ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 265

Billigster eMac hat kein Modem!

Verärgerung bei Einzelkunden - wieder Kästchen mit Kabel

Autor: bh - Datum: 02.05.2002

Für die Vorstellung des auf den Bildungssektor ausgerichteten eMac hat Apple viel Lorbeerkränze gewunden bekommen - nun mischt sich erste Kritik in den Jubelchor. CNET News, nicht gerade unwesentlich für den US-Markt, bemängelt zweierlei: erstens ist der billigere eMac noch nicht im AppleStore verfügbar für College Studenten, zweitens betrug der Preis plötzlich 50 Dollar mehr. Damit konnten jugendliche Impulskäufer vorerst nur den eMac mit CD-RW/DVD Laufwerk um 1249 Dollar kaufen, nicht aber das erhoffte CD-ROM Modell um 999. Wieso 999 Dollar - der kostet doch 1049, sprach Apple. Die laut verkündeten Preise von 999 und 1199 Dollar gelten nämlich nur für Bildungseinrichtungen, nicht für Einzelkäufer. Für den Einzelkunden, der das College besucht, beträgt der Preis 1049 und 1249 Dollar. Apple begründet die Preisdifferenz mit der Tatsache, daß Bildungseinrichtungen ja größere Mengen kaufen, der Preis also gewissermassen ein vorweggenommener Mengenrabatt sei. Das dicke Ende kommt aber noch: der low-end eMac ist ohnedies für den durchschnittlichen College-Kunden nicht besondern geeignet - er hat kein Modem. Yup, richtig gelesen, Apple bringt einen Rechner ohne popeliges 56k Modem auf den Markt, weil das ja in den Schulgeräten nicht sinnvoll ist, die ohnehin nur im lokalen Netzwerk hängen. Ob das ein guter Schachzug war?

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