ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2630

High Noon in Printland

Mac-Zeitschriften-Showdown - Teil 1: macnewspaper

Autor: wp - Datum: 13.12.2003

Es soll der Auftakt einer großen Reihe werden: Je zwei MacGuardians, den Hut im Nacken und (mindestens) zwei Colts um die Hüften, schießen los, und zwar gnadenlos, auf die Kollegen von der Zellulosefront: Deutsche Mac-Printpublikationen im Visier. Wobei der eine mit veritablen blauen Bohnen ballert, der andere es aber etwas netter meint und zur Versöhnung mit dem Spielzeugderringer aus dem Stiefel Zuckerwasser spritzt. Pro und Contra bzw. Contra und Pro (als bekennende Harmoniesüchtler schließen wir selbstredend mit dem Zuckerwasser), negative und positive Kritik, das haben wir uns immer schon erlaubt, beziehen offen Position und scheuen auch diesmal die Schusslinie nicht. Stellt sich die Frage, ob am Ende der Gute gewinnt. Klar, das muss so sein; nur wer der Gute ist, das zu entscheiden überlassen wir unseren Lesern. Schließlich bleibt zu hoffen, dass wirklich eine Reihe wird aus den Druckerzeugnis-Duellen - wo wir gerade beim Thema Druck machen sind, rufen wir unsere Redakteure ausnahmsweise mal öffentlich zu den Waffen. Come on, Pistoleros! Ja, wo reiten sie denn?

macnewspaper: Contra
von Dirk Kirchberg

Nichts ist so uninteressant wie die Zeitung von gestern. Gerade Zeitungen verzeichnen in letzter Zeit einen Rückgang ihrer Verkaufszahlen. Das Internet macht den Publikationen das Leben mit nicht zu übertreffender Aktualität schwer. Da muss man sich als Verleger schon etwas einfallen lassen, wenn man seine Leserschaft behalten will. Noch schwieriger ist es, sich im Markt zu platzieren und dann auch noch zu behaupten.

Mit einem riesigen Anspruch ging vor rund 4 Monaten "macnewspaper" an den Start und schien auch recht gut aus den Blöcken zu kommen. Nicht jeden Monat, sondern alle zwei Wochen wollte das Machwerk des falkemedia Verlags über Neuigkeiten rund um den Mac berichten.

Mit großen Worten kündigte der Herausgeber Kassian Alexander Goukassian sein neuestes Produkt an. Eine "Kostprobe" auf das, was den "Apple-Markt neu definieren soll" wurde da angekündigt, eine "echte Apple-Fachzeitung" mit "mehr Aktualität" und "vielseitigen und gut recherchierten Inhalten". Ein großzügiges vierspaltiges Raster machte Lust auf moderne Gestaltung.

Nun scheint der Zeitung die Luft auszugehen. Denn ab dem 19. Dezember wird "macnewspaper" ebenfalls nur monatlich erscheinen. Was ist los mit dem "Ei des Kolumbus", wie Goukassian seine Zeitung in der Erstausgabe nannte? Das Versprechen der Aktualität konnte nicht gehalten werden. Denn hier wird die Auswahl der Nachrichten, die überwiegend aus ausführlichen und meist recht kritiklosen Lobpreisungen der Produkte aus dem Hause Apple bestehen, der Zeitung zum Verhängnis. Niemanden interessiert es nach zwei Wochen noch, was irgendwer auf der letzten Keynote propagierte oder ob und, wenn ja, wie welche Aktienkurse beeinflusst wurden.

Die Interviews, die einen tieferen und persönlicheren Einblick in die Mac-Szene bieten sollten, kommen im bekannten Apple-PR-Kleidchen daher: alles ist super und der Mac das Nonplusultra. Und wenn es auch stimmt, dass Kleider Leute machen, muss in der Klamotte aber noch lange kein König stecken. Die Redaktion verweilt lieber im leichten Plauderstil. Die Gesprächspartner werden mit weichgespülten Fragen gebauchpinselt. Kritisches, investigatives Nachhaken? Fehlanzeige.

Kommen wir zur Gestaltung. Das großzügige vierspaltige Raster wurde anfangs bereits erwähnt. Die deutsche Wochenzeitung schlechthin, "Die Zeit", nutzt ein ähnlich aufgelockertes Raster, das im üblichen Bleiwüstendickicht eine angenehme visuelle Abwechslung bietet. Doch im Gegensatz zur "Zeit", die mit ihrem oftmals überraschenden Layout es versteht, die Artikel zu unterstützen, bleibt "macnewspaper" beim bewährten Rezept. Da werden keine Spalten verändert, um vielleicht mal ein Bild oder eine Illustration anspruchsvoll in den Text einzubetten. Da wird nicht mit der Typographie gespielt oder eine pfiffige Überschrift gefunden, um die Konzentration des Lesers zu binden. Da wird immer nur schön die Spalte gefüllt, Bild drüber, fertig. Kein Wunder also, dass "Die Zeit" zum dritten Mal in Folge den Titel einer der bestgelayouteten Zeitungen der Welt gewonnen hat, es bei "macnewspaper" dagegen aber nicht einmal zum sprichwörtlichen Blumentopf reicht.

Apropos Bilder: warum ist eigentlich unter keinem einzigen Foto der Fotograf angegeben? Hat in der Kolumbus-Ei-Redaktion noch nie jemand etwas vom obligatorischen Autorennachweis gehört? Wo sind denn die Medienprofis, die angekündigt wurden? Die meisten Bilder scheinen eh profanes PR-Material zu sein, das den glatten und oberflächlichen Stil der Zeitung nur noch unterstreicht. Und wenn doch mal ein Portrait benötigt wird, muss sich der Portraitierte auch noch vor dem Bildschirm und der Tastatur platzieren lassen. Diese geballte Einfallslosigkeit müsste eigentlich mit sofortigem Recycling bestraft werden.

Unfassbar ist auch die erste Seite des zweiten Buches der Zeitung. Hier sind fast immer ganzseitige Werbeanzeigen geschaltet. Schon klar, das bringt Schotter. Aber von einer ausgeprägten redaktionellen und journalistischen Linie ist eine solche Blattpolitik weit entfernt. Welche Zeitung geht denn freiwillig das Risiko ein, ihren Qualitätsjournalismus dadurch zu gefährden, dass der Leser das zweite Buch für eine Werbebeilage hält und fröhlich ins Altpapier befördert?

Fassen wir zusammen: Keine wirklich neuen oder gar gut recherchierten Nachrichten, keine kritischen Hintergrundberichte, oberflächliche Interviews, ein Layout, das mehr verspricht als von der Redaktion gehalten wird und eine Blattlinie, die eher den Titel PR verdient und scheinbar schier auf Profit jenseits jeglicher journalistischer Qualität ausgerichtet ist. Von einer Publikation, die eine Lücke im Mac-Markt schließen sollte, weit und breit keine Spur.

Wie gesagt, nichts ist so uninteressant wie die Zeitung von gestern oder gar eine zwei, demnächst sogar vier Wochen alte "macnewspaper". Aber immerhin kann man Fisch in ihr einwickeln. Und der stinkt bekanntlich vom Kopfe her.


macnewspaper: Pro
von Bertram Haller

Die MacNews Print Edition - macnewspaper, jaja. Mein erster Gedanke, als diese neue Zeitschrift angekündigt wurde, war "jeder darf sein Geld verbrennen wie er mag". Dann habe ich mir aber mal ein paar Ausgaben besorgt (zum wohlfeilen Preis von 1,50 Euro) und sorgfältig durchgesehen. Die Überraschung war riesig - denn anders als erwartet, fand ich das Zeitungs-Layout im Gegensatz zu den Magazinen wirklich gut! Das ist übersichtlich gestaltet, da kenn ich mich aus. Beginnt schon ganz oben: "gültig vom ... -nächste Ausgabe erscheint am ....". Sehr fein, nur der Claim drunter hinkt irgendwie: "macnewspaper. Die Zeitung für den Mac. Größer. Eleganter. Aktueller."

Ein Problem ist die Aktualität. Die gut abgelegenen Nachrichtenbeiträge von MacNews füllen ja schon das Glanzpapier der MacLife, also hat man sich das hier gespart. Trotzdem wirken einige Beiträge etwas staubig, aber es sind nicht viele. Sollte der Leser die Quintessenz des Beitrags schon kennen, so bemühen sich die Redakteure, einen gewissen Mehrwert reinzubringen. Die Folge sind längere Beiträge, die sich sehr fein lesen. Ich habe mit Freude jeden Beitrag gelesen und war intellektuell nicht überfordert. Macnewspaper verarscht nicht zugunsten von 300 Druckvorstufenprofis seine restlichen Leser, sondern bringt "Texte für das Volk". Historische Mac-Modelle oder amüsante Geschichten aus dem Leben von Steve Wozniak, das ist genau die Sorte Beitrag, die den durchschnittlichen Freak interessiert. Die Themenwahl ist nicht wirklich neu, Ähnliches hat man schon öfter gelesen, aber sind die wirklich guten Konzepte etwa neu? Macnewspaper bietet darüber hinaus einen wirklich satten Veranstaltungskalender, bei dem man sich in der D-A-CH Wüste gleich nicht mehr so allein fühlt, und den unvermeidlichen Kleinanzeigenteil. Apropos Anzeigen: macnewspaper ist kein ganz arger Inseratefriedhof. Klar, die ganzseitigen Werbungen der üblichen Verdächtigen Gravis oder Comspot fehlen nicht, aber sonst ist das Layout nicht zerrissen durch zu viel Werbung - immer verglichen mit den Monatsmagazinen. Für meinen Geschmack immer noch zu viel, aber das Projekt soll ja überleben, keiner will wirklich Geld verbrennen - siehe oben.

Dankenswerterweise fehlen die Trotteltests. Es gibt leider in der deutschen Medienlandschaft den Wahn, alle Produktvergleiche nachhüpfen zu müssen. Wenn die c´t einen brauchbaren und ausführlichen Test von Digitalkameras macht, kann man sicher sein - alle kleineren Magazine hüpfen es nach und machen auch einen. DAS INTERESSIERT KEIN SCHWEIN MEHR! Das kann man alles im Netz nachlesen, sofort in die Webshops nachschauen gehen, billige Exemplare auf eBay suchen und sich ausführlich eine Meinung bilden. Es ist eine Beleidigung der Leser, seit Jahren alle zwei Monate den Digicam- oder Druckertest zu machen. Füllt den Magazinen schön die Seiten, freut die Werbekunden und langweilt die Leser ziemlich zu Tode. Danke macnewspaper, das bleibt uns bei Dir erspart. Manchmal gibt es download-Tipps mit Rating, aber da geht es um Freeware und nicht um die ewig gleichen Hardware-Stücke.

Blattlinie: "Wir mögen unsere Macs!" Man kann sich schwer vorstellen, dass macnewspaper bei skandalösen Lieferfristen den Proteststurm anführt, der dann in Feldkirchen eine Petition aufs Grafiktablett nagelt. Es ist aber auch die Frage, ob das gewünscht ist, macnewspaper ist ja nicht die taz der IT-Branche, sondern ein Nischenblatt für Macintosh-Freaks. Die Macher haben sich da eine schwierige Sache vorgenommen, eine Zeitung mittenrein in drei etablierte Magazine zu setzen ist ein mutiges Unterfangen. Wenn mir im Bahnhof nur mehr kurz Zeit bleibt, werde ich zur macnewspaper greifen. Es ist ein ausnehmend gut gemachtes Blatt für den Mac-Freund, der es ein wenig frischer mag und sich die essentiellen Informationen aus dem Netz holt. Die macnewspaper kann nicht die Lektüre einer Nachrichtenseite ersetzen, dazu fehlt ihr noch mindestens ein wichtiger Bestandteil: die "Trollkolumne".

?

Kommentare

Tja, war wohl nix

Von: Borbarad | Datum: 13.12.2003 | #1
Also ich denke das die Grundidee gut war und auch so die ersten 3-5 aussgaben gut waren, aber dann hat denen wohl die Unlust gepackt. Die letzten Ausgaben waren mehr als flach und vor allem viel zu viel aus der MacLife geklaut wurde.

Aber für die schnelle aufm Bahnhof gehts noch ;)

B

ich freue mich auf die restlichen serienteile

Von: m | Datum: 13.12.2003 | #2
Interessante Idee, den Blättermarkt mal zu durchforsten. Auch wenn naturgemäß der erste Teil noch allein in der Wüste steht: Man greift den kleinsten der Riege an, bin gespannt also, was an den Schwergewichten gelobt und bemängelt wird. Wobei ich die pro-contra einteilung eigentlich gut finde: Denn nur meine eigenen Vorlieben nachlesen will ich eh nicht. Was mit trotzdem fehlt, ist eine kleine Liste, vielleicht mal Prozentual, was welcher Bereich im Inhalt ausmacht, fände ich interessant: Was ist den aktuell, was ist nur Test, was ist usw. - wäre doch eine Idee fürs Ende der Serie.

Zur Macnewspaper: ob sie ein weiteres Jahr überleben wird, weiss keiner. Ich mag sie, vom Format, vom Inhalt. Auch wenn dieser oft dünn ist - andererseits hab ich jede Maczeitung an einem Tag (respektive eine längere Zugfahrt ohne Powerbook) durch. Die Produktovorstellungen von z.B. software haben mich immer eher gestört, bei neuer Hardware ist es was anderes, da hab ich die MNP gerne gelesen. Sind die Artikel zu seicht? Manche. Der Zeitdruck ist für einen kleinen Verlag mit wenigen Mitarbeitern vielleicht wirklich das Hauptproblem. Man bekommt spät die Exemplare und soll dann schnell was aus den Fingern saugen --

ich glaube ja an das Konzept einer regelmäßigeren Zeitschrift als einmal im Monat. Mir wäre ja auch wöchentlich recht. Wirds aber nie geben. Zumindest nicht von Falkemedia - denn die sind wohl, meine Einschätzung - zu klein für so ein Projekt.

@ Bert

Von: peter | Datum: 13.12.2003 | #3
Die "Trollkolumne" können doch dieGuardians übernehmen ;-)

Ansonsten stimmen die "pro´s" sowie die "contra´s".

Weiter so ...

Gruß

Peter

Computerzeitschriften sind tot...

Von: macixus | Datum: 13.12.2003 | #4
...sie wollen's nur noch nicht so recht wahr haben...

Am lesenswerten Pro-/Contra-Beispiel eures ersten "Opfers" - dem macnewspaper - lässt sich meine These schon ein wenig erhärten: es stimmt schon - nichts ist so langweilig wie die Nachricht von gestern. Erst recht gilt das für Computernews und am "rechtesten" gilt das für Mac-News.

Die wenigen Neuigkeiten und Nachrichten der kleinen und feinen Mac-Gemeinde sind spätestens 30 min. nach ihrem Erscheinen auf jeder der kleinen und feinen Mac-Sites verbreitet und meistens auch schon kommentiert (am Rande bemerkt: da sind die online-macnews meistens vorne dran, Respekt!).

Wen also sollen und wollen Computer-Magazine noch bedienen?

Den Schrauber und Löter, der Bilder von der Wärmeleitpaste sucht? Den Benchmarkfreak, der wissen will, ob sein Fuchsschwanz am höchsten hängt und am schnellsten flattert? Den Kaufwilligen von Hard- und Software, der seine längst getroffene "Bauch"entscheidung noch mal mit Zahlen, Daten und Fakten unterfüttern will?

All das und mehr gibt es im Netz - mit dem Nachteil des mühsamen Suchens und Sammelns. Wobei die kleine und feine Mac-Welt hier auch Vorteile hat: beides geht schon recht fix, aber oft noch nicht fundiert und aussagekräftig genug. Noch...

Und deswegen ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das erste "Nur-Online-Mac-Mag" erscheint, das sowohl fix als auch fundiert ist. Und selbstverständlich kann es das nicht für lau geben - die entsprechende Redakteursarbeit muss entlohnt werden, dafür spart man Papier und Vertrieb und das ergibt einen Online-Abo-Preis von 3 - 5 Euro je Monat. Ja ja, ich weiß, das leidige "Premium"-Thema - aber auch die Macwelt ist bislang auf halbem Weg stehen geblieben, weil ihr der Mut zum ganzen Weg (noch?) fehlt.

Jetzt muss nur noch einer der verbliebenen dreieinhalb MacMags den Mut zu diesem "ganzen" Schritt haben, bevor meine Ausgangsthese (Computerprintmags sind tot, sie wissen's nur noch nicht) schneller wahr wird als wir Macuser das wollen sollten.

Hat sich was mit News im Paper...

Von: cab | Datum: 13.12.2003 | #5
...da stimme ich voll zu. Denn alles ist mehr oder weniger lang im Internet verfügbar, meist fundierter und ausführlicher als von jedem Mac-Magazin, egal ob nun zweiwöchentlich oder Monatlich, alt ist alt und mies recherchiert ist mies recherchiert!
Wenn ich mir ansehe, wie gründlich und fundiert Artikel von Kai hier sind, dann ist das was die Mac-Gazetten da abliefern das Niveau aus der 3. Klasse Grundschule, Thema Computer: "Mein Mac ist super. Punkt. Name Klasse Datum, fertig!"

Es soll ja mal Zeiten gegeben haben, da wurden neue Produkte, Soft- wie Hardware von einem Testlabor gründlichst auseinandergenommen und auf Praxistauglichkeit geprüft, Verbesserungsvorschläge gemacht und andere gleichwertige Alternativen gesucht. Heute dagegen finde ich sowas gar nicht mehr, da wird nur das geschrieben, was eh schon jeder kennt und ein wenig dünn darum geschrieben, Interviews mutieren zum Dampfgeplauder und Tests zur 1:1 kopierten PR-Mitteilung. Das wird dann aber als "eigene Recherche" tituliert und dafür wird Geld verlangt, wie bei der Macwelt online neuerdings.

Gedruckte Zeitschriften sind ja nicht wirklich tot, aber in der Form in der sie gerade sind, schon! Es gäbe noch viele Verwendungszwecke dafür, aber wenn man sich lieber an der "PC Praxis, sponsered by data Becker" orientieren will, wirds halt nix. Ein wenig Mühe muss man schon verwenden, sonst wirds nix.

Die Märkte bedienen, die andere nicht abdecken können...

Von: tomvos | Datum: 13.12.2003 | #6
Früher habe ich mir auch noch regelmäßig Mac Zeitschriften gekauft. Aber in letzter Zeit finde ich die einfach nicht mehr lohnenswert.

Wie mein Vorredner ist mein erster Kritikpunkt die Kritiklosigkeit, die gegenüber Apple Hard- und Software gezeigt wird.

Außerdem erwarte ich von einer Zeitung, dass die Informationen detailierter als von einem Online Magazin sind. Ich finde, das ist der Markt, den Zeitschriften abdecken sollen. Infohappen gibt's umsonst im Internet - aber für etwas vertiefende Infos nehm ich gerne ein Zeitschrift oder ein Buch. Und gerade hier sind Bücher oft nicht aktuell genug.

Also, an alle Zeitschriften: Bringt mehr Workshops und Hintergrundartikel - geht weg von den Konkurrenzkampf mit Online Publikationen.
Ach, und wo ich gerade bei Workshops bin - es gibt durchaus Menschen, die KEINE Folge 1234 des Photoshop Kurses brauchen...

Thomas

Wieviel redaktioneller Inhalt überhaupt?

Von: Marvin | Datum: 13.12.2003 | #7
Klasse! Großes Kompliment! Endlich redet mal jemand Klartext -- sowohl für die Kontras als auch für die Pros. Das ist ein Niveau, dass euch von allen Magazinen abhebt. Ich wäre froh, wenn die Magazine gleichfalls fundiert und offen (!) berichten würden. Siehe beispielsweise euer Elgato-Test (BTW: wann kommt der nächste zum EyeTV 400?) oder euer Notepad-Vergleich. Danke!

So, genug gebauchpinselt ;-)

@m
Interessant wär´s für mich, wie groß überhaupt der redaktionelle Anteil in den Magazinen ist. Also letztendlich, das wofür ich bezahle. Was bezahle ich eigentlich für ´ne redaktionelle Seite, wenn man mal alle Presseinfos (kennen wir ja bereits von MacGuardians, Macnews...), Sharwarevorstellungen (=Werbung), Produktvorstellungen (auch wenn´s teilweise Text genannt wird, auf 1,5 Seiten kann man nur vorstellen, nicht testen!), Tipps&Tricks (abgeschrieben aus den Mac-Foren) Anzeigen usw. abzieht?

Gute Idee, aber...

Von: RollingFlo | Datum: 13.12.2003 | #8
... dieses Pro&Contra-Konzept hat eben seine Schwächen. Eigentlich drückt man sich dabei nur vor einer sachlichen Bewertung und allzu oft werden Dinge aufgeblasen, weil man ja ein Argument für seine These braucht.
Das ist auch hier geschehen, oder ist das ernstgemeint mit dem Vergleich zum Layout der Zeit - wie dem Artikel ja zu entnehmen, einer der best gelayouteten Zeitungen der Welt? Vergleichst Du auch sonst immer alles zum absoluten Premium-Produkt? Preis egal, Ausrichtung egal, Markt egal, Leistungsfähigkeit egal. Logik die sich mir entzieht.
Zudem würde ein generöses Layout wie das der Zeit noch mehr Platz beanspruchen und weniger Raum für Text lassen.

Der Inhalt von MN ist so schlecht auch nicht. Sicher nicht herausragend, aber wenigstens ein bisschen anders als die Mac-Magazine. Das ist doch schon mal was wert. Wieviel soll jeder selbst entscheiden.


Zum Thema Zeitungen und die Zukunft:
Wenn das Web Zeitungen vernichten könnte, wäre das schon geschehen. Sicher, gerade bei den Anzeigen mussten die Zeitungen schwer bluten, aber Tatsache ist, dass sich keine Internet-Zeitung einen großen und gutausgebildeten Stab halten könnte, weder finanziell noch vom Image her. Glaubt ihr ernsthaft, Top-Journalisten würden in so ein Unternehmen gehen nach den Erfahrungen der letzten Jahre?
Wegen der schlechten Einnahmelage gibt es auch die MacWelt noch (als Zeitschrift) - von einem noch so umfassenden Premium-Account (also auch wenn er die Zeitschrift komplett wiederspiegeln würde), könnten die niemals überleben! Denkt auch mal an die Anzeigen. Hier ist im Web kaum noch was zu verdienen, und Arktis etc. werden wohl kaum ihre Kataloge für viel Geld als PDF auf eine Zeitungsseite setzen, wenn sie das genauso auf ihrer eigenen machen können.
Und dann; ein DDOS-Angriff und man kann Werbeeinnahmen zurückerstatten. Super!

Für Infobröckchen-Pu8blikationen mag es ja schwierig werden - das werden wir dann ja sehen, es gibt ja genug. Aber seriöse, gut recherchierte Zeitungen und Zeitschriften wird es noch lange geben, auch wenn sie vielleicht mal als ePaper-Abo kommen. Das Web dagegen hat nicht das Potential, Printmedien komplett zu verdrängen.

Nur-online-Magazin

Von: Jakob Stoeck | Datum: 13.12.2003 | #9
Es gibt ja schon ne Art nur-online-Magazin: mac-tv.de. Da kommen öfters lange Artikel, die Infos enthalten, die man sonst nicht so einfach findet. Noch dazu nehmen führen sie etwas ein, was man im Magazin-Bereich nicht hat: Videos, Interaktivität und Community.

Nein, ich bin nicht von Mac-TV ;)

MacGuardians sind auch auf bestem Weg zu nem Magazin würd ich sagen.

macnewspaper oder maclife ?

Von: Powersurge | Datum: 13.12.2003 | #10
Man kann sich auch die Frage stellen wie lange die maclife noch lebt?
Im Moment läufts bei der maclife noch gut.

Holt man sich jedoch die meisten News aus dem Netz dann ist auch die maclife überflüssig und sie kostet mehr als die macnewspaper.

Bin gespannt wie sich die Entwicklung beider tut . ;-)

grüsse an die macguardians

....surge....

Mac-TV verschenkt 1000 Filmflat

Von: Jörn | Datum: 13.12.2003 | #11
Wir verschenken ab Montag 1000 Filmflatrates für 2004.
Wer zuerst kommt mahlt zuerst.
Aber erst ab Montag, so lange muss noch gewartet werden.
Wir machen das, damit noch mehr Leute in den Genuss unseres Magazins kommen und nicht andere Newsticker lesen müssen.

Mac-TV verschenkt 1000 Jahresabos

Von: Jörn | Datum: 13.12.2003 | #12
Wir verschenken ab Montag 1000 Filmflatrates für 2004.
Wer zuerst kommt mahlt zuerst.
Aber erst ab Montag, so lange muss noch gewartet werden.
Wir machen das, damit noch mehr Leute in den Genuss unseres Magazins kommen und nicht andere Newsticker lesen müssen.

Mac-TV verschenkt 1000 Jahresabos

Von: Jörn | Datum: 13.12.2003 | #13
Wir verschenken ab Montag 1000 Filmflatrates für 2004.
Wer zuerst kommt mahlt zuerst.
Aber erst ab Montag, so lange muss noch gewartet werden.
Wir machen das, damit noch mehr Leute in den Genuss unseres Magazins kommen und nicht andere Newsticker lesen müssen.

@RollingFlo

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 13.12.2003 | #14
Ich habe den Vergleich mit der "Zeit" herangezogen, weil folgende Merkmale gleich oder ähnlich sind:

: Raster ist großzügig und bietet sich für aufgelockertes Layout an

: beide erscheinen im wöchentlichen Turnus (ob nun ein- oder mehr- ist da egal)

:beides sind Zeitungen

Ich habe ganz bewusst die "Zeit" genommen, eben weil sie, wie Du sagst, das "Premium-Produkt" ist. Wäre ich Verleger/Redakteur, dann wäre das mein Maßstab… immer nur das Beste ist gut genug… Mittelmaß können die anderen machen…

Das war doch nicht Jörn!

Von: Fenvarien (MacTechNews) | Datum: 13.12.2003 | #15
Das war doch nie im Leben der echte Jörn von Mac-TV. Es ist wohl mal wieder ein lustiger Scherzbold unterwegs.

Die Jörn-Postings sind Fake

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 13.12.2003 | #16
Hier hat wohl iMob alias Horst Manschuss, Münster, wieder zugeschlagen, vermute ich. Die obigen Postings stammen nicht von mir.

Meine Meinung zum Thema: Natürlich geraten die Zeitschriften durch das Gratisweb unter Druck, weil sie nun etwas bieten müssen, was den Wert des Gratisweb übersteigt. Früher reichte einfach die Grundversorgung an Informationen, heute ist genau das eine Ware, die man nur noch schwer verkaufen kann. Diesen Wandel hat kaum ein Magazin vorgenommen, daher kommen wohl schwierige Zeiten auf die Magazine zu.

Zweitens haben die Zeitungen ihr Info-Monopol verloren, und das hat eine wichtige Sache aufgedeckt: Die Redakteure sind oft nicht schlauer als ihre Leser. Die Tests sind keine, Kompetenz ist oft nicht vorhanden. Die Leser sind kritischer geworden. Davon profitieren echte Kompetenz-Zeitungen wie die ct, und das schadet allen anderen Zeitungen, die diese Kompetenzen nicht vorweisen können.

Ein echtes Magazin als Internet-Angebot wird es kurz- und mittelfristig nicht geben. Mit Texten kann man im Web kein Geld verdienen. Das liegt übrigens auch daran, dass Websites wie z.B. die MacGuardian von Inhalten anderer Leute leben, in dem Artikel geschrieben werden wie z.B. "In der heutigen c't ist ein Test vom neuen G4, und folgendes steht drin bla bla", und oft werden von den Nutzern der Foren ganze Artikel kopiert und gepostet, manchmal gar gescannt.

Mit Texten kann man im Web kein Geld verdienen, folglich gibt es auch niemanden, der in ein solches Projekt investieren würde.

Da haben wir den Salat: Das Web versalzt den Magazinen die Suppe, weil es die Messlatte erhöht hat und ihnen wichtige Inhalte komplett stiehlt. Die Magazine können aber nicht ins Internet, weil es dort nichts zu verdienen gibt. Ausserdem haben die Magazine keine erfolgreichen Konzepte für's Internet.

Meine Prognose ist, dass die Zeitschriften vor allem bei der klassischen Kaufberatung landen werden, weil das eine redaktionelle Leistung ist, die das Web mit den kostenlosen Sites nicht bieten kann, und weil für solche Inhalte auch eine Werbekundschaft existiert.

Was ich an allen Zeitschriften zu kritisieren hätte, ist eine gewisse Oberflächlichkeit und eine Tendenz, Banales zu schreiben, anstatt gründlich und fundiert zu sein. Ich weiß aber auch von Mac-TV, dass die langen, ausführlichen Inhalte jene sind, die am wenigsten abgerufen werden.

Was war an der Zeitung gut?

Von: Snoopy | Datum: 13.12.2003 | #17
Ich hatte mir wesentlich mehr von dieser Zeitung versprochen, was aber nicht eingehalten werden konnte. Wie auch, denn im Internet steht ja schon alles. Somit ist das alles nur ein warmer Aufguss dessen, was man sowieso schon gelesen hat. Die Interviews und Berichte fand ich interessant und gut gemacht.
ABER ich habe in einer Zeitung / Zeitschrift noch NIE so viele Fehler gesehen. Egal ob Rechtschreibung, falsche Spezifikationen von Produkten oder einfach nur falsche Überschriften... Das hat mich auch dazu veranlasst, das Abo zu kündigen und das Geld lieber in etwas vernünftiges zu investieren.

@macixus

Von: RollingFlo | Datum: 13.12.2003 | #18
Äh, ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber mit Deinem Argument (Online-Werbung so gut wie Printwerbung) haben sich schon viele verrechnet. Wenn Du den Neuen Markt beobachtet hast, weißt Du das ja.
Was ist an Online-Werbung schlechter?
a) sie nervt ungleich mehr und erweckt damit Antipathien
b) ganzseitige Anzeigen oder so etwas wie Prospekte sind gar nicht möglich, es sei denn man entnervt den Besucher völlig
c) ein Fenster ist gleich weggeklickt
d) jeder halbwegs informierte Anwender filtert Werbung mit weit über 90%igem Erfolg einfach aus

Es geht also nur ein Abomodell, und wer bezahlt will keine Pop-Ups sehen!
Rechne mal aus, was eine Redaktion wie die der c't (das einzig halbwegs seriöse IT-Magazin im Mainstreammarkt) mitsamt Layout und Illustrationen kostet, und Du wirst sehen, dass es ohne Werbung nicht zu finanzieren ist. Denke auch an den Tageszeitungsmarkt. Das Einbrechen allein der Stellen- und KFZ-Anzeigen hat manche so enorm gebeutelt das nur mit Kooperationen mit anderen Zeitungen das Überleben gesichert werden konnte.

Gut, setzt man den Abobetrag hoch genug, dann rechnet sich es vielleicht theoretisch irgendwann, nur wo ist da die Schmerzgrenze? 30 Euro zahlen die Menschen nur für Premium-Porno.

@Jörn Dyck

Von: iMob | Datum: 13.12.2003 | #19
Vorweg möchte ich klarstellen, dass ich obige Postings nicht verfasst habe. Ich denke, das dies leicht überprüfbar sein wird.

Mit deinem Posting hast du erneut Kundendaten, zu deren Schutz Mac-TV sich bei Vertragsabschluss verpflichtet hat, an Dritte weitergegeben. Das ist ein klarer Verstoss gegen das Datenschutzgesetz.

Wenn wir schon mal bei Vermutungen sind und diese auch öffentlich äußern, vermute ich einmal, dass du ein ziemliches Arschloch bist und dass du bei Macmotion deine Finger im Spiel hattest.

iMob

oh je

Von: Fenvarien (MacTechNews) | Datum: 13.12.2003 | #20
Wie komisch, dass iMob sofort zur Stelle ist, wenn jemand seinen Namen erwähnt. Sicher nur, weil er es zufällig gelesen hat ...

@Fenvarien

Von: iMob | Datum: 13.12.2003 | #21
Das ist überhaupt nicht komisch, lieber Fenvarien, weil ich sehr häufig und auch sehr regelmässig hier reinschaue, übrigens auch bei euch. Ausserdem bin ich informiert worden, dass hier eine Schweinerei gegen mich läuft
Dass du dich hier zu Wort meldest, ist allerdings schon eher merkwürdig und vielleicht mehr als zufällig.

Was knabbert an der Überlebensfähigkeit ...

Von: johngo | Datum: 13.12.2003 | #22
... der Print-Magazine? Natürlich der
Verlust an Aktualität im Vergleich zu
den Online-Informationsquellen. Wurde
oben ja genug erwähnt.

Aber es wurde nicht erwähnt, das ein
Mac-Info-Magazin schon per Anlage ein
Nischenprodukt ist. Da kommt eine ganz
grosse Gefahr daher (mein Lieblings-
thema ;) ) - der Marktanteil!

So erübrigen sich meiner Meinung nach
Vergleiche zur ct oder der Zeit.

Mac-Magazine kann man eigentlich nur
mit Mac-Magazinen vergleichen.

Gruss

johngo

Kann man nicht

Von: MacZeit ist mausetot | Datum: 13.12.2003 | #23
>Mac-Magazine kann man eigentlich nur
mit Mac-Magazinen vergleichen.<

Natürlich kann man ein Mac-Magazin mit Chip vergleichen. Man kann beschreiben wie jedes Magazin seine Zielgruppe bearbeitet und was sie über Computer zu berichten haben. Eigentlich müssten alle neutral über Computersysteme schreiben. Wir wir alle wissen, ist dies nicht der Fall.

Ciao!

Toni

alias MacZeit

@Fenvarien

Von: iMob | Datum: 13.12.2003 | #24
"Wie komisch, dass iMob sofort zur Stelle ist, wenn jemand seinen Namen erwähnt. Sicher nur, weil er es zufällig gelesen hat ..."

Du warst ca. 6 Minuten nach dem letzten falschen Jörn-Posting zur Stelle und du warst auch ca. 4 Minuten nach meinem Posting zur Stelle, das macht mich ziemlich stutzig ;)
Nur zum Vergleich, meine Reaktion auf das Posting vom echten Jörn kam nach ca. 45 Minuten.
Ansonsten hat man von dir hier in letzter Zeit wenig gehört, das ist mehr als merkwürdig.

Ich habe das Gefühl, dass hier jemand auf eine sehr plumpe Art und Weise versucht auf Kosten eines anderen ein mieses Spiel zu treiben.
Solltest du etwa der Troll sein?

Ok, Meinung geändert, und noch was zu iMob

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 13.12.2003 | #25
Wir haben ein wenig überlegt und finden die Idee vom gefakten Jörn eigentlich gar nicht so schlecht und werden in den nächsten Tagen, spätestens jedoch zur Macworld in SF ein spannendes, vielleicht grossartiges neues Feature bieten können.
Mehr wird aber noch nicht verraten !

@iMob: Du kannst uns mal sonstwo lecken.

@Jörn Dyck

Von: iMob | Datum: 13.12.2003 | #26
"Du kannst uns mal sonstwo lecken."

Ich kann dir ja mal meine Preisliste zuschicken ;)

Troll-Alarm! =)

Von: lars (MacGuardians) | Datum: 13.12.2003 | #27
Fenvarien, iMob, Jörn.

In unseren Kommentaren wird an niemandem rumgeschlabbert. Macht das bei Euch oder pre private-Mail aus - die dafür notwendigen Daten scheint ihr ja zu haben. Ich will jetzt auch kein geflame mehr hier lesen. Ende aus. Danke und einen schönen 3. Advent! Macht eine Kerze an, denkt darüber nach, warum es die Adventszeit gibt und lest in den grünen Archiven.
Gute Nacht.

.::lars::.

@ johngo

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 13.12.2003 | #28
Hi johngo, sicher hast Du recht, dass Aktualität die grosse Stärke des Webs und die grosse Schwäche der Magazine ist.

Aber: früher war ein Mac-Magazin der Draht zum Mac-Universum. Ohne Magazin saß man alleine da und hat sich gelangweilt. Deswegen fieberten viele von uns der nächste Ausgabe des Magazins entgegen. Es gab Zeiten, da stand auf der Titelseite plötzlich was von ganz neuen Macs! Wahnsinn!

Heute ist das alles anders. Das Mac-Leben findet im Web statt. Die Magazine sind nicht mehr die Schlagader der Community. Wenn Apple neue Macs vorstellt, sehen wir das als Live-Stream von Apple, und Steve selbst führt die Rechner vor. Die große Titelstory der Magazine drei Wochen später ringt einem nur noch ein Gähnen ab. nicht nur, weil sie zu spät kommen. Sondern auch, weil sie die zeitliche Verschiebung nicht genutzt haben, um weitergehende Infos anzubieten.

Die Magazine sind nicht nur weniger aktuell, wie Du ausführst, sondern sie haben auch nicht einen annähernd so direkten Draht zum User und zum Mac-Leben wie die Websites.

Die große Stärke es Web ist nicht nur, dass es aktuell ist, sondern dass es interaktiv ist. Jeder Leser kann auch Autor sein. Das macht die Sache so interessant.

Die Verlage haben auch das Problem, dass sie ein starres Arbeitszeitmodell haben. Wenn Apple am Freitag ein neues OS auf den Markt wirft, was passiert dann? Ein Artikel dazu erscheint am Dienstag auf macwelt.de. Womöglich noch als "Premium-Offerte" gegen Bares. Mittlerweile lief aber schon die Sondersendung von Mac-TV, gab's zwei Artikel bei den MacGuardians, und fünf aktuelle Meldungen bei MacTechNews. Und obendrein jede Menge Eindrücke von Anwendern. Das sind nicht nur viele Infos, sondern auch viel nett verbrachte Zeit für den Anwender.

Ein Omelett muss man braten, solange die Pfanne heiss ist. Am Dienstag ist die Pfanne nicht mehr heiss. Da jagen wir längst die nächste Sau durch's Dorf.

Die Magazine haben einfach eine bürokratische Art, ihre Leistungen zu organisieren. Mit einem 9-bis-16-Uhr-Job kann man gegen die Websites nicht bestehen. Deutschland hat womöglich die beste Mac-Web-Landschaft der Welt. Da muss man früh aufstehen, um aufzufallen.

Ich will die Magazine nicht schlechter machen als sie sind, und die Websites nicht besser, als sie es verdienen. Wenn sich die Magazine nicht ändern und gegenüber dem Gratisweb überzeugender werden, werden sie Marktanteile abgeben müssen. Eigentlich scheint es eine einfache Idee, ein Magazin mit den Vorteilen einer guten, aktuellen Website zu verknüpfen. Leider sind die Verlage genau daran gescheitert. Warum? Weil die Websites der Verlage einfach zu schlecht sind. Jeder 14jährige kann eine bessere Website machen als die von Macwelt, MacUP und Maclife.

Schon wieder einige Fake-Beiträge

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 13.12.2003 | #29
Ich darf bekannt geben, dass da oben schon wieder einige Beiträge unter meinem Namen gepostet wurden. Liebe MacGuardians, es ist relativ sinnlos, mich zu ermahnen, hier keine Troll-Scharmützel auszufechten, weil ich diese Beitrage nicht geschrieben habe und nicht schreibe. Die Schwäche liegt vermutlich im Kommentarsystem, welches es jedermann erlaubt, unter falschem Namen zu schreiben.

Mich hat noch keiner gefälscht :-)

Von: MacZeit ist mausetot | Datum: 13.12.2003 | #30
Lasst es so, MacGuardians. Das hier ist ein Fanzine. Fanzines machen Spass :-)

So langsam denke ich, Herr Manschuss will Ärger .

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 13.12.2003 | #31
Obiger Beitrag wo ich mich gegen angeblich gegen eine schwache Kommentarfunktion beschrere ist nicht von mir. Mac-TV würde so etwas auch nie in irgendeinem Forum klären sondern mit den Betreibern der Seite, per Email.

Obiger Beitrag kommt nicht von mir

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 13.12.2003 | #32
--

macnewspaper ist anders

Von: apoc7 | Datum: 13.12.2003 | #33
Ich kann die Monats-Magazine irgendwie nicht mehr sehen. Da steht immer der gleiche Kram drin - hab deshalb auch schon lange keine mehr gekauft. Als ich von macnewspaper hörte, gab ich ihr eine Change und war seit langem mal wieder begeistert. Sowohl das Format als auch "alle 14-Tage" fand ich gut. Das eine Zeitschrift nicht gleich von 0 auf 100% in zwei Ausgaben startet ist mir bewusst. Ich habe mal ein Abo für ein Jahr gemacht - mal schauen wie sie sich entwickelt.

Ich finde die Nachrichten zu lesen nett - klar ist mir alles bereits vom Internet bekannt, aber darum geht es ja nicht. Die Berichte sind okay, die Shareware-Berichte sind auch sehr gelungen. Vor allem der Veranstaltungskalender und die TV-Events finde ich gut.

Rechtschreibfehler könnt ihr behalten.

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 13.12.2003 | #34
kein Text

Ende

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 13.12.2003 | #35
Wer auch immer hier versucht, Schabernack anzustellen, ich werde ab sofort auf den Unsinn hier verzichten und nicht mehr antworten.
Demnach sind alle Postings von einem Jörn, auch Beiträge unter "Der echte Jörn (Mac-TV) " nicht mehr von mir.

@ iMob: Gib es einfach zu, du bist der Troll hier.

Obiger Beitrag kommt nicht von mir

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 13.12.2003 | #36
-----

Ich lach jetzt: ha-ha

Von: Horst (Manschus) | Datum: 13.12.2003 | #37
Bitte kommt mich holen!

Falls es jetzt noch Sinn macht, dem echten...

Von: johngo | Datum: 13.12.2003 | #38
... Jörn zu antworten:

Vollkommene Zustimmung - Heute ist alles
anders und das Web bedeutet die von Dir
beschriebene Herausforderung, Nur kostet
eben diese neue Herausforderung Geld. Und
Geld hat bei den Magazinen etwas mit der
verkauften Auflage zu tun. Und die kann
selbst bei bester Arbeit nie in Höhe einer
ct oder der Zeit liegen. Eigenen "tiefgreifenden"
Journalismus und aufwendige "Testsuites" sind
da nun einmal aussen vor.

Gruss

PS: Musst nicht antworten ... ich weis auch so,
das Du dies gelesen hast.



@ mac-zeit

Wie ich eben hier schrieb. Ab einem bestimmten
Punkt ist ein gutes Magazin nur mit viel mehr
finanziellem Aufwand zu erreichen. Man kann
mit wenig Geld gute Artikel schreiben. Man
kann aber ohne Geld wenige Fakten (Tests,
Recherchen etc.) präsentieren.

Ebenfalls Grüsse

Schade, sehr schade...

Von: macixus | Datum: 13.12.2003 | #39
...hätte eine interessante Diskussion "Online gegen Print" bei Mac-Magazinen werden können. Aber wie so oft reichen ein bis zwei Deppen in einem thread aus, den argumentierenden Rest zu vergraulen.

macloopapaer, MacLife und das Grauen ...

Von: macbeth | Datum: 13.12.2003 | #40
Ich bin jetzt schon gespannt auf eure Pro- und Contra-Meinungen zur MacLife, aus deren Zoo ja auch dieser Papiertiger namens macnewspaper stammt (das ich hiermit offiziell macLOOpaper taufe). Was ich am MacLife-Team bewundere, ist die Umtriebigkeit im Marketing-Bereich: Auf dem inhaltlichen und gestalterischen Niveau einer Schülerzeitung in den überfüllten Markt zu starten und dann mit viel Getöse und Gratis-Gravis-Abo-Deals die Auflage und die Anzeigenkunden-Attraktivität nach oben zu prügeln, dazu braucht man schon eine Menge Chuzpe. Allen Respekt. Publishing-Profis wie die Gründer von MacProfiler hatten leider nicht halb so viel Talent für die Selbstvermarktung.
Das Unangenehme ist nur, dass die MacLife bei aller vertriebstechnischen Professionalität inhaltlich nach wie vor derart amateurhaft ist, dass man sich einen Publikations-Führerschein wünscht: Wenn jedes Redaktions-Mitglied mindestens drei Sätze gradeaus schreiben kann, gibt's eine ISSN-Nummer, wenn nicht, muss die Zeitschrift wieder zur Schreibfahrschule. Die MacLife wäre durch jede Prüfung gerauscht. Die Texte - das Grauen! Verklemmte Schulaufsätze, wimmelnd von Schreib- und Ausdrucksfehlern, völlig unredigiert abgedruckt (kein Wunder, wenn die Redakteure selber Legastheniker sind). Die ganze Struktur des Heftes, die Rubriken, die Kolumnen - alles gewissenhaft geklaut von den "erwachsenen" Mac-Magazinen. Keine eigene inhaltliche Vision, kein Funke einer originellen Idee, kein journalistisches Feuer, nur eine auf Sparflamme gekochte Dosensuppe. Die Mehrzahl der Schreiber wird wahrscheinlich nicht mit Geld, sondern mit der Testkopie der rezensierten Software entlohnt. Oder einer Praktikums-Bescheinigung. Oder ein paar Rezensionsexemplaren: guck mal, du bist gedruckt worden, und hier ist dein Name! Kannst du der Oma zeigen!
Warum rege ich mich auf? Weil ich die MacLife seit einem halben Jahr im Briefkasten habe, als eine Art monatlichen Aufstoßens nach einem Computer-Kauf bei Gravis. Ich gebe zu, bevor ich das Ding wegschmeiße (CD in die gelbe, den Rest in die blaue Tonne), blättere ich es einmal durch, schaue mir die Bilder an (wow! wieder fünf 72dpi-Screenshots zur Druckerei gegeben!) und lese die Spiele-Rezensionen von Jürgen "Moorhuhn mal anders" Beck (ich interessiere mich einen Scheiß für Spiele, aber der Mann hat wenigstens ausnahmsweise einen souveränen Stil). Ich frage mich bei dieser Lektüre immer wieder, wieso es keinem deutschen Mac-Magazin in den Sinn kommt, sich gegen die Konkurrenz durch ein eigenes Profil abzusetzen. Da balgen sie sich um Marktanteile und unterscheiden sich doch nur in der Zahl der Druckfehler voneinander! Und wieso sind sie alle mit demselben streberhaften, freudlosen Ernst bei der Sache? Wo sind die Begeisterung, der Humor, die Kreativität, die Passioniertheit, die doch angeblich zum Mac-Lifestyle dazu gehören wie der Biss zum Apfel? Geht's nicht anders?
Es geht. Offenbar nur nicht in Deutschland. Die englischsprachigen Mac-Magazine wie MacAddict, MacUser und Macworld schaffen es jedenfalls, diese ursprüngliche Faszination zu übertragen. Selbst wenn es Profi-Themen sind wie eine QuarkXPress-Version oder ein dröger Excel-Workshop, lassen sich die Artikel immer noch unterhaltsamer lesen als diese schein-verjuxten oder fach-idiotischen Texte der deutschen Magazine. Die englischen Magazine haben den deutschen einfach dreierlei voraus: Spaß an der Sache, Meinungsstärke und das journalistischen Grundgefühl, das man dem durchschnittlichen Mac-Nerd halt nicht mit einem Wochenend-Seminar anerziehen kann.

Dazu zwei passende Links ins Archiv des Macnews-Forums (man beachte das Datum ...):
[Link] und [Link]

Meine Empfehlung: Entweder mit dem Kioskbesitzer seines Vertrauens den Bezug von MacAddict und MacUser verabreden oder völlig auf die gedruckte Klo-Lektüre verzichten und die entsprechenden Seiten im Internet ansurfen. Beispielsweise die MacGuardians! Die haben zwar wie alle Bekehrer und Zeugen Jehovas einen Sprung in der Schüssel, aber sie sind wenigstens passioniert :) Und sie können meistens sogar mehr als drei Sätze gradeaus schreiben - Kai natürlich ausgenommen ... ;)

m.

Ja, Joern, ist ja gut ;-)

Von: Bonobo | Datum: 14.12.2003 | #41
oder dachtest Du, "aller guten Dinge sind drei"?

;-)

Gruss, Tom

Volltreffer !!!

Von: RoB*-) | Datum: 14.12.2003 | #42
"Welche Zeitung geht denn freiwillig das Risiko ein, ihren Qualitätsjournalismus dadurch zu gefährden, dass der Leser das zweite Buch für eine Werbebeilage hält und fröhlich ins Altpapier befördert?"

100 %ig meine Meinung !
Mir ging 's genau SO !

Mac-Zeitungen

Von: TUL | Datum: 14.12.2003 | #43
Das Pro-und-Contra-Prinzip finde ich gut. Ich denke auch, dass an jeder der beiden Meinungen etwas dran ist, möchte aber doch eher Bert zustimmen.
Der Vergleich der "Zeit" mit MacLife hinkt etwas. Die Möglichkeiten sind hier und da ganz anders und das eine ist eine Fachzeitschrift, das andere ein Feuilleton. Ich finde auch, dass man der MacLife die eine oder andere Schwäche nachsehen sollte, denn es ist die einzige Zeischrift, die sich an den Privat-User richtet. Und ich möchte nicht in jeder Ausgabe einen Exklusivbericht über das Freistellen in Photoshop lesen (als Schnelllehrgang für den DTP-Lehrling). Wir wollen doch nicht vergessen, dass es auch noch ein paar Verrückte gibt, die den Mac privat nutzen.
Also, von der Breite der Themen her und vom Duktus fühle ich mich da eher aufgehoben.
Die rhetorischen "Paukenschläge" gehen mir oft auf die Nerven ("Wenn Apple nichts zu bieten hat, dann machen wir eben den Job von Steve Jobs").
Die MacNews Printed Edition hat mich allerdings etwas enttäuscht, weil da wünschte ich mir manchmal etwas mehr Feuilleton-Stil. Mit den Internet-News-Seiten können die eh nicht mithalten. Und ich möchte auch nicht den 150.Beitrag lesen, in welchem Kuhstall noch ein Mac rumsteht. Da wären vielleicht mehr Kolumnen besser am Platz. (Zum Beispiel find ich die Kolumnen in der Macup von Sönke Jahn immer Spitze)
Zu der Diskussion Internet vs. Print: Natürlich ist das Internet immer aktueller, aber jedes Medium hat seine Existenzberechtigung. Auf der letzten Macup-CD waren Märchen von H. Chr. Andersen als pdf drauf. Grrr... Wer will Literatur am Bildschirm lesen?? Und es ist für mich auch immer ein schönes Gefühl, eine Zeitung beim Frühstück zu lesen. Eine gute Zeitung riecht auch gut und passt gut zu frischen Semmeln.
So, und bevor mich jetzt wieder Glubschauge abholt und als doof beschimpft, versichere ich, alle Beiträge zuvor aufmerksam gelesen zuhaben und mach ich mich lieber davon.

Tschö

TUL

Holla die Waldfeh...

Von: Maxefaxe | Datum: 14.12.2003 | #44
.. das Regenwetter schlägt wohl einigen derbe aufs Gemüt.

Am besten die Streithähne verabreden sich mal privat zum Weihnachtslieder-Singen :-)

macprofiler und maclife

Von: m | Datum: 14.12.2003 | #45
ich weiss eigentlich nicht, was in dieser diskussion die macprofiler und maclife zu suchen haben, um beide geht es im moment noch nicht. aber ich werde die richtigerweise angesprochenen problempunkte der maclife sicher nicht wegleugnen - nur im unterschied zur macprofiler kommt die mischung der maclife, nicht die sprachliche professionalität, eben besser an als alles andere. und KEINE maceinsteigerzeitschrift würde dem markt meiner meinung nach mehr schaden als eine falsche. ich lese nämlich neben dem netz sehr gerne auch offline. in zügen z.b.
deshalb wäre für mich eine zukunft von nur onlinemagazinen undenkbar.

lol - Mac-TV

Von: Marc | Datum: 14.12.2003 | #46
Hallöchen.

Also mal ehrlich Jörn, deine Mac-TV kacke ist wirklich das letzte. Ich weiß das das hier gerade nicht Thema ist, aber trotzdem.
Wie kann man sowas überhaupt machen? - Ihr seid zwei Deppen die über was reden was sie nicht einmal haben. Also wirklich...
Jörn, vielleicht solltest du das mit dem Internet und Mac-TV lassen, weil Fach bezogen ist keine deiner Sendungen. Die Idee News und Fachwissen über einen Stream zuverkaufen sehr gut ist. Jedoch sollte auch der Reporter das Fachwissen mitbringen. Mich würde auch Interessieren ob ihr merkt was ihr da macht und ob ihr euch auch die Shows, nach der Aufzeichnung anguckt?
Nenn mir einen Grund warum man bei dir ein ABO eingehen sollte? Nur einen....

Fazit: Jörn mach was anderes. Aber bitte mach die Deutsche Mac Szene nicht schlecht. kauf dir Bücher oder mach irgendwas anderes aber versuche einmal wirklich auf das Thema mit Hintergründen ein zu gehen.

@ Joern (den *wirklich* echten)

Von: Bonobo | Datum: 14.12.2003 | #47
Sorry Joern, da habe ich mal wieder zu schnell kommentiert (wg. "aller guten Dinge sind 3"), bin auf den Spinner hereingefallen. Peinlich, peinlich...

Schade, dass durch diese "offene" Kommentarfunktion jeder unter einem anderen Pseudonym posten kann... wird dadurch echt schwierig, eine vernuenftige Diskussion zu fuehren. Und ja, mein obiger Kommentar war auch nicht wirklich vernuenftig -- eher ein missglueckter Versuch, lustig zu antworten.

Herzlichst (und etwas zerknirscht),

Tom

Trolling

Von: Der richtig echte wirkliche Jörn (TV-TV) lebend und original | Datum: 14.12.2003 | #48
Bitte laßt das Buchstabengefurtze. Die Luft ist sowiso schon schlecht !!

Der "richtig echte wirkliche Joern"...

Von: Soeren Kuklau | Datum: 14.12.2003 | #49
...haette nicht innerhalb von einer Zeile so viele Fehler gemacht.

@JörnVerschnitt

Von: iMob | Datum: 14.12.2003 | #50
Tut mir leid, du bist ein Troll ohne Format,
eine Beleidigung für die ganze Zunft.

Geh spielen!

MacLife Mac Profiler

Von: TUL | Datum: 14.12.2003 | #51
@m

Dein Einwand ist natürlich völlig richtig. Es ging um Macnewspaper printed edition. Der Name ist übrigens schwer aussprechbar, irgendwie ungeschickt. Warum nicht "Mac-Zeitung". Ist doch die Einzige.
Ich hab so viel zu MacLife geschrieben (off topic), weil natürlich beide Blätter aus demselben Haus sind und auch die meisten der Redakteure (leider oftmals auch viele Themen).
Ich finde das alles in allem einen richtigen Versuch. Der MAC hat auch eine eigene Zeitung verdient. Aber IT-Nachrichten alle 14 Tage sind gerade im Computerbereich sehr gewagt. Das Netz ist schneller. Tests, die dann später auch in den Zeitschriften stehen?? Ne.. Ne Zeitung müsste meiner Meinung nach den Mut zu Kommentaren haben, nicht nur zum Mac, sondern zur grossen weiten Computer-Welt. Also doch, das was die "Zeit" in der Politik macht. Keine Nachrichten, sondern Feuilleton. Last doch ruhig mal den David Andel etwas mehr Kommentare schreiben. Ich liebe bei Zeitungen/Zeitschriften mitunter die 3. oder letzte Seite.
Aber alles in allem geb ich Dir recht. Für den Mac-Einsteiger gibt es eigentlich nur eine Zeitung, alles andere ist sehr nischenhaltig, will sagen Druckvorstufe, Grafik usw. Und gerade deshalb sind die auch bei allem, was mich mitunter etwas nervt, (s.o.) doch der Favorit. Das Layout - hey jetzt bin ich wieder bei der MacLife.
Die Macnewspaper printed edition hab ich mir zwei- oder dreimal gekauft. Aber im Moment ist das nur wie ein Ersatz für die neue Monatsausgabe der Zeitschrift. Mehr Zeitung Jungs. Mehr Kommentare, mehr Hintergrund-Artikel, keine Tests, keine News.
Maxefaxe@ Was das Weihnachtssingen angeht, da bin ich schon dafür. Ich bin eh in der Stimmung, wo meine Tochter gerade für das Krippenspiel probt. Nur alleine singt es sich halt schlecht. Und wer mit dem Stänkern angefangen hat, muss halt auch zuerst über die Leine springen. So ist das im Leben.
Ich hab auch schon oft Mist gebaut (und auch hier), aber mich meist auch entschuldigt, auch wenn es schwer fiel.

Tschö

TUL

Meine Meinung:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 15.12.2003 | #52
cws:
So sehr es mich dein Lob ehrt, so kann ich mich dir nicht ganz anschliessen was den Tod der Printmagazine angeht! ;-)
Ich recherchiere schon oft recht ausführlich damit ich keinen Scheiss schreibe (was man durchaus manchmal von den Prinmagazinen nicht behaupten kann, ich hab mich da auch schon oft gestört!) aber wenn man sich mal ein grösseres Magazin wie die MacWelt oder die C't oder sogar manchmal die CHIP anschaut so haben die doch einen Level, den Online-Magazine wohl nur sehr sehr selten (ArsTechnica! - und wie oft haben die schon neue Artikel?) erreichen - wenn überhaupt. Warum? Weil's sich die Magazine leisten können, einen absoluten Experten auf dem Gebiet für nen Artikel zu holen. Das macht die C't regelmässig, der grösste Teil der sehr spezifischen (und interessanten!) "Hardcore-Artikel" die sich voll einem speziellen Thema widmen werden von externen Leuten geschrieben, an deren Knowhow nahezu alle Online-Magazine nie hinreichen können. Dieses "Outsourcing" kann schon auch mal in die Hose gehen, wenn ich mich an die Konsolen-Artikel in der C't erinnere dann haben sie da ne absolute Pfeife verpflichtet, das war aber ein eher seltener Ausrutscher! ;-)
Das Web ist für solche extrem tiefschürfenden Artikel einfach zu schnellebig (sowohl auf Redakteurs- wie auf Leserseite!), und bezahlt werden wollen solche Leute ja schliesslich auch, und dummerweise funktionieren Bezahl-Onlinemagazine eigentlich fast nie wenn wir ehrlich sind... Schon gar nicht bei nicht-etablierten Magazinen, wenn die C't komplett online gehen würde würd's vielleicht anders aussehen!

Als Beispiel führe ich mal die Test von DVD-Rohlingen in der C't an: Die schicken die Rohlinge mal eben nach Schweden und lassen die von ner Spezialfirma auf Fehler beim Brennen checken und machen dann ne Grafik draus. Dazu gibt's alle nur denkbaren Messwerte und ganz am Rand erfährt man noch, wie ne DVD aufgebaut ist, warum das mit brennbaren Double-Layer-DVDs nicht so einfach ist und dass sich DVD+R von DVD-R eigentlich nur durch das Fehlen der Pre-Land-Pits unterscheidet (DAS wollt ich z.B. schon lange genauer wissen! ;-)..
Solche Tests findet man online einfach nicht. Ist einfach so. Den Aufwand kann sich keiner leisten, es dauert zu lange und die entsprechenden Kontakte oder das Geld hat man als Online-Magazin auch nicht.

Was die klassischen News angeht so sehe ich wirklich den Nachteil auch bei den Printmagazinen. Für alles, was schnellebig ist ist das Web am besten und man gähnt sich nur einen wenn's ein paar Wochen später in nem Printmagazin steht. Aber für alles, was tiefer geht werden Printmagazine auch weiterhin ihre Existenzberechtigung haben, denn hier ist Aktualität nicht so extrem wichtig! Ob ich nen Artikel über den Stand der Kryptographie in 2 Wochen lese oder heute ist doch eigentlich völlig schnurz!
Und mal ehrlich: Ich hab die C't selbst zu Zeiten, als das Netz noch nicht so populär war eigentlich schon nicht wegen topaktueller News gelesen! ;-)

...Und irgendjemand der hier lustiges Kasperletheater spielt kriegt hier definitiv nix zu Weihnachten vom roten Fettsack, weil er "very naughty" war... Soviel ist sicher!

Die Bastion der Printmagazine

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 15.12.2003 | #53
Kai, ich stimme Deinen Ausführungen prinzipiell zu. Aber ich möchte darauf hinweisen, dass Du ein zentrales Argument zugrunde legst: Geld. Den Vorsprung haben die Printmagazine, weil sie mehr Geld haben.

Die Frage ist: Brauche ich das Geld, um Inhalte einzukaufen, oder brauche ich Inhalte, um Geld zu verdienen? Wenn es einfach nur etwas Geld bräuchte, um Inhalte zu schaffen: Kein Problem! Es gibt genug Leute im Mac-Web, die Geld haben. Daran liegt es nicht, wenn die Inhalte bei den Websites eher simpel sind. Der Grund liegt daran, dass es im Web keine Bereitschaft seitens der Konsumenten gibt, Geld auszugeben. Wenn Steve Jobs ein 99-seitiges Interview bei Macwelt-Premium geben würde: Wer würde dort Mitglied werden? Nicht viele. Warum? Weil es genug andere kostenlose Inhalte gibt, die einem die Zeit genauso gut vertreiben; und wenn Steve was Wichtiges zu sagen hatte, wird man's schon irgendwie erfahren.

Wenn jedoch am Kiosk 250 Zeitschriften liegen, dann zahlt man selbstverständlich für das gewünschte Exemplar, zur Not aus dem gleichen Verlag wie die geschmähte Premium-Website, selbst dann, wenn einem wie immer die üblichen Druckertests entgegen gähnen.

Ich behaupte, dass es manchmal im Web sogar bessere Inhalte gibt als bei den Print-Magazinen, vor allem innerhalb des Mac-Marktes. Beispiel Panther: Die Print-Magazine konnten nicht im Entferntesten mithalten mit dem, was im Web geboten wurde (teilweise allerdings kostenfplichtig), als Panther herauskam. Trotzdem haben die Verlage von ihren meist läppischen Artikel zu diesem Thema mehr verkauft und mehr verdient als alle Websites zusammen.

Die Chefredakteure der großen Verlage berichten auch von diesem Phänomen (z.B. die Chefs von Focus, Spiegel, Stern, usw.). Die Leute bezahlen für Inhalte deswegen nicht, weil es im Web ist, und nicht etwa, weil die Inhalte nicht stimmen würden. Das führt dann zwar zusätzlich dazu, dass es wenige aufwändige Inhalte im Web gibt (für wen auch?), aber der Auslöser ist der Konsument und nicht die verarmte Redaktion.

Gäbe es im Web einen Markt für gute Inhalte, dann gäbe es auch sofort Anbieter.

Was die Konsumenten wollen, lässt sich ganz klar ablesen an dem, was wir momentan an Websites haben: Die Inhalte müssen schnell konsumierbar sein, müssen einen Unterhaltungswert haben, aktuell sein und vor allem gratis. Lange Artikel im Stil von ct oder Ars Technica sind für die Mehrheit der Surfer nicht interessant. Nicht im Web. Über mehrere Seiten hinweg eine einzige Sache zu vertiefen und komplexe Zusammenhänge zu verfolgen ist so ziemlich das letzte, was die User wollen. Klingt hart, ist aber so.

Ein großes Problem für jeden, der Pay-Content anbieten will, ist ausserdem eine gewisse selbstgefällige Doofheit der User, nach dem Motto: "Ich find' alles kostenlos, was ich wissen will, jetzt erklär' Du mir mal, warum ich Deinen blöden Pay-Content brauche" (allerdings meist formuliert mit zahlreichen Schreibfehlern). Es gibt massenhaft Leute, die tatsächlich glauben, sie würden durch die tagesaktuellen Pressemitteilungen und die Foren ausreichend gebildet. Diese selbstgefällige Doofheit (Copyright auf diesen Begriff wird gesichert) mindert auch die Verkäufe der ct, aber vor allem mindert sie die Chancen der Websites, die mehr als die Zeitschriften in Konkurrenz mit den Gratis-Websites stehen.

Weiterhin steht das Web noch am Anfang. Es ist für uns kaum vorstellbar, dass am 24. Oktober irgendein Mac-Fan auf diesem Planeten noch nie Expose gesehen hatte. Beim Panther-Tag bei Gravis war das aber bei sehr vielen Kunden so. Der ganze Panther-Hype im Web, der einem schon zu den Ohren rauskam, war an vielen Leuten vorbei gegangen. Die kennen nicht die MacGuardians (kann man das glauben?), auch nicht MacTechNews (ist das zu fassen?) und noch nichtmal Mac-TV (jetzt wird's mir aber zu bunt!). Wer weiß? In drei Jahren haben sich vielleicht die Abonnenten für Pay-Content im Web verdreifacht, oder gar verzehnfacht? Das könnte sich auch auf die Inhalte auswirken.

Noch etwas zur Macnews-Zeitung: Für eine echte tiefschürfende Computerzeitung gibt's einfach nicht genügend Macianer, die tiefschürfende Infos haben und bezahlen wollen. Eine Mac-ct kann es also nicht geben. Wo ist dann die Nische? Macwelt und Macup gibt's schon. Intellektueller darf man, wie gesagt nicht werden, auch wenn das deprimierend ist. Bleibt nur der Weg nach unten, oder eine radikal andere Themenwahl. Je mehr die Zeitung aber in die Gefilde der etablierten Magazine abdriftet, umso erfolgloser wird sie sein. Um erfolgreich zu sein, muss die Macnews-Zeitung das Spielfeld genau einhalten. Und wer definiert dessen Grenzen? Die etablierten Magazine. Sobald die MN-Zeitung nämlich einen klugen Themenkreis gefunden hat, werden die anderen Magazine diesen ebenfalls aufnehmen. Es liegt also auf der Hand, dass mit einem monatlichen Turnus eine starke Abgrenzung zu den vorhandenen Magazinen gar nicht richtig machbar ist. Die höhere Aktualität des 14tägigen Rhythmus und ein Themenkreis abseits von Druckertest und Photoshop-Workshop hätten eine Chance bedeutet, aber diese Chance ist dahin, weil der Werbemarkt nicht mitgespielt hat. Bedauerlicherweise hat die Redaktion nun ein Projekt an der Backe, welches so nie geplant war und so niemals begonnen worden wäre.

Das Problem…

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 15.12.2003 | #54
ist nicht, dass Leser im Netz nur leicht konsumierbare News wollen. Denn dass Leser auch lange und komplexere Texte lesen, dafür gibt es genug Beispiele.

Ich denke eher, dass viele Zeitungs-/Magazinmacher auf der Technnikschiene hängenbleiben. Wie wäre es denn, eine Zeitung zu machen, die tatsächlich feuilletonistischer daherkommt? Eine Zeitung, die vielleicht nicht so umfangreich ist wie die "mnppe", dafür aber echte Kommentare und Betrachtungen auch jenseits des Mac liefert? Wie oben von einem anderen Leser bereits skizziert: eine "Zeit" für die Macszene.

Ganz ehrlich: eine solche Publikation schwebt mir schon seit einiger Zeit im Kopf herum. Nur dafür braucht man richtig gute Schreiber… und Geld… am Golde hängt, zum Golde drängt doch alles…

Ich freue mich schon auf den gnadenlosen Verriss der Macwelt.

Von: Fehler 11 | Datum: 15.12.2003 | #55
Wenn ich einen Pro-Beitrag schreiben müsste, wäre ich jetzt schon fertig :-)

Ich darf das sagen, ich bin seit 1997 Abonnent. Aber ich bin schon völlig abhängig von meinem allmonatlichen Kick, mich über den 2.357sten Druckertest zu echauffieren oder die Häufigkeit der Worte "flott" und "aufspielen" zu kritisieren. Mein erster Versuch, das Abo zu kündigen war 1999...haut mich ja sonst keiner!

BTW: Wer wissen will, was geht, der gönnt sich wie ich den Mix aus [Link] http://www.macguardians.de/ [Link] http://www.heise.de/ [Link] http://www.appleinsider.com/ und [Link]

dinge die die welt nicht braucht

Von: imaginetics | Datum: 15.12.2003 | #56
danke, waere fast eine tolle diskussion geworden.... waere da nicht ein gewisser ipoebel, der es einfach nicht lassen kann....

@kai: eine authentifizierung fuer beitragsschreibende...... reden wir ja schon lange von.... wuerde das unser aller leben nicht einfacher machen?!

..."do they know its x-mas time again...."
imaginetics

peace on earth, everybody.... und ipoebel wuensche ich ein gehirn zu weihnachten....

Wo bitte sind Web-Angebote gratis?

Von: johngo | Datum: 15.12.2003 | #57
Aus der Sicht des Konsumenten gibt es
keine Gratis-Angebote. Wenn ich die
Informationsdichte einer ct oder auch
einer Mac-Zeitschrift im Web abrufen
möchte, dann habe ich garantiert das
gleiche Geld (Online-Account, Online-
gebühren/-zeiten, User-Verweil-Zeiten,
Strom, Verschleiss etc.) ausgegeben.

Nur die zur Verfügungssteller der Technik
(t-online etc.) sind im Moment so schlau,
sich den Kuchen zu praktisch Einhundert
Prozent selbst reinzuschieben. Solange
dieser Umstand so bleibt, werden
kommerzielle Informationsangebote eher
selten bleiben.

Ich habe nach mehr als 10 Jahren meine
Mac-Welt- und Mac-Up-Abos gekündigt.
Und stelle nun das komplette Geld der Online-
Community "zur Verfügung"! Leider - wie
ich es schon erwähnte - ist davon nichts
mehr übrig für "weitergehenden Bezahl-
service".

Gruss

johngo

@imaginetics

Von: iMob | Datum: 15.12.2003 | #58
Danke für diesen coolen Diskussionsbeitrag und für die liebgemeinten Wünsche zu Weihnachten.

Dir wünsche ich auch was zu Weihnachten, nämlich eine Brille für allzeit klare Sicht der Dinge.
Ich geb ja zu, ist nicht immer ganz einfach.

iMob

@Dirk

Von: Dunehopper | Datum: 15.12.2003 | #59
Dirk schrob: "...Wie wäre es denn, eine Zeitung zu machen, die tatsächlich feuilletonistischer daherkommt? Eine Zeitung, die ... echte Kommentare und Betrachtungen auch jenseits des Mac liefert?..."

Hallo Dirk,
es gab mal die Zeitschrift Konr@d, die so war, keine Mac-Zeitschrift, aber ein Blatt, das über Technik und Gadgets berichtet hat, aber eben auch über den technischen Tellerrand blicken konnte.
Nach etwa 10 Ausgaben wurde die Zeitschrift eingestellt. Interessanterweise wurde ich mal zu einer Befragung eingeladen. Von den 20 anwesenden Abonennten hatten 10 einen Mac! Wenn Du Konr@d mit Mac-Schwerpunkt meinst, bin ich dabei!

Gruß

Dunehopper

feuilletonistisch...

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 15.12.2003 | #60
Ging nicht ehemals das MacMagazin in diese Richtung?

die am boden liegen tritt man nicht

Von: folo | Datum: 15.12.2003 | #61
euren contra
-macnewspaper-artikel fand ich reichlich überzogen und unfair. ich sehe da auch nicht die kompetenz eine wirklich stichhaltige kritik abzugeben, komentiert bitte weiter macintosh news und verulkt von mir aus steve ballmer. gruß

denn wer hat die hässlichste deutsche macsite?

Von: folo | Datum: 15.12.2003 | #62
[Link] ;-)

@folo

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 15.12.2003 | #63
"ich sehe da auch nicht die kompetenz eine wirklich stichhaltige kritik abzugeben"

Welche Art von Kompetenz meinst Du denn, die Deiner Meinung nach fehlt?!

"euren contra-macnewspaper-artikel fand ich reichlich überzogen und unfair."

Was ist daran unfair, die Schwachstellen und die Widersprüche klar aufzuzeigen? Und was bedeutet bei Dir überzogen?

Werd' doch bitte konkret. Mit schwammiger Kritik kann ich nichts anfangen.

Antworten

Von: Der echte Jörn (Mac-TV) | Datum: 15.12.2003 | #64
An Dirk: Natürlich gibt es Leser, die lange Texte lesen. Nur sind es zu wenige. Wenn ich einfach die Schlagzeile von Macrumors abschreibe, habe ich mindestens die hundertfache Leserschaft. Lange Texte machen nur Sinn bei komplexen Themen, und je komplexer ein Thema ist, desto geringer ist die Leserschaft. Wenn die Texte zusätzlich bezahlt werden sollen, schrumpft die Leserzahl verständlicherweise weiter. Es lohnt nicht.

Was Web-TV angeht (ohne das Thema zu sehr verlassen zu wollen, aber es wurde mehrfach angesprochen, sodass ich mir eine Antwort erlaube): Es gibt eine Menge Leute, die Web-TV mit TV verwechseln und daher ein großes Studio mit 20 Mitarbeitern erwarten, sowie Moderatoren, die gleichzeitig kompetent, amüsant, sympathisch und attraktiv sind. Dazu in jeder Sendung drei aufwändig vorproduzierte Einspieler und Vor-Ort-Reportagen.

Nehmt den WDR-Computerclub, eine einfache Sendung, die leicht nachzuahmen sein sollte. Zwei Moderatoren reden über Computer und zeigen sie. Preisfrage: Mit wieviel Leuten rückt der WDR an, wenn vor Ort aus einer Schule oder Fabrik berichtet wird? Das Team hat 50 bis 60 Personen -- nur die Leute vor Ort. Jeder von ihnen braucht teure Technik. Der Ü-Wagen kostet 1 Million. Das Ergebnis ist eine reichlich gewöhnliche Sendung, nichts Besonderes.

Wer das für's Web erwartet (und dann auch noch für die kleine Mac-Plattform), hat einfach keine Ahnung.

Es ist leicht, Mac-TV zu schmähen, indem man den Unterschied zum TV anprangert. Es wird immer ein paar Leser geben, die auf eine solche Kritik reinfallen und Beifall klatschen. Das ist eine schnelle Beute für die üblichen Trolle. Man kann leicht behaupten, die Ursache für den Unterschied zum TV sei die Doofheit der Macher. Okay. Aber wer fair vergleichen will, muss Web-TV mit Web-TV vergleichen.

Und innerhalb dieser Liga bietet Mac-TV meines Wissens ein einzigartiges Angebot. Noch nicht einmal in den USA, wo Publikum und Budgets ungleich größer sind, gibt es etwas Vergleichbares. Der Grund ist, dass es verflucht schwierig ist und man viel Geld investieren muss.

Web-TV ist noch ein junges Pflänzchen. Hingegen sind die Printmagazine technisch und formal ausgereift, ebenso die Text-Websites. Die MacUP war am Anfang auch peinlich unprofessionell (aber nett), und die heutigen Websites brauchte auch einige Zeit, bis sich die heutige, professionelle Form entwickelt hat. Wer heute eine Zeitung oder eine Website aufziehen will, weiß daher genau, wie man es machen muss. Bei Web-TV ist das nicht der Fall. Es ist eine "Branche", die noch nicht professionalisiert werden konnte. Hochfliegende Träume gibt's jede Menge, aber sie zerplatzen schnell, wenn man die Realität kennen lernt. Selbst Unternehmen, denen es an Geld nicht mangelt, haben ihre Web-TV-Angebote eingestellt. Die CHIP hat's versucht und ist baden gegangen. Nur eines von vielen Beispielen. Und die hatten ein perfektes Studio und einen professionellen Moderator vom ZDF (Christian Spanik). Niemand weiß so recht, wie ein Web-TV "richtig" gemacht wird.

Mac-TV versucht nicht, eine klassische TV-Sendung zu machen, weil es nicht geht, und weil das auch inhaltlich der falsche Weg wäre. Das Web ist eben kein Fernseher. Wir versuchen, einen eigenen Weg zu finden. Unsere Sendungen sind z.B. interaktiv. Man kann die Moderatoren ansprechen, Fragen stellen und an der Sendung mitwirken. Ausserdem sind wir jederzeit live auf Sendung, wenn es nötig sein sollte. DAS sind die Stärken von Web-TV nach unserem Verständnis. Es sind Dinge, die der WDR-Computerclub nicht kann. Dort liegt unsere Chance, und dort finden wir Zuschauer, auch wenn wir keine Showtreppe haben und keine Moderatorin im Minirock.

Es ist eine einfache Entscheidung: Man kann schmollend vor dem Quicktime-Player sitzen, weil der Minirock nicht erscheint. Oder man kann sich über ein Angebot freuen, welches international im Mac-Markt einmalig ist. Viele Zuschauer tun dies, und es werden jeden Tag mehr.

@Jörn, welcher auch immer…

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 15.12.2003 | #65
Hallo Jörn, wenn Du denn der Echte bist…

Ich denke, dass der ComputerClub eine gewisse Geeknote hat und diese auch bewusst gepflegt hat. Aber von Geeks kann bei Mac-TV ja nun wirklich keine Rede sein.

Web-TV muss erst einmal mit Inhalt gefüllt werden. Reine bemühte Oberfläche langt nicht…

An Dirk

Von: Rolf K. | Datum: 15.12.2003 | #66
Dirk, das war eine reichlich überhebliche Antwort von Dir. Bei aller Sympathie für die grüne Seite: So wahnsinnig toll sind Deine Artikel oder die der MacGuardians auch wieder nicht, als dass Ihr Euch so aufs hohe Ross setzen könntet. Mac-TV vorzuwerfen, es sei eine Oberfläche ohne Inhalte ist sachlich falsch und das weiß jeder, der die Inhalte kennt. Gerade im Vergleich zu den Inhalten der MacGuardians, die, obwohl ich sie schätze, oft nur Surftipps und nette Schnipsel und Anekdoten sind. Schaltet mal wieder einen Gang runter.

kompetenz ist leserkompetenz

Von: m | Datum: 15.12.2003 | #67
wer ernsthaft die kompetenz abspricht, eine zeitung zu kritisieren, der hebt eine zeitung zu einem kunstwerk auf mit allen konsequenzen: keine leser, keine zeitung.

die einzige kompetenz, die ich benötige um offensichtliche probleme zu sehen, sind zwei augen und ein wenig licht, abends zumindest. die macnewspaper hat probleme, das ist offensichtlich. über design kann man natürlich auch und immer streiten, wobei ich in diesem bereich nur eine kompetenz habe; gefällt mir oder eben nicht. mit der mnp kann ich gut leben, aber da macht bei mir das meiste schon das zeitungspapier aus.

wann kommen eigentlich die folgeartikel? samstäglich? ich wünsche es mir.
michael

@Rolf K.

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 15.12.2003 | #68
Wenn Du genauer gelesen hättest, dann habe ich gesagt, dass Web-TV und nicht Mac-TV mit Inhalten gefüllt werden muss.

Alles, was ich Mac-TV "vorgeworfen" habe, ist die Tatsache, dass sie keine Geeks sind wie die Jungs vom WDR… Was für böser ein Vorwurf aber auch… ;-)

Ach übrigens: wieviele Artikel kennst Du denn von mir, dass Du Dir ein so entschiedenes Urteil erlaubst?

Macnews printed edition

Von: TUL | Datum: 16.12.2003 | #69
Also, ich bleib dabei. Eine richtig gute Zeitung ist durch das Web nicht ersetzbar (wie auch Bücher nicht).
Die Idee zu einer Zeitung find ich toll. Allerdings kamen mir die Ausgaben, die ich gekauft habe, immer etwas wie eine reduzierte Ausgabe der Zeitschriften vor. (Im Prinzip dieselbe Machart). Ne Zeitung müsste aber anders sein: eben mehr zum Lesen und weniger Bilder.

Tschö

TUL

Dirk

Von: such dir einen aus (außer iMob) | Datum: 16.12.2003 | #70
Lese mal dein Geschreibsel. MG sind ja nicht verkehrt, aber die Überheblichkeit nimmt (be)ständig zu.

Entweder weißt du nicht, was du schreibst oder du hälst den Leser für Blöde (beides ist nicht besonders schön).

Ich gebe dir mal ein Beispiel:

1)
Dirk ist ein Autor, der Artikel auf der WebSeite MacGuardians veröffentlicht.

2)
Das ist ziemlich schwierig, weil WebAutoren ziemliche Deppen sind, die sich vor lauter Selbstbeweihräucherung kaum konzentrieren können.

2 Aussagen, die nur auf den 2. Blick einen Zusammenhang herstellen. Und wenn ICH jetzt sage, daß ich nicht Dirk damit gemeint habe, dann ist das ziemlich unehrlich und hinterfotzig.

Fazit: Wenn du nicht willst, daß man Aussagen in Bezug bringen will, dann schreibe es auch nicht so.

Nimm die berechtigte Kritik wie ein Mann und verbessere deinen Stil oder nimm eindeutig und nicht hinterfotzig Stellung - dann sind die Fronten klar und niemand kann dir Falschheit vorwerfen.

@Tiefflieger

Von: Mittelfinger | Datum: 16.12.2003 | #71
Den Zusatz "außer iMob" hättest du dir sparen können, denn jeder weiss, dass iMob so einen Blödsinn nicht schreiben würde.

Konr@d/Zeitschrift

Von: Marc Maus | Datum: 16.12.2003 | #72
Etwas wie die Konr@d fehlt wirklich - als überzeugter Papiervernichter träume ich auch schon länger davon, ein Zeitschriftenprojekt auf die Beine zu stellen, das die Lücken (nicht nur im Mac-bereich) füllt. Als Stichwort: "Brand Eins" für Geeks.
Jaja, vor dem inneren Auge entsteht da etwas ganz Großartiges...
(Ich halte übrigens die Realisierung weniger für eine Frage des Gelds als des Willens).

Grüße,
Marc

@Marc Maus

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 16.12.2003 | #73
Leider scheitern solche Projekte sehr oft am Geld. Um alleine schon ein fotografisches Niveau wie bei Brand Eins zu schaffen, bedarf es korrekter Honorarzahlungen, die sich fast kein nicht unterstütztes Print-Start Up leisten kann… Und bis dahin wäre noch keiner der Schreiber bezahlt…