ARCHIV 1999-2006

ARCHIV :: # 2679

Das Wort zum Montag

Buntes Allerlei aus der Medienwelt

Autor: dd - Datum: 05.01.2004

Auch über den Jahreswechsel waren unsere Leser wachsam und deckten uns mit jeder Menge Links ein. Deshalb an dieser Stelle ein Überblick über Lesenswertes und Abstruses aus der Welt der Medien.
Fangen wir an mit dem Stern. Autor Guido Augustin verabschiedet sich dort in seiner Kolumne vom Sperrmüll des Jahres 2003. Mit dabei auch Apple, der er vorschlägt, das Mac OS an Bill Gates zu verscherbeln und stattdessen endlich den Newton wiederzubeleben. Nette Idee, aber wer ausser Augustin und ein paar Freaks (zu denen ich wohl auch gehören würde) wollte den haben? Und noch wichtiger: welches System sollte darauf laufen?

Weiter geht's beim Spiegel, der wieder einmal für schlechte Apple-Presse sorgt, diesmal mit Defekten am iBook. Grundlage ist dieser Artikel beim Register. An und für sich nichts verwerfliches, denn auch unsere grüne Seite übt dann und wann Kritik an Cupertino. Vielleicht ist sogar etwas an der iBook-Geschichte dran - uns sind auch mindestens fünf Fälle von plötzlichem iBook-Tod bekannt. Allerdings scheint der Spiegel jede sich bietende Chance zu nutzen, um mit feinen Spitzen in den Apfel zu stechen, am besten ohne vorher selbst zu recherchieren - man kann sich dessen in unserem Archiv vergewissern.

Diesen Eindruck hat offensichtlich auch das Satiremagazin ZYN gehabt und eine Parodie auf Spiegel Online gebastelt, inklusive einem Artikel mit dem Titel "Apple sucht bestes Microsoftvirus".

Zu guter letzt, wollen wir an dieser Stelle auf ein Interview mit Steve Jobs beim Rolling Stone hinweisen, das auch in der aktuellen Ausgabe des Magazins abgedruckt ist. Steve spricht darin, natürlich, über den iPod und den iTunes Music Store, wie Apple Musikindustrie und Musiker von ihrem Konzept überzeugt hat und wo er den Online-Musikmarkt in ein paar Jahren sieht.
Daneben ist reichlich Platz für Bob Dylan, einige Erläuterungen zu Apples Marktanteil und Jobs' Sicht auf die Krise der Musikindustrie.
Wer das Interview noch nicht gelesen hat (es ist schon eine ganze Weile online) sollte das nachholen - lesenswert!

Kommentare

Spiegel

Von: Applemus | Datum: 05.01.2004 | #1
Der Spiegel schreibt negativ über den Mac, damit alle Mac-Hohepriester sich in vorhersehbarer Weise darauf stürzen, und dem Spiegel noch mehr unverdiente Aufmerksamkeit verschaffen. Ihr seid ja auch prompt drauf angesprungen.
Andererseits muß man dem Spiegel dankbar sein: Apple hat eine widerliche Art, Probleme ihrer Kunden mit von Apple verschuldeten Gerätedefekten auszusitzen - bis das Thema genug Publicity hat, was jetzt hoffentlich der Fall ist.

stern

Von: erik | Datum: 05.01.2004 | #2
Was erwartet man von diesem Periodikum? Es ist lange her, dass man die Zeitschrift unbesehen kaufen konnte. Wieso soll man sich über jemanden aufregen, der den dummen August mimt?

Der Artikel im Stern taugt nix

Von: FlameWar | Datum: 05.01.2004 | #3
Der Newton ist überholt und Netscape basiert auf Mozilla-Gecko und ist keineswegs überholt. Der Redakteur hat keine Ahnung von Technik.

Monopoly:

Von: Kai (MacGuardians) | Datum: 06.01.2004 | #4
"Wer noch das gute alte Monopoly kennt, weiß zweierlei: Nur die Steuergesetzgebung wurde konsequenter verbogen als die Original-Spielregeln. Und sobald ein angeschlagener Magnat Häuser oder Hotels zurückgeben muss, ist es aus mit ihm. Also, liebe Firma Apple, lass es. Die Sache ist entschieden. Vielleicht ist Mac OS ja wirklich das beste Betriebssystem, aber wer will das wissen? Vorschlag: Verscheuert eure Lizenzen an Bill Gates, feiert mit euren Grafiker-Freunden aus aller Welt ein rauschendes Fest mit kleinen Schriften und macht euch endlich an die Neuauflage des wunderbarsten aller Handhelds, des Apple Newton."

Sagt mal - von was für "Häusern und Hotels", die Apple "zurückgeben musste" redet der Typ denn eigentlich?