ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2547

Wie wär's mal mit Gefühl?

Erfahrungen mit dem PowerBook G4 12" (1GHz)

Autor: wp - Datum: 12.11.2003

Einen ersten Test der beschleunigten Variante des 12-Zoll PowerBooks haben die MacGuardians kurz nach dessen Verfügbarkeit schon gebracht. Damals ging es vordringlich um die Leistungssteigerung durch den Sprung des Prozessors in den GagaGiga-Hertz-Bereich. Doch was wären die MacGuardians ohne Gefühl, insbesondere ohne die großen Gefühle Ihrer Leser? Matthias "Ernie" Overlöper hat uns seine garantiert gefühlsechten (und selbstverständlich MacGuardians-typisch völlig subjektiven) Erfahrungen mit seinem neuen Schmuckstück mitgeteilt. Watt schön! Und die wollen wir natürlich niemandem vorenthalten. Ebenso wenig das Sahnehäubchen an der Sache, denn Ernie hat sein PowerBook gleich zum Filmstar gemacht. What a feeling - what a Macintosh! Denn wer würde wohl ein DosenBook freiwillig filmen?

Endlich ist es soweit. Obwohl ich mir das PowerBook G4 12" mit Superdrive mit einer größeren Platte bestellen wollte, hat schließlich die Ungeduld gesiegt, als mir mein Händler offenbarte, dass er soeben - taufrisch - ein paar Exemplare des begehrten Objektes erhalten habe. Etwas positiv verwundert war ich, als ich bei der Geräteübergabe nach dem zusätzlich von mir georderten 512MB-Baustein fragte, denn diesen hatte der Kollege der Verkäuferin bereits KOSTENLOS eingebaut, während ich mit ihr den "Papierkram" erledigt hatte. Aus diesem Grund würde ich jetzt gerne den Laden namentlich nennen, schließlich ist es mittlwerweile fast überall üblich, für solchen Service zu zahlen: MacHouse in Berlin. Leider war aber dafür keine Airport-Extrem-Karte mehr vorrätig.

Kaum zu Hause, den edlen schwarzen Karton-Deckel geöffnet, bot sich mir der Apple-typische Anblick einer wahren Verpackungskunst. Immer wieder ein toller Moment, das Auspacken eines Apple-Produktes :-) Dafür war die Enttäuschung um so größer, als ich mir den Aufdruck der Installations-/Restore-DVD zu Gemüte führte: MacOS X 10.2.7 :-( Also muss ich wohl das unbequeme und teure Update-Prozedere durchleben... Ein Punkt, der mir noch bevorsteht.

Neben der eben genannten DVD befinden sich noch weitere Dinge im Karton - oberhalb des noch verdeckten PBs: Das weiße Netzteil, zu dem zwei Arten von Netzstecker gehören (1x ohne Kabel = Steckernetzgerät und 1x mit Kabel), ein TAE-Kabel für das Modem und zwei Adapter, um wahlweise einen VGA- oder DVI-Monitor am Mini-DVI-Stecker des PBs betreiben zu können. Ein 2xDVD-Rohling ist ebenfalls beigelegt.

Hält man das PowerBook zum ersten mal in der Hand, wirkt alles sehr robust und edel. Fälschlicherweise traut man sich kaum, die silbrige Oberfläche anzufassen - es könnte ja ein Fettfleck zurück bleiben. :-) Ich hatte mir die Hände gleich noch ein zweites mal gewaschen, grins. ... "nur gaaaanz vorsichtig auf den Tisch stellen !"... Die Ängste sind vollkommen unbegründet; so schnell werden keine Flecken oder Kratzer die Oberfläche schänden. Das Gehäuse scheint ein Wolf im Schafspelz zu sein. Wenn nur nicht immer diese winzigen dunklen Fusseln wären! Ich fordere ein Verbot für dunkle Fusseln im Hausstaub!

Dem Einschalten des Books folgt wie gewohnt die Aufforderung, die Restore-DVD einzulegen. Diese wird flott eingezogen. Nach einem deutlichen "Klack-Klack" kann man davon ausgehen, das die DVD richtig im Laufwerk "eingerastet" ist, denn im nächsten Moment surrt das Superdrive unüberhörbar los. Der Geräuschpegel kommt einem zum sonst lautlosen PowerBook (selbst die Festplatte ist kaum wahrnehmbar) recht laut vor. Das Lüftergeräusch eines G4 Quicksilver (mit Silent-Kit) liegt wiederum höher.

Um beim Thema "Hören" zu bleiben: Der interne Lüfter ist überwiegend aus. Das erste Mal, als ich seine Existenz überhaupt bemerkte, war während einer ausgiebigen "Kopier-Session" von einer Firewire-Platte auf die interne HD. Selbst hier arbeitete der Lüfter nur kurzzeitig - mit einem angenehmen Geräuschpegel.

Angenehm ist übrigens auch die Temperatur des 12er PowerBooks, dass sich seit mehr als 2,5 Stunden auf meinen Oberschenkeln befindet (der Lüfter ist noch kein einziges mal angelaufen!).

Notebooks sind keine HiFi-Anlagen, der Klang dieses Notebooks überrascht dennoch - immerhin wird der im Standgas laufende Dieselmotor eines Transporters übertönt (habe es vorhin in einem Ford Transit Nutzfahrzeug getestet). Alles in allem ist der Klang für ein solch kleines Gerät recht befriedigend.

Die Akkulaufzeit, bei gemischtem Arbeiten, mit dem erstmals vollgeladenen Akku betrug etwa 4 Stunden (+/- 10min).

Bleibt nur zu sagen, dass ich den Umstieg vom 800er Quicksilver in den letzten Tagen noch nicht bereut habe. Lediglich die Festplatte wird wohl spätestens nach Ablauf der Garantie durch eine größere ersetzt!


So, und hier gibt es den versprochenen Film:
abgespeckte Version, ca. 5,2MB
höhere Qualität, ca 9,2MB

Kommentare

Klasse Film...

Von: faustocoppino | Datum: 12.11.2003 | #1
Ernie der zweite Emmerich ;-) Nur ein bißchen kurz für meinen Geschmack, hätte ruhig 3 Stunden lang sein dürfen ;-)

Gruß

Fausto

nice !-)

Von: RoB*-) | Datum: 12.11.2003 | #2
& sooo Gefühlsecht ;-)

sehr schön...

Von: macgeek | Datum: 12.11.2003 | #3
lol, schöner Film, diese Eleganz :)

die steckeridee

Von: Marty | Datum: 12.11.2003 | #4
finde ich klasse, hab ich auch an meinem IBook so. Die klappharken zum kabelaufwickeln hab erst nach tagen entdeckt und dann nochmal stunden gebraucht umzuraffen wozu die dasind

Super

Von: Thyrfing | Datum: 12.11.2003 | #5
guter Bericht + Lehrfilm, da wird der Jörn neidisch.... ;-)

Thyr

Ei ei ei ei

Von: Fehler 11 | Datum: 12.11.2003 | #6
Was für ein unzüchtiges Machwerk, welches so ganz unverhohlen die niederen Männerinstinkte manipuliert...

...dachte ich, bis meine Freundin den Film gesehen hat. Die will jetzt ein PowerBook. Zu Weihnachten. Ich bin bankrott. Schönen Dank auch...:-)

sehr erstaunlich

Von: FOX | Datum: 12.11.2003 | #7
da hat man bestimmt schon 10 oder 12 von diesen dingern installiert und erst wenn einer ein filmchen dreht entdeckt man "kabelaufwickler" am netzteil.

unglaublich...

Fox

Von: Marty | Datum: 12.11.2003 | #8
zu erst habe ich gedacht man könnte das netzteil irgentwo aufhängen damit es nicht zuheiss wird, bist ich das IBook in die Tasche packte und überlegte ob es sich lohnt das Netzteil mitzunehmen. Zuerst das Kabel normal um das ganze Netzteil gewickelt.. bis mir ein Licht aufging.. die Harken sehen doch so aus, alsob man da ja das Kabel aufwickeln könnte.

Hehehehe

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 12.11.2003 | #9
Über die Haken hab ich mich auch zuerst gewundert und dann diebisch gefreut, als ich (damals®) mein PowerBook bekam :)

ungläublich

Von: mullzk | Datum: 12.11.2003 | #10
fast ein jahr mit meinem ibook und erst jetzt erfahre ich, dass man den kabelsalat beim verpacken weghaben kann.

danke ernie, danke apple

diese features

Von: rene_k | Datum: 12.11.2003 | #11
Es sind eben diese vielen (oft relativ kleinen) features die die arbeit mit einem Mac einfach angenehmer machen...

rene

Lach

Von: ERNIE | Datum: 12.11.2003 | #12
...hihi.. troestet euch... ich habe auch bestimmt 10 minuten davor gesessen und krampfhaft ueberlegt, wofuer diese haken sein koennten !!!

Da bin aber froh das ich

Von: Marty | Datum: 12.11.2003 | #13
nicht der einzige der da auf der Leitung stand

hehe

Von: Markus Schöpke | Datum: 13.11.2003 | #14
Ich habs besser gehabt. Mir wurde es gesagt. :D

Hab übrigens auch ein Rev. B 12"-PB mit 768 MB RAM, bin höchst zufrieden damit (ist mein erster Mac). Nur Panther muss erst kommen. Seit Tagen being assembled im Apple Store. :/

Wer lesen kann...

Von: N:D | Datum: 13.11.2003 | #15
...ist klar im Vorteil ;-)
Okay, ich hab auch ne Weile gebraucht bis ich Sinn und Zweck dieser Haken begriffen hab, aber ein später Blick ins mitgelieferte Handbuch schaffte schnell Klarheit über deren Verwendungszweck. Dort befindet sich doch tatsächlich ein Bild des Netzteils mit aufgewickeltem Kabel. Da sieht man mal wieviele Leute sich das Handbuch wirklich reinziehen... *g*

Noch was zum Thema "die kleinen Dinge":

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 13.11.2003 | #16
Ein Freund von mir wollte sich nen iPod kaufen, hat sich aber jetzt doch für nen 30GB Creative Nomad entschieden, weil billiger.

So weit so gut. Dann hat er mir aber erzählt, dass man für das Transferieren von Dateien eine EXTRA-SOFTWARE braucht!
Ja, richtig: Man kann von dem Ding keine Programme starten, nicht davon brennen, keine Filme anschauen/previewen ohne die vorher rüberzuziehen, in keine ZIPs, RARs oder SITs reingucken oder die entpacken, keine Dateien direkt davon öffnen und booten fällt sowieso flach!

Das hat mich fast geschockt, weil so was essentielles offensichtlich bei den ganzen Vergleichen mit iPod und "iPod-Killern" scheinbar völlig unter den Tisch fällt!

Ich könnte mir jedenfalls nie vorstellen, so zu arbeiten seit ich den iPod gewöhnt bin ;-)