ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2653

Fehlt nur noch der Ritterschlag

Jonathan Ive in die Faculty of Royal Designers for Industry berufen

Autor: roland - Datum: 21.12.2003

Guardian Unlimited stellt seinem Father of invention getitelten sehr, sehr langen Artikel über Jonathan Ive eine nette Einleitung voran, die uns wieder einmal klar macht, dass wir Mac-User auf einer Insel leben. Und die heißt nicht Großbritannien ;-)
Ich übersetze die Einleitung sinngemäß: "Es ist unwahrscheinlich, dass Sie von ihm gehört haben, dem wortkargen Mann aus Essex, aber vermutlich besitzen Sie eine der technischen Spielereien, die er designt hat. Er hat das Image des Computers verändert, und wenn Sie wirklich Glück haben, finden Sie einen seiner neuesten Geniestreiche unterm Weihnachtsbaum."
Der Anlass des umfänglichen Lobgesangs ist Jonathans Aufnahme in die Faculty of Royal Designers for Industry, deren illustrem Kreis nicht mehr als 200 Designer angehören dürfen. Ein – very british – äußerst elitärer Club also. Wir gratulieren. Und zwar diesmal in British Racing Green. Und würden uns nicht wundern, wenn alsbald der Ritterschlag fällig wird, aus der Hand Ihrer Britischen Majestät. Was Sir Mick gelungen ist, sollte doch für Jonathan Ive ein Klacks sein, oder?

Kommentare

Gehalt

Von: overdoze | Datum: 21.12.2003 | #1
"Nur" eine Million Pfund? Die ist Ive aber garantiert wert. Auch stilvoll: Aston Martin DB7. Jaja, welch Traumjob...

closer look at job('s) description : )

Von: MetaVampire | Datum: 22.12.2003 | #2
Hm, weiss jemand etwas näheres, ob sein Job "nur" darin besteht, den Dingen ein ansprechendes Äusseres zu geben, oder ob er mit den Ingenieuren in zahlreichen Fünf-Uhr-Tees "auch" klären muss, wo welche Platine mit welchem Slot und Steckerchen hingehört? Würde mich einmal interessieren und bereits vielen Dank im voraus.

xmassly
°MV

@metavampire

Von: KUX | Datum: 22.12.2003 | #3
sein job besteht sieht etwa so aus:

- skizzen und ideen ausarbeiten
- seine unterwürfigen (10 oder mehr designer) zu dirigieren.
- vorschläge der unterwürfigen begutachten, diskutieren, verwerfen oder gutheissen.
- mit ingenieuren die technischen vorraussetzungen zu überprüfen 8platine, slotzt und so sachen).
- mit jobs tee trinken und über die neusten design ideen zu fantasieren.
- seinen DB7 zu testen
- seine gestik vor dem spiegel einzustudieren
- die designpreise im regal zu entstauben



gruss
KUX

ps. es ist nur logisch, dass designer und ingenieur parallel arbeiten und das platinen design miteinander besprechen. sonst würde die platine womöglich nicht mehr in das gehäuse passen. ;)

serielle Parallelität

Von: MetaVampire | Datum: 22.12.2003 | #4
Merci Beaucoup KUX. Das mit der Parallelität ist schon klar... ;) Mir ging es mehr darum, ob er unter Umständen auch maßgeblich am Hardware-Design mitentwickelt. "Design" wird in Bezug auf Hardware hier zu Lande häufig zu "äusserlich" verstanden; aber woher wissen, wie das in seiner Realität wirklich ist.

still xmassly
°MV

Naja...

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 22.12.2003 | #5
Die Techniker haben aber nicht soviel zu melden wie Mr.Ive! ;-)
Sonst hätte der G5 4 PCIs, 3 oder 4 HD-Bays und 2 5.25"-Schächte vorne!
Ja, das ist wenigstens teilweise schon machbar. einfach beide CPUs auf ein Modul und mit einem grossen Kühlkörper (der aber insgesamt kleiner ist als die 2 einzelnen) kühlen (evtl auch nebeneinander und nicht untereinander) und schon ist oben mehr Platz dass man die HD/DVD-Sektion und die PCI-Sektion vergrössern kann. Wirbellose Lüftung ist bei PCI auch nicht soo wichtig wie bei den CPUs, also könnte man durchaus vorne bei den 5.25"-Slots noch eine "Biegung" der Trennwand nach unten reinmachen, dann geht halt evtl. in einen PCI-Slot nur ne kürzere Karte nicht in voller Baulänge rein.
Klaro, Mehrkosten gibt's natürlich auch, denn eine PCI-X-Bridge mehr für den zusätzlichen Slot müsste her, denn 100 MHz erlaubt nur 2 Geräte maximal und 133 MHz nur eines..
Aber obwohl so ein PCI-X-Bridge-Chip überhaupt nicht billig ist (Aussage Holger Niederländer auf die Frage, warum der kleine G5 denn kein PCI-X hat) sollte man sich doch trotzdem nicht gleich den Weg ins High-End-Videoworkstationsegment verbauen, oder?

Ich bin sicher kein toller Designer und sicher gab's da Probleme von denen ich nix ahne, aber zumindest die 5.25"-Bays und HD-Bays hätte man doch eigentlich ohne grosse Mehrkosten vergrössern können, oder? Ich bitte um Denkansätze, warum das nicht geht! ;-)
Denn der G5 stellt was Erweiterbarkeit angeht (ausser natürlich bei RAM! ;-) definitiv einen Rückschritt zum G4 der letzten Generation mit 4 PCIs, 2 5.25"-Bays und 4 HD-Bays dar..

Naja, vielleicht kommt das ja noch alles! ;-) Bei den G4s hatten sie auch plötzlich wieder 4 PCI-Slots und mit den MDDs auf einmal 2 5.25"-Einschübe! Das Design ist wohl noch definitiv nicht am Ende!
Ärgerlich natürlich für Firmen wie Media100, die sicher gerne jetzt ihr 844/X auf den G5 portieren würden, aber leider einen Slot zu wenig haben...