ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2591

OK COREL!

Ein Gunfight mit Corel Painter 8

Autor: wp - Datum: 28.11.2003

Der Untergang des Abendlandes ist da! Nicht Jazz, nicht Rock'n'Roll, nicht Hippies, nicht Drogen sind Schuld, auch nicht George W. Bush, der ja bekanntermnaßen an so ziemlich allem Schuld ist. Nein nein, das soll schon den MacGuardians und ihrer Review-Abteilung vorbehalten bleiben: Erst gibt es einen tollen Bericht zum Thema Fernsehen am Mac, und jetzt auch noch Ballerspiele! Gila Müller hat mit rauchenden Colts eine Software getestet, die wohl nur deshalb "Painter" heißt, weil es sich um eine Art virtuelles "Gotcha" handelt, also das Abknallen von lieben Menschen mit Farbkugeln. Oder sollte ich das doch falsch verstanden haben? Wird hier die Farbe statt mit der Gotcha-Pumpgun doch eher mit dem (virtuellen) Pinsel verspritzt? Sollte es vielleicht doch etwas mit Malen zu tun haben? Bleibt nur zu hoffen, dass unsere Leser mal wieder klarer sehen als ich und diesen aus der Profi-Perspektive geschriebenen Review von Gila Müller zu würdigen wissen. Los geht's mit Teil 1, Teil 2 folgt in Kürze.

Seit ca. einem 3/4 Jahr ist Painter 8 auf dem Markt, und meine Erwartungen betreffend der App waren entsprechend hoch, hatte ich doch sehr unschöne Erlebnisse bezüglich Painter 7. Im Klartext: Die Probleme, die dabei auftraten, waren zum Teil so gravierend, dass ich vorerst bei Painter 6 bleiben musste und Version 7 bis heute noch nicht für berufliche Zwecke eingesetzt habe. Und dies hatte weitreichende Folgen. Am unangenehmsten war dabei die Tatsache, dass ich mit dieser App nur in OS9 arbeiten konnte, denn Version 6 läuft nun mal nicht auf OSX wie alle anderen Programme, die zu meinem Broterwerb üblicherweise im Einsatz sind. Aber das ist eine andere Geschichte.

Wie gesagt, meine Erwartungen an das Update auf Version 8 waren schon sehr hoch, zu gleichen Teilen aus Vorfreude und Neugier gemischt. Nun wollte ich endlich feststellen, ob die Vorfreude berechtigt war oder ob es (wieder!) zu irgendwelchen Enttäuschungen kommen sollte. Also, den Colt geputzt, Munition geladen und los geht's!

Uiuiui, die GUI...

Schon beim ersten Anblick wird klar, dass es eine Menge Features gibt, die das Illustratorenherz höher schlagen lassen, allen voran die neue GUI, aber auch die Organisationsstruktur der Menüs und Paletten etc. Hier hat sich wirklich Grundlegendes geändert. Schon beim ersten Start kommt so etwas wie Vertrautheit auf. Die Benutzeroberfläche ist vollkommen neu gestaltet und der von Photoshop 7 stark angepasst worden. Ach, was heißt stark - sie ist praktisch identisch! Das ist schon mal das erste ganz fette Plus für die Painter-Developer-Crew bei Corel.

Seit Version 6 (bisher immer noch insgeheim mein Favorit, ich geb's ja zu!) arbeitete Painter mit richtigen Ebenen, wie man es aus anderen Apps kennt. Aber die Art der Organisation derselben bzw. deren Look wirkte auf manch einen schon sehr befremdlich. Eine zusätzliche Einschränkung gab es dabei noch in der Verwendung von Aquarellfarbe, die nur auf der untersten Ebene, der Arbeitsfläche oder "Leinwand", einsetzbar war. Damit kam ich allerdings gut zurecht, vor allem mit den verschiedenen Stricharten und deren Modifikationen die Aquarellpinsel betreffend. Die Anzahl war noch übersichtlich. Ab Painter 7 änderte sich dies und es wurde dann ganz "arggggghhhhhh!" Es gab mittlerweile 40+... Varianten (habe mir echt die Mühe gemacht, mal nachzuzählen) nur für die Aquarellpinsel, und auch diese waren wiederum noch zu modifizieren, so dass einem wirklich schwindlig werden konnte. Für einen Newbie der wahre Alptraum. Zumal die Varianten weder als Icon oder Vorschau, sondern nur als Liste, typografisch, angezeigt wurden.

Dass man jedesmal durch die 40 Varianten scrollen musste, was extrem zeitraubend ist, muss ich nicht extra dazusagen. Dass Aquarellfarbe ab Version 7 nur noch auf einer speziellen Ebene dafür angewendet werden konnte, die der Rechner sofort erstellt, sobald man den ersten Strich mit dem Aquarellpinsel macht, schuf noch zusätzliche Verwirrung.

Einsicht ist der erste Weg zur Besserung

Letztendlich hatte man bei Corel wohl eingesehen, dass potenzielle Painter-User doch eher abgeschreckt wurden durch die gewöhnungsbedürftige Organisation der Benutzeroberfläche. Die neue Anordnung und Optik, die weitestgehend an Photoshop angeglichen wurde, stellt in der Tat eine großartige Verbesserung dar und macht all denen, die sich bisher nicht an Painter herangewagt haben, den Einstieg wesentlich leichter.

Waren erste Versionen bis ca. Painter 3 noch durch selbstdefinierende Thumbnails auch halbwegs intuitiv zu bedienen, konnte man diese Vorgehensweise spätestens bei Version 5 getrost abhaken. Das mutige Stöbern durch Menüs und Paletten auf der Suche nach Bekanntem/Bewährtem blieb ohne Erfolg und war in etwa so hilfreich wie eine Gebrauchsanweisung für Damenrasierer in Mandarin. Wer dennoch hartnäckig blieb, konnte sich immerhin durch ein gut gemachtes User Manual in Printversion schlauer machen. Das ist aber seit Version 5.5 nicht mehr vorgesehen, sondern liegt seitdem nur noch als PDF vor oder lässt sich online einsehen. Das ist natürlich mühsam, aber irgendwie verständlich, wenn man bedenkt, dass die App durch die Irrsinnszahl an Features überaus voluminös geworden ist. Schon in Version 5 war das Handbuch auf ein Volumen von 402 Seiten angeschwollen. Die Seitenzahl des aktuellen User-Guides, als PDF-Sammlung, beläuft sich auf 583. Wobei zu bemerken ist, dass es mittlerweile auch dringend nötig ist, ab und zu das Manual zu konsultieren. Die App ist derart spezialisiert, bzw. einige der Features darin, dass ohne Vorkenntnisse kein wirklich intuitives Arbeiten möglich wird.

PhotoShop lässt grüßen

...und damit wären wir wieder beim Thema GUI. Wer sich einigermaßen mit Photoshop auskennt, findet sich in Painter 8 wirklich schnell zurecht. Man muss nur noch ein bisschen zeichnen können (ja, ich untertreibe!) und verfügt dann mit Painter 8 über eine absolut mächtige, leistungsfähige App zum kreativen Arbeiten, sprich: Illustrieren.

Als MacWorld 2003 Award Winner ist Painter 8 nach wie vor das führende Grafikprogramm im Bereich "Natural Media". Keine andere Software ist in der Lage, das Malen mit natürlichen Materialien wie Ölfarbe, Wasserfarbe (Gouache), Aquarellfarbe oder, seit Painter 7, auch flüssiger Tinte derart perfekt zu simulieren. Zwar sind die Möglichkeiten der Pinselfunktionen und Modifikationen in Photoshop 7 auch schon sehr ausgereift, dennoch bleibt die wahre Stärke von PS7 immer noch die professionelle Bildbearbeitung.

Die technische Ausgangsbasis

Da mein Test rein anwenderbezogen, subjektiv und weniger "technisch" ist, kann er lediglich ein paar Anhaltspunkte zur Performance bieten, mehr auch nicht. Meine Rechner-Konfiguration ist derzeit nicht auf dem allerneuesten Stand (was sich nach der nächsten MacWorld Expo in San Francisco schleunigst ändern wird, hihi!). Da ich mit meinem bewährten Dual G4/450 eine doch schon etwas betagte Durchschnittsmaschine mein eigen nenne, dürfte sie auch durchschnittliche Performance wiedergeben. Bis zum G5 muss ich eben noch ein paar Painter-Arbeiten fertigstellen, seufz! Von Corel selbst wird als Minimal-Konfiguration angegeben: Power Macintosh G3 oder höher, 128 MB RAM,1024 x 768 Display 24-bit, CD-ROM Drive. Dies ist aber nur eine Mindest-Anforderung und kann keinesfalls eine Empfehlung sein. Hier gilt halt nach wie vor: mehr ist in jedem Fall besser, sowohl bei RAM als auch beim Display.

Ein absolutes Muss für jeden, der Painter erfolgreich einsetzen möchte, ist die Anschaffung eines Grafiktabletts (z.B. von WACOM) mit entsprechendem drucksensitivem Stift. "Geiz ist geil" würde hier nur bedeuten, dass 3/4 des Potenzials ungenutzt bliebe. Denn Painters Pinselfunktionen sind bis auf wenige Ausnahmen sowohl druck- als auch neigungssensitiv!


OK, kleine Feuerpause. Der zweite Teil enthält die Neuigkeiten, die Painter 8 mit sich bringt, und eine abschließende Bewertung.

Kommentare

Danke damit komm ich weiter!

Von: magicpen | Datum: 28.11.2003 | #1
Danke für den Beitrag. War schon ganz geknickt, weil ich (als alter Grafik-Profi) noch kein Painter 8 hatte und mit Version 7 so gar nicht warm wurde.
Übrigens: ich arbeite her auch noch mit einem G4/450 ;-)

sorry aber

Von: mr.drinkalot | Datum: 28.11.2003 | #2
wieso arbietet ihr mit painter und nicht photoshop?
oder sind die apps für unterschiedliche arbeitsaufgaben konzipiert?

Painter und Farben

Von: Scrunch | Datum: 28.11.2003 | #3
Ich glaube Painter ist wirklich zum realistischen malen geeignet. Das simuliert den Farbauftrag und das Mischverhalten usw von Stofflichen Farben. Das kann PS eben nicht

drinkalot:

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 28.11.2003 | #4
Von Painter gibt's ne Demo. Lad dir die runter und schau die App einfach mal 3 Sekunden lang an. Photoshop und Painter sind wirklich für zwei komplett unterschiedliche Zielgruppen geschrieben. Seit Photoshop mit Version 7 zwar die Pinsel enorm erweitert hat, ist zwar die Schnittmenge etwas größer geworden, aber Photoshop's "Malfunktionen" sind gegen Painter ungefähr so klasse wie Words Layoutfähigkeiten verglichen mit InDesign (vielleicht etwas übertrieben, aber es geht in die richtige Richtung).

Schade nur, dass ich *gar nicht* zeichnen kann :)

malen mit painter

Von: kaffee | Datum: 28.11.2003 | #5
interessant, wie hast du painte8r dazu bekommen einigermaßen flüssig zu arbeiten ? wie groß sind deine dateien?
ich benutze auch noch einen dual 450.

@kaffee

Von: gila | Datum: 28.11.2003 | #6
Die Größe der Dateien ist nicht immer ausschlaggebend, habe ich feststellen müssen. Zudem ist die Definition «einigermaßen flüssig arbeiten» individuell schon sehr unterschiedlich.
Es ist wohl eher die Hardware, die einem da schon mal erhebliche Einschränkungen beschert. Hatte erst kürzlich an einer Datei herumgebastelt, die 112 MB groß war und in PS7 dann auch nicht so wirklich flüssig zu bearbeiten war. Sicherungsvorgänge von mehr als 30 sec und sowas…
Du beziehst Dich wahrscheinlich auch eher auf bestimmte Pinselfunktionen in Painter, die sich nicht in Echtzeit anwenden lassen, nehme ich mal an. Dieses Phänomen ist auch mir schon gelegentlich aufgefallen und wie ich einem stark frequentierten amerikanischen Painter-Forum entnehmen konnte, kann dies verschiedene Gründe haben, die nicht ausschließlich die Folge zu magerer Hardware - (Konfiguration) sind. Was die App scheinbar gar nicht recht leiden mag, ist das gleichzeitige Vorhandensein einer älteren Version auf dem gleichen Rechner (manchmal geht's aber erstmal nicht anders). Mit Painter 6 konnte ich damals erst dann problemlos arbeiten nachdem ich Painter 5,5 komplett deinstalliert hatte. Man sollte auch darauf achten, daß die Treibersoftware fürs Grafiktablett in der aktuellen Version vorliegt. Ansonsten gilt halt nach wie vor: RAM, RAM, RAM ;-)

@scrunch & flo

Von: mr.drinkalot | Datum: 28.11.2003 | #7
thx

Painter 8 - OK, aber nicht perfekt !

Von: Heiko B | Datum: 20.04.2004 | #8
Habe in den letzten Jahren mit den Vorläuferversionen ähnliche Erfahrungen gemacht. Darum arbeite ich seit 9 Jahrenmit Painter 3 !!!. ( Hier kommt noch die "Layer-Technik" zu Einsatz, d.h. bei Nutzung der Aquarellpinsel wird automatisch eine Ebene mit "farbfilter logarithmisch" erstellt, das Werkzeug malt dann deckend darüber.
Die Aquarellfunktion ist in den neuen Versionen nicht zu gebrauchen. Sie ist viel zu träge fürs professionelle
Arbeiten. Ich arbeite fast auschließlich im Architekturbereich und verwende den Aquarellstil fast durchgehend.( zu sehen auf [Link] Es war für mich deshalb seit Jahren immerwieder die gleiche Enttäuschung bei neuen Versionen. Auch in der 8-Version ist´s nicht perfekt. Wenn man z.B. eine Auswahlerstellt hat und nun hier mit digital-Aquarell 2 Farben mit geringer deckkraft ineinandermalen will scheint langsam wieder der weiße Hintergrund hindurch. Habe tausend Malwerkzeugeinstellungen versucht - klappt nicht ! Weiss jemand rat ?
Heiko.

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Von: free nude girls fingering a vagina | Datum: 30.12.2005 | #9
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