ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2617

Apple, der fiese Quasimonopolist...

Der Oligopolist hat Angst vor dem 3%-Zwerg

Autor: kai - Datum: 08.12.2003

Ein echtes Highlight ist das Interview mit Tim Renner, Chef von Universal Music Deutschland in der Welt am Sonntag.

Er ist gar nicht begeistert vom iTunes Musicstore. Der "Quasi-Monopolist", der nur seinen mp3-player verkaufen wollen würde ist mit Vorsicht zu geniessen. Tim fürchtet sich vor der Abhängigkeit vor Apple, und dass der böse böse Quasi-Monopolist ihnen "eines Tages sehr unangenehme Konditionen aufdrücken" könnte. Er wünscht sich deshalb ein "breites Spektrum von Absatzmittlern" (Nach Dull, HP, M$ und MTV macht jetzt übrigens sogar Coca Cola seinen eigenen Musicstore auf! News von Übermorgen: "Alis Dönerdungeon gründet eigenen Musicstore!").

Hallo Tim? Klopf Klopf. Jemand zuhause im Oberstübchen? Als ich das letzte Mal geschaut habe, haben alle Dienste ausser dem iTMS auf die Technik einer gewissen anderen Firma gesetzt. Einer Firma, die wegen Monopolsmissbrauch vor Gericht verurteilt wurde. Einer Firma, die überall ausserhalb von Universal Music Deutschland bekannt dafür ist, ihre Techniken und Formate erst mit Gewalt in den Markt zu prügeln, dann der Konkurrenz die Luft abzudrehen und wenn die Abhängigkeit da ist gnadenlos abzusahnen dass Adam Smith vor Freude aus seinem Grab hüpfen würde (Déjà vu - wie hiess der Film nochmal?).
Wie gut, dass man da vor der kleinen 3%-Firma Angst haben muss mit $4.5 Mrd auf der Bank und nicht vor der 95%-Firma mit $51 Mrd! Fiele Redmond ja im Traum nicht ein, mit ihrem Window Media irgendwann Geld verdienen zu wollen. Die machen das -wie immer- nur, weil sie solche netten Menschen sind, und das ganze wird auf ewig umsonst bleiben! Ist doch Ehrensache!

Wie gut auch, dass die Musikindustrie selbst ja bekanntlich ein Musterbeispiel ist für gesunde Konkurrenz und einen freien Markt. Denn wie wir alle wissen sinken die Preise für CDs stetig und es gibt keinerlei Preisabsprachen zwischen den - wie nennt sie Andrew Orlowski doch immer so treffend? - "Pigopolists" (Ursprünglich ein freud'scher Tippfehler, wie er mir gestanden hat!)
Da gibt's doch so ein schönes, ungemein zutreffendes englisches Sprichwort das mir gerade durch den Kopf spukt vom Topf, der den Kessel schwarz nennt. Wem deutsche Äquivalente einfallen, immer her damit! ;-)

Kommentare

Ali's Dönerdungeon

Von: Thyrfing | Datum: 08.12.2003 | #1
Ich geh kaputt, den musst du patentieren lassen... :-)))))

Thyr

Den Seinen ...

Von: cws | Datum: 08.12.2003 | #2
gibts der Herr im Schlaf.

Oder:
Irritieren sie mich nicht durch Tatsachen, ich habe meine eigene Meinung.

Tyhr:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 08.12.2003 | #3
Danke, gefiel mir selbst ausnehmend gut, als er mir wie ein echtes "Heureka"-Erlebnis einfiel! ;-)

Ach ja, der Film!...

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 08.12.2003 | #4
Jetzt weiss ich's wieder - Der hier war's!

Dem Renner kann doch egal sein welcher Codec läuft

Von: Joker | Datum: 08.12.2003 | #5
ob das nun WMA, WMV, ACC, Ogg oder was auch immer ist ist dem doch egal. Ihn interessiert was muss er dem Anbieter abgeben von der Kohle. Ob der Anbieter nachher Roxio,Apple, Microsoft oder Hackle Feucht heisst ist doch völlig egal. Und unter diesem Aspekt hat er recht wenn er sagt es wäre für ihn schlecht wenn es nur einen Anbieter gibt. Wobei ich ehrlich sagen muss das der Monopolvorwurf recht weit hergeholt ist und ich eher glaube die Universal würde lieber selber Anbieter werden (aber glücklicherweise liegt nicht mehr soviel Anlegergeld zum verbrennen auf der Strasse rum). Ich denke da ist auch ne Menge Neid dabei das Apple die Verbindung zu den eigenen Produkten so gut schafft. Eins ist jedenfalls klar wenn die hier in Deutschland nicht in die Puschen kommen mit nem vernünftigen Shop bekommen sie die "Schwarzbrennerei" nie in den Griff.
Gruss Jochen

Egal?

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 08.12.2003 | #6
Nö. Dass der Musikindustrie egal wäre, dass das Format, das sie für ihren Vertrieb nutzen kein DRM (ogg) hat wäre mir dann doch SEHR neu! ;-)

Denen ist das genau so lange egal, so lange M$ kein Geld (oder nur wenig - k.a. wie das momentan mit WMA-Lizensierung aussieht!) verlangt. Das wird aber unter Garantie nicht immer so bleiben, deshalb der Artikel!

Die Musikindustrie sollte GENAU DESWEGEN ein *sehr* grosses Interesse daran haben, dass sich mehrere Media-Formate gleichzeitig etablieren! Denn wenn sie's schon nicht selbst entwickelt haben und steuern können, können sie so wenigstens ihre Gunst unter verschiedenen Anbietern verteilen (die Stores, die darauf aufsetzen sind eigentlich sekundär!) und sind unabhängig. Wenn irgendwo in der Kette Media Creation -> Label -> Mediaformat -> Distributionstechnik -> Musicstore -> Mediaplayer ein Monopolist hockt (einer mit über 90%, hint hint, ich red NICHT von Apple/iPod!) hat die MI die Arschkarte, denn dann sind sie dem machtlos ausgeliefert während er die Preise bestimmt!
M$ hätte dann im Endeffekt die weltweiten Rechte an dem Medien-Nachfolger der CD (deren Vorgänger die MC und die LP waren) und könnte dies nach Belieben steuern oder verweigern! Will die MI das wirklich? Bin ich der einzige, der darin ein massives Problem und eine grosse Gefahr (nicht nur für die MI, auch für den Konsumenten!) sieht?

Sicher ein Profi!!!11!™

Von: cab | Datum: 08.12.2003 | #7
Der Kerl ist sicher ein begeisterter Microsoft®-Kunde™, der alles so superduper-toll findet, was Mickeysoft wieder wurschtelt und zwängt, und weil er erst gar keine Alternativen kennt, macht er auch seine DTP mit Microsoft® Publisher Pro Plus!™, dem Spitzenwerkzeug zur Unternehmenseigenen Kommunikationsarbeit. Tja, solche Leute soll es geben... ;-)

Abstimmung!

Von: Makko | Datum: 09.12.2003 | #8
Sagt mal, habt ihr alle gar nicht bemerkt, daß unter dem de.internet.com-Artikel eine Abstimmung ist? Bisher nur 16 abgegebene Stimmen. Nix wie hin! Ich hab eben schon mein "ungenügend (6)" kundgetan.

Abstimmung

Von: Thomaschek | Datum: 09.12.2003 | #9
@ Makko: Warum eine 6? Ich würde eine 1-2 geben! Gut formuliert und auf den Punkt gebracht.Dass Herr Renner eine vielleicht abstruse Musikgeschäft-Weltsicht hat, dafür kann der Verfasser doch nichts. Er folgt nur seiner Chronistenpflicht. Und das macht er sehr gut.

Aus w&v 33/03 Tim Renner:

Von: Terrania | Datum: 09.12.2003 | #10
Zitat aus der w&v 33/03:
Thema Internet. Apple-Chef Steve Jobs hat Ihnen in den USA mit dem iTunes Music-Store vorgemacht, wie sich ein Musikportal erfolgreich betreiben läßt.
Antwort von Tim Renner, Universal: Falsch. Wir haben Steve Jobs gezeigt, wie es geht, und er hat gut aufgepaßt. Am 9. August vergangenen Jahres liefen hier die Telefone heiß, darunter waren viele Anrufe aus den USA. Alle waren begeistert, was unsere Tochter Universal Marketing Group mit Popfile geleistet hat. Denn es war das weltweit erste Portal, in dem sich User alle Songs einer Plattenfirma herunterladen und brennen konnten - ohne irgendeine Limitierung. Wenn ich mir den iTMS ansehe, erinnert vieles an Popfile - angefangen vom Look & Feel bis hin zum Pricing.

Ist das nicht GEIL, wie Stevies Reality Distortion Field plötzlich übergreift auf die MI? Ach ja: Popfile, was ist Popfile?

wg.tim renner

Von: deif | Datum: 09.12.2003 | #11
Habe dem Herrn Renner ein persönliches Mail geschickt, und meinem Unmut klar Ausdruck gegeben. Immerhin: innerhalb von zwei Stunden war eine persönliche Eückantwort bei mir im Postfach. Darin steht, dass der Deal mit Apple bezüglich iTMS Europe längst unter Dach und Fach sei......

@Joker

Von: Zaggo | Datum: 09.12.2003 | #12
Der Hakle Feucht Musicstore ist aber auch keine schlechte Vorstellung. Selten so gelacht! :oD

Z.

"AMS" und "LMS"

Von: DeVOiR | Datum: 09.12.2003 | #13
In Deutschland fehlt aber definitiv noch der "AMS" und der "LMS". Da alle fast deutschen nur noch bei Aldi oder Lidl einkaufen passt das doch: Aldi Music Store und Lidl Music Store - Geiz ist geil (Saturn macht da früher oder später auch mit!)

ups

Von: DeVOiR | Datum: 09.12.2003 | #14
Sollte natürlich "Da fast alle Deutschen..." und nicht andersrum heißen...

Peinlich

Von: Nick | Datum: 09.12.2003 | #15
Coca-Cola ist eine genauso peinliche Firma wie Dull und M$. Wieso brauchen die einen Music Store? Nur weil Pepsi bereits im Music Business sehr erfolgreich ist? Und sowieso mehr Umsatz macht!? Coca-Cola ist eine echte Lachnummer. Eine richtige "Rentnermarke". Die sollten mit Dull und M$ kooperieren. Diese Langweilerfirmen passen bestens zusammen.

Warum sehen die von der M.I. so kompliziert?

Von: Carlo | Datum: 09.12.2003 | #16
Ich wette ne Kiste Bier. Wenn sich die EU-MI oder die EU-Großhändler an Apple gewendet hätten, mit dem Wunsch, den Online-Vertrieb nach Art des iTMS selbst in die Hand zu nehmen, wären sie mit offenen Armen empfangen worden. Mit Sicherheit hätten die von Apple einen voll funktionierenden iTMS für Europa bekommen. Individuell auf ihre Wünsche ausgerichtet, auch vom Auftritt her. Und Apple würde jede Menge Kohle generieren. Hard-, Software, Netzwerkaufbau, Programmierung, Design und WARTUNG. Ich möchte wagen zu behaupten, Apple würde ab der 1. Minute Geld ohne Ende verdienen, die Phonoverbände würden Geld ohne Ende gegenüber anderen Lösungen sparen und alle wären glücklich. So zielt aber jeder auf sein eigenes Abenteuer-Erlebnis. Und das wird mit Sicherheit für die ein oder anderen noch ganz schön teuer.

Ich glaub' ...

Von: RoB*-) | Datum: 09.12.2003 | #17
... ich geh' erst 'mal wieder zu meinem lokalen Platten-Dealer und kauf' mir (aus Protest, Liebe zu Kunst & Musik und aus Tradition) ein paar Vinyl-Scheiben !-)

Support your lokal stores !

{I still love iTunes ;-}

typisch Verwalter (bzw. Manager)

Von: R-Bert | Datum: 09.12.2003 | #18
So sind's halt, die Verwalter, selten am realen Leben beteiligt, Schuld immer woanders suchend, Taub für Kritik und offenbar auch für den Mist, der aus eigener Produktion oder eigenem Halse entspringt.
Wie wäre es eigentlich wieder mit alten LPs für 18-20 Euro? Sie können immer noch nicht kopiert werden, verschleissen und haben riesig Fläche für Werbung.

völlig inkompetent

Von: rex | Datum: 09.12.2003 | #19
Früher bekamen meine Kunden zu Weihnacht immer Musik geschenckt.
Seit zwei Jahren ist das anders,
denn ich möchte nicht völlig inkompetente
Musikmanager unterstützen.
Auserdem finde ich das Auftreten der
Musikindustrie unverschämt und kriminell.
Früher haben wir auch tausende Musikstücke aus dem Radio auf Kassetten aufgenommen.
Hätte man vernünftige Verbracherpreis
würden die Leute auch nichts klauen
( Die Herstellung einer CD incl. Druck
und Cd Hülle liegt bei ca.1,60 Euro)
Außerdem geht der Konsum bei Cds natürlich auch zurück weil der Verbraucher auch noch Video DVDs kauft etc.
Alles in allem geben die Leute sicherlich
mehr aus als noch vor ein paar Jahren.
Man muss halt nur mal alles an Medien
zusammen rechnen.

Anstatt ihrem Retter zu danken fallen diese
A... jetzt auch noch mit unverschämten
Bemerkungen auf.

Wir leben wahrhaftig in Zeiten wo jeder
Amateur sich Manager schimpfen darf.

@ Steve

Von: Terranova | Datum: 09.12.2003 | #20
Weiss Steve eigentlich, dass Deutschland der 2-größte Musikmarkt ist?

Hey Steve, ich brauch mal wieder frische Musik in meinem Auto… zum Beispiel zu Weihnachten ;o)

@terranova

Von: thomm | Datum: 09.12.2003 | #21
erzähl doch nicht, da läuft doch garantiert der musikalische Virus "Last christmas" von schohtsch Meikell :)

Wenn der einmal stirbt, muß man diesen Schei...titel wohl noch extra totschlagen :(

dieses gejammer über die raubkopien ist nur..

Von: mattin | Datum: 09.12.2003 | #22
...die vorbereitung auf TCPA. die MI hat keine wirklichen daten, wie viel raubkopiert wird, sie guckt einfach nur, wieviele rohlinge gekauft werde und rechnet dann um.

dennoch schreit sie immer lauter und versucht, so wie M$, den user davon zu überzeugen, dass es nötig ist, die urheber zu schützen (was ich ansich ja auch ok finde). das ganze ist in meinen augen auch schon eine vorbereitung auf TCPA, der user soll langsam in die richtung erzogen werden: dass es nötig ist, alles zu schützen. leider ist TCPA noch viel mehr:das ende der freiheit.

und wenn apple wirklich, für die masse der user sichtbar, einen mittelweg zwischen TCPA und raubkopieren finden würde (iTMS), dann ist apple eine gefahr und muss frühzeitig durch so hohles gelaber vernichtet oder geächtet werden.

apple sollte massiv eine kampagne starten, dass den user zeigt, dass es keinen grund für tcpa gibt: das mac os ist sicher (argument viren) und der iTMS ist fair (argument urheberrechte). bitte apple, diesmal nicht auf die user vertrauen, die sind leider zu 90+% hohl.

syteme immer von oben betrachten:

Von: k_munic | Datum: 09.12.2003 | #23
allllso: unsere freunde von der MI melden umsatzverluste - ob die sich tatsächlich aus einem stückzahl rückläufigen geschäft ermitteln, is ne andere frage… udn ob da evtl n bischen biologie ne rolle spielt (geb schwache jahrgänge als hauptkäufegruppe?) müssten mal richtige staistiker "sauber"rechnen.

nee, dmach ich weniger umsatz, gibt doch immer nur zwei möglichkeiten: entweder die ware billiger machen (da si noch luft drin, kann mir keiner erzählen!). oder neue absatzwege.

das hat apple jetzt erfolgreich vorgemacht.

wäre ich plattenfuzzi, würd ich bei apple im store für geschäftskunden "einen itms bitte!" bestellen - komplette hard- udn software, betriebsfähig! oben bapp ich noch mein firmenlogo drauf - feddich!

klar, meine hausjuristen müssen sämtliche verträge dzurchfühlen, ob das geht und wieviel wer bekommt...-

warum die das nicht machen? no ahnung, nur viel meinung ;-)

Ach, der Herr Renner ...

Von: groover | Datum: 09.12.2003 | #24
... ist doch bekannt dafür, dass er Stuss redet. Eben weil er nichts lieber macht, als zu reden. Dummerweise ist er das Lieblingskind der deutschen Medien (inkl. Feuilleton). Unerklärlicherweise gilt der Mann als visionär und als Typ, der die Probleme erkennt und die Dinge beim Namen nennt.

Hab das Gefühl, dass so gut wie keiner von euch das Interview in der Welt ganz gelesen hat. Da wird nämlich noch so manch anderer Bock geschossen.

An der Sache vorbei geht aber wieder diese hier geäußerte Boykotthaltung: Ich kaufe zu Weihnachten oder überhaupt gar keine CDs mehr, weil die Musikindustrie als Ganzes böse ist.

Und obendrein den iTMS Europa verhindert (was keineswegs so ist, trotz Phonoline und M$). Europa besteht aus vielen Territorien mit ganz eigenen Rechtekonstellationen. Obendrein sind noch Fragen wie der fällige GEMA-Satz zu klären.

Klar ist, dass die gesamte Musikbranche es versäumt hat, sich vielen dieser Fragen rechtzeitig zu stellen. Klar ist auch, dass Apple den europäischen iTMS nicht als halbgare Zwischenlösung starten will (was territoriale Beschränkungen angeht und den Umfang des verfügbaren Katalogs). Also dauert das in Europa länger als in den USA, Japan oder Australien. Wobei Apples europäischer Zentralismus nicht gerade förderlich ist.

Von Apple als künftigem Monopolisten zu sprechen ist natürlich barer Unfug. Andererseits sind mir Unternehmen, die den Markt beherrschen, nicht wünschenswert. Ehrlich gesagt gehöre ich nicht zu den Leuten, die bedauern, dass Apple heute nicht an der Stelle Microsofts steht.

Ist aber schon ungeheuer lustig in dem Moment solche Interviews von Tim Renner zu lesen, wo sich er selbst Payola-Vorwürfen ausgesetzt sieht.

Um aber noch mal auf die Boykott-Haltung zurückzukommen: Man kann schließlich auch CDs von solchen Labels kaufen, die sich den von den vier Großen übrig gelassenen Teil des Kuchens teilen. Die haben in aller Regel nämlich nicht einmal einen Kopierschutz und lassen sich daher prima auf dem iPod hören. Abgesehen davon wären die meisten Indies heute schon beim iTMS dabei, wenn sie könnten. Aber ohne den Katalog der Konzerne will Apple ja verständlicherweise nicht an den Start gehen.

Meldung bei musikwoche.de

Von: groover | Datum: 09.12.2003 | #25
Das wurde gerade bei [Link] gemeldet:
[Link]

Preiskämpfe sorgen in den USA für Marktbewegung

Im Zuge der u.a. von Universal Music angeschobenen Preisrunde stellen Marktforscher erste Veränderungen auf dem US-amerikanischen Tonträgermarkt fest: So sank der Durchschnittspreis für CD-Alben nach Untersuchungen der NPD Group von 13,72 Dollar im Jahr 2002 auf nunmehr 13,42 Dollar im Oktober 2003. Außerdem, so erklärte NPD-Marktforscher Russ Crupnick dem Magazin "USA Today", habe sich die Zahl der für weniger als zehn Dollar verkauften CDs mittelfristig beinahe verdoppelt: Während im letzten Quartal des Jahres 2001 noch rund fünf Prozent aller Alben maximal zehn Dollar kosteten, waren es Ende Oktober 2003 schon rund neun Prozent. Für den Rest des laufenden Jahres rechnet Crupnick mit weiteren Preissenkungen im Handel. Laut Zahlen der Charts-Ermittler von SoundScan scheinen die Kunden in den USA die neuen Preise zu goutieren: In zehn der letzten zwölf Wochen wurden mehr CD-Alben verkauft als in den jeweiligen Vergleichswochen des vergangenen Jahres. Parallel dazu ging das Marktminus, das zum Halbjahr noch bei zehn Prozent lag, bis Ende November auf immerhin noch fünf Prozent zurück. Da sich viele große Handelsketten am JumpStart-genannten Preissenkungsprogramm von Universal beteiligt und die Rabatte an ihre Kunden weitergegeben hätten, sieht sich Jim Urie als US-Chef des Universal-Vertriebs vom Handel bestens unterstützt: Nun würden auch die Kunden von den Vorteilen günstigerer Preise in den Outlets profitieren können, sagte Urie "USA Today". Trotzdem zählt nur jede vierte von Universal im Weihnachtsgeschäft ausgelieferte CD zur JumpStart-Kampagne, im ersten Quartal 2004 soll der Anteil auf rund zwei Drittel steigen.

was´n Wunder

Von: Macfun | Datum: 09.12.2003 | #26
Wundert sich die MI wirklich darüber, dass der CD-Verkauf zurückgeht, oder wollen die uns verar...?

Zu den seligen Vinyl-Zeiten kostete eine neue Scheibe um die 17,- DM - eine parallel verkaufte CD mindestens 28,- DM. Die haben uns durch die Hintertür eine horrende Preiserhöhung reingedrückt und sind erstaunt, dass die Leute das nicht mehr mitmachen. Ich wette, bei kundengerechteren Preisen würde es anders aussehen - aber die MI nimmt ja lieber die Holzhammer-Methode und droht mit fetten Strafen für „Schwarzbrenner“.

komisch...

Von: sven | Datum: 09.12.2003 | #27
also die MI berechnet ihren verlust durch schwarzbrennen anhand von den verkauften rohlingen.

nur was mich wundert, die filmindustrie auch und die photoindustrie rechnet auch jedes jahr vor, wieviele digitale bilder auf wievielen cd-roms rumgammeln. von den vielen daten, die firmen auf cd brennen will ich gar nicht reden.

nur...

wie oft kann man so einen rohling eigentlich beschreiben ?
komisch, oder?

renn!

Von: mattin | Datum: 10.12.2003 | #28
renn tim renn!

mehr superstars

Von: andre | Datum: 10.12.2003 | #29
hey, timmelmännchen,
wir brauchen mehr deutsche superstars wie käsici und no angels, damit wir wieder mehr cds kaufen(kotz)...

wer braucht eigentlich den itms

Von: andre | Datum: 10.12.2003 | #30
clickt mal hier rein:
[Link]
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