 154 DSL (Ist wohl ein Siemens Gigaset SE105), nett gesponsort von der Telekom wegen Neuanmeldung (110 Euro statt 180) und das Ding gefällt mir bisher sehr sehr gut, hat echt alles, was man braucht schon drin: 802.11g, DSL-Modem, DynDNS, USB-Druckeranschluss (!) und natürlich Ethernet-Switch (4 Anschlüsse)...
Das ist genau der Router, den ich mir gewünscht hab! ;-) Mal sehen, wie gut das WLAN ist, aber im C't Test hat sich zumindest die Siemens-Version ordentlich geschlagen...
Einrichten über Webbrowser war kein Thema, ausser, dass das Javascript des Menüs mit Safari nicht so richtig wollte...

Jetzt bin ich halt bloss geschlagen mit der Eumex 504PC SE als ISDN-Anlage, die natürlich nicht per Mac konfigurierbar ist und deren USB-ISDN-Funktionalität leider brach liegt wegen proprietärem Scheissprotokoll (Danke, Eumex!).. Aber ich hab nun mal keine 250 Euro für die OpenCom (Eumex hat mit Sponsoring 80 Euro gekostet), und ich konnte leider bei der Telekom nix finden dass die die auch sponsorn würden!...
Jetzt muss ich das Ding per Telefon konfigurieren, mir graust's jetzt schon!

Hagenuk wär wohl auch ne Option, die haben wenigstens ne Modem-Emu für ihre ISDN-USB-Geschichte...
Aber nicht so arg tragisch, schliesslich hat man DSL! ;-)

Wo sind die Sterne?!

Von: Stefan | Datum: 10.12.2003 | #4
Wo sind die Sterne hingekommen?
Haben sich diese primitiven Kommentierer ohne jeden Sinn für Ästhetik durchgesetzt?
Bring back the stars!

=)

Von: lars (MacGuardians) | Datum: 10.12.2003 | #5
OK, kann man schwer toppen, aber schau mal bei DeTeWe, die OpenCom 45dsl wird auch bald mactauglich gemacht, dann kommst Du da schon ran - aber ohne WiFi.
Lars

OpenCom 45 für Mac

Von: Helge Riis, TKR | Datum: 10.12.2003 | #6
Ja, es stimmt, es wird in Kürze auch die DeTeWe OpenCom 45 dsl für Mac geben. Aber woher bitte schön, steht das bisher ???? Wir machen die Version und werden das erst in Kürze veröffentlichen.

na ja

Von: stemmer | Datum: 10.12.2003 | #7
Hallo Lars,

schöner Testbericht - aber.....

ich möchte eine Eierlegendewollmilchsau.

Meine Siemes 4075 Telefonanlage mit eingebautem Netgear DG834GB 54MBit Wireless xDSL Modem Router und selbstverständlich Mac-Software (von mir aus über den Webbrowser)

Dann würde ich ins Schwärmen geraten.

Hm

Von: sebastian | Datum: 11.12.2003 | #8
Ich fand die Anmerkung interessant, daß auch an einer Mac Variante der OpenCom 45DSL gearbeitet wird. Konnte bei DeTeWe leider dazu nichts näheres finden. Gibt es da schon weitere Infos und vielleicht auch schon einer Veröffentlichungs Termin ?

Sorry !!

Von: sebastian | Datum: 11.12.2003 | #9
Sorry für die blöde Überschrift !!
Da muß ich beim Eingeben wohl den Kopierspeicher meiner Sun mit eingegen haben.
Wäre nett wenn Ihr das löschen würdet.

OpenCom 45 X

Von: Helge Riis | Datum: 15.12.2003 | #10
@sebastian
Die Mac-Version der DeTeWe OpenCom 45 wird in Kürze (noch vor Weihnachten) verfügbar sein. Infos dazu werden gerade erstellt und sollten noch diese Woche online gehen. Es gibt dann dazu natürlich auch eine Pressemitteilung in den News von Macguardians.
Helge Riis, TKR

Chance f. Mac-Update der Eumex 704 LAN???

Von: Helge Riis | Datum: 15.12.2003 | #11
@christian
Die Eumex 704 (DeTeWe OpenCom 40) erfordert zur Konfiguration einen CAPI-Treiber, andere Wege wie Web (OpenCom 36) bzw. Java (OpenCom 45) gibt es nicht. Die Entwicklung eines CAPI-Treibers wäre zu aufwändig, daher wird es auch zukünftig keine Mac-Version der Anlage geben.

Helge Riis, TKR

Eumex 704 LAN

Von: Christian | Datum: 15.12.2003 | #12
@Helge
Habe ich mir schon fast gedacht. Aber zumindest Safari-Kompatibilität für das Web-Interface wäre hilfreich.
Gruss
Christian

T-DSL 154 DSL

Von: max | Datum: 24.02.2004 | #13
...ist ein wahrlich feines Gerät!
Die Installation ist ein Kinderspiel, Druckserver mit USB-Anschluss ist ne tolle Sache! Die Hilfefunktion ist vorbildlich, zu jeder Option bzw. Eingabefeld gibt es eine ausführliche Hilfe die eingeblendet wird.

Und nein, ich bin kein Telekom-Mitarbeiter! ;) ...war es mal zumindest ;)

Ports

Von: Chris | Datum: 04.08.2004 | #14
Wie kann ich bei OpenCom 40dsl die Port´s freischalten oder neue hinzufügen?

Gruss, Chris

Sammelruf

Von: Merlin69 | Datum: 12.10.2006 | #15
Ich habe die Anlage und vermisse einen Sammelruf / Sammelrufnummer.

Ich kenne das von meiner alten AnalogAnlage, dass ich eine Nummer gewählt habe und dann alle anderen Telefone klingelten.

Diese Funktion vermisse ich hier.

Oder kennt einer die Lösung/ Nummer ?

Gruss M.-