ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2539

14 Seiten zu OS X 10.3 Panther

Arstechnica schlägt wieder zu

Autor: flo - Datum: 10.11.2003

John Siracusa, Berufsnörgler und User-Interface-Purist, hat sich des Panthers angenommen und in gewohnter Arstechnica-Manier seziert. Über 14 lange, Augenkrebs verursachende weiß-auf-schwarz-Seiten (wieso regt er sich eigentlich darüber nicht auf? ;) schlägt Siracusa den Bogen von Namensgebung, UNIX-Neuerungen, Design-Änderungen über seine Lieblingsthemen Window-Managment und Finder hin zu einer Lobhudelei des Apple-Browsers Safari. Wer es lieber kurz und knackig liebt, dem sei der langen Rede kurzer Sinn hiermit verraten: Panther ist nicht weltbewegend, der Sprung vergleichbar mit dem, den auch der Jaguar hingelegt hat, vielleicht etwas weiter (je nach Gusto). Wie Siracusa zu diesem umwerfenden Fazit kommt, sollte man sich bei Gelegenheit zu Gemüte führen - die Woche ist ja noch jung ;)

Kommentare

tststs

Von: Paso (fscklog) | Datum: 10.11.2003 | #1
böse! ;)

Ich gestehe aber: Zu mehr als Überfliegen bin ich dann auch noch nicht gekommen...

--
Read fscklog
[Link]

Was soll das mit dem Finder?

Von: Borbarad | Datum: 10.11.2003 | #2
Also, ich verste nicht was die gegen den Finder haben. Der macht doch genau das, was er soll und vor allem behält er den Blick fürs einfache - man muss nicht links oder rechts gucken sondern öffnet die Datei und fertig. Gerade die Spaltendarstellung ist genial, insb. in Verbindungen mit den cursertasten.

Einzig die Performance ist nich gut.

B

Danke für den Link

Von: Jagga | Datum: 10.11.2003 | #3
Das war ein extrem interessanter Artikel bei Arstechnica und ziemlich gut zu anderen Artikeln verlinkt.

Ich war noch nicht so oft hier bei MG und suche Infos zu den Machern der Seite. Was sind denn hier so die Ambitionen?

Wieso ... ?!? ... Performance ist mit Panther sehr gut

Von: Applemac | Datum: 10.11.2003 | #4
Ein G4 mit 733 MHz, 1280 MB RAM und eine Radeon 9000 Pro ... der Finder flutscht wie in OS 9, kann mich nicht beklagen, die Performance, auf dieser alten Kiste, ist sehr gut.

@applemac

Von: rene_k | Datum: 10.11.2003 | #5
auf nem rechner mit sooo viel ram darf das auch einfach kein problem sein, aber ich denk mal es gibt auch etliche rechner die mit weniger z. b. 128 oder 256 mb ram laufen und da ist dann der finder schon etwas behäbiger...

rene

Find ich auch, aber

Von: ks | Datum: 10.11.2003 | #6
das Multithreading könnte noch besser sein ;)
Ist aber deutlich besser als in Jaguar.

rene_k:

Von: ks | Datum: 10.11.2003 | #7
Das ist richtig, aber OSX mit weniger als 512MB RAM zu btreiben is doch eh nich sinnvoll.

P.S.

Von: ks | Datum: 10.11.2003 | #8
10.3.1 gibt's, dürfte aber schon bekannt sein.

Noch was:

Von: ks | Datum: 10.11.2003 | #9
Wann berichtet ihr endlich über das Werbeverbot der G5 TV-Werbung in GB?
[Link]

Warte schon seit zwei Stunden drauf ;)

finder lahm...

Von: andi | Datum: 10.11.2003 | #10
im artikel wurde auch die z.t. elend langsame netz-performance (directories anzeigen, etc) bemängelt, die directory-liste kam per shell sofort, also muss am finder was passieren - ohne wenn und aber.

das liegt auch nicht an zuwenig ram - das scheint ja bald zum allheilmittel zu mutieren. :-) schlechter code mit viel ram bleibt schlechter code.

im finder vermisse ich immer noch mehr einstellungsmöglichkeiten für die schriftdarstellung, zeilenabstand (der ist zu klein bei sehr kleinen schriften), etc.

schaun wa mal...

s/w

Von: stfn | Datum: 10.11.2003 | #11
> Augenkrebs verursachende weiß-auf-
> schwarz-Seiten (wieso regt er sich
> eigentlich darüber nicht auf?)

Weil Displays (und insbesondere Röhren-Displays) kein Papier sind und schwarz auf weiß dort augenfreundlicher dargestellt wird als andersherum. Auf Displays ist schwarz "die ruhige Fläche", auf Papier ist weiß "die ruhige Fläche". Daher ist schwarz auf weiß auf Papier angenehmer, weiß auf schwarz auf Displays angenehmer. So einfach ist das.

10.3.1

Von: FOX | Datum: 10.11.2003 | #12
jetzt zu haben! -> software update.

p.s. olaf hat es zuerst endeckt...

@jagga

Von: Bert | Datum: 10.11.2003 | #13
Tja, die Macher der Seite wirken im Verborgenen. Lies doch einfach mal regelmässig hier mit, den Stil kriegt man schon raus...ingesamt gilt aber "Anwender publizieren Meinung", "Keine Banner - keine Abhängigkeit" und "There is no such thing as Blattlinie". Herzliche Grüße,
Bert

ks:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 11.11.2003 | #14
Haha, wie geil! ;-)

"Complaint from: 8 viewers"

8 Hansel reichen da schon aus? Endgeil! Da werd ich mir ein paar englische Kumpel organisieren oder einfach mal bei linux.co.uk reinschauen und dann sägen wir die nächste M$-Werbung ab! ;-)

White-on-black text

Von: John | Datum: 11.11.2003 | #15
Hey, I don't pick the colors, I just write the articles. (I also don't speak German :-)

@macbeth

Von: mullzk | Datum: 11.11.2003 | #16
siracusa sagt ja nicht, dass er etwas gegen den browser hat, ganz im gegenteil. aber er bemängelt, dass der 'spatial finder' (gibts dafür eigentlich eine gute übersetzung?) und der browser hemmungslos vermischt wurden. auch ich gehöre zu jenen, die gerne manchmal einen ordner als fenster betrachten, ein anderes mal lieber durch die verzeichnisse zappen; und das ist sehr mühsam, wenn man nicht sicher ist, welche darstellung nach dem nächsten klick kommt. sein vorschlag, neben dem 'neues fenster' auch ein 'neuer browser'-menüpunkt zu machen, die dann auch wirklich auf 'spatial finder' resp. spaltenansicht bleiben, fände ich einen sehr guten ansatz....

Der Finder...

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 11.11.2003 | #17
Ich sehe auch nicht, dass der gute Siracusa die "Browser-Art" des Finders nicht gefällt (auch wenn er, wenn ich seinen "Grundsatz-Artikel" zum Finder recht in Erinnerung hat, von einem browser-like finder noch sehr viel mehr erwartet!), sondern die Mischung der Betriebsarten. Ich dagegen finde das an und für sich ganz gut: Eine Wahl zu haben ist nie schlecht. Was aber nach wie vor reichlich chaotisch wirkt ist die Art und Weise, wie sich der Finder Darstellungsarten zu merken scheint. Ich will eine globale Einstellung, in der ich definieren kann, wie sich der Finder verhält. Es gibt zwar den Punkt "Neue Fenster immer in Spalten öffnen" (oder ähnlich), aber so recht will er sich nicht dran halten. Ich habe anfangs versucht, den Fenstern einheitlich beizubringen, ohne diese sidebar zu erscheinen: no go.

Was John Siracusa scheinbar übersehen hat (oder habe ich es im Artikel nicht gefunden? Ich muss schändlicherweise zugeben, dass ich einige wenige Absätze übersprungen habe, obwohl ich mich wirklich einen Tag lang durch diesen wunderbaren Artikel gekämpft habe) ist die Tatsache, dass der Finder eine "Fähigkeit" wieder erlernt hat. Ein bereits geöffnetes Fenster wird nicht ein zweites Mal geöffnet, sondern in diesem Fall in den Vordergrund gestellt (wie im klassischen System gewohnt). Das war ein Punkt, den Siracusa kritisiert hat, ich hätte erwartet, dass er freudestrahlend erwähnt, dass sich dies gebessert hat...

Naja, auch wenn ich den Ausführungen zum spatial finder (nein, ich glaube da gibt es keine passende Übersetzung, die müsste uns Siracusa schon selbst liefern - ob man dafür ein neues Wort schöpfen muss? :) nicht wirklich vollständig verstehe (und teile), finde ich es doch immer wieder erfrischend, eine solch ausgepägte Meinung zu lesen, die so vehement verteidigt wird ;)

Go on, John, even with white-on-black-text :)

@Paso

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 11.11.2003 | #18
Wieso "böse"?

John was here

Von: dockling | Datum: 11.11.2003 | #19
John was here... wow, was für eine Ehre!

Seine Artikel übers OS X begeistern mich über alle Massen. Nicht unbedingt, weil ich in allen Teilen mit seiner Beurteilung einverstanden wäre; sondern weil seine Art, über unsere Arbeitsweise mit dem Computer zu räsonnieren, Vor- und Nachteile verschiedener Konzepte und Implementierungen gegeneinander abzuwägen, die Augen öffnet für die vielen verborgenen Feinheiten unseres Lieblings-Systems - man lehrt so seinen Mac erst richtig schätzen!

Zum Begriff des spatial finder: Gemeint ist damit natürlich der "räumliche Finder", in welchem die Objekte im Raum verortet werden: "Ich suche die Datei in der linken oberen Ecke, etwa dritte Reihe, die mit dem blauen Icon..."

Dies im Gegensatz zu: "Ich scrolle in meinem Browser-Fenster durch die Liste, bis die Datei mit der Nummer xxx erscheint."

@Paso

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 12.11.2003 | #20
Tja, nach einem Tag (ok, da war sehr viel Unterbrechung dabei) mit den 14 heiligen Seiten des Herrn Siracusa ;) blieb mir die Wahl zwischen:

1. Versuch, das alles zusammenzufassen, auf deutsch, in kurz und vielleicht gar noch verständlich

2. oder ein etwas lapidarer Hinweis, um jeden selbst in den Genuss kommen zu lassen.

Weil es mir im Blut liegt und weil mich der Schreibstil von Siracusa beeinflusst hat, habe ich mich sichtlicherweise nicht für Variante 1 entschieden :)

Ein sehr schöner Artikel ist das...

Von: machead1011 | Datum: 12.11.2003 | #21
Ich hatte Panther seit ein paar Tage auf Halde liegen, zierte mich aber aus Zeitgründen , ihn zu intallieren. Nachdem ich aber schon eine schöne Stunde mit dem Ars-Artikel verbracht hatte, und dieser mich verdammt neugierig gemacht hatte, habe ich mir die Katzte dann doch in einer Nacht und Nebelaktion installiert.

Danach wusste ich nicht mehr wovon begeisterter sein sollte: vom neuen System oder der chirurgisch präzisen wie unterhaltsamen Analyse desselben.

Sehr guter Artikel, für jeden UI-Interessierten ein Muß – Herr Siracusa weiss wirklich wovon er spricht. Im grossen und ganzen kam Panther doch sehr viel besser davon als MacGuardian hier suggeriert.