ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2670

Fluch und Segen der Innovation

Apples langwieriger Weg aus der Nische

Autor: roland - Datum: 31.12.2003

Am letzten Tag des Jahres 2003 und in Sichtweite der Macworld Expo 2004 ist es Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme: Wo steht Apple ausgangs dieses Jahres, was wurde versäumt, was erreicht und welchen Weg schlägt die Marke in Zukunft ein? (Vorsicht! Der Artikel ist sehr, sehr lang…) Apple-Bashing, wie wir alle wissen, ist ein beliebter Sport sowohl unter Analysten wie auch in den einschlägigen Foren der Hardcore-PC-User. Meist basierend auf der Pflege liebgewonnener Urteile/Vorurteile aus den 80-iger und 90-iger Jahren, die von der technischen Entwicklung in Cupertino mittlerweile überholt worden sind. Sei’s drum. Das ist nichts, was hier großer Gegenrede bedürfte. Die folgende kritische Auseinandersetzung mit Apple als Unternehmen und als Marke hat einen anderen, sehr konkreten Anlass. Von den vielen, vielen Apple-kritischen und oft genug Apple totredenden Artikeln berufener Experten, seien es Marktforscher, Analysten oder Wirtschaftsjournalisten, ist der soeben in der Online-Ausgabe von FastCompany vorab veröffentlichte nicht nur der aktuellste – er erscheint als Titelstory der Januar-Ausgabe des US-Businessmagazins pünktlich zu Beginn der Macworld Expo in San Francisco – er ist zudem auch so fundiert, dass es geraten scheint, bei allem Wohlwollen, das wir für die Apfelmarke hegen, sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Was wir hiermit zu tun gedenken. Damit jeder geneigte Leser unserer grünen Seite dazu nötigenfalls qualifizierte Kommentare abgeben kann, werden wir, wo nötig und sinnvoll, die wesentlichen Argumentationen, Kritikpunkte und Anregungen des englischsprachigen Originaltextes von Alison Overholt, Redakteur und Carleen Hawn, Chefredakteurin im Büro Westküste von fastcompany.com, ins Deutsche übersetzen. Was beim Titel des FC-Leitartikels, denke ich, nicht nötig ist…

„If He's So Smart...Steve Jobs, Apple, and the Limits of Innovation“

Die Kernthese des FC-Leitartikels besagt, dass Apple zwar unbestritten der Innovator der PC-Branche war und ist, sich aber nie in der Lage gezeigt hat, dies zu kapitalisieren, sprich: in Marktanteil umzusetzen. Schon nach kurzer Zeit wurde Apple von preiswerteren Wettbewerbern, die die Apple-Innovationen aufgriffen, aus den neu geschaffenen Marktsegmenten herausgedrängt. – Apple wird zwar als beständig innovativ wahrgenommen, wird aber auch ständig aus Märkten verdrängt, die es selbst schafft.

Zur Innovation verdammt?

Nicht unerwartet findet sich gleich zu Anfang des besagten Leitartikels das schon klassische Todschlagargument (auf das wir weiter unten noch einmal ganz generell eingehen werden):

„Ist Apple wirklich das Gehirn der Branche – wenn seine Produkte so viel besser sind als die von Microsoft oder Dell oder IBM oder Hewlett-Packard – warum ist das Unternehmen dann so verdammt klein? (Man stelle sich das vor: Allein in den letzten 10 Jahren hat Apple 1300 Patente erworben, rund eineinhalbmal so viel wie Dell und halb so viele wie Microsoft – das 145mal so viel Geld einnimmt.)“

Darauf mit der bekannten Metapher zu antworten, wonach Millionen Fliegen sich in Anbetracht eines Haufens Exkremente nicht irren können, wäre allerdings zu kurz gegriffen. Denn die Frage, wieso ausgerechnet der unbestrittene Innovationsführer der PC-Branche ein ums andere Mal daran gescheitert ist, seine Innovationskraft auch in Marktanteil umzusetzen, ist durchaus legitim. Sieht man sich die lange Reihe der Apple-First an (wir nennen hier nur unsortiert die wichtigsten), muss man in der Tat nachdenklich werden:

• der erste PC (zeitgleich mit anderen)
• das erste serienmäßige PC-Diskettenlaufwerk
• der erste PC mit Farbbildschirm (Apple II, 1977)
• das erste kommerzielle Betriebssystem mit grafischer 2D-GUI (Lisa, 1983)
• die erste Office-Suite (Lisa Office System, 1983)
• der erste PC mit eingebaute Netzwerkschnittstelle (LocalTalk, 1985)
• der erste in Serie produzierte Laserdrucker (LaserWriter, 1985)
• der erste Laptop, der diesen Namen auch verdiente (PowerBook 100, 1991)
• die ersten Laptops mit Ethernet-Anschluss
• die erste Plug&Play-Erweiterbarkeit durch eine Hardware-Schnittstelle, die per Software konfigurierbar war (Mac II, NuBus-Slots, 1987)
• Der erste plattformübergreifende Standard für Video, Audio, Multimedia (QuickTime, 1991)
• der erste PC mit eingebautem TV und (Stereo-) CD-Laufwerk (Macintosh TV, 1993)
• die ersten großseriellen RISC-CPUs in einem PC (PowerPC, 1994)
• FireWire (bereits 1986!)
• der erste in Serie produzierte Kompakt-PC mit USB-Schnittstelle (iMac, 1998)
• der erste leistungsfähige PDA (Newton, 1993)
• zugleich die erste Handschrifterkennung (Inkwell, dito)
• die erste in Großserie produzierte WiFi-Station (AirPort)
• das erste funktionierende legale Musik-Online-Distributionsmodell (iTMS, 2003)
• der erste MP3-Player mit FireWire und Festplatte (iPod, 2001)
• der erste serienmäßige PC mit 64-Bit-CPU (PowerMac G5, 2003)

Was ist eigentlich Innovation – und was nicht?

Doch halt! Bevor nun eine Diskussion darüber ausbricht, was davon Innovationen sind, welche allein Apple gebühren und welche nicht, wollen wir einen kurzen Blick auf den Begriff der Innovation als solchen werfen. Nach Joseph Schumpeter ist Innovation: „…die Durchsetzung einer technischen oder organisatorischen Neuerung, nicht allein ihre Erfindung. Innovator ist der schöpferische Unternehmer (im Gegensatz zum Arbitrageunternehmer, der lediglich vorhandene Preisunterschiede zur Gewinnerzielung ausnutzt), der auf der Suche nach neuen Aktionsfeldern den Prozess der schöpferischen Zerstörung antreibt. Man unterscheidet u.a. technische, organisatorische, institutionelle und soziale Innovationen.“

Vor dem Hintergrund dieser Definition kann man einräumen, dass einige der Apple-Innovationen darin bestanden haben mögen, auf Laborebene bereits bestehende Technologie erstmals kommerziell nutzbar zu machen. Sei’s drum. Dies mindert keineswegs ihren Wert für die Allgemeinheit der Anwender. Und die Vielzahl der „Firsts“ macht deutlich, dass Apple als Unternehmen Innovation gleich welcher Definition seit Anbeginn als Kernbestandteil seiner Corporate-Culture pflegt.

Vielleicht zu sehr? Die Autoren des FC-Leitartikels kommen zu dem Schluss, dass Apples größtes Handicap in genau dieser seiner ausschließlichen Fokussierung auf technische Innovationen liegt:
„…Jobs mag ungewollt seinen Finger auf die Wunde gelegt haben, als er bei seiner Keynote-Rede tags zuvor in Paris „Seid innovativ!“ von der Bühne brüllte, „Wir sind es!“ Er hat Recht – und genau das ist das Problem. Fast seine ganze Unternehmensgeschichte hindurch hat Apple sich zielstrebig, fast religiös der Innovation verschrieben.“

Setzt Apple auf das falsche Innovationsmodell?

Ist das tatsächlich so? Und wenn ja, wie sieht das Gegenmodell aus? Zumindest diese Frage ist aus Sicht der FC-Autoren leicht zu beantworten: Dell! Ausgerechnet, werden jetzt einige sagen. Aber schaut man sich Michael Dells Konzept genauer an, enttarnt es sich tatsächlich als der exakte Gegenpol zu Apples Innovationsmodell. Dell verkneift sich technische Innovation vollständig und konzentriert sich ausschließlich auf die Innovation des Geschäftsmodells. Was naturgemäß die uneingeschränkte Zustimmung von Experten wie dem auch im FC-Leitartikel zitierten James Andrews von der Boston Consulting Group findet:

„Um ein wirklich innovatives Unternehmen zu sein, genügt es nicht, großartige neue Ideen, Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln. Dies müssen auch solche sein, die ausreichend Umsatz generieren, um die Entwicklungskosten zu decken und die Aktionäre zufrieden zu stellen.“

In die gleiche Kerbe haut noch deutlicher Gary Hamel vom renommierten Woodside Institute, ein auf Innovationsstrategien spezialisierter US-Consultant, der mit den Worten zitiert wird:

„Man kann auf der technischen Seite enorm innovativ sein. Wenn man es nicht schafft, diese Innovationskraft in eine zwingende Wertschöpfung umzusetzen, mit einer dynamischen Vertriebsstrategie und attraktiver Preisstellung, dann sind die ganzen Innovationen nichts wert.“

Ist also „Kistenschieber“ Dell das innovativere Unternehmen? Wohl kaum. Erst aus der Verbindung beider Extrempositionen bzw. deren goldenem Mittelweg ergibt sich das, was die FC-Autoren als im Markt langfristig erfolgreich einschätzen. Insofern entspricht ihr leuchtendes Beispiel Dell nicht ihren eigenen Kriterien. Denn Dell folgt auf seine Art einer genau so extremen und auf lange Sicht kontraproduktiven Monokultur wie das auf ganz andere Art Apple tut. Oder besser gesagt: lange getan hat!

Apple hat dazu gelernt – und keiner hat es gemerkt

Denn genau hier greift der ansonsten gut recherchierte und kritisch argumentierende FC-Artikel zu kurz. Warum? Nun, schauen wir uns doch einfach mal an, was Apple im gerade zu Ende gegangenen Jahr präsentiert hat. Neben der Hype um die technischen Innovationen des Jahres 2003, allen voran die Einführung des neuen PowerMac G5, fällt vor allem eines auf, was bisher niemand Apple so recht zugetraut hätte, am wenigsten die Analysten – nämlich die erfolgreiche Etablierung eines innovativen neuen Geschäftsmodells. Also das, was auch im FC-Artikel so vehement gefordert wird. Dass der iTunes Music Store genau diese Erwartung erfüllt, steht außer Frage und wird auch im besagten FC-Leitartikel gewürdigt. Allerdings in einer der Realität merkwürdig pessimistisch vorauseilenden Weise, vorsichtig ausgedrückt:
„Die Schlacht um den digitalen Musikmarkt stellt nur eine weitere Strophe im Apple-Klagelied dar: Das so erstaunlich einfallsreiche Unternehmen wird immer wieder aus den Märkten, die es kreiert, hinausgedrängt…“

Auch hier melden die Autoren des FC-Leitartikels also Zweifel an. Obwohl sie ansonsten doch allenthalben fordern, dass Apple neben technischer Innovationskraft auch innovative Geschäftsmodelle entwickeln muss, unterstellen sie Cupertino nun, da dies endlich einmal geschehen ist, dass man sich auch diesen neu geschaffenen Markt wieder von preisaggressiven Wettbewerbern aus der Hand nehmen lassen wird. Insofern mag das Zitat eine vielleicht aus dramaturgischen Gründen und als Aufmacher statthafte Formulierung sein, vorerst ist es aber noch in keiner Weise durch Fakten zu untermauern.

Wer hat Angst vorm Apfelmann?

Apples Marktanteil in diesem neu geschaffenen Markt ist zur Zeit hoch zweistellig. Was plötzlich ganz ungewohnte Befürchtungen auszulösen scheint, wenn beispielsweise gerade kürzlich Tim Renner, Chef von Universal Music Deutschland, Befürchtungen vor einem – hört, hört! – gefährlichen Monopol Apples geäußert hatte (was aber möglicherweise nur eine verspätete Revanche war für die Gerüchte Mitte des Jahres bezüglich Apples Überlegungen, die Universal Music Group aufzukaufen).
Wie auch immer. Der iTMS ist derzeit das Maß der Dinge im noch jungen Markt der legalen Musik-Downloaddienste. Und ist damit wesentlich mehr als nur die Fortführung des vor Jahren bereits von Steve Jobs vollmundig proklamierten „Digital Lifestyle“, der im nachhinein betrachtet einen sehr grundsätzlichen Schwenk in der Ausrichtung des Unternehmens Apple angekündigt hatte. Wir selbst haben das damals nicht allzu ernst genommen, eher als Marketing abgetan, zugegeben. Nach der erfolgreichen Einführung des iTMS muss man die Situation jedoch neu bewerten.

Testfall Mini-iPod

Eine Widerlegung des von FC unterstellten bevorstehenden Verlusts auch des Musik-Downloadmarktes und ein wichtiges Indiz dafür, dass Apple eben doch auf dem Weg zur erfolgversprechenden Balance von technischer und unternehmerischer Innovation ist, könnte die Präsentation „billiger“ Mini-iPods auf der bevorstehenden Macworld-Expo in San Francisco sein. Das Timing wäre jetzt, da zunehmend Wettbewerber mit eigener (wie oben beschrieben) preisaggressiver Hardware und eigenen Online-Musikvertriebsmodellen die Apple-Innovation nachzuahmen beginnen, perfekt. In dem Moment, wo Apple quasi als zweite Stufe des Musikvertriebsmodells iTMS eine Art preiswerte Einstiegsdroge „zündet“, die Apples Designqualität und Markenmythos endgültig massenfähig macht, geraten die Dinge unter Umständen dramatisch in Bewegung. Und die Marktanteile werden ihnen mit einem gewissen Zeitversatz folgen.

Das goldene Kalb Marktanteil

Apropos Marktanteile. Wie eingangs schon gesagt, müssen wir noch einmal auf dieses goldene Kalb zurückkommen. Es mag für einen Aktienanalysten auf der Hand liegen, die Bedeutung einer Marke anhand ihres Marktanteils zu bemessen. So einfach ist die Welt speziell im Bereich IT aber schon längst nicht mehr. In die Statistiken, nach denen die Marktanteile errechnet werden, fließen mittlerweile auch für Apple irrelevante Märkte wie Computerkassen oder Bordcomputer in Automobilen mit ein. Apples Anteil am Gesamtmarkt ist deshalb wenig aussagekräftig. Die viel relevanteren Zahlen aus Apples Zielgruppenmärkten Bildung und Erziehung, Filmproduktion, Audioproduktion, grafisches Gewerbe und seit neuestem Musikwiedergabe und -vertrieb scheinen hingegen niemanden zu interessieren. Obwohl sie die tatsächliche Marktrealität wesentlich realistischer abbilden. Immerhin zeigen sich in jüngster Zeit auch in Analystenkreisen Tendenzen zu einer differenzierteren Sichtweise. Apple kann dies nur Recht sein. Zumal seit Einführung des UNIX-basierten Mac OS X auch die Chancen gut stehen, dass die ebenfalls oft bemängelte geringe Entwicklerzahl (in Relation zu M$) langsam aber stetig zunehmen wird. Mehr Entwickler aber bedeuten mehr Vielfalt der Software. Und mehr Vielfalt der Software erhöht wiederum die Anziehungskraft der Plattform für Systemwechsler, aus welcher Welt auch immer sie kommen mögen.

Der unterschätzte Faktor Design

Was ganz generell in dem hier mehrfach zitierten FC-Leitartikel auffällt, ist das vollständige Ausblenden eines Faktors, der wie kein anderer Apple als Marke von allen anderen PC- und von den meisten Konsumelektronik-Marken differenziert – das Design. Eine der führenden deutschen Design-Adressen, Prof. Peter Eckart (Hochschule für Gestaltung, Offenbach, und unit-design, Frankfurt), bewertet die Bedeutung von Design für den Markenerfolg nicht von ungefähr sehr hoch:
„Die Tatsache, dass Design eine wesentliche Rolle in unternehmerischen Prozessen spielt und häufig auch Grund für den Erfolg von Produkten ist, steht außer Frage.“
Und an anderer Stelle scheint er geradezu das Designverständnis von Apple (in persona Jonathan Ive) zu beschwören:
„Designaufgaben mit Begriffen wie Styling oder das „Verpacken“ zu verbinden, entsteht aus der Annahme, dass der Designprozess traditionell nach der technischen Entwicklungsarbeit beginnt. Inzwischen sind die Grenzen zwischen den traditionellen Unternehmensbereichen aber fließend geworden. Die Aufgaben von Designern reichen weit in grundlegende unternehmerische Entscheidungsprozesse hinein, die nicht immer unmittelbar an die Produktentwicklung angekoppelt sind. Produkte definieren und differenzieren sich heute nicht ausschließlich über ihre Form, sondern wesentlich über ihre Nutzbarkeit, ihren emotionalen Wert und ihre Einbindung in den gesamten Unternehmensauftritt.“
…Doch scheinen sowohl die Autoren des FC-Artikels wie auch die Mehrheit der Branchenanalysten den Langfrist-Effekt des Designs und seine entscheidende Bedeutung im Marketing-Mix für die Marktstellung von Apple vollständig auszublenden. Weil Design zwar im Rest der Markenwelt, nicht aber im PC-Markt und damit in den Köpfen der "Branchenexperten" relevant ist?

Coolness sells!

Es ist durchaus kein Zufall, dass Apple seit Sommer zu den coolsten Adressen im Markenuniversum zählt. Wie das auf Jugendmärkte spezialisierte Marktforschungsunternehmen Look-Look in diesem Wired-Artikel bestätigt. In der Zielgruppe der 13- bis 35-Jährigen liegt Apple vor Coca Cola, Levis und Nike. Der iPod rangiert auf Platz 2 der „Must-have“-Produkte. „Apple wird als Top-Marke wahrgenommen, etwas, zu dessen Anschaffung man spart und sogar als Mode-Accessoire“, fasst die Vizepräsidentin des Mafo-Unternehmens die Ergebnisse zusammen. Die sich im übrigen mit denen anderer Studien decken (siehe ebenfalls den besagten Wired-Artikel). Cupertino müsste schon mit Blindheit geschlagen sein, wenn man sich diesen Effekt noch einmal aus der Hand nehmen ließe. Denn für eine im Wettbewerb stehende Marke ist er mit Geld überhaupt nicht zu bezahlen. Zudem scheint er die Richtigkeit des eingeschlagenen Weges weg von der Anwendungsenge einer herkömmlichen PC-Marke hin zur (Digital) Livestyle-Company und – im weitesten Sinne – zum Anbieter von Lösungen für das schnelle, elegante und effiziente Organisieren des beruflichen und des Freizeit-Alltags zu bestätigen. Wenn es gelingt, diese auf Design und einfachster Bedienbarkeit basierende Coolness auch weiterhin in neue Produkte und Funktionalitäten weiterzuentwickeln, die zudem eine vernünftige Preisstellung aufweisen, braucht man sich weder über Apples Zukunft noch über seine Marktanteile Gedanken zu machen. Möglichkeiten dazu deuten sich bereits an: Wenn Apple die API des iPod für mehr und weitere Software öffnet und bspw. einen Ausbau zum Foto- und/oder Video-iPod ermöglicht, vielleicht noch ein Bluetooth-Modul anbietet als Link zu Handy und/oder WiFi zum Laptop, dann wäre dies ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Auch die Evolution des iTMS zu einem Label-unabhängigen Distributionskanal zur Eigen- und Direktvermarktung von Künstlern könnte interessante Auswirkungen zeitigen. Für Apple, für die Musik-Konsumenten und für die früher oder später obsolete Musikindustrie…

Statt eines Fazits: Wie sähe die Welt ohne Apple aus?

Während wir uns der abschließenden Erkenntnis des FC-Artikels gerne anschließen:
„Welche Lehre lässt sich aus Apples Erfahrungen ziehen? Mit Sicherheit die, dass beide, Produkt- und Geschäftsmodell-Innovationen, für ein Unternehmen notwendig sind, um in den heutigen turbulenten Märkten zu überleben und zu gedeihen.“
…wollen wir diesen letzten MacGuardians-Artikel des ereignisreichen Jahres 2003 gerne mit einem kleinen Gedankenspiel beenden: Angenommen, es hätte Apple nie gegeben. Angenommen, Steve Wozniak und Steve Jobs hätten 1975 die Arbeit am ersten Apple-Rechner (übrigens nicht in der elterlichen Garage, sondern in Steve Jobs Schlafzimmer) entnervt aufgegeben, statt kurz darauf, am 1. April 1976, zusammen mit Ron Wayne die Firma Apple zu gründen. Wie würde die Computerwelt heute aussehen? An welcher Art PC würden wir sitzen, surfen, hacken? Und woher bezöge Michael Dell seine Ideen? Gäbe es ihn überhaupt? Von wem sollte Microsoft – deren einzige echte eigene Innovation das Scrollrad an der Maus gewesen ist – sich „anregen“ lassen? Und über wessen Marktanteile müssten wir uns die Köpfe heiß diskutieren? Es ist schon so: Ohne Apple wäre die Welt weniger bunt und schillernd. Und ohne Steve Jobs so egomanische wie charismatische Liveauftritte – wie in Kürze wieder – müssten wir uns womöglich mit dem 125sten Affentänzchen von Steve Ballmer auseinandersetzen. Schlimmer noch: Es gäbe uns vermutlich gar nicht. Welch eine Tristesse wäre das…;-)

Euch allen im Namen der gesamten Redaktion einen guten Rutsch, spannende Einblicke und viel Spaß bei unseren nächste Woche beginnenden Reportagen live von der Macworld Expo in San Francisco und natürlich ein rundum erfolgreiches Jahr 2004.

Ergänzende Links:
Eine komplette Übersicht über alle relevanten Links zur Geschichte Apples sind gesammelt und bewertet hier zu finden.
Weiterführende Links insbesondere zur Vor- und Frühgeschichte von Apple (1976 bis 1984) gibt es bei about.com. Einen lückenlosen chronologischen Überblick über die Geschichte von Apple zwischen 1976 und 1993 bietet das Apple Computer History Weblog. Allgemeine Informationen inklusive solcher zu spezifischen Apple-Entwicklungen liefert in bewährter Weise Wikipedia.
Wer einmal zur Abwechslung zu sonstigen Foren-Gepflogenheiten eines besuchen möchte, in dem vergleichsweise ausgewogen diskutiert worden ist, wo die Vorzüge und die Nachteile von Apple vs. PC liegen, der besucht das australische SillyDog701 Forum und steuert dort das Topic Apple Mac vs PC - The SillyDog701 Debate! an.

Kommentare

danke für diese artikel..

Von: mattin | Datum: 31.12.2003 | #1
und euch auch einen guten rutsch und ein erfolgreiches jahr 2004!

Apple für die Massen

Von: User | Datum: 31.12.2003 | #2
Apple gönne ich den Puma-Effekt:
Hochpreisige exklusive Turnschuhe machen die Masse heiss auf die Marke.
Apple muss also schnellstens den 99$/€ iPod bringen.

Ein schöner Artikel zum Jahresausklang.

Von: macwatch | Datum: 31.12.2003 | #3
Und vielen Dank für diese immergrüne, frische, klasse gemachte Mac-Seite, der ich noch viele Jahre des Bestehens wünsche.

Euer Fan macwatch

Wie sähe die Welt ohne Apple aus?

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 31.12.2003 | #4
Hallo,

> Wie sähe die Welt ohne Apple aus?

Nicht so sehr viel anders, glaube ich. Bestimmte Entwicklungen liegen einfach irgendwann in der Luft.
Der Xerox-Desktop stammt schliesslich schon aus den 70er und VisiCalc, das AFAIR eines der ersten verbreiteten Programme mit einem GUI, das den Namen verdient ist auch älter als die Lisa. Ergo es lag in der Luft. Vielleicht hätte es etwas länger gedauert und wir hätten bis 1984 oder 1985 auf den ersten Rechner mit einem vernünftigen GUI warten müssen. Vielleicht sähe auch die Metafer nach der das GUI läuft etwas anders aus. Aber sonst wäre die Computergeschichte wohl nicht viel anders verlaufen, von ein paar Jahren Zeitverschiebung abgesehen.

Und wer sagt den, dass nicht eine andere innovative Firma, die neben Apple keine Platz hatte in den 90-er mehr Innovationpotential entwickelt und umgesetzt hätte. Kein Mensch weiss welche Innovationen uns da entgangen sind. Aber umgekehrt, auch diese werden wie in der einen oder anderen Form in den nächsten Jahren sehen oder kennen sie schon.

Ich will damit nicht abstreiten, dass Apple ein Innovationmotor ist. Sie füllen halt diese "Planstelle" in der Computeriwrtschaft aus. Aber Gäbe es Apple nciht, täte dies ein oder mehrere andere.

Bis dann

R"udiger

PS: Dies soll jetzt nicht die Qualität diese guten Artikels in Frage stellen, sondern nur die Diskussion weiterführen.

danke und guten rutsch

Von: mr.drinkalot | Datum: 31.12.2003 | #5
.:nix:.

DOS würde heute immer noch zu 80 % laufen

Von: MacZeit ist mausetot | Datum: 31.12.2003 | #6
Die Masse ist träge und kann nur durch Schocks aufgewacht werden. IBM wäre nie auf den Gedanken gekommen, einen kleinen PC zu bauen. Ohne Apple würde IBM nur Großrechner bauen. Auch wenn die Entwicklungen schon bei Xerox waren, dir Firma wußte damit nichts anzufangen. Es hätte sich alles um ca. 20 Jahre verzögert. Davon bin ich überzeugt.

beste wünsche

Von: grabis is scheisse | Datum: 31.12.2003 | #7
Ich denke, dass es einfach schwierig ist für Apple gegen so eine Marktmacht wie M$ anzukommen, weil es Industriestandard geworden ist. Inzwischen merkt man aber verbreitet(China/Institutionen), dass das auch ein Nachteil ist und man weicht auf Linux aus. Das ist auch eine große Chance für Apple.
Gäbe es Apple und Steve nicht, müsste man sie erfinden.

auch von mir
die besten wünsche
für 04.

euer
Grabis is Scheisse

thx, schöner artikel

Von: Reef | Datum: 31.12.2003 | #8
herzliche grüsse und nen guten rutsch euch allen.

Apple hat keine Chance…

Von: Thomaschek | Datum: 31.12.2003 | #9
…den Marktanteil wesentlich zu erhöhen. Außer, sie werden schlechter.
In dem Diskussionsfaden SillyDog701 taucht eine richtig gute Frage auf: "Wenn Macs so gut sind, warum besitzen dann nicht 90% einen?"

Die Antwort ist einfach: "_Weil_ Macs so gut sind". Blöde Antwort? Ich meine nicht:
Es gibt zwei Möglichkeiten, einen geringen Marktanteil zu halten: Man ist besonders gut oder besonders schlecht. Fasse ich obiges von Roland (danke - klasse Artikel!) und mehr zusammen (Innovation, Design, wirtschaftlicher Erfolg in einer Krisenbranche…) dann komme ich zu dem Schluss, dass Apple eine Premiummarke ist.

Und ich kenne keine Premiummarke, der ein großer Marktanteil beschieden ist.
Puma? - bitte nicht. Die reiten auf einer Modewelle und wenn die weg ist, es auch Puma (wieder) weg.
Sony? - Die machten den Walkman und heute nettes Design; aber die Innovationen machen (inzwischen) andere.
Wer wirklich gute Schuhe macht, weiß ich nicht. Da kenne ich mich zuwenig aus. Richtig gute Audio-Elektronik machen - nein, auch nicht Bang&Olufsen - sondern Mark Levinson (der Mann) oder Audio Research.

Ich will das gar nicht weiter ausbreiten. Jeder frage sich mal selbst (in Bereichen, wo er was von versteht!!): Wer macht das Beste?
Ich bin ziemlich sicher, dass da immer ein "großer" Name fällt, der eher geringen Marktanteil hat.

Ich will sogar noch ein Erklärung für dieses Phänomen versuchen: Richtig gut kostet immer (viel) Geld. Ein wenig schlechter nur kann schon viel billiger sein. Zumal, wenn ich's nur abkupfern und nicht selbst entwickeln muss.

Kai (glaube ich) macht hier immer schöne Preisvergleiche, die auch sehr interessant sind. Dennoch muss er dabei immer die Kistenschieber auf den Apple-Standard hochrechnen, um zu dem Schluss zu kommen, Apple sei nicht teurer. Runterrechnen aber geht nicht, denn unter gewissen Standards macht's Apple nun mal nicht.

Und so gibt es halt den PC für 399 Euro genauso, wie es Champagner für 9.99 gibt.

Das Bessere (und Teurere) aber schätzen nur Kenner und Liebhaber, und die sind jeweils in der Minderheit.

Mein Fazit: Wenn Apple gut bleibt, bleiben er/ sie/es klein. Wenn Apple groß wird, wird er/sie/es schlecht.

Apple hatte mal über 10 bis 20 Prozent

Von: MacZeit ist mausetot | Datum: 31.12.2003 | #10
Und da waren die Macs sehr teuer. Daran liegt es nicht. Apple kann wachsen, indem sie schlußendlich ihre Hardware abgibt und nur noch Softwarehersteller wird. Sie sind ja schon kräftig dabei. Das könnte den Marktanteil erhöhen.

Firewire 86?

Von: max | Datum: 31.12.2003 | #11
Firewire schon 86? dachte der erste Computer mit eingebautem Firewire war der G3 b/w von 98... welcher Prozessor konnte denn 86 400Mbits verarbeiten?

Danke,

Von: Marvin | Datum: 31.12.2003 | #12
schön geschrieben :-)

@MacZeit ist mausetot

Von: Rüdiger Goetz | Datum: 31.12.2003 | #13
Hallo,

Meines Wissens hatte Apple mit dem Mac nie eine Marktanteil von 10 oder gar 20%. Das ist ein , wenn auch hartnäckiges, Gerücht. Anders war es wohl nur zur Zeit des Apple //.

Nur in den 80er war der (Home- und PC-) Computermarkt unter wesentlich mehr Systemen aufgeteilt und Apple war dabei bei den "professionelleren" Systemen die Numer 2 hinter MS-DOS-PCs, was ihnen ein vergleichsweise gutes Ansehene in der Branche (im Vergleich zu Commodore oder Atari) einbrachte.

Bis dann

R"udiger

Profis

Von: MacZeit ist mausetot | Datum: 31.12.2003 | #14
>Man wendet sich den (geiz-ist-geil)-Consumern zu und vergisst die Profis, die bereit wären sehr viel Geld zu investieren, wenn die Investition auch für die Zukunft technisch abgesichert wäre.<

Jetzt kümmert sich Apple mal um die Consumer und dann ist das auch schlecht :-). LOL!

innovativ - gepennt - wieder innovativ

Von: uli 07 | Datum: 31.12.2003 | #15
Wo hier so viel von Apple Innovationen gesprochen wird, vermisse ich doch eine Erwähnung von Apples Dauerschlaf in den 90ern.
Fast alle Probleme, die Apple in den letzten Jahren hatte und bis heute wirksam sind, beruhen auf den Mangel an Innovationen in dieser Zeit bzw. die nicht Umsetzung von sehr aufwendigen Projekten wie z.B. Copland und Opendoc, die echte Innovation hätten darstellen können.

Apple steht heute ganz anders da, weil Steven Jobs eben auch ein guter Manager ist, der - im Gegensatz zu seinen Vorgängern - die richtigen Projekte auch bis zum Erfolg durchzieht und nicht auf halber Stecke aufgibt.

Marktanteil hin oder her - viel wichtiger ist, dass man vom einem Mac sagen kann, dass es der beste Computer ist, sowohl bei der Hard- wie auch der Software und das konnte man Ende der 90er und Anfang 2000 nur bedingt, in vielen wichtigen Bereichen eigentlich nicht behaupten.
2003/2004 kann man es allerdings sehr wohl wieder - 10.3 und G5 sei Dank.
Wenn man sich die aktuelle c't-Umfrage anschaut, [Link] führt es auch zu neuen Erfolgen.

Den heutigen iMac z.B. kann man nicht wirklich als Consumer-Gerät betrachten - zu teuer, zu unflexibel - ich hoffe ja mal das nun 2004 der erste ernsthafte Angriff seit ewigen Zeiten - auf einen grösseren Marktanteil - von Apple gestartet wird.

Bis dann und nen guten rutsch

Marktanteile und Weihnachten...

Von: Terrania | Datum: 31.12.2003 | #16
Das was die ct-Umfrage vorwegnimmt , scheint tatsächlich der Fall zu sein. Ich war am Montag und Dienstag mit einem Freund unterwegs um ein iBook 12" (G3 ODER G4) zu kaufen. MUC Karstadt: ausverkauft, neue sind noch nicht in Sicht. GRAVIS waren zwar welche da, aber wie immer: Irgendwie immer noch der selbe Schlumpfladen wie vor dem Umzug, nur schönere Präsentation. Also Augsburg: Holme? Nope, nur ein altes iBook 700 CD. Vobis? Nope, nur ein iMac, die haben dann angerufen, weil noch ein 900er irgendwo in Ingolstadt stehen sollte. Nein, da haben schon 3 andere eine Option drauf. SATURN in Augsburg? NOPE. Können wir bestellen. Ach ja ein 700er imac TFT für 870 Euros wäre da gestanden. Schön. Also warten wir auf die nächste LIEFERUNG. Es ist nicht leicht, ein günstiges iBook zu kaufen. Warum nicht bei Gravis? Weil mein Kumpel bei Karstadt 10% kriegt, und der Gravis-Preis einfach nicht konkurrenzfähig war. Ach ja: iPods dünn gesäht (außer der 40er). Apple hat IMHO ein Logistikproblem, und ist wohl durch das Weihnachtsgeschäft völlig überrollt worden. Schade eigentlich.

na ich hätte mich nie mit 41 an einen Computer gesetzt

Von: rex | Datum: 31.12.2003 | #17
ohne Apple.....

Das war euer bester Beitrag dieses Jahr
Danke


Heute bin ich 51 haha..

Nachgefragt

Von: Bensch | Datum: 31.12.2003 | #18
FireWire:

wirklich 1986?
oder nicht doch 1996?

und zweitens:

Ist jetzt FireWire von Sony oder Apple?

Guter Artikel

Von: Karl Schimanek | Datum: 31.12.2003 | #19
N guten rutsch ins neue Jahr.

Gruss
Kalle

P.S. Alles wird gut

@Bensch

Von: Roland | Datum: 31.12.2003 | #20
Firewire ist tatsächlich eine echte Apple-Innovation. Apple hatte bereits 1986 mit der Entwicklung dieses seriellen Anschlusses begonnen. Die Ingenieure übernahmen den seriellen Bus IEEE 1394. Dieser war zu der Zeit noch nicht als endgültiger Standard verabschiedet und ursprünglich nur als Diagnosebus in parallelen Backplane-Bussen gedacht. 1993 demonstrierte Apple die Weiterentwicklung unter dem Namen Firewire, die später als IEEE 1394-1995 standardisiert wurde. Sony hat sich lediglich da drangehängt.
(Quelle: tecchannel.de und andere)

Das sind genau die Artikel...

Von: Ingmar | Datum: 31.12.2003 | #21
... für die ich die MacGuardians lieben gelernt habe :-)

Dankeschön Jungs, weiter so, diese Art von Recherche und Schreiberei macht euch aus und lässt euch richtig Maccig erscheinen - cool eben!

@Tom: Zum Glueck so!

Von: Daniel Saxer | Datum: 31.12.2003 | #22
Hi Tom, zum Glueck ist es in der Schweiz noch so, dass wir selbst fuer unser Glueck oder Unglueck sorgen duerfen. Aber alles gleich als Falsch abzutun was der eigenen Meinung gegenlaeuft zeugt nicht gerade von Toleranz und Aufgeschlossenheit. In diesem Sinne, ein erfolgreiches 2004!

Gruss,
Daniel

Gratulation, danke und die besten Wünsche...

Von: stö | Datum: 31.12.2003 | #23
an Euch alle. Gute Schreibe! Wie ist eigentlich Euer Marktanteil? Angemessen klein? ;-)
Gruss
stö

PS: @Tom und D.S.: Verkaufen ist alles (->Dell), auch in einer Demokratie. Das Volk weiss es nur noch nicht.

17 und so

Von: so | Datum: 31.12.2003 | #24
interessanter artikel. danke.

frage:
war der von apple eigentlich der erste laptop mit 17" monitor?

und noch was:
es wird immer diskutiert, wie apple zu mehr marktanteil kommen könnte. ich frage mich, ob das überhaupt notwendig ist. finanziell scheint es apple ja nicht schlecht zu gehen, oder?

@Simone

Von: Tom | Datum: 31.12.2003 | #25
Du legst dich ja richtig ins Zeug. Aber du hast in allen Punkten völlig recht und kannst dabei noch sachlich bleiben. das schaff ich nicht immer. Hut ab.

Ich wünsche dir einen guten "Rutsch"

Gruss Tom

Scannertestbild ;-))

Von: Simone | Datum: 31.12.2003 | #26
Rote Krawatte mit rotem Hemd auf rotem Hintergrund. Sieht aus wie ein Scannertestbild ;-))

[Link]

Gespräch mit Samuel Hügli (Ringier AG) und Roger Brustio (Apple Schweiz)

Hügli ist OUT

Von: MacZeit ist mausetot | Datum: 31.12.2003 | #27
Ich habe schon im MacUP-Forum dazu gepostet, das er hohl ist :-). Mehr sage ich dazu nicht. Frohes Neues Mac-User! Attacke!

64bit

Von: qbert | Datum: 31.12.2003 | #28
Also PCs mit RISC Prozessoren bzw. 64bit hat Apple aber nur dann zuerst gebaut, wenn man so kleinklariert ist und *PC* von *Workstations* unterscheidet. Vor vielen Jahren (zeitgleich mit Pentium 60 und Pentium 90) gab es unter anderem bei Vobis 64bit Dec Alpha Workstation mit 64bit zu durchaus massentauglichen Preisen.

LOL

Von: Karl Schimanek | Datum: 31.12.2003 | #29
...wenn man so kleinklariert ist und *PC* von *Workstations* unterscheidet...

Der war gut ;)

So nebenbei:

Von: MacJunkie | Datum: 01.01.2004 | #30
Frohes Neues Jahr!!!

Jop

Von: Karl Schimanek | Datum: 01.01.2004 | #31
Frohes Neues an alle!

MacGuardians & Apple forever :)

Der passende Song auf meiner iDisk:

[Link]

Gruss
Kalle

Link gesucht ! :-)

Von: Simone | Datum: 01.01.2004 | #32
>Von: MacZeit ist mausetot - am 31.12.03
>um 20:34:24 Uhr

>Ich habe schon im MacUP-Forum dazu
>gepostet, das er hohl ist :-). Mehr sage
>ich dazu nicht. Frohes Neues Mac-User!
>Attacke!

Cool, könntest Du den Link posten? Danke. ;-)

Gutes Neues Jahr

Aber nicht verraten :-)

Von: MacZeit ist mausetot | Datum: 01.01.2004 | #33
Nicht verraten, dass ich das bin :-))).

[Link]

hatten wir doch alles schon mal

Von: mullzk | Datum: 01.01.2004 | #34
wollte nur kurz darauf hinweisen, dass diese gesamte diskussion um den ringier-entscheid (ok, vielleicht mit etwas anderem schwerpunkt und in anderem tonfall) bereits im forum hatten: [Link]

ich kann die argumentation von hügli nach wie vor verstehen, auch wenn ich es für einen fehlentscheid halte.

Frage wie solche Entscheidungen zustande kommen ???

Von: jochen | Datum: 01.01.2004 | #35
Ich meine es gibt zwei Kriterien zur Entscheidungsfindung.

1) Subjektive
2) Objektive

In der Realität werden Entscheidungen weder streng nur nach 1) oder 2) getroffen, sondern meist ist die Entscheidung eine Mischung aus beiden.

Es wäre mal interessant herauszufinden wie das Lastenheft mit konkreten Anforderungen aussah, ich gehe mal davon aus, dass ein LH vorlag, und in welchen Punkten Apple nicht vorne lag.

Lag dieses Lastenheft ...apple.ch vor und welche Konsequenzen zieht Apple aus der Entscheidung??
Das Statement von apple.ch ist ja recht schwammig.

Jochen

Scrollrad hat M$ auch nur geklaut!

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 01.01.2004 | #36
Siehe hier.

Ansonsten: Geiler Artikel! ;-)

Zurück zum Thema:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 01.01.2004 | #37
Ein wichtiger Punkt, der bisher noch gar nicht angesprochen wurde:

Es gibt da ein Dilemma mit Apple, das verhindert, dass sie jemals einen Marktanteil über max. 20% erreichen werden: Ihre Innovationsfreude und damit ihre Attraktivität sind von einem geringen Marktanteil abhängig!
MaW: Je grösser Apple wird umso weniger innovativ und unflexibler werden sie, weil da dann einfach mehr dranhängt!
Wie viele Jahre hat M$ gebraucht, um DOS loszuwerden? Wieviele Jahrzehnte hat Intel gebraucht, um LPT, COM und ISA loszuwerden (und ganz tot sind die ersten beiden noch lange nicht!)? Und x86 kriegt jetzt wie's aussieht nichtmal Intel selbst mehr tot!
Apple hat's hier besser: In einem kleinen Markt und mit voller Kontrolle über die Hardware kann man schnell und vergleichsweise problemlos neue Innovationen etablieren! Da gibt's keine gigantische Klientel, die Zeter und Mordio schreit (klar, Gejammer gibt's immer (ADB-Tod, SCSI-Tod, OS9-Tod), aber bei dem Marktanteil ist der auszuhalten! ;-)
Und ja: "Innovationen" bedeuten sehr oft den Tod des Vorgängers! Wer weiterhin SCSI/ADB/OS9 zusätzlich verbaut wird Firewire/USB/OSX nie etablieren können!

Apple muss schon schauen, dass sie ihren Marktanteil etwas erhöhen, da sie sonst in die "Bedeutungslosigkeit abdriften" (wie's ein Anal-ystendepp mal schön formuliert hat! ;-), aber ehrlich gesagt fänd ich über 10% schon wieder schlecht!...

Schöne Vorträge...

Von: Tom | Datum: 01.01.2004 | #38
Eigentlich sollte man dem Hügli diese ganzen Postings zukommen lassen, vielleicht lernt er ja auch noch was dabei!

Gruss Tom

Cost-Conscious Supercomputing

Von: Simone | Datum: 02.01.2004 | #39
Ich kann da nur auf eigene Erfahrungen setzen. Sonst gäbe es [Link] doch die wollen immer Kohle für Ihre Analysen. :-(

Nicht so recht die Antwort auf deine Frage, denn 1100 Kisten willst Du sicher nicht administrieren. Wohl zu teuer… ;-)

Keine Fallstudie im üblichen Sinne, sondern ein ganz reales Beispiel…

[Link]

Success Breeds Success
Now that the results are in, Virginia Tech is enjoying international recognition for its work in supercomputing. Lockhart says the university is being inundated with requests for access to the system, from some very well-known organizations. Among the long list of those wishing to book time at Virginia Tech: the Department of Energy, NASA, the National Institute of Aerospace, the National Security Agency, and many others. With this type of interest, Virginia Tech’s faculty and administration are confident that the new system will more than pay for itself in the near future.


“Virginia Tech now has one of the top-ranked supercomputing facilities in the world, supporting ‘big science’ research,” confirms Glenda Scales, assistant dean of distance learning and computing in the College of Engineering at Virginia Tech. “It is anticipated that the university will realize at least a five to one return on investment, in terms of annual research grant and contract activity.”


“In the past, we’d typically have gone after smaller pieces of larger programs that our systems could handle,” Lockhart says. “But now that we have an asset like our supercomputer, it’s generating lots of interest. In addition, we believe it will help us attract higher-caliber faculty members and scientists in the future.”

Komplette Übersicht:
[Link]

Scheint mehr einzubringen als es gekostet hat und wurde in Rekordzeit aufgesetzt.

@zurück zum Thema (Kai)

Von: Thyl (MacGuardians) | Datum: 02.01.2004 | #40
So ganz kann ich Dir da nicht zustimmen, denn ich habe das Zeter und Mordio der Mac-Anwender indirekt verfolgt. Mit der ersten OPENSTEP-Anpassung gings los und als sie bei der Public Beta angekommen waren, war praktisch nichts mehr übrig von den GUI-Verbesserungen, die gegenüber dem MacOS mit OPENSTEP/NeXTSTEP eingeführt worden waren; nicht mal als Optionen. So langsam sickern die Sachen wieder zurück in die Distro; es ist fast so, als wollte man die Apple-Anwender jetzt häppchenweise umstellen.

Konservatives Pack, allesamt.

@ kai

Von: johngo | Datum: 02.01.2004 | #41
Ich habe nicht beschrieben, wie ich mir einen
Umstieg vorstelle, sondern wie er in der Praxis
ist. Ein (absolut gängiges) Modell wäre: Am
Tag X läuft das Leasing einer Marge von
Rechnern aus. Die werden dann mit einer
Nachfolgegeneration ersetzt. Dabei ist es
völlig egal. Ob dies 20 oder 2.000 sind! Es gibt
einen neuen (oder fortgeführten) Leasing-
und Wartungsvertrag. Und dieser kostet eben
nicht mehr, nur weil man PCs einsetzt.

Deine Annahme der höheren Kosten würde nur
zutreffen, wenn man vorab noch zu nutzende Rechner
ausgliedert. Das ist bestimmt nicht die Regel.
Und auch hier nicht der Fall. Die Rede war von einem
Abschluss im Jahre 2007. Bis dahin ist jeder -
Heute aktuelle - Leasingvertrag (oder jede
Abschreibung) ausgelaufen (bzw. getätigt).

Also Null Mehrkosten. Ein bisschen kenne ich
mich in der Materie schon aus.

Und das es irgendwo unrentable Rollouts gibt, hat
dann meist andere Gründe. Eine Firma ist denn auch
"immer" ein Konklomerat von vielen Parametern für das,
was sich rechnet oder nicht rechnet (Standort, Mieten etc.).

---

Sind nun XP Schulungen nun aufwendiger?
Meinst Du die Schulung an sich, oder die Kosten?
Das eine hat mit dem anderen nur bedingt zu tun!
Einmal angenommen, ich schicke jeden Monat
20 Mitarbeiter oder mehr zur Schulung, dann mache
ich in der Regel einen pauschalierten individuellen
Firmenvertrag. Das kann zum Beispiel bedeuten,
das die Anzahl der "Schulungsteilnehmer" zweitrangig
ist. Pauschal Kosten bedeuten dann (immer noch das
Beispiel) einen Schulungsraum, einen Lehrer, eine
Art von Systemen. Solange ich aber mit zwei Systemen
arbeite ist dies ziemlich sicher aufwendiger.

Nun ging es ja darum, ob es nicht vielleicht auch möglich
wäre, ob eine Firma komplett auf OSX migriert. Die Frage
würde sich mir aber erst richtig stellen, wenn es solche
Firmen überhaupt gäbe. Ich rede jetzt nicht von 3 Mann-
Studios, sondern von Firmen ab (sagen wir einmal ab 200
Mitarbeiter*). Gibt es solche Firmen, die wirklich 100%
auf der Mac-Plattform operieren?

Es würde mich sehr intressieren, ob dies der Fall ist und
wie deren Erfahrungen sind.

Gruss

johngo


* Wobei ich hier Firmen ausschliessen würde, die ihr
Geld ausschliesslich mit der Apple-Hardware/-Software
oder der Entwicklung für diese Plattform umsetzen.

Prust! :-)

Von: MacZeit ist mausetot | Datum: 02.01.2004 | #42
Mit Johngo zu diskutieren ist vergebens. Es ist einfacher Materie und Antimatiere zusammenzubringen :-))).

Link zu Firma mit Macs...

Von: jochen | Datum: 02.01.2004 | #43
Unsere Tageszeitung / Verlag arbeitet zu 95 % (?) mit Macs.

UND IST MEISTENS PÜNKTLICH MORGENS DA.

Schau mal auf die Links

[Link]

[Link]

[Link]

Recht interessant.

Bin aber nicht bei der Zeitung beschäftigt!!!

Jochen

@macneo

Von: Tom | Datum: 02.01.2004 | #44
Du sprichst mir aus dem Herzen. Alle zusammen bringen wir es immer wieder auf den Punkt. Es ist wie Weihnachten!

Tom

@ Mein erstmal* letzter Kommentar dazu! ;)

Von: johngo | Datum: 02.01.2004 | #45
Wir müssen wirklich irgendwelchen untersch-
iedlichen Systemen sprechen. Mein
neues iBook (4 Wochen) brauchte für
die Logitech-Maus extra einen zu instal-
lierenden Treiber, um voll zu funktionieren.

Mein neues FSC Notebook (2Tage) fragte
nach dem anstecken nur: O.K.?
... Und mit dem Klick war alles getan!

Gruss

* Ich muss erst einmal die vielen Links
abarbeiten!

PS: Das mit der "Grösse" habe ich nun gar
nicht verstanden. Man sollte nicht
versuchen, die Charakteren anderer
Leute anhand von Netzkommentaren zu deuten!

@MacZeit ist mausetot

Von: Tom | Datum: 02.01.2004 | #46
Tja. Leider war vor deinem Posting schon alles gesagt! Sorry.

@ maczeit ...

Von: johngo | Datum: 02.01.2004 | #47
Und? Was heisst das? Das heisst nur,
das man am Mac manches besser machen
kann und manches eben am PC. So
einfach ist das. Da steht nichts anderes,
als ich hier auch schreibe.

... aber kommen wir nicht vom Thema
ab, wenn wir es - "aus welchem Grund
auch immer" - personalisieren?

Gruss

@ kai

Von: johngo | Datum: 02.01.2004 | #48
Naja ... Du bestätigst es ja.

Am PC* läuft die Logitech mit vollem
Funktionsumfang einfach so und am
Mac muss man installieren.

* (Oder meinem PC!)

WAS muss ich installieren?

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 03.01.2004 | #49
Sag mal hast du ein Leseproblem??

Da oben steht: "Ich hab nirgendwo irgendwelche Treiber installiert!"

@ kai

Von: johngo | Datum: 03.01.2004 | #50
Keine Leseschwäche!

Deshalb habe ich ja geschrieben:
"Voller" Funktionsumfang
(Stichwort Webtools!).

Ich versuche einmal meine Einstellung in einem Satz zu erklären ...

Von: johngo | Datum: 03.01.2004 | #51
Ich habe die Befürchtung, das man als
Anhänger der Mac-Philosophie (die ja
grundsätzlich gut ist) aus den Augen ver-
liert, das die Masse der Menschen
im Moment einen anderen Computer
bevorzugt und "wir" sie (die PCler) genausowenig
verstehen, wie sie die Vorteile unseres
Systemes nicht erkennen.

So diskutiere ich halt auch "quer" zu
meiner Grundeinstellung.

Jetzt wurden es sogar zwei Sätze
(ups ... Drei!)!

Gruss und Gute Nacht! ;)

Argh :-)

Von: MacZeit ist mausetot | Datum: 03.01.2004 | #52
OK Johngo, hiermit ist das Thema glaube ich abgeschlossen. Du kennst unsere Position, wir Deine. Vergess den Spass dabei aber nicht.

YEP :)

Von: johngo | Datum: 03.01.2004 | #53
.

in diese richtung muß apple gehen

Von: neo | Datum: 03.01.2004 | #54
So wie das hier:
[Link]

hat nur die falsche Architektur. Aber ein iBook mit 950 Gramm ... ja das würde ich nehmen.

Das was bei Apple fehlt ist der IPC Markt aber den werden wie vermutlich nie ohne Hilfe bekommen.
Alleine VIA mit den mini-itx boards räumen dort gut auf.

Neo

Von: Peter S | Datum: 14.12.2005 | #55
Great blog! internet casino
Regards from [Link]