ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2526

Tidbits* aus dem Reich des Apfels

* Schlachtplatte auf neudeutsch

Autor: flo - Datum: 07.11.2003

Mittlerweile dürften im iTMS gut 17 Millionen Songs verkauft worden sein. Verkleidet man sich jetzt mal als Milchmädchen und teilt diese Zahl durch die durchschnittlich 300.000 verfügbaren Titel im Store (zu Beginn waren es 200.000, derzeit knapp 400.000), kommt man zu dem Ergebnis, dass Apple jeden einzelnen Titel bereits fast 57mal verkauft hat - auch nicht schlecht. Letzte Woche startete übrigens Napster 2.0 (ja, haben mehrere verpennt) und konnte 300.000 WMA-Gurken Musikstücke absetzen. Apple verkaufte im gleichen Zeitraum 1,5 Millionen Songs, wie sie in einer Pressemitteilung stolz verkündeten (gefunden bei macnews.de).

Wenn es mit einer Milliarde Buletten-Konsumenten nicht klappt, versucht man sich eben an 20,5 Millionen Taiwanesen: Dort fahren nämlich bis Ende Dezember in den Farben der iPod Anzeigen gehaltene "iPod Music Busses" durch die Gegend, wobei in jedem eine andere Musikrichtung dudelt: HipHop (Gelb), Dance (Pink), "Family tunes (Grün) und Jazz (Balu). Da wartet man doch gerne mal auf den nächsten Bus. Bliebe noch orange, den hätte ich dann gerne bei mir zwischen zuhause und Büro.

2,5% Marktanteil klingen vielleicht nicht viel, aber 36% mehr Computerverkäufe als im Vergleich zum Vorjahr, das ist doch was. Die Rede ist von Apple UK. Für den Erfolg ist anscheinend eine erfolgreiche "back-to-school-season" verantwortlich. Erfreulich ist darüber hinaus, dass diesmal nicht nur die portablen Äpfel den Gewinn trugen, sondern auch die Desktop-Verkäufe zweistellig anstiegen - G5 sei Dank.

Zu guter Letzt eine Meldung, die wenigstens einen (Himself!) bei Apple freuen wird: Finding Nemo ist nicht nur in den Kinos der erfolgreichste Trickflim aller Zeiten, sondern haut auch als DVD richtig rein. Acht Millionen mal wurde der Film allein am ersten Tag verkauft. Für solche Zahlen muss sich der iTMS noch anstrengen ;)

Kommentare

Falscher Vergleich??

Von: Marcus | Datum: 07.11.2003 | #1
Hi,

das stimmt irgendwie nicht:

"
2,5% Marktanteil klingen vielleicht nicht viel, aber wenn das 36% mehr sind als im Vergleich zum Vorjahr, dann ist das zumindest ein Erfolg. Die Rede ist von Apple UK. Die gesamte Branche legte "nur" um durchschnittlich 17,4% zu."

Also ist der Marktanteil von Apple um 36% gestiegen. Der Marktanteil der gesamten Branche kann aber ja garnicht steigen. Die 17,4% sind doch gestiegene Verkäufe oder? Das kann man aber ja nicht vergleichen...

Yep.

Von: DrWatson | Datum: 07.11.2003 | #2
Da haben sich Äpfel und Birnen vermischt - ist korrigiert.

Hoppala

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 07.11.2003 | #3
mea culpa. Ich hab's grad korrigiert. Das waren zuviele Zahlen an einem Morgen :)

@Marcus/@flo

Von: Paso (fscklog) | Datum: 07.11.2003 | #4
Hinzu kommt, dass es sich bei den 36% nicht um die Steigerung des Marktanteils handelt, sondern rein um das Marktwachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal.

D.h. Wenn Apple im Vorjahresquartal 100.000 Rechner in UK verkauft hat, dann waren es dieses Quartal 136.000 Rechner, was über den Marktanteil erstmal gar nichts aussagt.

Und so sind auch die 17,4% der gesamten Branche eben Marktwachstum und das rein vom Vorquartal aufs aktuelle.

Die Zahlen kann man gut einzeln angeben, aber im Zusammenhang sind sie nicht sonderlich sinnvoll.

So viel zum Thema Appel mit Birnen vergleichen und so... ;)

--
Read fscklog
[Link]

jetzt aber.

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 07.11.2003 | #5
Danke paso, jetzt hat sogar mein Gehirn auf Coffein-Entzug (ich werde das gleich mal ändern) die Zahlen und Wörter in eine sinnvolle Reihenfolge gebracht.

Oder?

Oder doch nicht?

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 07.11.2003 | #6
Die 17,4% beziehen sich wohl nur auf das Wachstum im Vergleich zum letzten Quartal?

Also das im Zusammenhang zu nennen ist ja wirklich Bockmist.

Oder werde ich jetzt dusselig?

Schluss mit den Zahlen

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 07.11.2003 | #7
Ich belasse es jetzt bei 36% Verkaufszuwachs. Alles andere ist mir heut zu hoch ;)

THANK GOD IT'S FRIDAY :)

Kleine Zahlen

Von: Christian | Datum: 07.11.2003 | #8
Das Problem bei den "Erfolgszahlen" ist, dass es sich um das "Problem der kleinen Zahlen" handelt.

Beispiel: die Firma "Birne" verkauft im Quartal I genau 1 Computer. Im Quartal II verkauft sie dann die "immense" Menge von 10 Computern. Ist natürlich eigentlich lächerlich - aber eine wahnsinnige Steigerung um 1000%!

Nunja...

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 07.11.2003 | #9
Wenn aber die nette Firma "Birne" von dem einen verkauften Computer eigentlich schon leben konnte, kann es mit 10 Computern in Saus und Braus leben. Und wenn die andere Firma "Teufel" vorher 100 und danach 102 Rechner verkauft, dann ist das zwar mehr als Birne (jemals) schafft, aber Birne darf sich als "Sieger" fühlen, weil sie sich viel mehr verbessert haben.

Ja, das ist Quatsch, aber die Finanzwelt beruht darauf :)