ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2652

High Noon in Print City

Mac-Zeitschriften-Showdown - Teil 2: Mac Life

Autor: wp - Datum: 21.12.2003

Hufe scharren nervös, Stiefel knirschen leise im Staub der Main Street von Print City (ja, ich habe mir die Freiheit genommen, von Printland auf Print City zu fokussieren - war mir zu großartig und fast schon tolkienesk, von wegen Schlacht um Print Earth oder so), die Umstehenden halten den Atem an. Ein neues Duellantenpaar ist aufgezogen: aufrecht und mit offenem Blick John Pro (Typ white anglo-saxon majority) und der schon auf den ersten Blick verschlagen und hinterfurzig wirkende Confucius Contra, offensichtlich ein Mestize mit asiatischen Wurzeln. Ja ja, Klischee komplett - es handelt sich hier bestenfalls um ein B-Movie. Die Spannung steigt ins Unterträgliche, der Regisseur lässt nur noch den "Amerikanische Standardgrille, heftig zirpend" Sound einspielen. Aber wer wirft sich da in die Schusslinie? Eine Lady, wie sich nach dem ersten Schreck erkennen lässt, sehr adrett und vornehm wirkend, aber vielleicht doch ein wenig aufgesetzt teuer und mit leicht halbseidenem Touch? Cassandra (oder war es Cassiopeia) MacLife, die jüngste Tochter von Germaine MacPrint - ein Raunen geht durch die Menge. Aber wer von den beiden Duellanten nun ein großherziges Einlenken erwartet hätte, sieht sich getäuscht: nun ballern sie los, mit warmen Worten von der einen und negativen Nörgeleien von der anderen Seite. Wie - kein Blut, keine Toten? Ach was, gesplattert wird woanders, die MacGuardians sind zwar hart in der Sache, aber weich ums Herz.

Mac Life: Contra
von Wolfgang Pohl

Bin ich berufen, kritische Anmerkungen zur Mac Life zu machen? Vielleicht nicht, denn ich kann meiner Einschätzung nur eine sehr begrenzte Wahrnehmung zu Grunde legen. Andererseits: Wäre ich ein regelmäßiger Käufer oder gar Abonnent, müsste ich doch ein Anhänger sein. Bin ich aber nicht. Dass sich zwischen der Mac Life und mir keine andauernde Beziehung entwickelt hat und es beim two-issue-stand geblieben ist, hat eben seine Gründe. Diese sind recht divers und möglicherweise eine Frage des persönlichen Geschmacks. Für jemand anders mag die Mac Life das ideale Blatt sein. Ich werde mich auf meine Erfahrungen beschränken.

Im Frühjahr 2003 besorgte ich mir zwei Ausgaben hintereinander: Bei Heft 3 interessierte mich, was wohl die MacLife zu den Neuheiten der MacWorld Expo in San Francisco 2003 schreiben würde, und von Heft 4 erhoffte ich mir insbesondere Erleuchtung über die Wahl der besten Methode, mit dem Mac die anstehende Steuererklärung abzufassen. Das Durchblättern des Inhaltsverzeichnisses vermittelte in beiden Fällen durchaus das Gefühl, dass sich der (recht heftige) Kaufpreis lohnte. Bei einer ganzen Reihe von Themen stellte sich ein "das ist ja ganz interessant" Gefühl ein. Doch dabei blieb es. Der eine oder andere Tipp ist vielleicht hängen geblieben, aber die nächste Stufe der emotionalen Verarbeitung eines solchen Magazins, nämlich ein "ja, das hat mir wirklich geholfen" stellte sich einfach nicht ein. Das Problem ist, dass ich gar nicht konkret sagen kann, warum das so war. Ein bisschen zu oberflächlich kamen mir die Berichte und/oder Workshops teilweise vor, oder zu gängelnd (also mit allzu konkreten Verhaltensempfehlungen, die vielleicht für Anfänger gedacht, aber für DAUs gemacht zu sein scheinen). Mir blieb am Ende zu wenig, was ich als Gegenleistung für den Kaufpreis ansehen konnte - where's the benefit?

Es wäre nun zu wenig, hier nur gefühlsmäßige Einschätzungen abzugeben. Denen ließe sich noch hinzufügen, dass mir das Layout der Zeitschrift nicht hundertprozentig gefällt: teilweise zu bunt, oft unübersichtlich. Es gibt aber durchaus auch konkrete Dinge, die mir unangenehm aufgefallen sind. Fangen wir an mit der Qualität einzelner Artikel. Die Mac Life ist sicher in toto nicht schlecht geschrieben, aber in den beiden gelesenen Ausgaben fielen einige Artikel deutlich ab. In denen haperte es immens mit der Rechtschreibung, sie lasen sich schlecht, sie verwendeten Anglizismen als Pseudo-Fachbegriffe, die ich bestenfalls als Jargon empfand. Wie kommen die da rein, habe ich mich gefragt. Und: Wieso hat das keiner gemerkt? Langsam aber sicher beschlich mich der Verdacht, dass es bei der MacLife an der redaktionellen Sorgfalt einfach mangelt. Auch Seitenverweise wie "siehe S. XX" zeigen, dass es hier beim letzten Schliff nicht perfekt gründlich zugegangen ist.

Problematisch sehe ich auch Dinge, die auf den zweiten Blick vielleicht gar nicht auffallen. Ein heikler Punkt bei Fachzeitschriften ist immer die Glaubwürdigkeit der Rezensionen. Vielfach muss vermutet werden, dass die Inserenten die Ausrichtung der Kritiken mitbestimmen. Im Computerbereich scheinen am ehesten noch die Zeitschriften des Heise-Verlages diesem Phänomen abhold, bei denen es dafür Grundtendenzen gibt wie bei der c't z.B. deren (mir sympathische) Linux-Freundlichkeit. Jede Mac-Zeitschrift (aber auch jede Mac-Website) muss sich der Frage nach der Kritikfähigkeit gegenüber Apple stellen. Die meisten Inserenten einer Publikation aus dem Mac-Sektor wollen nun mal Erzeugnisse von und um Apple verkaufen. Ein Interessenskonflikt ist immanent. Und so mangelt es meiner Meinung nach auch der Mac Life an Bereitschaft zur Kritik gegenüber dem kreativen Schaffen in Cupertino. Bei Rezensionen der Apple-Neuheiten von der MacWorld San Francisco 2003 fiel mir auf, dass überall Mängel erwähnt wurden. Aber: (fast) alle Produkte wurden mit 6 von 6 möglichen Punkten bewertet. Ein extremes Beispiel war ein Review zu Safari, der eine ganze Latte von Mängeln und Problemen auflistete, der Software aber dennoch die Höchstnote verlieh.

Auch andere Bewertungen fielen auf: Vier Begutachtungen auf einer Doppelseite, in den positiv/negativ-Listen zwischen 0 und 2 Mängeln (gegenüber 3 bis 4 Pluspunkten) - und alle hatten die gleiche (hohe) Bewertung (5 von 6 Punkten). Zwei Seiten weiter bekamen auch alle kurz-rezensierten CD-ROMs 5 Punkte, wobei es hier keine positiv/negativ-Listen gab und man auch dem Text nicht recht entnehmen konnte, warum die Bewertung so und nicht anders ausgefallen war.

Ob hier auch eher ein Mangel an redaktioneller Sorgfalt oder eher ein journalistisches Problem zu sehen ist, will ich nicht entscheiden. Auf der selben Problemlinie liegt aber, dass im Bereich Tipps&Tricks GRAVIS-Mitarbeiter als Hilfesteller mit herangezogen werden und gleichzeitig (beiden Heften) das GRAVIS-Macazin beilag und das Heft 3/03 auch noch eine ganzseitige GRAVIS-Anzeige auf der Umschlagrückseite zierte. Honi soit, qui mal y pense, aber mir ist das zuviel an Kooperation und Nähe zu potenziellen Objekten der journalistischen Arbeit.

Ich habe seitdem keine Ausgabe von Mac Life mehr gekauft und denke nicht, dass mir etwas fehlt. Ich habe Zugriff auf die c't, und wenn ich mal etwas mehr über Neuigkeiten von Apple und aus dem Mac-Markt wissen möchte, dann schaue ich erst mal, was die MacGuardians dazu sagen. ;-)


Mac Life: Pro
von flo

Die Mac Life habe ich nun schon ziemlich lange, fast von Anfang an. Warum? Das frage ich mich selbst von Zeit zu Zeit, denn für fachlich kompetente Informationen aus dem PrePress (nützlich für den Beruf) oder technisch detaillierte Tests (persönliches Interesse) ist die Mac Life sicher nicht die richtige Publikation - und die täglichen News, das hatten wir ja bereits im macnewspaper-Teil letzte Woche, holt man sich täglich aus dem Web. Vielleicht habe ich sie aber auch gerade deshalb, weil die Mac Life alle diese Bereiche größtenteils ausspart.

Denn: Was ich der Mac Life zugute halte ist, dass sie keine zweite Macwelt sein will und auch nicht zwanghaft bei anderen Publikationen räubert. Die Mac Life richtet sich an Mac-User, die keine Geeks sondern Fans sind, sich vielleicht nicht täglich im Web informieren, nicht extra das Datum der nächsten Keynote frei von Terminen halten und nicht auf Anhieb erklären können, was der Unterschied zwischen DDR-RAM und SDR-RAM ist. Was es ihr vielleicht anzulasten gibt ist, dass sie hier oft nicht weit genug geht - meiner Meinung nach. Für ein echtes Fanzine fehlt ihr die klare Stellungnahme oder, wie Dirk es vielleicht sagen würde, der feuilletonistische Touch.

Im Hinblick auf die Zielgruppe finde ich die Themenauswahl und -gewichtung mittlerweile recht gelungen. Der "AppleTalk" (aktuelle News) nimmt nur noch wenig Platz zu Beginn des Heftes ein, die Berichte über aktuelle Apple-Neuvorstellungen oder -Events sind Pflicht für eine Mac-Publikation, auch wenn einige die Nase rümpfen werden, da sie schon alles kennen. Der Schreibstil mag dabei oftmals etwas hölzern wirken, jedoch bleibt oft auch nicht mehr die Zeit, um ein stilistisches Meisterwerk zu fabrizieren. Andere Publikationen sehen da auch nicht besser aus.

Den größten Teil nehmen mittlerweile die Software-"Tests" ein, wenn man sie so nennen will. Diese sind selten länger als eine (Doppel-)Seite. Aus meiner Sicht ein gelungener Kompromiss. Viele der vorgestellten Applikationen kenne ich nicht oder nur vom Hörensagen. Über solche Programme brauche ich keinen detaillierten Mehrteiler auf 20 Seiten und drei Ausgaben. Ich will nur wissen, was dieses Programm kann (oder nicht), und dazu reicht eine Seite allemal.

Die Hardware-Tests haben glücklicherweise drastisch abgenommen. Die ewigen "ultimativen" Drucker- oder Scannertests hat mittlerweile (denke ich) jeder satt, und irgendwie steht ja doch nie das drin, was einem persönlich wirklich auf der Seele brennt.

Die diversen Workshops bieten im Allgemeinen einen recht guten Einstieg in die jeweils behandelten Programme. Mehr als einen Einstieg in die Materie darf man natürlich nicht erwarten. Wer dies allerdings der Mac Life negativ ankreidet, sitzt wahrscheinlich auch vor seinem Taschenrechner und beschwert sich darüber, dass man damit keine Texte schreiben kann.

Die Details: Dass die Mac Life im Spiele-Teil auch auf Beiträge der Kollegen von macinplay.de zurückgreift, finde ich lobenswert, da diese Reviews dann meist auch wirklich informativ sind. Ebenfalls gelungen finde ich die kurzen Statements der Autoren in der Seitenspalte - ich mag persönliche Stellungnahmen. Nur über die Bilder der Autoren sei ein Mantel des Schweigens gelegt. Haben die denn keine Digitalkamera? Seit Anbeginn aller Zeiten immer dieselben Fotos... Was vielleicht in erster Linie ein Marketing-Gag ist, empfinde ich als angenehm: Während zum Beispiel in der MacUp zig Seiten dem aktuellen Gravis-Katalog geopfert werden, liegt dieser der Mac Life einzeln bei. Das mag kein Killerargument sein, ist aber dennoch eine erfreuliche Tatsache.

Den größten Pluspunkt erhält die Mac Life aber für die vor über einem Jahr erfolgte Layoutüberarbeitung. Denn das starre Drei-Spalten-Raster im Blocksatz war zum Fürchten. Die jetzigen "dreieinhalb" Spalten (ohne Blocksatz) bieten wesentlich mehr Spielraum, der auch oft genutzt wird. Das jetzige Layout mag zwar nicht außergewöhnlich oder eine Neuerfindung des Rades sein (es erinnert schon stark an die MacUp), aber es ist allemal besser als zuvor und nett anzusehen.

Alles in allem halte ich die Mac Life für eine Zeitschrift, die ihre Zielgruppe recht gut bedient, selbst wenn man in vielen Details noch nachbessern könnte und einen weiteren Schritt machen sollte - mehr Magazin, mehr Lifestyle (wozu steckt denn das "Life" im Namen?). Dass sie dieses "Endstadium" noch nicht erreicht hat, sollte man ihr nicht unbedingt zur Last legen. Allerdings frage ich mich trotz überwiegend positiver Bewertung, warum die Mac Life fast aberwitzige 6 Euro kosten muss?

Kommentare

Schade …

Von: Anonymous | Datum: 21.12.2003 | #1
Hallo, Macguardians,

der Bericht über die Macnewspaper traf überhaupt nicht meine Meinung (was er beileibe ja auch nicht muss), aber ich fand ihn recht gut mit Fakten und Argumenten bestückt. Dies jedoch kann ich von diesem „Review“, welches meiner Meinung nach den Namen nicht verdient, nicht behaupten.

Wenn ein Redakteur in einem Artikel schreibt „Das Problem ist, dass ich gar nicht konkret sagen kann, warum das so war.“ und dann ein ums andere Mal rumeiert und weder die richtigen Worte noch die richtigen Beispiele findet, um seine nicht mal ansatzweise klar dargelegte These zu stützen, dann finde ich das inhaltlich schwach (siehe allein schon den exzessiven Gebrauch von „vielleicht“). Und dann ist es problematisch, genau dieselbe Schwäche einem anderen Blatt anzulasten, die man selbst an den Tag legt.

Auch die Pro-Seite konnte mich nicht überzeugen. Sie halte ich zwar für inhaltlich und argumentatorisch stärker, aber einen wirklich guten Überblick über die besprochene Publikation konnte sie (mir zumindest) nicht geben.

Schade, das könnt Ihr besser …

Grüße,

A. Nonymous

maclife ist leider sehr oberflächlich geworden

Von: Juergen | Datum: 21.12.2003 | #2
Die detalierten Beschreibungen neuer Programme und Shareware, weshalb ich MacLife abboniert habe, ist zu einem oberflächlichen Kauderwelsch verkommen.

ja, das liebe contra

Von: m | Datum: 21.12.2003 | #3
sollte nicht pseudo-fachchinesich kritisieren und dann selbst mit tollem ausländisch protzen, das absolut nicht inhaltsunterstützend verwendet wird.

ansonsten fehlen mir, wie oben vom leider anonymen besucher angesprochen, die fakten. warum bei diesem review nicht immer die mängel beim namen nennen? zumindest bezüglich safari gelingt es ja auch, unterwirft sich der nachprüfende rezendent einer möglichen eigenen nachprüfbarkeit.

im gegensatz zum mnp-ansatz haben wir hier leider das genaue gegenteil: karge meinungen, so dass eigentlich statt beider aussagen einfach bei contra ein daumenbild nach unten und bei pro eines halb nach oben genügt hätte. es scheint, als habe auch hier die journalistische sorgfalt gelitten. na egal, ich warte jedenfalls, wie die bewertungen zu den (hier angesprochenen) anderen werken ausfällt. bis dann ist es eigentlich eh sinnlos, diese artikel zu kommentieren... eigentlich ;)

@Manfred: Contra ohne Pro?

Von: Roland | Datum: 21.12.2003 | #4
Lieber Manfred,

danke für Deinen konstruktiven und fundierten Beitrag. Schade, dass Du nicht dazu gekommen bist, auch die "Pro"-Argumente zu lesen... 'Selektive Wahrnehmung' – die Tendenz des Rezipienten von Kommunikation, nur bestimmte Inhalte wahrzunehmen, d.h. solche, die seine eigenen Überzeugungen bestätigen, sie bestärken oder ihnen zumindest nicht widersprechen, und demgegenüber solche Inhalte, die ihnen widersprechen oder nicht entsprechen oder auch für ihre Überzeugungen irrelevant sind, nicht wahrzunehmen...
By the way: Vielleicht liegt es in der Natur der ganz bewussten (?) Lifestyle-Positionierung eines Magazins wie MacLife, dass es argumentativ so schwer zu fassen ist? Das gefällt (flo) oder gefällt eben nicht (Wolfgang). Mir gefällt's :-)

@Manfred…

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 21.12.2003 | #5
Ach lieber Manfred,

welche fehlende Argumentation eines Verrisses meinst Du denn? Hast Du den ersten Teil gelesen? War Dir das Contra nicht konkret genug? War da etwas schwammig? Vielleicht nicht "journalistisch" oder gar argumentativ genug?!

Du kennst ja die Nummer mit den Steinen… Wir haben nie behauptet, wir wüssten, wie alles richtig sei. Aber wenigstens versuchen wir, das, was uns stört, beim Namen zu nennen. Das aber scheint bei vielen Publikationen, ob nun Web oder Print, nicht auf der Prioritätenliste stehen…

Und das, was Du als Beliebigkeit bezeichnest, läuft bei uns unter Vielfältigkeit der Interessenslagen.

@ Bert

Von: Holger | Datum: 21.12.2003 | #6
Bert, die Kritik war sachlich vorgetragen und begründet. Ich finde nicht, dass man sie mit ein paar schnippischen und hämischen Worten abtun sollte. Damit gibst Du seinen Vorwürfen ja gerade recht.

Ist Manfred Manfred ???

Von: jochen | Datum: 21.12.2003 | #7
Aber ich möchte da nicht tiefer graben.

Meine Meinung:
Ich erwarte von MG keinen professionellen Journalismus wie beim ??? Ja, was soll als Vergleich herhalten.

Jeder ernsthafte Journalist wird seine Meinung mit einbringen. Die absolute Wahrheit ist nur ein Ideal.

Jochen

Falscher Ansatz..

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 21.12.2003 | #8
Wenn man deinen Ansatz zu ende denkt darf Kritik nur geübt werden von Leuten, die auf dem gleichen oder höheren Qualitätslevel angesiedelt sind. Das ist Schwachsinn hoch drei, denn es steht uns genau wie allen anderen Lesern besagter Publikationen zu, unser Urteil darüber abzugeben. Urteilen tut der Konsument und als solcher verstehen wir uns in dieser "Print-Showdown"-Sache. Und das ist genauso unser Recht wie das aller anderen Leser, die sich genau wie wir eine Meinung über eine Publikation bilden!
Ich muss kein Koch sein um zu wissen, dass mir das Essen nicht schmeckt!

Wir müssen uns auch den ganzen Tag Kritik wie z.B. von dir anhören. Löschen wir deshalb kritische Kommentare aus unseren Foren, weil der "gemeine Leser" (Die Kommentare sind bei uns anonym und für jeden zugänglich) ja zu einer Kritik "nicht qualifiziert ist"? Nein, das liegt uns völlig fern.

Zu Kritik muss man ein gewisses Mindestmass an Knowhow zu dem Thema was man kritisiert mitbringen, genau das ist es ja, was wir in MacMediawatch täglich bei vielen Publikationen anprangern. Ich traue mir doch zu behaupten, dass selbst wenn wir unseren Job hier freiberuflich und ohne "seriöse" Ansprüche und Ausbildung machen wir trotzdem sehr wohl das nötige Mindestmass an Knowhow im journalistischen Bereich vorweisen können...
MacGuardians ohne Emotion gibt's nicht, und solange das so ist werden wir wohl niemals deinen Masstäben für "seriösen" Journalismus gerecht. Aber weiss du was? Das ist uns eigentlich ziemlich egal! ;-) So lang uns die Leute gerne lesen machen wir genau so weiter wie immer schon... Wenn das mal nicht mehr so ist stellen wir das Projekt wohl eher ein als unseren Stil zu ändern, denn keiner ist hier finanziell darauf angewiesen (weil freiberuflich), wir müssen im Gegensatz zu anderen Publikationen die auf Leser oder Anzeigenkunden angewiesen sind nicht gefallen!

"Seriösen" Journalismus findest du dann halt anderswo. Z.B. beim Spiegel...

P.S.: Bitte, zitiere uns doch mal, wo wir "Anspruch auf den guten und wahren Journalismus" erheben... ;-) Kann mich nicht erinnern, diese Aussage hier jemals auch nur ansatzweise irgendwo von uns gelesen zu haben!

Wenn Manfred sich auch im Ton vergriffen hat...

Von: RollingFlo | Datum: 21.12.2003 | #9
... so hat er doch einen Punkt angesprochen, den ich teile.
Damit meine ich _nicht_, dass er Euch abspricht, professionelle Zeitschriften zu kritisieren - schließlich wäre es lächerlich, das nur anderen Profis zuzugestehen.

Allerdings fehlen auch mir klarere Aussagen. Ich kenne die macLife natürlich selber, aber für den Uneingeweihten bringt der Artikel wirklich nicht viel, dazu ist er viel zu unentschieden.

Wie schon beim macnewspaper-Test zeigt meiner Meinung nach auch hier das Pro&Contra-Schema seine Schwächen.
Zudem finde ich es etwas peinlich, zwei ältere Ausgaben als Testmaterial zu verwenden, wie das Wolfgang gemacht hat. Man kann doch mal zwei mal sehs Euro opfern, oder?

Viel sinnvoller fände ich einen schönen Artikel über die Grundausrichtung der Magazine, und einem objektiven Gesamturteil, in das die Meinung mehrerer Redakteure einfließt. Da könnte man dann immer noch die Einzelmeinungen, die vom Kompromiss zu stark abweisen, einzeln aufführen.

Denn das Fazit nach allen vier Tests ist doch eh schon klar: Keine Mac-Publikation am Markt überzeugt wirklich. Das weiß jeder, der sich etwas auskennt.
Da hättet ihr dann wenigstens einen ausführlichen Test mehrerer (aktueller!) Ausgaben machen können, der den Leuten wenigstens etwas die Suche nach dem am wenigstens schlechten Magazin erleichtert.
So aber bekommt man den Eindruck: Entweder man mag's oder nicht. Da muss man dann ja doch alles durchprobieren und selber entscheiden, also ist der Wert Eurer gutgemeinten Reihe leider beschränkt.

Tut mir leid, dass so sagen zu müssen, aber es ist eben meine Meinung.

6 Euro sind viel, aber die MacWelt kostet ja auch schon 5,40 (oder?) und MacLife kommt im Gegensatz zu dieser aus einem vergleichsweise sehr kleinen Verlag mit Herz für "Randgruppen" und hat auch nie einen Abonnenten-Stamm erben dürfen. Die Werbeeinnahmen dürften auch nicht so hoch sein und voilà, der Preis erklärt sich von selbst. Macht ihn natürlich auch nicht sexier.

ich gebe rolling flo recht...

Von: m | Datum: 21.12.2003 | #10
und muss trotzdem auch hinzufügen, dass die polarisierung von anfang an eines der deutlichsten stilmittel war. na warten wir mal auf die macwelt und macup, wie rolling flo richtig sagt, dann werden wir sehen, was diese reihe wert ist, die ich trotz alles mängel bisher gerne gelesen hab

@Cubist

Von: Dirk (MacGuardians) | Datum: 21.12.2003 | #11
Deine Logik - wir reagieren, daher scheint er Recht zu haben - ist schon abenteuerlich.

Manfred hat auf meine Nachfragen zu den Argumentationsketten der ersten Serie, im Speziellen zu meinem Contrapart, nicht geantwortet, sondern fröhlich weitergeschimpft. Kritik ist super, aber nur, wenn auch auf Nachfragen geantwortet wird. Ein kritisches Wort wird durch seine unkommentierte Weiterführung nicht richtiger…

Und nu?

Von: Kampf Katze | Datum: 21.12.2003 | #12
Ich habe euren letzten Bericht gelesen, und nun diesen. Habe auch geahnt, das nach der paper edition aus dem Hause falkemedia nun über die Mac Life her gezogen wird.

Aber was soll ich letztlich sagen. Die Pro Argumente sind richtig und übereinstimmen zum Großteil mit meinem Eindruck über die ML. Aber auch die Contraargumente sind zutreffend.

Vor allem die Rechtschreibgeschichte ist immer wieder ein umfangreiches Thema im Mac Life Forum. Darauf hin kommt dann immer ein Statement der Redaktion und natürlich mit der Aussage, dass es einem Leid tue und man sich darum kümmert. 12 Ausgaben später ist jedoch alles beim alten geblieben oder evt. noch schlimmer?

Ebenfalls zum Contra zähle ich die nicht volendeten Berichte. Sie brechen einfach ab, es fehlt das "Happy End" und wie der Author des hiesigen Contra Textes sagte, der gewisse AHA Effekt. Nun habe ichs geschnallt usw.

Zum pro zähle ich das scheinbar gut gelaunte Team an Schreiberlinge. Abgesehen von den Fotos, die den Leser eher umblättern lassen.
Aber die Texte lesen sich gut und einfach. Man muss nicht ein Lexikon aufschlagen um zu kapieren, von was da geredet wird. Und man findet auch keine ständigen Druckertests vor, die aus dem Profesionellen bereich stammen, denn ich plane wirklich nicht, für über 1000 Euro nen Drucker zu kaufen. Letztlich kaufe ich ja eh immer das, was mich zuerst beeindruckt hat. Da kann Epson noch so gute Kritiken und Pluspunkte bekommen.

Es wäre wohl ein guter Kompromiss zu sagen, dass man MacUp, Mac Life und Macwelt einfach auf einen Haufen werfen sollte. Das Heft kostet dann zwar 12 Euro, ist aber entsprechend Kompetent und beinhaltet für jeden etwas. Soweit solls aber bitte wiederum auch nicht kommen. Denn ich mag Macwelt und MacUp nicht wirklich gut leiden. Mitunter kosten sie auch nicht erheblich weniger als die ML bei wesentlich mehr Werbeinhalt. Oder bilde ich mir das nur ein?

Und nu?

Von: Kampf Katze | Datum: 21.12.2003 | #13
Ich habe euren letzten Bericht gelesen, und nun diesen. Habe auch geahnt, das nach der paper edition aus dem Hause falkemedia nun über die Mac Life her gezogen wird.

Aber was soll ich letztlich sagen. Die Pro Argumente sind richtig und übereinstimmen zum Großteil mit meinem Eindruck über die ML. Aber auch die Contraargumente sind zutreffend.

Vor allem die Rechtschreibgeschichte ist immer wieder ein umfangreiches Thema im Mac Life Forum. Darauf hin kommt dann immer ein Statement der Redaktion und natürlich mit der Aussage, dass es einem Leid tue und man sich darum kümmert. 12 Ausgaben später ist jedoch alles beim alten geblieben oder evt. noch schlimmer?

Ebenfalls zum Contra zähle ich die nicht volendeten Berichte. Sie brechen einfach ab, es fehlt das "Happy End" und wie der Author des hiesigen Contra Textes sagte, der gewisse AHA Effekt. Nun habe ichs geschnallt usw.

Zum pro zähle ich das scheinbar gut gelaunte Team an Schreiberlinge. Abgesehen von den Fotos, die den Leser eher umblättern lassen.
Aber die Texte lesen sich gut und einfach. Man muss nicht ein Lexikon aufschlagen um zu kapieren, von was da geredet wird. Und man findet auch keine ständigen Druckertests vor, die aus dem Profesionellen bereich stammen, denn ich plane wirklich nicht, für über 1000 Euro nen Drucker zu kaufen. Letztlich kaufe ich ja eh immer das, was mich zuerst beeindruckt hat. Da kann Epson noch so gute Kritiken und Pluspunkte bekommen.

Es wäre wohl ein guter Kompromiss zu sagen, dass man MacUp, Mac Life und Macwelt einfach auf einen Haufen werfen sollte. Das Heft kostet dann zwar 12 Euro, ist aber entsprechend Kompetent und beinhaltet für jeden etwas. Soweit solls aber bitte wiederum auch nicht kommen. Denn ich mag Macwelt und MacUp nicht wirklich gut leiden. Mitunter kosten sie auch nicht erheblich weniger als die ML bei wesentlich mehr Werbeinhalt. Oder bilde ich mir das nur ein?

Sorry fürs Doppelposting....

Von: Kampf Katze | Datum: 21.12.2003 | #14
Safari sagte mir immer, der Text wurde nicht abgesendet da der Inhalt Null Beträge oder so was ähnliches beinhaltet hätte. Und es wurde dennoch abgesendet.

Will ja nicht in die tiefe hier graben aber

Von: Marty | Datum: 21.12.2003 | #15
irgendwie finde ich seltsam hier. Da postet einer eine Kritik mit einem mehr oder weniger bekannten Nick, dann kommen ein paar unbekannte ,von denen man noch nie was gelesen hat die den Vorredner abwechselt stark kritisierend oder zur Seite stehen. Dazwischen sind dann noch die üblichen Schreiber hier die das sofort schnallen..oder nicht.

etwas enttäuschend

Von: karl | Datum: 21.12.2003 | #16
als jemand, der mehrmals am tag bei den guardians vorbei gesurft kommt, bin ich ein wenig enttäuscht:
- manfred hat die diskussion nur bereichert, die aussagen waren keinesfalls beleidigend oder unfair, vom trollen weit entfernt
- die reaktion von den guardians fand ich sehr übertrieben (hey, bleibt locker, ihr habt nichts zu verlieren und eine so scharfe zurechtweisung eines kritischen lesers passt nicht zu euch)
- was wirklich dünn ist: man sollte keine zeitung bewerten, wenn man vor einem halben jahr einige ausgaben gelesen hat. beispielsweise fand ich das titelthema der aktuellen ausgabe sehr gelungen, der test der desktops in der ausgabe davor, war zwar lesbar aber nicht so dolle von den getesteten rechnern her, da ging manches an messbarkeit durch die unterschiedliche speicherausstattung der einzelnen rechner verloren, aber geben wir den jungs ihre lernzeit, schließlich gibt es die maclife erst seit drei jahren

auf diese weise zu der maclife selbst:
- sie ist meiner meinung nach das beste deutschsprachige macmagazin (ich kenne maclife, macwelt, macup), weder langweilt sie mit dem 217. test eines 5000 euro farbdiascanners noch erhebt sie den anspruch höchstes informatikniveau zu bieten; sie ist in dem sinne the magazine for the rest of us
- die zeitschrift leidet ein wenig unter der relativ überschaubaren redaktion, da schleicht sich der eine oder andere fehler ein, was aber die zeitschrift nicht in die niveaulosigkeit abdriften lässt, ich kann über solche kleinigkeiten schmunzeln
- ich mag es, dass auch spielenachrichten drin sind
- 6 euro finde ich ok, denn das heft ist nicht voller werbung (auch wenn die macher das wahrscheinlich lieber anders hätten), die papierqualität ist einwandfrei, der druck ist sauber, das heft hat nicht zu wenig seiten, das layout ist nett und mit der jeden monat beiliegenden cd lässt sich meistens etwas mit anfangen, billig ist die zeitschrift nicht, aber mit 6 euro ist sie auf keinen fall zu teuer
- mir fehlt ein etwas größerer schwerpunkt auf den unixanteil von mac os x, darüber kann ich gar nicht genug erfahren und das immer am monitor lesen zu müssen, nervt mich, da wären mir artikel zu terminaleinsatzmöglichkeiten, die über das aufrufen von "top" hinaus gehen, sehr willkommen, am liebsten in dem lockeren maclife-stil, da komme ich mir nicht vor, als würde ich ein lehrbuch lesen und lerne trotzdem was.

nun ja, mein beitrag ist etwas länger geworden und wie deutlich zu merken ist, bin ich ein geneigter leser der maclife, auch wenn mir nicht alles gefällt, aber ich bleibe dabei, meiner meinung nach die lesenswerteste deutschsprachige maczeitschrift, nach dem ableben der macprofiler wurde das für mich sehr klar.

ERNIE stimme ich zu: ct und maclife sind auch für mich die 1a-kombination

Das ist wohl ein Witz oder?

Von: Borbarad | Datum: 21.12.2003 | #17
Also: Was soll dieser inhaltsmässige schwache High Noon? Der zur Macnews war ja noch inhaltsmäßig richtig und nachvollziehbar, aber dieser hat keine! Grundlage.

Mir sind folgende Mac-Publikationen bekannt (d.h. ich lese/ hab sie gelesen):

In D: Macwelt, MacUP, MacLife, Macnews
In Uk: Mac Addict, Macworld, MacUser, Computerarts, digit

Dabei schlägt sich die Maclife im Vergleich besonders mit denen aus der UK noch wacker:

Auf meinen Kenntnissen als c't Evangelist:

MacLife Pro:

- Layout
Clean, gute Grafiken (vergleiche mal mit der Macwelt), ordentlichen Schriftsatz, weisses, gut leserliches Papier

- Guter Umfang
D.h. Es wird aus vielen Bereichen berichtet (Gerade hier ist bei der Macup und der Macwelt oft der ein oder andere Bereich stark vernachlässigt)-> Audio, Pint/DTP, Video, Office, Sontiges (Mac-Heilpraxis z.B.). Die Berichtet sind gut und geben einen Verhältnis mäßigen guten Überblickt (tiefe darf man bei den deutschen Mac Magazinen eh nicht erwarten)

- Gute Workshops
Hier wird der Macwelt sowie der Macup vors Schienbein getreten, denn da können sie nicht vom weitläufigen Umfang her mithalten. Gerade für den normalsterblichen Anwender sehr gut (z.B. Flash, Keynote, Ragtime, Quicktime, RSA, diverse Photoshop...)

- Ordentlicher Newsbereich

- Gute Softwaretests
Umfang ist gerade noch ok, aber meistens viel länger als bei der Konkurrenz -auch vor allem weitläufiger



MacLife Kontra (gilt aber auch ebenfalls für die anderen):

- Fachliche Tiefe
Viele Berichte sind nicht tiefgreifend genug bzw. hören dann auf wenn es interessant wird

- Schlechte Hardware Tests
Mehr oder weniger allesamt incl. die der Konkurrenz sinnlos. Einzig als Produktbeschreibung brauchbar.

- Themenauswahl
Es gibt einfach viel mehr und vor allem auch so interessante wie z.B. DVR / VDR die einfach unterschlagen werden.

- Keinen Mac - Hardwareguide besonders für Switcher
Hier hilft nur noch ein Blick auf die MW UK

- Geringe Tips und Tricks
Dieser Bereich kommt viel zu kurz bei der MacLife

- Programmieren und co
Ja, was denn? Gibts das beim Mac etwa nicht? Die Macup fängt ja gerade erst damit an.
.......


Aber das was oben gebracht wurde ist einfach nur ein Witz.

B

Interessant ...

Von: wp | Datum: 21.12.2003 | #18
sind die Reaktionen auf meinen Contra-Teil. Sorry, aber ich halte die meisten Vorwürfe nicht für zutreffend. Ich habe ganz klar gemacht, welche Voraussetzungen meinen Stellungnahmen zu Grunde liegen, und dass ich meine Erfahrungen berichte, nicht mehr und nicht weniger. Die Alternative wäre gewesen, anhand dieser beschränkten Kenntnis pauschale Urteile abzugeben - das wäre unseriös gewesen. Ich habe nicht behauptet, einen "Test" durchgeführt zu haben.

Neben den mehr gefühlsmäßigen Äußerungen habe ich aber durchaus Dinge, die mir nicht gefallen haben, konkret benannt. Hätte ich beckmesserisch die Rechtschreibfehler einzeln aufführen sollen? Oder Seitenangaben machen? Wem es darauf ankommt, der kann in den beiden genannten Ausgaben die Stellen finden, auf die ich mich beziehe.

Möglicherweise habe ich als langjähriger MacGuardian eine andere Auffassung von unserem Webmagazin als einige Leser. Wir sind als Fanzine gestartet - und sind es meiner Meinung nach noch. Wir schreiben hier für alle, die es interessiert, auf unsere Kosten, ohne eigenen Nutzen und deshalb im Prinzip so, wie es uns Spaß macht. Allerdings im Bemühen um Fairness - und deshalb habe ich gar nicht den Versuch unternommen vorzutäuschen, dass ich die Mac Life gut kenne. Wir werden von denen gelesen, denen das genauso Spaß macht wie uns. Obwohl, wenn man verfolgt, was in den Kommentaren oft abgeht, dann ist dort ein roter toter Ernst zu beachten, mit dem sich verbal malträtiert wird, der schon daran zweifeln lässt, ob man als MacGuardian auf der eigenen Seite noch im richtigen Film ist.

Es ist wohl richtig, dass ich als Journalist wohl eher im Feuilleton gelandet wäre als in der Nachrichtenredaktion. Mir hat das Schreiben des Artikels Spaß gemacht - für den ich meinen Sonntag Vormittag geopfert habe, für einen Familienvatern mit drei Kindern im Advent ein meiner Meinung nach nennenswertes Faktum. Schade, dass das Lesen offensichtlich nur wenigen Spaß gemacht zu haben scheint.

@ WP

Von: Borbarad | Datum: 21.12.2003 | #19
Es geht hier eigentlich gar nicht so sehr ums Kontra, sondern darum das hier nicht im Verhältniss zu den anderen Mac Magazinen "bewertet" wurde und in diesem Zusammenhang ist meiner Meinung nach dein Kontra mehr oder weniger inhaltslos bzw. nicht nachvollziehbar.

Ich reg mich auch über die Deutsche Macmagazine auf und bin im MW-Forum oft am Wettern gegen die Macwelt (Usires und PM kennen das schon ;) ).

Das liegt besonders daran, das ich erstens c't Evangelist bin und zweitens die UK Ausgaben sehr gut kenne. Gerade im Vergleich zu den UK Ausgaben sehen die aus D alt aus und vor allem kein Land.

Was ich persönlich an der MacLife mag ist deren weit gestrickter Themen /Softwarebereich, den halbwegs brauchbaren Workshops und das Layout sowie der brauchbaren CD. Zwar nicht tief, aber für den Überblick informativ genug -halt von allem etwas.

B

@Borbarad

Von: wp | Datum: 21.12.2003 | #20
Da verstehen wir beide wohl den Sinn der Serie unterschiedlich (wobei es im Moment noch nicht klar ist, wann und womit es weitergeht - bei den MacGuardians ist eben alles freiwillig): Jede Zeitschrift wird für sich gesehen, ein Autor betont das Negative, einer das Positive. Ein Vergleich soll sich über den Verlauf der Reihe ergeben.

Ich halte es auch für sinnvoll, eine Sache für sich an einem absoluten (hohen) Anspruch zu beurteilen. Du sagst ja selbst, dass es besser gehen kann. Genau das meine ich auch - bezogen auf die zwei gelesenen Ausgaben. Ob die Wahl der Qual unter den deutschen Mac-Zeitschriften auf die Mac Life fallen sollte, eine solche relative Aussage hat mich nicht interessiert (und wäre ohnehin eher Sache des Pro-Teils gewesen).

Think about it!!!!

Von: Tester | Datum: 21.12.2003 | #21
Ich wundere mich schon sehr über manche Äußerungen hier. Klar ist Kritik an Print-Magazinen immer dann besonder berechtigt, wenn man ihnen Fehler nachweisen kann. Wer jedoch, und das ist forentypisch, gern mit mit dem Finger auf die Print-Redaktionen zeigt, sollte es selbst erst besser machen. Damit meine ich nicht die MacGuardians, die ich persönlich als interessant und amüsant erachte, sondern all diejenigen, die meinen 14-Jährige können bessere Sites als Macwelt und Co machen. Nichts gegen 14-Jährige, ich denke aber, dass es auch in den Mac-Redaktionen noch Leute gibt, die den Unterschied zwischen Incubus und ACDC kennen. Zurück zum Thema. Wie schon einige andere es hier angedeutet haben, was hätte eine schöne Diskussion geben können, endet doch mal wieder in einem ICH-SAG-WAS-COOLES:-DIE-MAC-PRINT-MAGAZINE-SIND-BLÖD-ABER-DIE-CT-IST-COOL. Fakt ist doch (klingt eigentlich auch blöd), dass Mac-User im Vergleich zur PC-Anwenderschaft schon froh sein dürfen, wenn es drei oder vier Mac-Magazine gibt. Oder lieber nur eins, das dann mangels Konkurrenz schnell unter MacLife-Niveau sinkt? Übt doch sachliche Kritik und sägt nicht am eigenen Ast!

Ernie

Von: Hans Joachim Feldkamp | Datum: 21.12.2003 | #22
Hi Ernie,

vorweg, ich denke mit Deinem Interlekt ist alles ok. Zur Meinungsbildung: Ja, das ist schon so ne Sache. In der Auto-Bild stand neulich ein Artikel über den neuen A3, der Journalist hatte das Vorgängermodell zweimal kurz gefahren und das war dann auch leider nicht so pralle. Nun, das Testergebnis für den neuen A3 war natürlich dementsprechend. Aber egal, hauptsache keine Goldwaage, braucht eh keiner und dass man sich mal schnell ne Meinung bildet ist ja heute eh klar. Danke für die Meinung und noch schönen Abend.

Hans Joachim

Tipps und Tricks

Von: Marvin | Datum: 22.12.2003 | #23
Borbarad> *100pro zustimm*

Aber: Tipps und Tricks sind imho Füllmaterial, dessen Inhalt wir schon aus den Foren kennen. Für sowas will ich in einer Zeitschrift eigentlich kein Geld ausgeben.

Ansonsten bin ich auch der Meinung, dass die ML zur Zeit das innovativste auf dem Mac-Zeitschrifenmarkt ist.

@ sägt nicht am eigenen Ast

Von: Marvin | Datum: 22.12.2003 | #24
Heißt Kritik üben am "eigenen Ast sägen"? Ich denke ganz im Gegenteil, dass nur massive Kritik (hoffentlich) das Aufwachen der verkrusteten Redaktionen und damit deren Überleben sichert. Naja, oder zumindest dazu beiträgt.

Hier hat irgendwie jeder Recht...

Von: Gero | Datum: 22.12.2003 | #25
Ich finde die Diskussion irgendwie etwas seltsam, weil jeder Teilnehmer Recht hat. Und zwar absolut. Denn diese "Pro & Contra"-Artikel, die jedes Magazin, sei es Print oder Web oder TV oder sonstwas, früher oder später mal hat (Thema ist egal), diese Artikel *sollen* polarisieren. Sie sollen *nicht* journalistische Neutralität mit sich bringen, sondern eben Meinungen zur Äußerung bringen. Insofern ist Manfred, der sehr schön ausgewogen argumentiert (und damit für mich unverständlicherweise die halbe Red. zum Austicken gebracht) hat, dennoch knallhart am Kern vorbei geschrammt.

Sache des Lesers eines "Pro & Contra"-Artikels ist, die eine oder andere Position als die seine zu erkennen. Und genau das gelingt hier: Der eine Kommentar ist für, der andere gegen die MacLife. Es freut mich, dass die meisten (außer einzelnen Redakteuren, die sich enttäuschenderweise ganz untypisch auf Troll-Niveau bewegen) dabei sachlich bleiben.

Meine Meinung - als betroffener Mit-Redakteur der MacLife (Spiele-News) - ist die Folgende. Und ich bitte, zur Kenntnis nehmen zu wollen, dass es sich wirklich ausschließlich um meine Meinung handelt, und nicht vielleicht um deine. Aber du darfst dich gerne anschließen, ansonsten bin ich übrigens ab sofort im Weihnachtsurlaub :-)

Die "Contra"-Seite ist schwächer, nicht wegen der verfehlten journalistischen Grundsätze (oder weil ich bei der MacLife dabei bin), sondern weil sie tatsächlich auf der Kenntnis magerer zweier Ausgaben fußt und damit auf ziemlich tönernen Füßen steht. Wenn wir bei macinplay.de einen Spieletest durchführen, dann macht nicht irgendwer den Test, sondern einer derjenigen, die sich mit dem Genre auskennen. Ich persönlich werde daher keine Rollenspiele testen, denn ich kenne nur zwei - und die schlecht. Ich werde auch keine Kinderspiele testen, denn ich habe keinen "Zugriff" auf Kinder und kann sie beim Spielen nicht beobachten. Ich werde auch keine Ego-Shooter (mehr) testen, weil ich die meisten Shooter eher öde finde und meine Hardware nicht mehr der nötigen Aktualität entspricht. Auch für Rennspiele haben wir unseren Spezialisten, der nicht nur auf dem Mac, sondern auch auf dem PC und auf Konsolen den Überblick hat.

Von einer wertenden Berichterstattung wie dem hier stattfindenden "Pro & Contra" erwarte ich eine gute und fundierte Argumentation. Die finde ich im Contra-Teil zur MacLife zwar vor, jedoch basierend auf - ich wiederhole mich - nur zwei Ausgaben. Das ist für meinen Geschmack zu wenig für eine fundierte Kritik an einem periodisch erscheinenden Druckwerk. Die Pro-Argumentation überzeugt mich allein deshalb mehr, weil der Autor glaubwürdiger ist - er verfolgt die MacLife anscheinend schon seit geraumer Zeit und hat daher einen besseren Überblick auch über die Entwicklung dieser wirklich jungen Zeitschrift.

Was die Kritikpunkte angeht habt ihr bitte Verständnis dafür, dass ich jetzt weder laut einfalle in das "schlecht, schlecht" oder das "gut, gut", da ich nicht wirklich außen stehe. Ich kann aber sagen, dass diese Debatte von der Redaktion verfolgt wird. Und dass die Redaktion daraus Schlüsse zieht vermute ich ganz stark. Was sich allerdings - fürchte ich - nicht ändern wird ist das Niveau der Rechtschreibfehler - der Verlag ist einfach zu klein für ein wirkliches Lektorat von einer echten Fachkraft. Andererseits kriege ich immer das kalte Grausen, wenn ich mal wieder ein Taschenbuch von Bastei-Lübbe lese - der Verlag ist größer und hat Top-Autoren im Program, aber von Rchtsschreubing haben die noch nix gehört...

Beste Grüße aus dem kalten Hannover,
Gero

Chef von macinplay.de und freier Autor bei der MacLife

da da da - ich weiß bescheid du weißt bescheid

Von: Bert | Datum: 22.12.2003 | #26
Ich bin nach fast 5 Jahren täglicher ehrenamtlicher Arbeit für dieses Magazin durchaus berechtigt, auf eine Wortmeldung wie diese

>Was haben die MacGuardians zu bieten
>ausser jede Menge Selbstlob und
>abgeschriebener "News"?

durchaus heftiger zu antworten. Vielleicht versteht das hier irgendjemand, vielleicht auch nicht. Die Weisheit des wirklichen, großen, echten Journalismus hat sowieso JEDER mit dem Löffel gefressen - und braucht deshalb nicht zuhören, wenn wir zum tausendsten Mal beteuern: Wir sind ein Magazin von Usern und bringen Meinung. Du wollen Objektiv? Du kaufen Kamera. Küsschen, Bert

okay

Von: Bert | Datum: 22.12.2003 | #27
Danke Andreas, mit solchen Texten kann ich was anfangen. Wer ihn mir ausdrucken und vor den Neujahrsvorsätzen durchgehen. Gruß, Bert

Maclife

Von: morabi | Datum: 22.12.2003 | #28
Auch auf die Gefahr hin, dass das hier alles schon mal gesagt wurde:

Journalisten sollten der Wahrheit verpflichtet sein, okay, das hört sich ziemlich toll und hochtrabend und elitär an. Bei der MacLIfe würde es aber schon reichen, wenn auf Folgendes geachtet würde: Rechtschreibung, Zeichensetzung, Form, Grammatik - kurzum: die Redakteure brauchen dringendst einen Schnellkurs in deutscher Sprache.

Mir kommt die Maclife vor, wie eine Schülerzeitung auf hohem Layoutniveau vor - und trotzdem (oder gerade deswegen) habe ich sie liebgewonnen. Warum? Weil mich interessiert, wie man es nicht machen soll? Hm, eher weil sie sich auch mal Themen vorknöpft, die nicht gerade an der Tagesordnung stehen, weil sie etwas anders ist als andere Computerzeitschriften, weil sie im Grunde eine Zeitung mit Herz ist. Und zum Preis des Blattes bleibt noch zu sagen, dass ja jedes Mal eine CD beiliegt, die schließlich auch Geld kostet.

PS: "Honi soit qui mal y pense" schreibt man doch ohne Komma, oder? Sprachbewanderter Wolfgang Pohl, kläre mich auf!

prächtig

Von: matz (MacGuardians) | Datum: 22.12.2003 | #29
...also es ist wirklich falsch, dass wir unseren Job nicht machen. Es gibt zahlreiche Artikel in einer langen Tradition (Bertram wieviel Jahre sind es jetzt?), die die Erfüllung unseres Jobs aufs beste belegen und das auch in jüngster Zeit.

Das beste Beispiel ist dieser Thread, in dem wir massiv Prügel beziehen aber die Diskussion geht weiter und es kann nicht sein, dass es uns nicht zusteht über irgendetwas zu schreiben, nur weil wir die DIN-Norm des Journalismus nicht einhalten. Ein Fanzine steht da immer im Widerspruch, weil es mit klassischen publizistischen Methoden versucht einseitig zu sein. Klar wir können auch den netten deutschen Einseits-Anderseits-Jornalismus abliefern aber wir glauben nicht an den Ausgleich sondern nur an die frontale Diskussion, auch wenn wir selber Schaden nehmen.

Es ist auch keineswegs so, dass Eure Kritik bei uns nicht ankommt. Wir lassen Sie sogar stehen, weil es zu den Vorzügen eines Fanzine gehört sich zu streiten und weil ihr häufig recht habt. Wir lassen hier sogar Psychopaten posten.

Es gibt aber auch Fälle in denen uns das Messer aufklappt und das ist genau dann der Fall wenn uns von oben herab etwas von Journalismus vorgeschwafelt wird und von irgendwelchen Klassen die Rede ist, in denen wir angeblich nicht spielen dürfen oder können.

Im Grunde genommen sind die MacGuardians eine Multi-Weblog, ein Kommentarstream (in dem die Kommentare häufig besser sind als der Artikel) und eine Kanal über den man sich amüsieren, ärgern oder vielleicht auch mal informieren kann. Vielleicht sind wir auch mal ein Newsdienst aber wir sind keine Moralapostel (auch wenn wir manchmal so klingen) und auch kein journalistisches Magazin im klassischen Sinne. Insofern könnt ihr uns auch in 10 Jahren noch kommen mit irgendwelchen Vorsätzen des guten, von Fakten erfüllten Journalismus der in seiner aufklärerischen und pädagogischen Erfüllung nicht mehr das Wort "Scheisse" in den Mund nehmen kann. Wir werden es nicht tun auch wenn Ihr in Eure Maus beißt.

Die ganze Scheissarbeit und das ganze schöne Geld machen wir nur, weil es immer so nette und wirklich witzige Kommentare gibt und weil wir tolle Leute in der ganzen Republik (und darüber hinaus) treffen. Für mich als Admin sind die MacGuardians wie ein wärmendes Kaminfeuer welches je nach Lage der Apple-Nation brennt oder lodert. Wir legen nur manchmal ein Holz nach aber die wahre Energie seid ihr.

So und jetzt wünsche ich Euch kuschelige Weihnachten und laßt es krachen, hier oder anderswo.

cu matthias | admin

Andreas:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 22.12.2003 | #30
Guck mal bitte die Reiter oben an! ;-)

Unter "MacMediawatch" findest du das, was der ursprüngliche Sinn der MacGuardians war.
Da aber der Spiegel nicht jeden Tag nen neuen schlechten Mac-Artikel ausspuckt wär das hier wohl kaum ne Seite, auf die Leute täglich kommen, also haben wir MacNow eingeführt für aktuelle Dinge, die uns und die Mac-Community bewegen, die einfach nur nett zu lesen sind, die Interessant sind oder die wir persönlich sonstwie für sehens/lesenswert halten.
Und in MacReview gibt's Tests.
D.h. das ursprüngliche Ziel ist natürlich weiter vorhanden und es geniesst intern bei uns weiterhin eine grosse Wichtigkeit, es wurden (schon vor langer langer Zeit!) nur neue Kategorien dazugenommen!

Zum Thema "mit einer Meinung erreicht man nix, aber mit Fakten schon": Was ist denn, wenn die Meinung mit Fakten in Form von Links untermauert wird? ;-) Wie würdest du das einordnen?
So bemühe ich immer meine Artikel zu schreiben: "Das hier ist meine Sicht der Dinge und meine Meinung, aber hier könnt ihr selber nachlesen worum's geht und euch eure eigene Meinung bilden!" - schliesslich sind wir ja alle alt und autark genug selbst zu lesen und uns ne eigene Meinung zu bilden, oder?

Danke, ich kann trotzdem gerne auf "vorbildlichen Journalismus" verzichten. Meine Lieblings-Stellen in der C't waren schon immer die, wenn der Redakteur seine eigene Meinung einbringt (Stiller zum Senken der max. zulässigen Sperrschicht-Temperatur des neuen P4-Heizkraftwerks: "Willkommen am Polarkreis, Intel!").
Und wenn der Spiegel oder sonstwer wieder mal Mist schreibt dann ist das letzte, was mir auf der Zunge liegt ein "seriöser" Artikel. Da bring ich das, was ich davon halte ganz klar zum Ausdruck, am besten mit beissendem Spott. Klar gibt's in dem Artikel dann aber schon auch Links, die das was der Spiegel bei seiner tollen, höchsten journalistischen Ansprüchen genügenden Recherche falsch gemacht hat sehr deutlich und faktisch widerlegen!
TheReg fährt übrigens auch nen ganz ähnlichen Ansatz (wobei die viele externe "seriöse" Autoren haben!) und offensichtlich fahren sie damit wohl auch sehr gut! ;-)

Nein, ich sag nicht dass wir so toll wie TheReg sind und ich sag auch nicht, dass der Spiegel IMMER Quatsch schreibt!...

ufff.... soviel wut in der weihnachtszeit

Von: derdomi | Datum: 22.12.2003 | #31
Ich versteh den ganzen Aufriss nicht.
Zum einen Versteh ich die Meinung einiger Leser nicht, die Sagen die MGs müssten ojektiver, seriöser und was weiß ich nicht noch alles sein.
Seriöse, Objektive, Journalistisch auf höchstem Niveau angesiedelte Pages gibt es genug. Warum sollten die MGs so sein?

Zum anderen versteh ich die Aufregung der Redaktion nicht ganz. Einige Bemerkungen klangen schon stark angesäuert. Warum so böses Blut?

Alles in allem ist das doch ne ganz witzige Serie. Ob der Inhalt das Prädikat "Besonders Wertvoll" verdient sei dahingestellt. Aber sich deswegen so aaufzuregen?

So sind's halt, die MacGuardians, gell

Von: iMob | Datum: 22.12.2003 | #32
Also Manfred, wie kannst du nur?
Auch wenn du ja Recht hast, aber die Kompetenz der hohen Herren öffentlich anzuzweifeln, ist schon ein starkes Stück.
Für solche Fälle gibt es den Mail-Button.

Und das ausgerechnet kurz vor Weihnachten, denen hast du aber ganz schön den Weihnachtsbraten verhagelt.
Aber sind sie doch selbst schuld, gell.
Solln se doch schreiben über Dinge, von denen se was verstehen, gell. Aber wahrscheinlich haben se geglaubt, dass se was davon verstehen. Naja, ist ja auch egal, auf jeden Fall haben se ganz schön was auf die Schnauze gekriegt, gell.

Wundere mich, dass man dir noch keinen Trollstempel verpasst hat oder dich gefüttert hat mit den tollen Keksen. Sind wirklich lecker, hab neulich einen gekriegt vom Kai, fand ich richtig nett.

Ansonsten sind se ja im Moment nicht so gut auf mich zu sprechen, der Druck der Mac-TV-Lobbyisten ist unangenehm groß geworden. Da wird so viel Dünnschiss geschrieben im Moment, dass es nur so spritzt. Nicht nur auf den Monitor, gell Dirk, sondern auch auf die Brillengläser, was die Sichtweise ein wenig eintrübt.

Wenn se mich mal nicht mehr haben, dann wissen erst, was se an mir hatten. Ich bin doch hier der Quotenbringer, hab letztens noch en Angebot von MacNews ausgeschlagen, nur wegen dem Idealismus.
Und was ist der Dank dafür.

Naja, denkt mal drüber nach und im neuen Jahr wird alles besser, gell.

Und immer locker bleiben

Euer iMob

Leider nicht...

Von: RollingFlo | Datum: 22.12.2003 | #33
derdomi schrieb:
"Seriöse, Objektive, Journalistisch auf höchstem Niveau angesiedelte Pages gibt es genug."

Wenn's nur so wäre... gerade im deutschsprachigen Mac-Bereich gibt es hier sehr wenig, finde ich. Newsticker sind kein Journalismus. Kein Wunder, denn Profi-Journalisten wollen ja auch bezahlt werden.

Aber diese ganze akademische "Ausrichtungs"-Debatte ist ja wohl eh für'n Rentier-Popo. Gerade die MGs sind doch geradezu beispielhaft locker in dieser Beziehung, da braucht man nicht mit starren Modellen kommen.

Macht weiter so! Ich lese Euch gerne. Und wenn mal nicht, dann gibt es ja die Kommentare (siehe oben). :)

Noch etwas Senf gefällig?

Von: flo (MacGuardians) | Datum: 22.12.2003 | #34
Ich weiß schon, wieso ich das Wochenende meist ohne Computer verlebe... ;)

Vielleicht etwas zum Format dieser Serie, denn in diesem Punkt kann ich die Kritik nicht ganz verstehen: Die Idee dazu ist eigentlich entstanden, als die MacProfiler zu Grabe getragen wurde und in Foren das Thema "Was soll ich jetzt lesen" sehr häufig zu lesen war. Natürlich gibt/gab es eine Menge Auffassungen dazu, wie man einen solchen "Test" (und es ist kein Test, wie in den Kommentaren fälschlicherweise behauptet wurde. Es läuft in der Rubrik "MacMediawatch", nicht "MacReview"!) durchführen könnte. Was aber klar war ist, dass es ein persönliche eingefärbter Bericht werden sollte, denn wie uns die Rückmeldungen der RedKon (und vieler Mails) verraten ist *genau das* das Attribut, welches unsere Leser am meisten schätzen.

Meiner Meinung nach ist ein "objektiver" Test (und dauch das ist ein irrtümliche Behauptung in den Kommentaren: Wir wollten nie objektiv sein, wir wollen *unabhängig* sein, das ist schon ein gravierender Unterschied. Und unabhängig bedeutet dann auch noch lange nicht beliebig) auch nur schwer zu machen bzw. ob der wirklich lesenswert wird? Daher hat sich diese Pro/Kontra-Form durchgesetzt (was nicht heißen soll, dass es die perfekte Form ist), da man sowohl Fakten einbauen kann (was kommt im Heft vor, was ist die Zielgruppe etc) als auch eine Bewertung dieser Fakten. Eine mehr oder minder objektive "Beschreibung" der Hefte, wie in einem Kommentar vorgeschlagen, erschien uns nicht pricklend genug - was würde das erst für ein Gehaue geben, wenn wir da einer Publikation eine schlechte Note geben würden - oder vielleicht auch zu sanft und "unentschieden" blieben...

Durch die Aufteilung in Pro und Kontra haben wir die Möglichkeit, teilweise dieselben Fakten (Pro und Kontra sind nicht abgesprochen) unterschiedlich zu bewerten - wie es nun mal der Praxis entspricht. Denn was der eine gut findet, mag manch anderen abschrecken. Am Ende kommen wir ganz bewusst nicht zu einer Konklusion, denn die soll ja der Leser ziehen.

In den Kommentaren fielen auch die Worte "über MacLife herziehen". Da möchte ich doch klarstellen: Wir ziehen hier über niemanden her. Nicht über die Redaktion der MacLife, noch den Verlag oder über das Format an sich oder sonst was. Ich denke auch nicht, dass das aus den Artikeln so interpretiert werden kann (solange man keinen bösen Willen hegt). Dass ausgerechnet die beiden Publikationen des falkemedia den Anfang machten, ist Zufall. Denn dazu fanden sich die meisten, die was schreiben wollten/konnten. Da wir sowohl Pro und Kontra liefern scheidet ein "Niedermachen" eigentlich schon per Definition aus. Und auch wenn der ein oder andere an der "Faktentiefe" herummäkelt (was jedem zusteht), so basiert jeder Teil doch auf Fakten, die eben bewertet wurden. Dies zu tun haben wir in jedem Falle das Recht, wie bereits mehrfach dargelegt.

Wir der Leser unsere Bewertung auffasst und interpretiert, sei ihm selbst überlassen, uns aber "zu verbieten" unser *persönliches* Fazit zu publizieren, empfinde ich als albern. Und die persönliche Meinung als "Beliebigkeit" zu interpretieren kann ich ganz und gar nicht nachvollziehen. Sollte sich diese Annahme aus dem Text erschließen, lasse ich gerne mit mir reden - schließlich bin ich kein gelernter Journalist und lerne gerne Fehler zu vermeiden. Allerdings sehe ich aus den betreffenden Kommentaren eher ein Missverständnis der Form, ein vielleicht zu ausgeprägtes Schwarz-Weiß-Sehen (Wer Kritik übt, empfindet sich als besser, ergo: Die MaGu glauben, sie seien besser als die Redaktion der MacLife - und nein, dem ist nicht so!) - meiner Meinung nach.

Und ein letztes: Ich übernehme gerne eine Verantwortung für mein "Geschreibsel", auch wenn das mancher anders zu sehen scheint. Der Pro-Teil hier ist übrigens (von mir) noch stark gekürzt, sonst wäre wahrscheinlich die Hälfte aller Leser darüber eingeschlafen. Möglicherweise ist dadurch bei manchem Punkt die Überlegung, die dahinter stand (hinter jedem steht eine, durchaus differenziert) verwässert worden, was mir journalisitsch anzukreiden wäre. Wer diskutieren will - über journalistische Regeln wie auch inhaltliche Punkte - darf mir gerne mailen... gilt *ganz besonders* auch für Redakteure der maclife :)

Nun denn, ich wünsche euch allen schöne Feiertage und wer mir tatsähclich mailt möge sich etwas in Geduld üben, da dieser Tage mein Rechner nicht ständig läuft...

ist der weihnachtsmann pädophil???

Von: rüdiger k. | Datum: 22.12.2003 | #35
ein interessanter [Link] zur weihnachtszeit.

Welch eine Diskussion ...

Von: Frank W. | Datum: 22.12.2003 | #36
hier wieder läuft. Dafür mag ich die Guardians.
Um mir eine eigene Meinung über eine Zeitschrift zu bilden, muss ich sie schon mal selber lesen. Dennoch interessieren mich auch andere Meinungen.
Zu dem "Test":
Meiner Meinung nach ist klar bei dem "Pro u. Kontra heraus gekommen, dass es sich um reine persönliche und subjektive Meinungen handelte. Von da her fand ich das ganze im großen und ganzen auch OK. Dass der Kontra-Schreiber nur zwei (ältere) Ausgaben gelesen hat, ist sicher ein Schwachpunkt. Allerdings hat er das auch geschrieben. Und das mit der Fakten kontra Gefühl Diskussion ... Mir gefällt es, wenn bei der Kritik auch ein Gefühl mit hinein kommt, deshalb gucke ich ja auch immer in diese Seiten, weil hier nicht nur eiskalte Fakten herrschen. Also, von mir aus macht so weiter mit der Pro und Kontra Meinungen, sehr unterhaltam, mit spannender Diskussion am Ende

Gruß
Frank

Jörn ist Fake

Von: Andreas | Datum: 23.12.2003 | #37
Das Jörn-Posting stammt niemals von Jörn, nie im Leben.

florian

Von: florian | Datum: 28.12.2003 | #38
ZItat: Wenn die MacGuardians selbst einmal ein gewisses journalistisches Niveau erreicht haben sollten, dann können sie aus dieser Position heraus die journalistische Arbeit anderer Leute kritisieren.

Ich bin kein regelmäßiger MacGuardians.de-Leser, aber welches Niveau sollen sie denn bitte erreichen?
Das von Maclife? Das von ComputerBILD ?

Na denn Guten Nacht.

MacGuardians ist cool !!! und andere zufälligen Zufälle

Von: Marc | Datum: 01.01.2004 | #39
Maclife ist nicht gleich Maclife. Die erste Ausgabe war nicht der Rede wert. Die Qualität nahm zu und nach dem ersten halben Jahr war der Inhalt brauchbar, besser als mancher Profiartikel in Mac.. und Mac....
Soweit so gut. Gewundert hat mich 2003 nur, daß die Macprofiler-Ehe mit Macnews unvermittelt in Brüche ging. Die Mails von Macprofiler wurden laut Macnews.de von Macnews gehostet und siehe da schwubs war Macnews drei Monate vor dem überraschenden Macprofiler-Tod zur Maclife-Macnews Newspaper Edition mutiert. Zufall oder nicht? Wer weiß...

Hier wieder dasselbe. Zuerst war die Qualität gut, dann nahm sie kontinuierlich ab. Mittlerweile ist die Macnews Paper Edition ein erweiterter Gravis-Prospekt.

Qualität: Verschmerzbar.

Da lobe ich mir MacGuardians.de :-)

Die Vermehrung der Anzeigenkunden und der Weihnachtsmann :-)

Von: Marc | Datum: 01.01.2004 | #40
Maclife ist nicht gleich Maclife. Die erste Ausgabe war nicht der Rede wert. Die Qualität nahm zu und nach dem ersten halben Jahr war der Inhalt brauchbar, besser als mancher Profiartikel in Mac.. und Mac....
Soweit so gut. Gewundert hat mich 2003 nur, daß die Macprofiler-Ehe mit Macnews unvermittelt in Brüche ging. Die Mails von Macprofiler wurden laut Macnews.de von Macnews gehostet und siehe da schwubs war Macnews drei Monate vor dem überraschenden Macprofiler-Tod zur Maclife-Macnews Newspaper Edition mutiert. Zufall oder nicht? Wer weiß...

Hier wieder dasselbe. Zuerst war die Qualität gut, dann nahm sie kontinuierlich ab. Mittlerweile ist die Macnews Paper Edition ein erweiterter Gravis-Prospekt.

Qualität: Verschmerzbar.

Da lobe ich mir MacGuardians.de :-)

P.S.: Das ist nur meine Meinung. Und das unbedingt die MacLife - wie von manchem im Maclife-Forum geäussert - dahinter steckt glaube ich nicht. Vielleicht eher Macnews. Die hatten wohl bei Macnews vermutlich Einblick in die Mails, müssen die ja wenn die das Hosting übernohmen haben.

Wenn die Profilers einen .Mac-Account gehabt hätten, würde es sie wahrscheinlich immer noch geben. An die Vermehrung der Anzeigenkunden wie mit den 5 Fische und 10 Broten glaube ich nicht. Und ja, noch ein Zufall, jetzt wo die MacProfiler als Gefahr gebannt ist, dreht die MacLife wieder auf einmal monatlich zurück… So ein Zufall aber auch. Wer da an zufällige Zufälle glaubt, glaubt auch an den Weihnachtsmann.

Gravis - Zünglein an der Waage

Von: Richard | Datum: 01.01.2004 | #41
Apropos, Gravis und die enge Verflechtung zur Maclife. Ein Abwandern von Gravis zur MacProfiler hätte die Maclife mittelfristig aus dem Rennen geworfen. Die dünne Finanzdecke sieht man ja am Zurückfahren von 2 x pro Manat auf 1 x pro Monat.

@Marc Macht Sinn deine Äußerung. Man bräuchte aber tiefere Einblicke, "behind the scenes" also.

Re: Gravis - Zünglein an der Waage

Von: Thomas | Datum: 01.01.2004 | #42
>Apropos, Gravis und die enge
>Verflechtung zur Maclife. Ein Abwandern
>von Gravis zur MacProfiler hätte die
>Maclife mittelfristig aus dem Rennen
>geworfen. Die dünne Finanzdecke sieht
>man ja am Zurückfahren von 2 x pro
>Monat auf 1 x pro Monat.

Ja, da würde es die MacProfiler noch geben. Die Werbung in der Maclife ist besser als der Inhalt. Bei der MacProfiler war der Inhalt gut und die Qualität und/oder Menge zu wenig bzw. zu schlecht.

Zufällige Zufälle

Von: Dirk | Datum: 02.01.2004 | #43
[Link]

Suchwort: MacProfiler

das ist mir schon bewusst, aber in dem Zusammenhang wirkt es schon komisch, das macnews so schnell mit einem vermeintlich neuen Partner dasteht, wie die MW sich die Abo-Kunden des Profiler einverleibt hat. macnews und MacProfiler gehörten für mich als Aussenstehenden ganz einfach zusammen und eine Zusammenarbeit im PrintBereich mit der ML statt dem Profiler erscheint mir einfach unlogisch. Deswegen mein Misstrauen.
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Also ich habe von der Sprechstunde profitieren können.... Erstmals sogar terminlich geschafft *stolz ist*.
 
Wobei Sascha hier -unheimlich- recht hat was die Newszeitung betrifft. ich glaube zwar nicht, das Maclife dazu beigtreagen hat, dass derMacProfiler eingestellt wurde, aber das "einvernehmen" ist ein wenig crass. Komisch, das hier plötzlich mit macnews zusammengearbeitet wird, obwohl mactechnews. de immer besser wird und eine Alternative bietet.
 
Aber so ist das Buisness. Wer nicht rechtzeitig nach zieht, kommt schneller auf die Abschussliste als man denken will. Und wenn ich das verhalten einer Maczeitschirift hier unsymphatsch finde, dann ist es das der Macwelt.
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Und wenn man weiß, daß MacProfiler zwar E-Mails der Form:

Name@MacProfiler.de

hatte, diese aber auf dem Macnews-Server lagen, wundert man sich zurecht. Ein Anzeigenkunde der "zufällig" bei Macnews/MacLife wirbt, wirbt "zufällig" nicht mehr bei MacProfiler. Und das leise schauen in die E-Mails ginge für die Profilers unbemerkt vonstatten.

Wundern darf man sich, oder?