ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2517

"We're looking at it"

Dave Russell zu Problemen des Al15 und einem G5-Powerbook

Autor: flo - Datum: 04.11.2003

Das Online-Magazin "Computerworld" hat mit Dave Russell, Direktor für Produktmarketing bei Apple, gesprochen und unter anderem zu den aktuellen Problemen des Al15 ("white spots") befragt. "We're looking at it" war leider alles, was in Erfahrung zu bringen war. Apple sei sich des Problems bewusst, habe aber anscheinend die Ursache noch nicht entdecken können. Betroffenen Usern werde der Mangel behoben oder gleich ein neues PowerBook zugeschickt (das defekte behält Apple zur Untersuchung). Apple habe, so Russell weiter, noch nicht genügend defekte Geräte, um dem Fehler auf die Spur zu kommen. Wieviele PowerBooks nun also wirklich betroffen sind bleibt weiterhin unklar. Natürlich kam die Sprache auch auf ein G5-PowerBook. "We certainly want to do that, but it's going to be a while. We think the G4 has a very long life in the PowerBook." Damit bestätigt er eine Aussage von Steve Jobs, der im Anschluss an die Macworld Paris ein G5-PowerBook für Ende 2004 in Aussicht gestellt hatte ("...what we'd like is to have it by the end of next year"). Problem sei, wie weithin angenommen, die Hitzeentwicklung des jetzigen G5. Spekulieren und hoffen darf man trotzdem, immerhin soll IBM mit der 90nm-Variante des G5 schon recht weit sein, zum anderen testet Apple (unter anderen) ja anscheinend alternative Kühlungsmethoden.

So werden wir also mindestens eine weitere G4-PowerBook-Generation sehen. Die derzeitige Generation sprach Russell ebenfalls an und hob das grundlegend verbesserte Hitze-Management des kleinen Al12 hervor: "We took a very serious look at that" (das Problem der "white spots" war nur einen normalen look wert, ohne serious... was soll uns das sagen? ;). Konflikte bei der Kaufentscheidung zwischen iBook G4 und PowerBook sieht Russell nicht. Doppelter Cache und bessere RAM-Upgrade-Möglichkeit seien für den "Pro" klare Argumente, der DVI-Ausgang sei prädestiniert für Apples TFT-Modelle. Screen-spanning wurde natürlich auch als Vorteil genannt, aber dem iBook diese Eigenschaft beizubringen ist mittlerweile ja kein Geheimnis mehr. Die Tatsache, dass das iBook G4 (12") trotz stromhungrigerer CPU scheinbar deutlich längere BAtterielaufzeiten als das kleine PowerBook aufweist, wurde nicht angesprochen - schade eigentlich.

Apropos iBook G4. "What we've really done here is brought a high-performance machine down to the consumer level. The iBook will be a family machine." Da hat er sicherlich recht, man mag zum iBooks stehen wie man mag, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis der kleinen Maschine hat Apple mit dem letzten Update wirklich verbessert. Weitere große Zielgruppe sei der Bildungsbereich, wo sich das iBook sehr gut verkaufe. Dieser Zielgruppe verdanken wir wohl das slot-in-Laufwerk, dieses sei die "No. 1 request" gewesen, da die CD-Schubladen anfällig für die Rabauken im rauen Schulalltag gewesen seien.

Die G5-PowerBooks noch in weiter Ferne und die iBooks jetzt schon recht dicht am kleinen PowerBook - die Entwicklung dieser beiden Produktgruppen bleibt weiterhin spannend - und hängt einmal mehr von Motorolas Fähigkeit ab, ausreichend Chips in vernünftiger Taktung herzustellen. Das iBook kann sich nur bewegen, wenn das PowerBook ebenfalls einen Sprung nach oben macht. Allerdings muss das iBook in einer nächsten Generation fast zwangsläufig einen 74x7 einsetzen, da der 74x5 bei 1 GHz (offiziell) toppt und im beengten 12-Zoll-Gehäuse, wie man am letzten Al12 sah, für reichlich Hitze sorgt. Dann fällt aber ein weiteres Unterscheidungsmerkmal zwischen iBooks und PowerBooks flach. Für uns wie für Apple kann ein G5-PowerBook gar nicht früh genug kommen. Andererseits lässt sich mit dem aktuellen Angebot ja bestens leben, wozu also in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah ;)

Anekdote zum Schluss: Russell selbst bevorzugt auf Reisen das kleine PowerBook, zuhause aber das 17"-Mutterschiff. "That one, he said, is a "joy" to use."

Kommentare

Qualitätsprobleme

Von: Paso | Datum: 04.11.2003 | #1
Bleibt wirklich zu hoffen, dass Apple es jetzt schnell schafft, die momentan etwas vielfältigen Qualitätsprobleme in den Griff zu bekommen!

--
Read fscklog
[Link]

nur kleine Anzahl PBs betroffen?

Von: Tonnenstein | Datum: 04.11.2003 | #2
Ich bin "noch" nicht mit meinem PB betroffen und habe zur Zeit gar keine Probleme ;), alles andere scheine wirklich seltene Aussnahmen zu sein.

Es gibt auch andere Probleme

Von: Terranova | Datum: 04.11.2003 | #3
Ein neues, leeres Word-Dokument öffnen und Folgendes hinein schreiben:
= rand (200,99)

dann "enter" drücken und 3 Sekunden warten. Das Resultat kann angeblich auch von Microsoft nicht erklärt werden *g*

Die neuen 17er Alus sind auch nicht ohne Probleme

Von: Kellni | Datum: 04.11.2003 | #4
Da scheint irgendwo ein serienfehler auf den Boards zu sein. Di Dinger (meins leider auch) frieren immer mal wieder ohne Grund komplett ein. Im dazugehörigen Thread in den Apple Dicussions sind inzwischen fast 90 Postings dazu drin. Schade eigentlich. Da kauft man für 3500€ ne Maschine und darf sie erstmal wieder zurückschicken... :(
Würd mich mal interresieren was Apple dazu zu sagen hat...

@Terranova

Von: Elroy | Datum: 04.11.2003 | #5
Was passiert denn dann?

Ich habe kein Word um es zu überprüfen.

word und....

Von: thewave | Datum: 04.11.2003 | #6
Franz jagt im komplett verwahrlosten Taxi quer durch Bayern.
... das passiert auf 440 Seiten!

@ Elroy und terranova: M$-Easteregg

Von: Michel | Datum: 04.11.2003 | #7
Das ist eine (in der M$ Knowledgebase sehr wohl dokumentierte) Funktion, om eine definierte Anzahl von Zeilen Blindtext in ein Dokument einzugeben.
Hab den Satz (aus allen Buchstaben des Alfabets bestehend, oder so) vergessen. Der füllt dann die Seiten.

Da war jemand schneller.

Von: Michel | Datum: 04.11.2003 | #8
..., um eine ...
;-)

aluminiumoxid

Von: rawuzikapuzi | Datum: 04.11.2003 | #9
ich hab zwar noch kein weißgeschecktes al-book zu gesicht bekommen, aber wenn mir jemand etwas von weißen flecken auf einer aluminiumoberfläche erzählt, fällt mir dazu als erstes die gute alte korrosion ein.
das würde bedeuten sie haben entweder probleme mit dem alu-lieferanten (wenn sie eine "rostfreie" alu-legierung verwenden) oder sie haben probleme beim eloxieren (oberflächenbehandlung für nicht korrosionsfreie legierungen)
auf jeden fall würde das erklären warum apple so schnell und unbürokratisch alle gefleckten geräte aus dem verkehr zieht, weil rostige powerbooks sind keine gute publicity.
hat wer einen link zu einem bild von den flecken, um die sache zu verifizieren oder auszuschließen?

@rawuzikapuzi

Von: Paso | Datum: 04.11.2003 | #10
Die Flecken sind auf dem Monitor, nicht auf dem Gehäuse!

G5 PB

Von: macgeek | Datum: 04.11.2003 | #11
interessant in dem Artikel ist ja auch das es mit dem G5 Powerbook wohl noch ein wenig dauern wird.....

Keine Probleme beim G5

Von: Jan | Datum: 04.11.2003 | #12
Mit Ausnahme einiger seltsamer Geräusche aus dem Dual G5 (das berühmte "Knistern" und die Laute beim Auf-/Zuklappen des Dock, etc.), werkeln unsere Macs allesamt
friedlich und problemlos.

Der 1.8 GHz G5 macht keinerlei Mucken, die Geräusche beim Dual lassen sich wohl mit dieser CHUD-Geschichte abstellen. Ich hatte schon Befürchtungen, schließlich sind die beiden Revision A, aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Beim G5 scheint die Qualitätskontrolle zu funktionieren. :-)

@Paso

Von: rawuzikapuzi | Datum: 04.11.2003 | #13
danke, hätte den artikel wohl etwas genauer durchlesen sollen...
aber bei den worten "white spots" und "alu" sind bei mir sofort die unauslöschlichen erinnerungen an nicht enden wollende metallurgiestunden durchgebrochen.

Geräusche beim G5

Von: mbs | Datum: 04.11.2003 | #14
@Jan: Dass die Qualitätskontrolle beim G5 klappt, kann ich nicht bestätigen. Die Zirp-Geräusche des Netzteils sind nicht normal. (Stell mal in "Energie Sparen" die Prozessorleistung auf "Maximal" und höre was passiert.)

Der erwähnte "CHUD-Trick" funktioniert nicht: Apple rät offiziell davon ab, diese Einstellung zu benutzen. Wenn man das macht, erhöht sich sofort die Innentemperatur und kurze Zeit später die Lüfterdrehzahl.

... und höre was passiert.

Von: cws | Datum: 04.11.2003 | #15
... nichts.

Auch nicht nach 10 Minuten unter Vollast.
Nicht einmal der Lüfter wird signifikant lauter.
Habe ich Glück und in diesem Punkt einen "Positiven Ausreisser"? - oder einfach schlechte Ohren?

Rechner:
Dual G5 vorher Cube. Ich bin also verwöhnt und empfinde den G5 nicht als störend mit seinen Lüfter-Geräuschen.
Der leiseste Mac seit dem 128k Modell von 1984 und dem Cube von 2000/1.

probleme werden schnell von apple gelöst

Von: slash | Datum: 18.11.2003 | #16
Also ich bin betroffen von diesen "white spots", hat mich zwar entäuscht, aber ich muss sagen, dass das problem von apple sehr schnell gelöst wird, gestern habe ich meinem händler mein pb gegeben.
ich hab mit ihm ausgemacht das er mich anrufen soll sobald das e-teil da ist, nun ist es soweit, und morgen bekomme ich es wieder :freu:
ich bin zumal noch switcher, aber ich lass mich nicht von so einem problem beunruhigen, zumal in der medion aldi xp etc. welt solche probleme gar keine sind, man hat halt billig irgendein teil gekauf und damit muss man leben. ich bin unglaublich zufrieden mit dem pb, mit panther sowieso, ist der hammer, und mit dem kundenservice bei apple erst recht. nur lob, ich hab nix bereut bis jetzt.
einen kleinen bericht hab ich geschrieben unter: [Link]